[Gitarre] Career Les Paul Custom Kopie

von jxn, 12.06.08.

  1. jxn

    jxn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.08   #1
    Hi Leute,

    ich stell euch heute mal meine neue Errungenschaft vor. Es ist eine alte Career Les Paul Custom Kopie, die teils leicht modifiziert, teils noch original ist.
    Ich habe sie auf dem Musik-Service-Flohmarkt gekauft, allerdings sah sie da noch nicht so aus, wie sies jetzt tut. Ich musste ein wenig Arbeit inestieren und werde das jetzt auch noch weiterhin teils tun müssen, aber das gerne. Davon bin ich jedesmal überzeugt, wenn ich die Gitarre spiele und höre :)
    Endlich habe ich wieder eine Les Paul. Nachdem meine Epi Std einen Halsbruch erlitten hatte (längere Geschichte) muss ich nun nicht mehr diesen tollen Sound vermissen, der mein Gitarrenrepertoire für meine Bedürfnisse nun komplettiert.


    Ausstattung:

    - Nachdem ich im Tonabnehmerraum mal ein bisschen das Holz freigescharbt habe, kann ich bestätigen, dass es sich um einen Mahagoniekorpus mit Ahorndecke handelt.
    - eingeleimter Hals
    - doppeltes Binding um Hals und Korpus
    - vergoldete Schaller Mechaniken
    - 2 x Humbucker: Neck ist original; am Steg ist ein Rockinger PAF-ECT verbaut

    Ansonsten ist alles der originalen Les Paul Custom nachempfunden.
    Ich vermute, dass die Gitarre aus den späten 70ern bzw. frühen 80ern stammt. Sie hat keinen Open-Book-Headstock (wie andere Careers), was gegen einen früheres Baujahr spricht.
    Hinten auf dem Headstock wurde "Made USA" und eine 4-stellige Nummer eingestanzt. Ob das der Wahrheit entspricht, kann ich nicht sagen (Nach Knauer sollen Careers auch in den USA produziert worden seien :confused:).


    Verarbeitung:

    Wirklich top! Von Innen wie von Außen gibt es keine Probleme in dieser Hinsicht. Klar, sie hat mit der Zeit kleine Kratzerchen abbekommen, dass hält sich aber in einem sehr geringen Maß. Das Einzige ist ein kleiner Lackplatzer am Hals um den 4ten Bund, der aber wirklich nicht das Spielvergnügen stört, da man ihn eigentlich kaum bemerkt.


    Spielbarkeit:

    Wie man es von einer guten Les Paul gewöhnt ist! Die Saitenlage ist extrem tief ohne zu schnarren. Mein Vorgänger hatte sehr dicke Saiten drauf, deswegen musste ich ein wenig nachstellen, aber das ging schnell von der Hand. Dir Rückseite des Halses klebte ein wenig, aber das konnte ich mit ordentlichem Putzen wett machen.
    Das Griffbret selbst befindet sich in tollem Zustand. Kaum Kerben oder Abnutzungen. Ebenso die Bünde. Es sind natürlich kleinere Kerben zu sehen, aber noch stört es in keinster Weise und das wird noch eine geraume Zeit so bleiben.


    Sound:

    Neck:

    Der Tonabnehmer ist noch original und so sieht er auch wirlich aus :D Aber das ist egal, da die Goldkappe noch gut aussieht. Diese ist übrigens nicht aus Neusilber.
    Ich hatte einen Gibson 490R (ohne Kappe) eingebaut, der aber sehr schnell die gemütliche Unterbringung schon wieder verlassen musste. Im Vergleich zum Originalen hat er in meinen Ohren überraschend schlecht abgeschnitten. Er hatte einfach nicht so viel Leben in sich. Der Originale hat einen lebendigeren, weicheren, schmatzenderen, singenderen Ton, genauso wie ich ihn haben will, da ich diese Tonabnehmerposition bei der LP am meisten nutze! Dies alles trotz der Kappe, die wie gesagt nicht aus Neusilber besteht. Wenn sie den Ton beeinflusst, dann soll sie das auch so weitermachen, da sie es in meinen Ohren genau richtig macht :) Er hat 8,6 kOhm. Der 490R steht übrigens zum Verkauf ;)


    Zwischenposition:

    Nutze ich kaum, kann deswegen auch keine großen Auskünfte geben außer, dass die PU`s gut harmonieren und ein neutraler Ton herauskommt, den ich eigentlich nur für Rhythmus benutze.


