Gleiche Stimmplattenqualität unterschiedliches Verhalten - Was kann man tun?

Moricasso
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diese uralten kleinen Harmonikas für den einfachsten Bedarf gebaut worden. Es musste billig sein und dementsprechend waren die Stimmplatten und die Materialien auch von einfachster Güte. Da pumpt man viel für wenig Ton.

Hi,

"Stimmplatten einfachster Güte": gehe ich recht in der Annahme, das sich solche Stimmplatten auch nicht durch viel Spielen und Stimmen in der Ansprache verbessern lassen?

Würde es sich lohnen, bei so alten, einfachen Geräten, die Stimmplatten zu Tauschen?

Ich frage deswegen, weil meine alte kleine Erica trotz neuer Stimmung immer noch so schwerfällig ist und ich lieber auf einer noch älteren verstimmten Erica spiele, deren Stimmzungen viel schöner "singen". (Leider nicht meine.) Kann man olle Stimmzungen irgendwie verbessern? Würde das Einbauen lassen eines komplett neuen Stimmzungensatzes von guter Qualität nicht horend Teuer werden?

Bis jetzt gehe ich mal davon aus, das ein Kauf eines besseren gebrauchten Instrumentes günstiger kommt.

"Da pumpt man viel für wenig Ton": schwerfällig, langsam. Genau.

Meine Erica hatte ich geschenkt bekommen und habe unglaublich viel dadurch und damit gelernt. Es war nicht verkehrt, damit mal los zu spielen und anzufangen. Momentan bin ich aber doch etwas gefrustet und enttäuscht.
Das Stimmen lassen hat ja auch Geld gekostet.

Gruss Moricssso

Wills jetzt schnell hochladen, bevor das Netz wieder weg ist.
 
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Hallo Moricasso,

dein Instrument erzeugt ja eine Menge Fragen bei dir!

Würde es sich lohnen, bei so alten, einfachen Geräten, die Stimmplatten zu Tauschen?


Diese Frage kann man ganz einfach mit nein beantworten!

  • Erstens haben die Stimmplatten kein genormtes Einbaumaß, sondern sind recht unterschiedlich. Bessere Stimmplatten sind meist etwas größer , als die einfachen. Schon mal von daher ist es dann einfach mit die raus und bessere rein getan - vermutlich bräuchtest du dann auch noch neue Stimmstöcke!
  • Und zweitens lohnen die Kosten die Aktion ganz sicher nicht. Wieveile Stimmplatten in so einer Erica verbaut sind, weiß ich nicht genau - aber so um die 50 bis 60 Stück werden das locker sein. Einfache T-Mensur Pklatten kosten ca. 7 bis 10 € /Stück - da kann man zusammenrechnen, was alleien für die Stimmplatetn für ein Btrag zusammenkommt . Und dann müssen die auch noch eingebaut und gestimmt werden. - Für das Geld kann man sich eine ganze Palette alter Ericas kaufen und durchprobieren, und die beste davon aussuchen!


gehe ich recht in der Annahme, das sich solche Stimmplatten auch nicht durch viel Spielen und Stimmen in der Ansprache verbessern lassen?

Was die Stimmplatte angeht (speziell die Stimmzunge) kann man sagen : durch viel Spiel wird die nicht besser, sondern höchstens schlechter.

  • Es gibt aber einen Punkt, der meist völlig außer acht gelassen wird, mit dem man aber durchaus etliches an Performance machen kann und das sind die Ventile. Die können im Laufe der Zeit verhärten, speziell, wenn es Lederventile sind. Die können eventuell durch viel Spielen wieder "in Fahrt" gebracht werden.
  • Aber es ist genausogut möglich, dass die einfach zu hart bleiben - dann braucht man eben einiges an Druck schon mal für die Ventile. Da hilft auf Dauer nur ersetzen durch neue, leichtgängigere. Hier lohnt es sich, das mal mit einem Fachmann durchschauen lassen und besprechen, was machbar ist.


