socccero
Registrierter Benutzer
- Zuletzt hier
- 31.03.26
- Registriert
- 04.08.11
- Beiträge
- 9.525
- Kekse
- 105.223
- Ort
- Euskirchen
In den letzten Jahren erlebte Epiphone eine neue Marketing-Masche und einen gewissen Hype.
Neu hinzu kamen die Epiphone inspired by Gibson, Epiphone inspired by Gibson Custom Serien, Open Book Headstocks, CTS-Pots, Gibson Pickups, Koffer usw.
Quasi die Made in China Gibson.
Unterschiede sind weiterhin der Lack, Binding ohne Fretnibs..
Auch etwas angefixt durch diverse Videos im Netz und die letzte Rabattaktion von Thomann habe ich dann mal die Epiphone 58 Korina Flying V inspired by Gibson Custom geordert.
Meine letzt Epi besaß ich vor mehr als einer Dekade. Warum also nicht mal wieder ausprobieren. Zudem gab es zuletzt keine Gibson Korina V, bzw. nur aus dem Gibson CS Murphy Lab zu absurden Preisen. Da erschiebeb u 1000€ für die Epiphone als besserer Deal.
Specs:
Korina Body und Hals
Griffbrett Indischer Lorbeer (!)
Burstbucker 2 und 3 Pickups
Aged Natural Finish - Poly Lack
Koffer
An dem Lorbeer Griffbrett kann man sich als Traditionalist natürlich schon direkt stören, aber ich wollte der V trotzdem mal eine Chance geben.
Ausgepackt:
Gitarre kam gut verpackt per Post an. Ausgepackt und beim in die Hand nehmen sofortige Ernüchterung.
Optisch ziemlich geil und genau was man erwartet.
Aber....jetzt gehts los.
1. Griffbrett
Die Kanten des Griffbrett sind scharf!
Damit meine ich jetzt noch nicht die Bundenden, sondern wirklich das Holz.
Keinerlei Rolled Edges, absolut grobmotorisch behauen, rau, scharf.
Jetzt ist es leider auch kein Palisander und ziemlich hell…hier kann man sicherlich noch Nachölen und muss das angesichts eines so trockenen Griffbrettes auch mal tun.
In dem Zuge müsste man auch ausgiebig den Griffbrettkante schleifen und verrunden.
2. Bünde
Schlecht polierte Bünde habe ich erwartet und das wäre ich auch bereit gewesen noch nachzupolieren. Im vorliegenden Fall sind die Bünde aber darüberhinaus einfach zerdengelt. Macken, Kerben…
Dazu dann teils scharfe Bundenden.
_______________________________________________________
—> Damit kann man zum Spielgefühl somit direkt sagen: Grausam.
Die V fasst sich folglich einfach fies an, lässt sich nicht gut greifen. Besonders schlimm ist es, wenn man den Daumen übers Griffbrett greifen lässt und nicht hinter dem Hals lässt.
Der Hals an sich ist haitisch grundsätzlich gar nicht übel. Ordentlich Fleisch in der Hand.
Was auffällt ist aber auch, dass der Lack sich irgendwie billig anfühlt. Wenn auch nicht so Plastikartig klebrig wie die 2000er Epiphones.
Die Form einer V hat natürlich ihre bekannten Eigenheiten im Handling.
Dazu eine insgesamt leichte Gitarre. Was rückentechnisch ohne Probleme bei langen Gigs oder Proben tragbar ist.
Setup:
Tja…angesichts der beschriebenen Qualität reit sich das Setup ein. Eine sehr sehr hohe Saitenlage am 12 Bund. So 7mm steigend.
Gegen einen Graphtech Sattel kann man eigentlich nicht viel sagen, aber die Tuning Stabilität war alles andere als gut. Trotzdem ausgiebigen dehnen der Saiten..
Sound:
Der Sound ist eigentlich ziemlich cool. Es ist eine V. Rocken kann sie.
Die Potis reagieren gut. Die Pickups tun was sie sollen und sind definitiv besser, als die alten Epiphone Humbucker.
Nur mit der Qualität und Setup wollte sich absolut keine Spielfreude oder Wohlfühlen einstellen.
Daher habe ich mir diemal gar nicht erst die Mühe gemacht was aufzunehmen.
__________________________________________________
Unterm Strich bleibt:
Ich bin sehr sehr enttäuscht von der Verarbeitung und der scheinbar nicht vorhandenen QC.
Mit mehr Zeit und Mühe hätte es eine gute Gitarre werden können. In den Ausmaßen habe ich noch keine Gitarre in der Hand gehabt.
Aber angesichts der doch ordentlich angezogenen Epiphone Preise, sehe ich es nicht ein, da noch selbst lange Hand anzulegen.
Dann kann man auch gleich eine HB kaufen und plant die Stunde Arbeit ein.
Fazit:
Verarbeitung 1,5 von 5
Setup 1,5 von 5
Ausstattung 3,5 von 5
QC 0 von 5
Sound. 3,5 von 5
Don’t follow the hype.
Ich denke schon, dass man eine besser verarbeitete Korina V von Epihone im Laden finden kann.... aber für mich ist der Spaß hiermit vorbei.
