Günstiges, gebrauchtes Keyboard, worauf achten?

von Winona, 30.09.18.

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Casio
  1. Winona

    Winona Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.18   #1
    Hallo,

    zunächst, bitte erklärt mich nicht verrückt, aber ich habe eben gerade völlig spontan entschieden, mir ein Keyboard zuzulegen. Bin eigentlich überhaupt nicht der Typ für solche Bauchentscheidungen, weil ich sonst alles Monate bis Jahre im Vorweg durchplane, aber irgendwie juckt es mich, es dieses Mal einfach anders zu machen.

    Zu sagen, ich wäre Anfänger, ist noch untertrieben, abgesehen von ein wenig Geklimper auf einem Kinder-Keyboard vor 20 Jahren, hatte ich weder mit Klavieren noch Keyboards großartig Berührungspunkte.

    Aber: Ich singe leidenschaftlich gern, habe viele Ideen für Songs im Kopf und möchte nun endlich anfangen, Songs direkt am PC zu komponieren - und da ist ein Keyboard ja außerordentlich hilfreich. Zudem bin ich recht autodidaktisch veranlagt, ich denke daher, dass ich mir das Spielen selbst beibringen kann.

    Damit es aber nicht ganz so weh tut, falls das Ganze am Ende doch nur eine Schnapsidee war, dachte ich, ich suche mir ein gebrauchtes Keyboard bei Ebay Kleinanzeigen. Vielleicht für 50 €. Falls ich so richtig Gefallen an dem Ganzen finde, darf hier später dann auch was richtig Schickes und Neues für einen anständigen Preis einziehen.

    Meine Ansprüche? Im Grunde ist es mir wichtig, dass ich das KB mit dem PC verbinden kann (logisch) und dass es auch über Kopfhörer funktioniert (hellhörige Wohnung). Irgendwo las ich, dass 61 Tasten Minimum wären und auch eine Anschlagsdynamik vorhanden sein sollte.

    Für diejenigen, die sich im Bereich Privatverkauf von Keyboards besser auskennen als ich - ist es realistisch, sowas in gebraucht und günstig zu bekommen? Gibt es noch etwas, worauf ich unbedingt achten sollte oder kann man gar nicht sooo viel falsch machen, wenn man darauf achtet, dass diese grundlegenden Voraussetzungen erfüllt werden?

    Gibt es Firmen/Modelle, von denen ihr absolut abraten würdet? Oder gibt es bestimmte ältere Modelle, von denen ihr sagen würdet "Die sind zwar von vorvorgestern, aber grundsolide, gut als Einsteigerkeyboard geeignet und die findet man öfters mal als Schnäppchen im Gebrauchtwarensegment"?

    Ich würde mich wirklich über Tipps und Anregungen freuen!
     
  2. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.18   #2
    Interessant. ich spiele derzeit mit ähnlichen Gedanken. Parallel zur E-Gitarre noch a bissl Keyboard lernen. Habe mich aber größtenteils schon vom Gebrauchtkauf gelöst, da mir einfach die Kenntnisse fehlen etwaige Mängel zu erkennen und die Qualität zu beurteilen. Auch wäre mir die Garantie wichtig.
    In meinem Fokus befindet sich derzeit dieses Yamaha-Keyboard, das dein genanntes Budget allerdings deutlich übersteigt. Bringt jedoch die von Dir gewünschten Features mit.
    Meiner Erfahrung mit anderem Equipment nach würde ich gerade am Anfang nicht zu günstig kaufen.
    :)
     
  3. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.18   #3
    Estmal: Glückwunsch zu der Entscheidung! Keys sind toll! :)

    Der Preisrahmen ist mit 50 € wirklich eng, das macht es natürlich nicht leicht. Und um eine gute Empfehlung auszusprechen, brauchen wir mehr Informationen. Wenn du sagst, du möchtest gerne Keyboardspielen lernen, geht es dir ja sicher nicht nur darum, auf schwarzen und weißen Tasten herumzudrücke, sondern bestimmt schwebt dir ein Stil, eine Richtung, ein Sound vor. Davon hängt dann auch ab, welches Keyboard für dich Sinn macht.