    Bridge:

    Nutze diese Position auch so gut wie nie. Es ist von meinem Vorgänger der originale PU ausgetauscht und ein weißer Rockinger PAF-ECT verbaut worden (leider ist der Alte wohl verschollen). Wobei das wort "verbaut" sehr freundlich ausgedrückt ist, da Befestigungsschrauben und Federn fehlten :o. Ich (bzw. die Jungs von der-Trashcontainer.de) habe eine Goldkappe draufgemacht und den PU gewachst, da er in weiß alles andere als passte, sorry (Vorher/Nachher-Bilder im Anhang).
    Er klingt "überraschenderweise" :-)rolleyes:) heller und aggressiver als der Neckpu. In meinen Ohren bewegt er sich auf hohem Niveau und ich sehe keinen Grund ihn zu tauschen. Ich kann ihn aber auch nicht genug vergleichen, da ich diese Position wie erwähnt eigentlich kaum benutze.


    Änderungen/Modifikationen:

    Was bleibt mir noch zu sagen? Habe die Gitarre grundgesäubert und teilweise aufgemöbelt. So habe ich die Toggleswitchunterlegscheibe neu angebracht, die Tonabnehmer gewachst (wachsen lassen) und eine Goldkappe montiert (montieren lassen :)). Zusätzlich musste ich ein paar Lötarbeiten verrichten, z.B. an der Buchse. Neue Schallermechaniken hat ja mein Vorgänger montiert. Diese verrichten ihren Dienst auch sehr ordentlich. Der Vorbesitzer hat wohl ebenfalls das original Trussrodglöckchen mit einem Gibson ausgetauscht :gruebel:.


    Fazit:

    Wunderschöne, super klingende und top erhaltene Les Paul. Die Herkunft (ob nun USA, Korea, Japan oder Posemuckel) ist mir in sofern egal, da die Gitarre sehr gut klingt. Vor allem bin ich froh, dass der originale Neckhumbucker mit der originalen Kappe überlebt hat, da er der Gitarre Leben einhaucht und ihr einen eigenen Charakter verschafft.
    Ich kann die Gitarre mit einigen Les Pauls, vor allem von Epiphone vergleichen und die sticht sie komplett aus. Gründe dafür sind einfach die Qualität und der Sound! Ein Vergleich mit der Originalen wird irgendwann folgen, sobald ich wieder bei Produktiv vorbeischaue.

    Ich hab mit der Gitarre nun schon 3 Konzerte gespielt (deswegen ist sie auch wieder ein wenig eingestaubt und nicht mehr ganz so sauber. Da muss ich beim baldigen Saitenwechsel wieder ran und dann neue Bilder schießen :)) und sie hat jedes einzelne mit bravour gemeistert. Ich bin froh, dass ich mir ein Herz gefasst habe und zugeschlagen habe. Sie ist zwar nicht in Sunburst, aber das ist mir letztlich komplett egal.


    Danke fürs lesen ;)

    Gruß,
    Helge
     

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  2. C.Santana

    C.Santana Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #2
  3. jxn

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    Erstellt: 13.06.08   #3

    Hi,
    ich habe 220 € dafür bezahlt. Sie war in dem Zustand wie sie auf dem letzten Bild zu sehen ist. Mit den Sachen die ich reingesteckt habe kann man bestimmt nochmal 70 € draufrechnen. Die Arbeit rechne ich jetzt nicht mit ein :)

    Ich habe zum Beispiel auch bei Knauer dem offiziellen Careerhändler nachgefragt und die bestätigten mir meine Vermutung, dass sie so ungefähr zwischen 79 und 82 gebaut seien müsste.


    Gruß
     
  4. ElRodeo

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    Erstellt: 13.06.08   #4
    Hi,
    schönes Review und die erste E-Gitarre die ich mir gekauft habe war auch eine Career LP. Allerdings ne sehr preiswerte aus der Stage Serie mit geschraubtem Ahornhals und Erlebody :o Bespielbarkeit war super, aber hatte nicht besonders viel Sustain. Durch den schweren Ahornhals und die schweren Mechaniken war die LP sehr Kopflastig was zeitweilen etwas genervt hat, aber im großen und ganzen war's eine perfekte Einsteigergitarre für wenig €uros. Die LP habe ich dann recht früh geschrottet als mir beim Spielen vorne der Pin aus dem Gurt geflutscht ist und danach war se hin. Naja seit dem hab ich immer Flenslook (Geklapper von Security Looks nervt mich).
    Ich habe mir dann später wieder eine Career LP gekauft und dieses mal eine aus der Elite Serie mit Mahagony Body, Ahorndecke und eingeleimten Mahagonyhals. Sound und Bespielbarkeit sind für den Preis grandios, auch wenn das Binding an einer Stelle etwas unsauber gemacht ist. Career ist eine preiswerte und gute Alternative zu Epi finde ich....
     
  5. Swen

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    Erstellt: 14.06.08   #5
    Ich habe mit Career bis jetzt auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ab und zu gibt´s bei Career kleine Verarbeitungsmängel wie eben mal an einer stelle leicht unsauberes Binding, ein Minifleck im Lack oder ein etwas zu scharfer Reiter. Aber dafür wird man mit sehr guter Bespielbarkeit und einen für den preis recht guten Sound entschädigt. Dass es Career aber schon seit den 70ern gibt ist mir neu, aber interessant zu wissen.
     