Meine alten Epiphones waren hier deutlich besser verarbeitet, ohne dass da irgendeine vermeintliche Gibson Custom Verbindung hergestellt werden musste.
Neu hinzu kamen die Epiphone inspired by Gibson, Epiphone inspired by Gibson Custom Serien, Open Book Headstocks, CTS-Pots, Gibson Pickups, Koffer usw.
Quasi die Made in China Gibson.
Unterschiede sind weiterhin der Lack, Binding ohne Fretnibs..
Auch etwas angefixt durch diverse Videos im Netz und die letzte Rabattaktion von Thomann habe ich dann mal die Epiphone 58 Korina Flying V inspired by Gibson Custom geordert.
Meine letzt Epi besaß ich vor mehr als einer Dekade. Warum also nicht mal wieder ausprobieren. Zudem gab es zuletzt keine Gibson Korina V, bzw. nur aus dem Gibson CS Murphy Lab zu absurden Preisen. Da erschiebeb u 1000€ für die Epiphone als besserer Deal.
Specs:
Korina Body und Hals
Griffbrett Indischer Lorbeer (!)
Burstbucker 2 und 3 Pickups
Aged Natural Finish - Poly Lack
Koffer
An dem Lorbeer Griffbrett kann man sich als Traditionalist natürlich schon direkt stören, aber ich wollte der V trotzdem mal eine Chance geben.
Ausgepackt:
Gitarre kam gut verpackt per Post an. Ausgepackt und beim in die Hand nehmen sofortige Ernüchterung.
Optisch ziemlich geil und genau was man erwartet.
Aber....jetzt gehts los.
1. Griffbrett
Die Kanten des Griffbrett sind scharf!
Damit meine ich jetzt noch nicht die Bundenden, sondern wirklich das Holz.
Keinerlei Rolled Edges, absolut grobmotorisch behauen, rau, scharf.
Jetzt ist es leider auch kein Palisander und ziemlich hell…hier kann man sicherlich noch Nachölen und muss das angesichts eines so trockenen Griffbrettes auch mal tun.
In dem Zuge müsste man auch ausgiebig den Griffbrettkante schleifen und verrunden.
2. Bünde
Schlecht polierte Bünde habe ich erwartet und das wäre ich auch bereit gewesen noch nachzupolieren. Im vorliegenden Fall sind die Bünde aber darüberhinaus einfach zerdengelt. Macken, Kerben…
Dazu dann teils scharfe Bundenden.
_______________________________________________________
—> Damit kann man zum Spielgefühl somit direkt sagen: Grausam.
Die V fasst sich folglich einfach fies an, lässt sich nicht gut greifen. Besonders schlimm ist es, wenn man den Daumen übers Griffbrett greifen lässt und nicht hinter dem Hals lässt.
Der Hals an sich ist haitisch grundsätzlich gar nicht übel. Ordentlich Fleisch in der Hand.
Was auffällt ist aber auch, dass der Lack sich irgendwie billig anfühlt. Wenn auch nicht so Plastikartig klebrig wie die 2000er Epiphones.
Die Form einer V hat natürlich ihre bekannten Eigenheiten im Handling.
Dazu eine insgesamt leichte Gitarre. Was rückentechnisch ohne Probleme bei langen Gigs oder Proben tragbar ist.
Setup:
Tja…angesichts der beschriebenen Qualität reit sich das Setup ein. Eine sehr sehr hohe Saitenlage am 12 Bund. So 7mm steigend.
Gegen einen Graphtech Sattel kann man eigentlich nicht viel sagen, aber die Tuning Stabilität war alles andere als gut. Trotzdem ausgiebigen dehnen der Saiten..
Sound:
Der Sound ist eigentlich ziemlich cool. Es ist eine V. Rocken kann sie.
Die Potis reagieren gut. Die Pickups tun was sie sollen und sind definitiv besser, als die alten Epiphone Humbucker.
Nur mit der Qualität und Setup wollte sich absolut keine Spielfreude oder Wohlfühlen einstellen.
Daher habe ich mir diemal gar nicht erst die Mühe gemacht was aufzunehmen.
__________________________________________________
Unterm Strich bleibt:
Ich bin sehr sehr enttäuscht von der Verarbeitung und der scheinbar nicht vorhandenen QC.
Mit mehr Zeit und Mühe hätte es eine gute Gitarre werden können. In den Ausmaßen habe ich noch keine Gitarre in der Hand gehabt.
Aber angesichts der doch ordentlich angezogenen Epiphone Preise, sehe ich es nicht ein, da noch selbst lange Hand anzulegen.
Dann kann man auch gleich eine HB kaufen und plant die Stunde Arbeit ein.
Fazit:
Verarbeitung 1,5 von 5
Setup 1,5 von 5
Ausstattung 3,5 von 5
QC 0 von 5
Sound. 3,5 von 5
Don’t follow the hype.
Ich denke schon, dass man eine besser verarbeitete Korina V von Epihone im Laden finden kann.... aber für mich ist der Spaß hiermit vorbei.
Meine alten Epiphones waren hier deutlich besser verarbeitet, ohne dass da irgendeine vermeintliche Gibson Custom Verbindung hergestellt werden musste.
Anhänge
Zuletzt bearbeitet:
