Glissando

von florek, 18.10.07.

  1. florek

    florek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #1
    Hi^^
    Ich kriegs einfach nicht hin ein schönes "schnurrendes" Glissando von b2 runter zum g2 (ich meine das deutsche b :p also "b flat")
    Ihr kennt bestimmt das lied "Baby Elephant Walk" oder??
    ich muss das Glissando ganz am ende spielen und es klingt iwie nicht "schnurrend" sondern wie eine achteltriole... also man hört jeden einzelnen ton-.-
    muss man beim glissando den ton fallen lassen, wären man das glissando versucht zu spielen??
    nja bitte um tipps
    (muss das am 27.10.07 perfekt draufhaben, hab da ein auftritt mit meinem ensemle)
    ich bedank mich schonmal für die tipps^^
    liebe grüße
     
  2. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #2
    Nein, muss man nicht, kann man. Wenn man den Ton nur fallen lässt ist es
    ein Bend.

    Zwischen Bb und G sind natürlich nicht viele Töne, spiel das Glissando spät,
    schnell und gleichmäßig.
     
  3. saxy didy

    saxy didy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #3
    Moin, Moin

    Glissando, ein Begriff der, da er nicht auf jedem Instrument echt spielbar ist sehr oft missverstanden wird ( sorry, wenn ich auch jetzt wieder "oberlehrerhaft" 'rüberkomme ). Keine Angst, es folgt jetzt bestimmt keine physikalische Erkärung ( obwohl, möglich wäre es ).
    Glissando kommt vom französischen "gleitend" ( glisser ), das Gleitn durch ein grösseres Intervall ohne feste Tonhöhen durch Verschleifen der Tonhöhen: Uff, dat kling jetz ech Schei.....!
    Gemeint ist ein "gliding" das über grössere Tonintervalle geht, ohne hörbare Zwischentöne.
    Das geht recht gut auf bundlosen Saiteninstrumenten ( Violine....Contrabas, oder moderner fretless Bass ) oder, was die Bläserseite angeht, der Posaune. Die Posaune kann über die verschiedenen Zugpositionen gleiten, ohne dass Zwischentöne hörbar sind ( hörbar ähnlich einer Sirene, die langsamer oder schneller dreht ).
    Bei einem Saxofon geht das nicht in jeder Lage.
    In der beschriebenen Oktave von Bb2 zu G 2 sollte das jedoch mühelos machbar sein:

    das Bb2 mit der vorderen ( kleinen ) Bb/Ais-Klappe greifen, den Ton fallen lassen ( so, als ob man endtäuscht "Oooooooh" sagt - da fällt die menschliche Stimme ab ) und gleichzeitig gleichmässig mit Mittel-und Ringfinger langsam ( oder je nach Tempo des Stückes auch schneller )auf die A- und G-Klappe drücken, bis der Zielton erreicht ist. Dabei spielt man ein dezentes Decressendo.
    Bei Glissandi über die Oktavklappe ist das ohne Zwischentöne fast nicht möglich,....also lässt man stilistisch ein paar unbetonte Zwischentöne erklingen.

    Superbeispiel für Klarinettisten: Rapsody in Blue von Gershwin, Eingangskadenz der Klarinette ( Glissando über eine Oktave ).

    Alle andere Spielweisen sind kein echtes Glissando, sondern "Stilmittel", die dem Portamento des Pianos ähneln ( das eben kein Glissando, oder Gliding erzeugen kann ), während "echte"Syntheziser mit dem Pitch-Bender durchaus in der
    Lage sind diesen Vorgang nachzuempfinden.

    with saxiest greetings,

    Saxdoc Dietmar
     
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