Und man kann mal schauen, wie denn die Stimmzungen eingestellt sind - da kann man , wenn man durch die richtige Zungenaufbiegung auch einiges herausholen. Das kann auch ein Fachmann einstellen. Ohne Übung in der Matiere würde ich vom Selber machen and er Stelle unbedingt abraten - da kann man schnell die Stimmplatte versauen.


-> Drum Mein Tip: Wenn du das Vergleichsinstrument bekommen kannst, würde ich mal zusammen mit dem deine Erica einem Fachmann vorstellen und die Unterschiede aufzeigen, auf was es dir ankommt. Dann kann der Fachmann dir genau sagen, was los ist und was machbar ist.
 
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Und man kann mal schauen, wie denn die Stimmzungen eingestellt sind - da kann man , wenn man durch die richtige Zungenaufbiegung auch einiges herausholen.
Ja. Nach der Beschreibung liegt es wahrscheinlich hauptsächlich daran.

Die Ericas sollten eigentlich alle schon Plasteventile haben, sodass die eigentlich kein solches Problem machen sollten.

Das kann auch ein Fachmann einstellen. Ohne Übung in der Matiere würde ich vom Selber machen and er Stelle unbedingt abraten - da kann man schnell die Stimmplatte versauen.
Den Löseabstand kann man eigentlich auch selber einstellen. Aber wenn du, Mori, tatsächlich eine Akkordeonfachwerkstatt in der Nähe hast, kannst du's da mal probieren. Beim dem von dir angesprochenen würde ich's allerdings nicht machen lassen.

Oder du kaufst dir eine billige Einfachmundharmonika und bastelst zur Übung erst mal daran herum. Dann sind die fünf Euro dafür sozusagen Lehrgeld. ;-)
 
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Den Löseabstand kann man eigentlich auch selber einstellen.

Das kann man natürlich auch selber machen - so wie man eigentlich alles auch selber machen kann, was der Fachmann kann...Fachleute sind auch nur Menschen. Allerdings welche mit Übung und Erfahrung! Und das macht den Unterschied aus.;)

Drum, wenn man das zum ersten Mal macht und noch nicht weiß, ob man feinfühlig genug ist und in welchen Größenordnungen man sich da jeweils bewegt, kanns halt passieren, dass zuerst einiges in die Hose geht und das Instrument eher schlechter als besser wird.

Oder du kaufst dir eine billige Einfachmundharmonika und bastelst zur Übung erst mal daran herum. Dann sind die fünf Euro dafür sozusagen Lehrgeld. ;-)

Wenn man sich denn selber dran machen will, ist das unbedingt zu empfehlen. Denn ohne Übung geht hier eigentlich nichts!:redface:

Und man sollte auch wissen, was man warum tut. Wenn man sich also selber dran machen will, dann empfehle ich vielleicht zuerst mal sich das grundlegende Wissen durchzulesen damit man weiß, was so alles auftreten kann und wie man dem beikommt:

https://www.musiker-board.de/threads/stimmplatteneffekte-stimmplattendefekte.566694/
 
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Was bei einer Hohner Erica noch eine Alternative ist: der Hohner Ersatzteilshop bietet (noch, bis der Vorrat aufgebraucht ist - soweit ich weiß) relativ günstigfertige Ersatzstimmstöcke (mit mit Stimmplatten udn Ventilen an:
http://www.hohner-cshop.de/Akkordeo...ca/Satz-Stimmstock-Diskant-Halbton-Erica.html
http://www.hohner-cshop.de/Akkordeo.../Erica/Satz-Stimmstock-Bass-Sekund-Erica.html

Die kann man selbst einfach gegen die vorhanden austauschen. Wie hoch die Qualität ist weiß ich nicht. Für ein perfektes Ergebnis müsste man noch nachstimmen lassen und den Lösabstand einstellen.

So kämst du z. B. relativ günstig zu einem GC-Instrument.


Den Löseabstand kann man eigentlich auch selber einstellen.
Den Lösabstand verringern ist nicht schwer. Wenn man das zum ersten Mal macht müsste man halt ganz vorsichtig nur wenig verändern, dann das Instrument wieder zusammenbauen und ausprobieren. Wenn es zu wenig war noch mal das gleiche. És ist so halt ein hoher Zeitaufwand. Bei den außenliegenden Stimmplatten geht das z. B. mit einem Zahnstocher. Die innenliegenden Stimmzungen sind schwerer einzustellen, da müsste man durch die Kanzellenöffnung.