  6. jxn

    jxn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #6
    Hi,

    ich hatte auch schon einige neuere Careers in der Hand und kann bestätigen, dass die so schlecht nicht sind. Vor allem zu dem Preis. Doch kann man wie so oft die Alten nicht mit den Neuen vergleichen. Ich bin kein Careerexperte, aber ich glaube die haben auch schon den Besitzer gewechselt :confused: Trotz allem sehr schöne Alternativen im heutigen Gitarrendschungel :)


    Gruß


    PS: Ich vergas zu erwähnen, dass die Gitarre auch einen Long-Neck-Tenon hat.
     
  7. ElRodeo

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    Erstellt: 14.06.08   #7
    Wenn ich richtig informiert bin wurden früher alle Career Gitarren in Korea gefertigt, aber die preiswerte Elite Serie soll aus China kommen, was wohl auch stärkere Qualitätsschwankungen mit sich bringt. Die besseren Career kommen nach wie vor aus Korea. Bis auf eine verwischte unsaubere Stelle im Binding und den schlechten Mechaniken ist meine Elite aber perfekt und die Saitenlage ist unglaublich niedrig ohne das es irgendwo schnarrt. Der Sound ist auch sehr gut und denke ich hatte bei meinem Modell großes Glück mit dem Holz.
     
  8. ElRodeo

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    Erstellt: 14.06.08   #8
    Sorry Doppelpost (bitte löschen)
     
  9. Yvo93

    Yvo93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #9
    Da ich grad auf meiner Review Tour bin kriegst du auch von mir nen Beitarag xD
    Ja sehr schön geschriebenes Review,
    die Gitarre is ja echt schön, klasse Design :D
    und wie du sie beschreibst kann sie ja nur genial sein von daher GW zzu so nem kauf :D

    Ja die Gitarren werden inj Korea von Un Sung gefertigt :D
    Das weiß ich da ich eine SilverStar habe ( http://www.unsung.co.kr/ )
    Könnt ja gucken en großteil der Instrumente sind hier dabei.
    Meine gitarre heißt bei Un Sung übrigens UAS254 und bei career CG 33 Satin Black
    Übrigens lässt sich ephiphone da auch manche gitarren herrstelen, zuumindest soviel ich weiß.

    Naja ich hoffe ich kann mir noch die ein oder andere in Korea gefertigte Career ergattern bevor alles nurnoch in japan herrgestelltr wird ;(
     
  10. Swen

    Swen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #10
    Du meinst sicher China ;)
     
  11. jxn

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    Erstellt: 02.07.08   #11
    @ Swen: Das denke ich auch :)

    @ Silverstar: Danke für die Glückwünsche! Von wann ist denn deine Silverstar?


    Die Career hat übrigens ihren nächsten Auftritt 1a bestanden. Sie klang genauso wie sie klingen sollte!

    Wegen der Klamotte: War die Abi-Zeugnisvergabe vor einem Monat. :D

    Bald folgen auch Soundsamples.

    Gruß
     

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  12. Yvo93

    Yvo93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #12
    @Swen: Ja klar ^^ mein feehler
    @jxn: Also meine is vor einem jAhr NEU gekauft worden,
    der verkäufer hat hgemeint sie wär grad erst angekommen,
    war auch noch neu im Katon.
    Damals hat sie 300€ gekostet is ein ordentlicher Preis aber sie kann,
    bis auf die PU's eigfentlich überall mithalten.

    ich häng noch en paar bilder dran

    (Review siehe Signatur :D )
     

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  13. Saul

    Saul Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.09   #13
    Also deine Gitarre stammt aus dem Jahr 1980. Das ist das einzige Jahr indem das Career mit diesem Pfeil war und gleichzeitig so eine spitz werdende Kopfplatte hat. In den anderen Jahren war sie oben rund oder open book ähnlich.
     
  14. neffan

    neffan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.13   #14
    Hy Leute,

    bin neu im Forum und habe gerade den Bericht zur Career Les Paul gelesen. Ich hab die selbe Custom in Schwarz. Hab sie 1992 oder 93 auf der Musikmesse in Frankfurt für knapp 800DM neu gekauft. Ich spiel die Gitarre bis heute noch fast täglich. Die kommt insgesamt bestimmt auf 50 Liveauftritte und einige Tausend Stunden spielen. Die originalen Bünde sind immer noch gut (trotz heftigem Bending in allen Lagen). Die Verarbeitung ist super. Die Bespielbarkeit sucht man lange bei teuren Marken. Ich besitze einige andere Gitarren, komme aber immer wieder zur Career als Hauptgitarre zurück. Natürlich habe ich einige Umbauten vorgenommen wie z.B. den Steg-Tonabnehmer (der original hat tierisches Rückkoppeln gezeigt), die Brücke und Stoptail, die Potis,... Als nächstes kommen die Mechaniken dran, hab mir schon Schaller besorgt.
    Gruß an alle Rocker
     
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