[Gitarre] Recording King RG 31 Lap Steel

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Da ich nun mittlerweile die 3. von diesen Lap Steels angeschafft habe (wobei No. 1 mittlerweile veräußert wurde) möchte ich ein kleines Review über dieses Instrument schreiben.

Die erste RG gab es bei großen "T" noch für 98,- Euro, der aktuelle VK liegt z. Zt. bei 111,- Euro.

Zuerst die technischen Daten

Länge: 885 mm
Breite: 260 mm
Korpus- Neck: 38 mm
Mensur: 590 mm
Sattel: Knochen (52 mm)
Bridge: Stahlwinkel, verchromt
Saitenlage: Sattel, 12. Bund, Bridge: 15 mm :D
PU: "P90" by EMG, Alnico 5, 8,9K
Body und Neck: Solid Mahagoni

So, nun mal "Butter bei die Fische"....

Ich beschäftige mich seit nunmehr 25 Jahren mit dem Thema "Slide- und Lap Steel Guitars" und denke, dass ich von daher ganz gut beurteilen kann, wie sich so ein Instrument schlägt. Die Gitarre kommt aus China, vermutlich aus der Produktion von "Johnson / AXL". Ich will es mal so ausdrücken, die Kollegen in China haben erstklassige Arbeit geleistet. Es gibt absolut nichts an der Gitarre auszusetzen. Die gesamte Gitarre besteht aus 3 Teilen Mahagoni (der Neck ist aus einem Stück und daran sind 2 Teile für den restlichen Korpus angeleimt). Alles ist sorgsam geschliffen und gebeizt worden und selbst die "String Trough" Bohrungen durch den Korpus sind absolut sauber und exakt ausgeführt . Ansonsten ist die Gitarre, vom Design, her einfach und schlicht gehalten, was ihr aber ein ganz besonderen Charme verleiht.

Das "Griffbrett" besteht aus einer Perloidfolie die mit 2 mm Acryl verstärkt wurde, das sieht nicht nur schick aus, es ist auch absolut ausreichend und durchaus üblich bei einer Steelguitar. Die LS von Gretsch z. B. hat nur ein bedrucktes, weiches PVC Teil, das darüber hinaus auch noch wellig ist... Auch wenn es bei einer LS nicht ganz so wichtig ist, die Bundmarkierungen sind präzise ausgeführt, die Oktavreinheit ist gewährt. Die Bundmarkierungen gehen bis zum 26. Bund.

Die Mechaniken (Kluson Klone) im "Vintage Style" verrichten ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit, selbst einen Satz "16 auf 56" nehmen sie klaglos hin, lassen sich dabei "Butterweich" betätigen und halten perfekt die Stimmung.

Zum Sound... "Trocken" angespielt ist die "Kleine" schon sehr laut, was zum Einen an den dicken Saiten und zum Anderen an der massiven Einheit aus Body und Neck liegt.

Am Verstärker .... Schon sehr gut.... "Warm und Weich und Rund" mit einer Priese "Dirt", ganz klassisch "Mahagoni und P90".... Selbst die Potis haben so etwas wie einen Regelweg... Es sind zwar keine "CTS, Bourns oder Kluson" aber sie geben sich Hörbar mühe, leider sind sie etwas schwer gängiger, als ich es mag...

Ich kann zur Zeit leider selber keine Aufnahmen machen, da ich vorübergehend "Mikrofon - los" bin.... Hier ist ein recht talentierter Lap Steeler, der die RG über einen "Vox DA 5" spielt, was einen kleinen Eindruck vom Sound dieser Gitarre wieder spiegelt. An einem kleinen Röhrenamp geht aber richtig "die Sonne" auf... Yes Sir... Dirty old Blues...

Ich werde trotzdem noch einige Modifikationen durchführen .... Sie bekommt 500K Göldo / Kluson Potis mit "dicken" Kondensatoren, eine Switchcraft Klinkenbuchse (ist zwar nicht nötig.... Aber irgendwie ist das Tick von mir..).

Der PU ist wirklich nicht schlecht, aber ich habe noch einen originalen "P90" von Gibson, bzw. bekomme ich in Bälde meine "Gold Foil" PU von GFS und da ist zufälliger Weise auch einer im "Soapbar" Formart dabei...