Oder du kaufst dir eine billige Einfachmundharmonika und bastelst zur Übung erst mal daran herum. Dann sind die fünf Euro dafür sozusagen Lehrgeld. ;-)
So kann man sehr einfach ausprobieren, wie stark man drücken muss, um den Lösabstand geringer einzustellen. Die meisten billigen Mundharmonikas sprechen sowieso schlecht an, da kann man gleich sehen wie man selbst die Ansprache verbessert.

Du könntest es bei der Erika an ein paar Melodie-Stimmzungen ausprobieren, um zu sehen ob das einen relevanten Unterschied macht.
 
Grund: Schreibfehler
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Hallo Maxito, Torquemada und FolkyTom,
Vielen Dank für die guten Hinweise und Tips. Die Idee mit den G-C-Stimmstöcken hatte auch Diatoner schon mal vorgeschlagen. Mir scheint es ein gutes Angebot zu sein. Stimmstöcke für Bass und Diskant zusammen wären für ca. 150 Euro zu bekommen.
Wahrscheinlich sind die wohl noch nicht fein gestimmt.

Eine Mundharmonika habe ich noch. Aus Plastik für 6€. Die war zum Verschenken gedacht. Da kann ich sie gut zum Üben nehmen. Eine Mundharmonika habe ich sogar schon mal repariert. Da war bei einer Kanzlle gar kein Ton gekommen. Sie war ganz neu. Da habe ich auch nur kurz an der Stimmzunge " geplingt" und dann war der Ton ganz klar da.:D

Wenn ich das auf die Reihe bekomme, werde ich davon berichten.

Liebe Grüße
Moricasso

PS
Habe mir eine Hohner Marca in D/A bestellt. (Damit ich beim Singen auch mitspielen darf :) )
Die ist gebraucht, mit Garantie. Mal sehen ob ich damit klar komme. Zumindest ist nun wieder alles Gesparte verbraucht.
Kann es kaum abwarten bis sie endlich da ist.

PPS
Der Stimmer, der die Erica gestimmt hat, hat auch meine kleine Starlet 40 gestimmt und in Ordnung gebracht. Das ist richtig gut geworden. Klingt gut und hat von der Familie schon gute Resonanz bekommen.
Habe heute mit meiner Erica das Wiegenlied vorgetragen. Kam gut an. Habe bei bb und ais einfach den Knopf schon etwas früher gedrückt. Also kurz vor dem Ton.
Die Balgrichtung hat zum Glück gepasst.

Die "Schwerfälligkeit" ist , nachdem ich den Balg an den einzelnen Falten kräftig auseinander gezogen hatte, deutlich vermindert.

Habe gerade Netz, deswegen schreibe ich schnell mal ohne viel Korektur.
 
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Wahrscheinlich sind die wohl noch nicht fein gestimmt.
Sicher nicht. Genauso wenig wie fabrikneue diatonische Hohner-Akkordeons.

Die "Schwerfälligkeit" ist , nachdem ich den Balg an den einzelnen Falten kräftig auseinander gezogen hatte, deutlich vermindert.
Hm, vielleicht ist dein Instrument von den Vorbesitzern kaum benutzt worden.
Kennst du diese Video-Anleitung zum Balg dehnen:
Das habe ich mit meiner Weltmeister gemacht, als sie neu war - und sie lebt noch ...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Zum Lösabstand: vor nicht allzu langer Zeit wäre ich auch fast verzweifelt an der Tonansprache meines Einreihers, v.a. des tiefen Chors. Ich habe mich dann selbst hingesetzt und über mehrere Abende verteilt den Lösabstand verringert. Mit geringerem Lösabstand ist das Instrument deutlich angenehmer zu spielen, ohne dass die Intonation bei hoher Lautstärke leidet. Laut Weltmeister seien die einfachsten tschechischen Stimmplatten drin (Harmonikas Mechanik Klasse IV). Dennoch reagiert das Instrument ganz ordentlich auf Balgbewegungen und es macht endlich richtig Spaß, es zu spielen.
 
