[Gitarre] Schecter C-1 Classic Antique Amber

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Zu mir
Ich spiele seit Sommer 08 Gitarre und besitze die Schecter C-1 Classic nun etwa 3 Monaten. Ich spiele grösstenteils Metal verschiedener Subgenres. Für meine anderen Gitarren/Amps siehe Signatur.

Spezifikationen
Mahagoni Body mit Quilted Maple Top "Natural Binding"
Hals aus Ahorn und Walnuss mit Binding, Neck-thru, 25.5" Scale
Graphteq Tusq Nut
24 Jumbo Bünde
Abalone "Vine of life" Griffbretteinlagen
Tonepros Brücke, String through Body
Grover Tuner
Seymour Duncan SH 4 JB in der Brücke
Seymour Duncan SH 2 Jazz in Halsposition
1 Volumen / 1 Tone Poti
5-Weg Schalter

Erster Eindruck
Die Gitarre hat mich so richtig Weg gehauen, sowohl vom Aussehen her wie auch von der Bespielbarkeit. Meiner Meinung nach ist sie eine der schönsten (serien) Gitarren. Ich habe beim Anspielen von Gitarren oft eine gewisse Zeit um mich daran zu gewöhnen, die C-1 Classic hat mir direkt gepasst.

Bespielbarkeit und Verarbeitung
Die Bespielbarkeit ist wie gesagt Top. Der Hals ist klar dicker als ein Ibanez Wizard Hals, jedoch dünner als die typischen Gibson Hälse (Gefühlt, gemessen habe ich es nicht). Der Zugang zu den höheren Frets ist dank Neck-Through Konstruktion problemlos möglich. Die Action habe ich sehr tief eingestellt. Aufgrund von Schecters exzellenten Arbeit mit den Frets ist jedoch kaum ein scheppern zu hören. Fehler in der Verarbeitung konnte ich bisher keine finden. Und ja ich hab danach Gesucht ;)

Sound
Nun zum schwierigen Teil, dem Ton. Die C-1 Classic verfügt über massenhaft Sustain. Hat aber meiner Meinung nach weniger Punch/Attack als die Schecter C-1 Hellraiser (EMG Pickups) welche ich auch besitze. Im Vergleich zur Hellraiser würde ich die Gitarre eher als Warm und Singend bezeichnen. Jetzt soll mir aber keiner auf die Idee kommen das die Gitarre wie eine ES-335 Klingt ;)! Der Seymour Duncan JB reagiert ziemlich intensiv auf Pinch Harmonics, so kann aus dem Gesang auch intensives Geschrei werden.

Genug gelabert hier ein kleines Beispiel:
http://29a.ch/tmp/c1classic.ogg (Clean, ENGL E530 Preamp, Reverb und Delay von Boss GT-10, Fullrange).

Fazit
Die C-1 Classic bietet ein ausserordentlich gutes Preis/Leistungs Verhältnis. Für etwa 800€ erhält bekommt man sehr viel geboten. Ich würde die Gitarre durchaus mit einer teuren Gibson oder sogar einer PRS vergleichen.

Fragen zu der Gitarre beantworte ich euch gerne ;)
 
Eigenschaft
 
Ich habe mir gestern auch eine geholt, weil mich die Optik und das Spielgefühl im Laden sofort überzeugt haben. Bei mir war die Saitenlage werkseitig ebenfalls schon sehr tief eingestellt und trotzdem scheppert sie weniger als andere Gitarren, bei denen ich schon alles versucht habe, eine vernünftige Saitenlage hinzubekommen. Im Vergleich zu meiner PRS SE Custom 24 ist die Schecter druckvoller / lauter. Die Halsform ist für meinen Geschmack super, so ein Mittelding zwischen meiner sehr schlanken ESP LTD H-101FM (umgebaut) und der PRS. Es wird überall geschrieben, dass die C-1 eine reinrassige Metalgitarre sei, aber gerade clean haut mich die Gitarre echt von den Socken. Die Klangvielfalt, die durch den 5-Way-Switch gegeben ist, ist enorm. Während bei meiner ESP LTD der Hals-Pickup nur noch dumpf klingt, ertönt die C-1 auch in dieser Stellung klar differenziert und angenehm - wobei beide Gitarren die gleichen Pickups haben, wohlgemerkt. Damit wird auch der Einfluss eines hochwertigen Bodys auf den Klang deutlich. Die ESP ist für eine solche Klangausbeute einfach zu leicht.

Ein paar Kleinigkeiten gibt es aber doch zu meckern: Wer beim Spielen (so wie ich) auf die Bundmarkierungen angewiesen ist, wird feststellen, dass diese wegen der Inlays kaum erkennbar sind. Die zusätzlichen Markierungen im Binding an der Halskante sind nur winzige Punkte und bei nicht optimalem Licht ebenfalls kaum zu erkennen. Etwas grössere, schwarze Markierungen im Binding wären besser und würden die Optik kaum beeinträchtigen.

Bei meinem Exemplar wurde ein schlechtes Tonepoti verbaut. Dieses bewirkt auf Dreiviertel des Regelwegs überhaupt nichts. Im letzten Viertel kratzt es kurz und macht dann ganz dicht. Also stehen mir faktisch nur die beiden Extreme zur Verfügung. Für mich kein Problem, weil in meiner Ersatzteilschachtel noch ein paar Potis herumliegen, deshalb für mich kein Grund, die Gitarre nicht gleich mitzunehmen, aber es ist halt doch ein Kritikpunkt.

Endlich wieder ein Kauf, der auf mich wirklich euphorisierend wirkt.

Hey, und endlich haben meine beiden Damen im Haushalt mal von sich aus gesagt: "Oh, die ist aber schön". Normalerweise verdrehen die nur die Augen, wenn ich etwas heimbringe, das nach Gitarre aussieht :)
 

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