Grifftabelle Stradella-Bass

von WechselBalgOdo, 03.09.10.

  1. WechselBalgOdo

    WechselBalgOdo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #1
    Hallo,

    zwecks dem Einstudieren verschiedener, aufeinander folgender Griffe auf der Bassseite bin ich gerade dabei, in einem Vektorgrafikprogramm eine DIN A4 Seite zu erstellen, auf der die Stradella-Bassbelegung sechs bis acht mal untereinander aufgeführt ist, je nach Platz (mal schauen).

    Entweder markiere ich mir die Griffe im Ausdruck später direkt mit einem Textmarker oder in der Anwendung selbst, dann würde der Ausdruck mit einem Farbdrucker erfolgen.

    Ich habe verschiedene Tabellen gefunden, sowohl hier im Forum, als auch mit Google. Irgendwas daran gefällt mir aber immer nicht, sei es die Ausrichtung, die Beschriftung oder die Farbe etc. Zudem leiden die Grafiken beim Skalieren, da diese nicht vektorbasiert vorliegen.

    Nun bin ich auf verschiedene Schreibweisen gestoßen. In der Wikipedia steht: "Das Stradella-Bass-System
    verwendet Tastenreihen, die im Abstand gemäß dem Quintenzirkel angeordnet sind."


    Leider kenne ich mich in der Harmonielehre und mit dem Quintenzirkel und den ganzen Begriffen wie Tonika, Dominante, Subdominante nicht wirklich aus. Und auch wenn Bezeichnungen, wie "Eis", "His", "Ces", "Fx" und "Cx" von der Bezeichnung und der Einordnung im Quintenzirkel her korrekt sein mögen, so möchte ich mir nun erst einmal eine Übersicht mit der "Auflösung" dieser Bezeichnungen erstellen.

    In der anhängenden Grafik habe ich eine erste Version mal hochgeladen, wobei ich mir hier noch überlege, ob ich "H" und "Bb" so belasse oder die Bezeichnung auf "H" und "B" bzw. auf "B" und "Bb" ändere. Was meint Ihr zu der Grifftabelle und meinen Gedanken? Ist die Auflösung soweit korrekt?

    Gruss

    WechselBalgOdo
     

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  2. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 03.09.10   #2
    Deine "Auflösung" (enharmonische Verwechslung) ist soweit richtig. Die Wikipedia-Grafik ist übrigens von mir - wenn es dir hilft, kann ich dir meine Original-Dateien (JPG und PDF) mal schicken. Vielleicht kannst du ja auch meine DOC-Datei gebrauchen (hab das Ganze in Word erstellt), allerdings ist da die Beschriftung ein bissken verrutscht, seit ich OpenOffice benutze. Aber du willst es ja eh individuell beschriften.
     
  3. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 03.09.10   #3
    Hallo WechselBalgOdo,

    da kann ich dir nur empfehlen: behalte beide Arten bei und benutze sie gleichmäßig. Im deutschen Sprachraum wird meist "H" geschrieben, international ist "B" und "Bb" geläufig. Da es dich nun "gepackt" hat mit dem Akkordeonspiel, wird es über kurz oder lang nicht ausbleiben, dass du auch Noten in internationaler Schreibweise in die Finger kriegst. Spätestens dann ist es sinnvoll, wenn einem dann beide Arten locker durchs Gehirn laufen, damit du nicht schon da ins straucheln gerätst.

    Und was die Zusammenhänge der Bassreihenfolge und der verschiedenenen Bässe angeht, auch da kann ich dir nur ans Herz legen, dass du dir ein Einsteiger-Lehrbuch in Harmonielehre besorgst und mal die Grundzüge durchliest. Für mich ist da eine ganz neue Welt aufgegangen! Denn früher hab ich die Knöpfe im Bass eben auch so hingenommen, wie die eben sortiert waren und fertig. Manche klingen etwas "komisch" andere wohlgefälliger, aber mehr war nicht. Erst nachdem ich mir anhand eines Harmoniebuches mal klargemacht habe, was das Zeug überhaupt bedeutet und wie das alles mit einander zusammenhängt, kann ich mit dem Bass richtig was anfangen. Denn nun weiß ich dass man sich auch jede Menge weitere Akkorde mit den verschiedensten "Farben" im Bass basteln kann und das mach gleich noch viel mehr Spaß - vor allem weil ich die nun nicht mehr nur nach dem Zufallsprinzip entdecke und einsetze, sondern mit denen auch schon gezielt der Melodie eine ander "Färbung" verpassen kann!

    trau dich - das Akkordeon kann dir noch viel mehr bieten, als du bisher entdeckt hast!

    gruß, maxito
     
  4. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 03.09.10   #4
    Na ja, die Sache mit dem Quintenzirkel ist ja denkbar einfach. Siehe hier:
    http://upload.wikimedia.org/wikiped...irkeldeluxe.png/300px-Quintenzirkeldeluxe.png
    Suchst dir einfach eine Tonart aus, z.B. C - das ist dann die Tonika. Der 5. Ton aufwärts der C-Leiter (Quinte) ist die Dominante (G), der 5. Ton abwärts bzw. der 4. Ton aufwärts (Quarte) die Subdominante (F). Und so wie im Quintenzirkel liegen die Bassreihen auch im Standardbass (also z.B. C in der Mitte, F links, G rechts).
    Das funktioniert dann mit jeder anderen Tonart analog.
     
  5. WechselBalgOdo

    WechselBalgOdo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #5
    Danke für Eure Beiträge!