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És ist so halt ein hoher Zeitaufwand. Bei den außenliegenden Stimmplatten geht das z. B. mit einem Zahnstocher. Die innenliegenden Stimmzungen sind schwerer einzustellen, da müsste man durch die Kanzellenöffnung.
Es geht ja um das B in der F-Reihe, also nur um einen Ton. Der ist auf Zug, das müsste dann doch von außen zugänglich sein, oder verwechsle ich das wieder? (Ich kann mir das nie merken.)
 
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Der ist auf Zug, das müsste dann doch von außen zugänglich sein, oder verwechsle ich das wieder? (Ich kann mir das nie merken.)
Eigentlich schon, aber ich kann mir das auch nicht merken.
 
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Habe mir eine Hohner Marca in D/A bestellt. (Damit ich beim Singen auch mitspielen darf :) )
Die ist gebraucht, mit Garantie. Mal sehen ob ich damit klar komme. Zumindest ist nun wieder alles Gesparte verbraucht.
Kann es kaum abwarten bis sie endlich da ist.
Das klingt gut, auch mit Garantie. Wo hast du die denn gefunden? Dann brauchst du wohl kaum noch eine GC, die wäre ja nur einen Ton tiefer als die AD.
 
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Es geht ja um das B in der F-Reihe, also nur um einen Ton. Der ist auf Zug, das müsste dann doch von außen zugänglich sein, oder verwechsle ich das wieder? (Ich kann mir das nie merken.)

Auf Druck ansprechende Zungen liegen außen am Stimmstock.

Gruß
Roland
 
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Drum Mein Tip: Wenn du das Vergleichsinstrument bekommen kannst, würde ich mal zusammen mit dem deine Erica einem Fachmann vorstellen und die Unterschiede aufzeigen, auf was es dir ankommt. Dann kann der Fachmann dir genau sagen, was los ist und was machbar ist.


Das ist sicher ein gangbarer Weg. Ich vermute nur, daß ein Stimmer, der keinen Bezug zu den Diatonischen hat, mir nicht helfen kann. Diese kleinen Zieharmonikas sind für Akordeonisten eben oft keine "richtigen" Instrumente. Viele können sich gar nicht vorstellen, das ich da Schubert-Liedchen drauf spielen möchte. Heute habe ich einer Musikerin beide Instrumente vorgespielt und sie meinte von meiner, die wäre totgestimmt. Da wäre kein Leben mehr drin. So genau empfinde ich das auch. Und ich vermute, das der Stimmer sich sehr viel Mühe gemacht hat, um das Tremolo klein zu kriegen. Leider. . Sie singt einfach micht mehr. Traurig.

Natürlich hört es sich bis auf die Töne, die zu spät ansprechen, sauber an. So wollte ich es aber nicht. Auch ist es nicht so einfach, das die Akkorde auf der Bass-seite sauber zu den Akkorden auf der Diskantseite passen. Und dann muß auch noch berücksichtigt werden, das ich über zwei Reihen hinweg spiele und die Töne zueinander passen müssen, auch wenn sie aus unterschiedlichen Reihen kommen. Das ist eine hohe Kunst. Und deswegen hatte ich so lange mit dem "Simmen lassen" gezögert.

Gibt es Tabellen, die die Tremolo-Einstellungen in den verschiedenen "Erica-Epochen" beschreiben?
Und wie ist so eine Erica in sich bzw. Zueinander gestimmt? Da gibt es sicherlichauch keine genauen Angaben mehr.
Wahrscheinlich hat sich keiner die Mühe gemacht, sowas aufzuschreiben.


Soviel Theorie, ich wollte eigentlich nur spielen.

Vielleich gewöhne ich mich ja an dieses flache Tremolo. Mal abwarten.
Mit dem Löseabstand könnte ich mir schon vorstellen, mal mein Glück an einer Stimmzunge zu testen. Ais auf Knopf 1 auf Zug und Bb auf Knopf 4 in der inneren Reihe auch auf Zug.