    Willst du das für Midi oder für Audio verbinden?

    Wird knapp. Für 50 € bekommst du eigentlich nur Geräte, die dir die Freude am Spielen sofort wieder nehmen.

    Ach, das seh ich deutlich lockerer. Keyboards sind im Gegensatz zu Gitarren viel, viel "binärer" was den Zustand angeht: Entweder sie gehen oder sie gehen nicht. :D Also jedenfalls fast. Das ist jedenfalls deutlich anders als z.B. in der Gitarrenwelt, aus der du kommst (wenn ich deinen Avatar richtig deute ;) ) Wegen versteckten Mängeln, die erst später merkbar werden, würde ich mir keine großen Gedanken machen. Unter 200 € sowieso nicht. Und irgendwo muss man ja anfangen.

    Absolut, gerade wegen der Spielfreude! Aber man kann trotzdem viel sparen, wenn man mit einem gebrauchten, älteren Gerät startet. Da fehlt dann vielleicht der Geruch frischer Elektronik, dafür bekommt man ein Instrument, das von Grund auf für etwas höhere Ansprüche gemacht wurde. Und mit "etwas höher" meinte ich in dem Fall "kein absolutes Spielzeug", denn das sind Keyboards in diesem Preissegment.

    Grüße aus der Gartenstadt! (an shadok, der auch aus BS kommt) :prost:
     
  4. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.18   #4
    Ja, ich merke schon das ich mich da auf komplett unbekanntem Terrain befinde.
    Gestern wies mich der User @Newfan freundlicher Weise auf die Bedeutung der Polyphonie bei Keyboards hin.
    Scheint ein wichtiger Faktor zu sein, der auch die TO interessieren dürfte.
    Das von mir zunächst anvisierte Yamaha hat ja nur 48 Stimmen. Nach Internet-Recherche ergibt sich schon die Empfehlung gen 128 Stimmen. Muß man erstmal alles wissen....

    Besten Dank. Bienrode grüßt zurück.:D
     
  5. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.18   #5
    Man muss aber schon sehr virtuos sein, oder das Sustainpedal missbrauchen, bis man da an die Grenze stößt. Für E-Pianos schon eher sinnvoll. Aber bei einem Keyboard mit 61 Tasten wäre eine höhere Polyphonie reine Verschwendung.
     
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  6. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.18   #6
    Prima, danke. Gut zu wissen.
     
  7. dr_rollo

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    Erstellt: 02.10.18   #7
    Wenn es darum geht, das Keyboard am PC zu nutzen - so klingt es zumindest beim TO - dann reicht eine Keyboard ohne interne Klangerzeugung, und dann erübrigt sich die Frage nach Polyphonie auch. Oder man kann ruhig ein gebrauchtes Keyboard nehmen, das keine ordentlichen internen Sounds hat, weil man diese aus dem PC nutzt, lediglich eine MIDI Buchse sollte es natürlich haben.
    Was anderes ist es natürlich, wenn man ein autarkes Gerät möchte, also einschalten und losspielen, unabhängig vom PC, womöglich noch mit eingebauten Speakern. Das waren früher in einer Preiskategorie unter 500EUR ausschließlich die sogenannten Tischhupen, weil die Sounds wirklich ätzend waren, kein Vergleich zu einem Yamaha Keyboard, das heute für 200EUR zu bekommen ist, was absolut akzeptabel für den Heimgebrauch ist. Ob man damit auf die Bühne geht, ist dann noch eine andere Frage.

    Noch was zur Polyphonie: Bei Arranger Keyboards, wie bei dem Yamaha PSR, kann es mit 48Stimmen doch schnell eng werden, wenn man - so wie es vom Konzept vorgesehen ist - mit der Begleitautomatik spielt. Da kommen dann mit der Drumspur, dem Bass, den Begleitspuren doch schnell einiges zusammen, dass gerade mit Sustain gehaltene Pianos-sounds schon mal abbrechen können. Aber solange man nur einen Sound spielt, würde man so schnell nicht an diese Grenzen stoßen, schon gar nicht als Anfänger.
     
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