    Das erste mal, als ich verschiedene Tabellen miteinander verglichen hatte, dachte ich, dass da doch etwas nicht stimmen kann. Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. :)


    Super! Da kann ich ja gleich an der Quelle anfragen. :D

    Deine Tabelle in der Wikipedia ist vom Aufbau her identisch mit z. B. der Tabelle aus "Neue Knopfgriff-Akkordeon-Schule - Ausgabe Für B-Griff" von Rudolf Würthner (außer, dass Deine Tabelle noch mehr Informationen enthält). Dazu hätte ich allerdings dann einige Fragen:

    Wenn sich auf die rechte Seite - sowohl im Quintenzirkel, als auch bei der Bassbelegung - die "Erhöhungen" (#) erstrecken und auf die linke Seite die "Verminderungen" (b), warum ist dann bei Würthner und bei Dir links oben in der Terzbassreihe ein "Cis" und ein "Gis"? Wäre es "harmonisch" nicht korrekt dort die Schreibweise "Des" und "Aes" zu benutzen. Analog dazu auf der rechten Seite statt dem "G" und dem "D" das "Fx" und "Cx"?


    Ja, das werde ich machen. Wobei ich in der ersten Version ja das "Bb" und das "H" habe. Das ist nicht ganz korrekt.


    Das werde ich auch machen. Ich werde mal übers Wochenende das Forum durchsuchen, ob ich da einen Thread dazu finde. Welches Buch bzw. Bücher hast Du Dir speziell dafür angeschafft?


    Na ja..., so einfach empfinde ich die Sache nicht. Je mehr man in der Wikipedia liest, je mehr weiß man, dass man nichts weiß. :gruebel: Die ganzen Bezeichnungen, die man teilweise nicht kennt, die "Stimmungen", "Cent" usw. um nur einige zu nennen. Hängt ja alles irgendwie zusammen. Ich denke gute Einsteigerliteratur könnte hier echt weiterhelfen.

    Die Originalgrafiken nehme ich natürlich gern. Danke für das Angebot. Wobei ich die Geschichte ja schon im Adobe Illustrator erstellt habe und diese letztendlich nutzen werde. Wenn ich es fertig habe stelle ich es gerne hier ein, falls Interesse besteht.

    Gruss

    WechselBalgOdo
     
  6. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 04.09.10   #6
    Hier hab ich die Dateien mal hochgeladen - in der DOC-Datei kannst du ja die Bezeichnungen auch noch ändern:
    http://sharebee.com/3fd05e57
    http://sharebee.com/8c9d4a89
    http://sharebee.com/f4462bcb
    Die Bezeichnungen Cis und Gis habe ich deshalb gewählt, weil das die "korrekten" großen Terzen zu den Grundbässen (A und E) sind. Wenn ich die Grundbässe mit "Bes" (oder Heses - Hbb) anstatt A und Fes (Fb) anstatt E bezeichnet hätte (was ich der Überschaubarkeit halber nicht getan habe - genau, wie es dein Ansatz ist), wären natürlich Des und As als Terzbässe korrekt.
    Das G als Terzbass zum Dis und das D als Terzbass zum Ais sind tatsächlich eigentlich unkorrekt. Hier wollte ich, auch aus Gründen der Überschaubarkeit, die doppelte Erhöhung vermeiden (korrekt wären Fisis und Cisis).
    Irgendwo muss man da halt eine Grenze ziehen. Theoretisch hätte ich auch statt der Grundbässe Dis und Ais wieder Es und B schreiben können. Dann wäre aber der nächste gekommen und hätte gefragt, wie denn die Dominante von Gis Es sein kann:D
     
  7. lil

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    Erstellt: 04.09.10   #7
    Stimmt, das ist nicht korrekt. Entweder H und B oder B und Bb.

    Ich habe mir übrigens angewöhnt, die Bassknöpfe mit den deutschen Bezeichnungen (also H und B) zu benennen, klingende Akkorde aber mit den internationalen (B und Bb). Da kommt es also vor, dass über der unteren Zeile (also der Basszeile) z.B h7 als zu greifender Bassknopf angegeben ist, über dem gesamten System B7 als klingender Akkord steht (Wolfgang Russ macht das übrigens auch so - wahrscheinlich habe ich die Idee von ihm übernommen; Hans-Günther Kölz dagegen verwendet auch für die Knöpfe B und Bb).

    Gruß,
    INge
     
  8. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 04.09.10   #8
    Du meintest wahrscheinlich b7 für den Bassknopf.
     
  9. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.09.10   #9
    Nein, meinte ich nicht. Ich meinte B für den klingenden Akkord. Ist inzwischen korrigiert.

    Gruß und danke für den Hinweis,
    INge
     
  10. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 04.09.10   #10
  11. WechselBalgOdo

    WechselBalgOdo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.10   #11
    Super! Dann kann ich ja meine Tabelle so belassen, gefällt mir persönlich auch besser. :D

    Bezüglich Wikipedia: "... dass der Ton B♭ – um Unklarheiten zu vermeiden – fast immer als „B-flat“ [...] gesprochen wird..."
    Bei einem Stück von Astor Piazzolla, was ich lerne, fragte ich meinen Akkordeonlehrer, wie man am Besten ein

    b♭°
    A

    greift. Da kamen wir auch schon auf das "B-flat" zu sprechen und dass die "Amerikaner" das so nennen. Das war auch der Grund dafür, dass ich "B-flat" und "H" gleichzeitig in der Tabelle hatte.

    Gruss

    WechselBalgOdo
     
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