Am besten wäre es, wenn ich jemanden finde könnte, der auch selber so ein Instrument spielt.



dann empfehle ich vielleicht zuerst mal sich das grundlegende Wissen durchzulesen damit man weiß, was so alles auftreten kann und wie man dem beikommt:

https://www.musiker-board.de/threads/stimmplatteneffekte-stimmplattendefekte.566694/


Genau, und da bin ich immer noch auf der ersten von 3 Seiten. Das hatte ich früher schon mal gelesen. Aber im Hinblick auf selber machen, liest es sich noch mal ganz anders. Echt starke Beiträge!


Wo hast du die denn gefunden? Dann brauchst du wohl kaum noch eine GC, die wäre ja nur einen Ton tiefer als die AD.

Musik- Center Scharte in Salzkotten hat einen Online-Shop. Dort gibt es sogar G/C-Club-Modelle. :)




Auf Druck ansprechende Zungen liegen außen am Stimmstock

Oh weh, dann liegen die beiden Zug-Stimmzungen wohl innen. Tja Pech. Danke für den Hinweis.

Gruß Moricasso


PS Habe endlich die Zitieren-Funktion am Handy gefunden.
 
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Am besten wäre es, wenn ich jemanden finde könnte, der auch selber so ein Instrument spielt.
ich weiß nicht, aus welcher Ecke Du kommst, aber wenn Lüneburg für Dich in erreichbarer Entfernung ist, gibt es dort in der Nähe Akkordeon Fachmann - der heißt nicht nur so, sondern ist auch einer. Und spielt selbst auch Harmonika (iirc Steirische).
 
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ber wenn Lüneburg für Dich in erreichbarer Entfernung

genaugenommen Bienenbüttel, wenn ich mich recht erinnere!

Oh weh, dann liegen die beiden Zug-Stimmzungen wohl innen. Tja Pech. Danke für den Hinweis.

Auch das lässt sich machen - wie gesagt das braucht etwas Übung und feines Gefühl in den Fingern.

nd ich vermute, das der Stimmer sich sehr viel Mühe gemacht hat, um das Tremolo klein zu kriegen.

Welches Tremolo ist immer eine lange Diskussion. Ich habe mich mit meine Stimmern immer mit Vergleichen verständigt: mehr als bei diesem Instrument, weniger als von dem da...mit Centangaben können die allerwenigsten Stimmer was anfangen. Zumal die Feinabstimmung des Tremolos normal nach Gehör abgestimmt wird , so dass es stimmig passt.

uch ist es nicht so einfach, das die Akkorde auf der Bass-seite sauber zu den Akkorden auf der Diskantseite passen. Und dann muß auch noch berücksichtigt werden, das ich über zwei Reihen hinweg spiele und die Töne zueinander passen müssen, auch wenn sie aus unterschiedlichen Reihen kommen.

Ich kenne die wechseltönigen Instrumente nicht wirklich, aber wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es eigentlich drum den Bass so zu "verstimmen" dass er für beide Tonarten ungefähr erträglich passt. Denn die "Diatonischen" werden oftmals reingestimmt - dann hat man zwangsläufig bei der einen Tonart andere Frequenzen als bei der anderen - Und der Bass ist normal entweder auf die eine Tonart oder auf die andere gestimmt. Soll er für beide passen muss er gezielt "verstimmt" werden, so dass die Abweichung für beide ungefähr passt.

Ich vermute nur, daß ein Stimmer, der keinen Bezug zu den Diatonischen hat, mir nicht helfen kann. Diese kleinen Zieharmonikas sind für Akordeonisten eben oft keine "richtigen" Instrumente.

Wenn du das dem Stimmer so erklärst, wie uns hier, dann solten die meisten (zumindest die besseren) das verstehen und umsetzen können. Ein Hzimm lernt nicht nur chromatische Akkos zu bauen und zu warten, sondern alle Handzuginstrumente!
 
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Einige Hinweise zur Stimmplatte:

Lösabstand heisst, dass die Tonzunge auf der Platte von der Spitze her über der Platte einen Luftspalt braucht. Ohne diesen ist ein Strömungsaufbau- u. ablauf nicht möglich. Die Funktion der Tonzunge ist nur möglich, wenn der Lösabstand in die Platte gesaugt oder gedrückt wird.