Ich werde auch die Bridge ändern, entweder eine von den gekürzten "T-Caster" Bridges von Wilkinson, oder ein Teil von Göldo .... die passen wunderbar und geben einfach mehr Sustain, als der Blechwinkel.

Abschließen möchte ich noch einmal betonen, dass die Gitarre auch irgendwelche Eingriffe absolut gut und Spielbar ist, sie ist ein guter Einstieg in die Materie und genügt auch professionellen Ansprüchen.

Wie ich Eingangs ja schon betont habe, war das bei allen 3 Modellen so, die ich besitze - bzw - besessen habe.
 

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Danke für das Review.
Ich hatte die RG 31 schon mal daheim aber ich habe sie dann doch wieder zurückgegeben. Hauptgrund war, dass ich gemerkt habe, nur ein bißchen rumsliden geht nicht, entweder ich wende da ordentlich Zeit darauf oder ich lass es :rolleyes:.
Inzwischen bin ich wieder soweit, mir doch nochmal eine zu bestellen (natürlich nach der Preiserhöhung, logo :ugly:)
Ich fand damals den PU nicht gut. Meiner war ziemlich mikrofonisch im Sinne von, dass auch rein mechanische Geräusche (anfassen, wackeln am PU) mit übertragen wurden. Ist das deiner auch?
Meinst du, da passt ein Duesenberg Multibender drauf?
 
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Danke fürs Lesen..... Ja... mit der Lap Steel, das ist schon so eine Sache... Im Prinzip wie "Slide Gitarre" und doch muss man mit "Ihr" kämpfen... ;-)

Der PU ist in der Tat nicht so der "Bringer".... zwar ist "Er" nicht ganz verkehrt, aber es geht besser... Ich habe ja inzwischen einiges umgebaut und das hier auch dokumentiert... Mit dem Umbau bin ich sehr zufrieden... und der Gotoh PU ist ein feines Teil...

Ich habe zwar noch keinen Multibender verbaut, aber ich weiß von anderen "RG-31" Spielern, dass das wohl - ohne großen Aufwand - funktioniert... Mir reichen Open "D - G" und "C6"...
 
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ok, danke für die Antworten.
Die Frage nach dem Multibender kam deshalb, weil ich irgendwie mit einer Düsi-Lapsteel liebäugele. Nur ist der Preis für ne Pomona schon recht ordentlich.
Daher gleich noch ne Frage: wenn das mit dem Multibender gehen würde, dann fehlt nur noch der verschiebbare Capo. Gibt es eine Capo Lösung für Lapsteels im allgemeinen und die RG31 im speziellen?
 
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Gibt es eine Capo Lösung für Lapsteels im allgemeinen und die RG31 im speziellen?

Die Düsenberg LS wäre wohl tatsächlich genau die "Richtige" für dich... Yes... aber der Preis... Ich würde sie mir genau deswegen nicht kaufen, weil sie eben den ganzen "Tütelkram" hat... :D... Denn gerade die Schlichtheit einer LSG ist es, was mich an so einem Instrument interessiert...

Zu deiner Frage... Ja, es gibt da verschiedene Lösungen, aber ob du hier - in Deutschland - fündig wirst... In den USA sieht das schon besser aus, weil einfach die Verbreitung größer ist... Gib mal bei "Tante Google" "Capo for Lap Steel" ein, da wirst du einiges finden... Dass es einen Kapo - explizit - für die "Recording King" gibt, kann ich mir nicht vorstellen...
 
Schrubb_didubb
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werde ich machen :great:
 
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Die erste RG gab es bei großen "T" noch für 98,- Euro, der aktuelle VK liegt z. Zt. bei 111,- Euro.
Dein Bericht ist ja bald 3 Jahre her, aber die schöne Recording King RG31 Lap Steel gibt es immer noch vereinzelt - nur leider nicht mehr bei T.
Bei Bax Music in NL wären noch welche für 170€ zu bekommen.
Ist das angesichts des damals sehr niedrigens Preises immer noch ein gutes Angebot oder würdest du inzwischen was anderes empfehlen?
 

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