Zum besseren Verständnis: Man hat eine Platte mit einer Tonzunge. Luftdruck an die Tonzungenseite mit Lösabstand. Zunge wird in den Spalt gedrückt und schwingt. Man saugt die Zunge unter der Platte an und sie schwingt weil der Lösabstand in die Platte gesaugt wird. Druck und Saugen ist aber nur in einer Richtung möglich. Deshalb wird die gegenläufige Zunge benötigt. Diese wird deshalb durch ein Ventil durch ansaugen oder andrücken verschlossen. Bei kleinen Stimmplatten ist der Lustverlust so minimal, dass man einen anderen Effekt durch das Mitschwingen der anderen nicht aktiven Zunge nutzt. Es nützt der Ansprache der recht kurzen Zunge. Die Antwort auf die Frage wo die angesaugte Zunge zu finden ist: Aussen auf der Stimmplatte. Sie wird durch den Lösabstand in die Platte gesaugt.

Wer die Materie beherrscht, ist wohl in der Lage, nach Beurteilung einer preiswerten Stimmplatte sie leistungssteigernd zu bearbeiten. Dieser Effekt des Ablaufs der Tonerzeugung ist bei gleichtönigen und wechseltönigen Platten der Gleiche.

Bei gleichtönigen Stimmplatten sind beide Töne auf Zug und Druck der gleiche Ton und bei wecheltönigen sind es unterschiedliche Tonzungen in ihrer Baugrösse- und Gestaltung.

Gruss
Balg
 
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Einige Hinweise zur Stimmplatte:

Die Antwort auf die Frage wo die angesaugte Zunge zu finden ist: Aussen auf der Stimmplatte. Sie wird durch den Lösabstand in die Platte gesaugt.


Gruss
Balg

Da unterliegst Du einem Irrtum, die auf Druck des Balges ansprechende Zunge liegt auf der Außenseite der auf dem Stimmstock angebrachten Stimmplatte. Die auf Saug ansprechende auf der Innenseite und ist somit etwas umständlicher nur durch die Kanzelle zugänglich.
Leicht veranschaulichen kann man sich daß durch Betrachten der Außenseite, also der "sichtbaren" Seite der Stimmplatte auf dem Stimmstock. Es gibt eine sichtbare Zunge und ein sichtbares Ventil. Dies Stimmstöcke liegen im inneren Druckraum des Balges. Wenn nun Druck auf den auseinandergezogenen Balg ausgeübt wird entsteht im Innenraum des Balges ein Überdruck. Dieser drückt das sichtbare Ventil dadurch fester an die Stimmplatte und dichtet diese Öffnung nun noch besser ab (selbstverstärkender Effekt). Dies bedeutet, daß die darunter (auf der Innenseite) liegende Stimmzunge dann "abgeschaltet" ist. Die Zunge welche auf Balgdruck also nur reagieren kann ist also die außen auf der Stimmplatte liegende Zunge. Die Erläuterungen zum Löseabstand und dem durch den Sogeffekt ablaufenden Schneeballeffekt ist im Prinzip richtig, doch dieses Hineinsaugen der Stimmzunge in den Spalt geschieht durch die von außen hindurchströmende Luft welche die Zunge erst einmal ein wenig in den Spalt hineinsaugt. Die nun im Kanal sich befindende Zunge bewirkt durch das "Verschließen" der Öffnung ein Abreißen der Strömung. Durch seine Eigenschaft als Federstahl schwingt es zurück aus dem Kanal, ein wenig mehr als der Löseabstand betrug, da die durch das Spannen der Feder (Stimmzunge) ein wenig Energie durch das Hineinsaugen gespeichert wurde, welche nun sich durch Zurückfeder in die andere Richtung freigegeben wird. Da nun wieder Wind durch den freigegebenen Spalt dringen kann, startet der gleiche Vorgang auf ein Neues. Die Stimmzunge taucht bis zu Ihrer Stabilisierung auf einen dem Druck entsprechenden Wert immer ein wenig mehr in den Spalt ein, das ist der Scheeballeffekt.

Gruß
Roland
 
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Da unterliegst Du einem Irrtum, die auf Druck des Balges ansprechende Zunge liegt auf der Außenseite der auf dem Stimmstock angebrachten Stimmplatte.

ich glaube das hast du falsch verstanden - Balg meint: von der grundsätzlichen Funktion her sitzt die Stimmzunge außen an der Platte und wird in den Spalt gesaugt und nicht durch den Spalt von der Platte weggeblasen. Das ist erstmal unabhängig vom Akkordeon - erst wenn dann die Stimmplatte auf dem Stimmstock montiert ist, dann ist die auf Druck ansprehende Zunge nach wie vor außen am Stimmstock und die auf Zug ansprechend innen in der Kanzelle liegend.
 
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ich glaube das hast du falsch verstanden - Balg meint: von der grundsätzlichen Funktion her sitzt die Stimmzunge außen an der Platte und wird in den Spalt gesaugt und nicht durch den Spalt von der Platte weggeblasen. Das ist erstmal unabhängig vom Akkordeon - erst wenn dann die Stimmplatte auf dem Stimmstock montiert ist, dann ist die auf Druck ansprehende Zunge nach wie vor außen am Stimmstock und die auf Zug ansprechend innen in der Kanzelle liegend.

Dann hoffe ich daß (nur) ich das falsch verstanden habe:). Denn dem Fragesteller ging es um die Zugänglichkeit der Stimmzungen zum Löseabstand-Einstellen und welche Zunge außen (am Stimmstock montiert) liegt und welche schlecht zugänglich ist. Aber klar ist daß wenn man die Stimmplatte einzeln betrachtet es zwei Außenseiten gibt. Als Korinthenkacker würde ich sogar sagen daß eine Stimmplatte 6 Außenseiten hat...

Roland
 
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Ich vermute nur, daß ein Stimmer, der keinen Bezug zu den Diatonischen hat, mir nicht helfen kann. Diese kleinen Zieharmonikas sind für Akordeonisten eben oft keine "richtigen" Instrumente.
Diesen Eindruck habe ich auch. Ich ließ ja meine kleine Weltmeister vor einiger Zeit auch nachstimmen und wollte eigentlich einen Stimmer aus der Umgebung, damit ich das Instrument persönlich abgeben kann. So telefonierte ich einige ab. Kein einziger von diesen hörte mir überhaupt ganz zu. Relativ schnell erklärten die mir im Gespräch, wie das so wäre mit diatonischen Instrumenten. Das war sicher gut gemeint und sicher wissen die viel mehr als ich. Nur wollte ich meine annäherungsweise reine Stimmung nicht temperiert umgestimmt haben. So weit kam ich in den Telefonaten nicht. Das hat dann keinen Zweck, denke ich. Und meines Erachtens gibt es sicher einen Punkt, an dem man einer zweichörigen Hohner wegen zu geringem Tremolo die Seele raubt. Da macht sich dann Erfahrungen mit diesen kleinen diatonischen schon bemerkbar. Da kann der Stimmer dann auch sagen, dass eine Reduzierung nicht sinnvoll wäre. Sonst macht er halt, was der Kunde sagt.

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Klasse, das wäre genau was ich suche.

Oh weh, dann liegen die beiden Zug-Stimmzungen wohl innen. Tja Pech
Das geht schon, sind ja nur zwei Stimmzungen. Du kannst ja die Stimmstöcke rausnehmen. Mit einer ordentlichen Lampe sieht man ganz brauchbar in die Kanzellenöffnung. Je nach Größe der Öffnung kommt man evtl. mit einem Zahnstocher rein. Ggf. kann man sich z. B. eine Büroklammer o.ä. zurechtbiegen. Ich habe darauf geachtet, dass das Ende nicht scharfkantig ist, um nicht aus Versehen die Stimmzunge abzukratzen und zu verstimmen. Um nochmal sicherzugehen, dass ich die richtige Stimmzunge in Angriff nehme habe ich (sicher ganz unfachmännisch) den Stimmstock wie eine Mundharmonika hergenommen, an der Kanzelle angesaugt und den Ton mit dem meiner gestimmten Gitarre verglichen.
 
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