Gurt an der Kopfplatte statt am body befestigen?

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Bei meiner Höfner Shorty mach ich das auch so, denn das

big_TubularBells_guitar_3.jpg


fand ich suboptimal (die Haltung, obwohl .... auch den Pulli :D !!!

Bei anderen Schraubhalsgitarren mit mehr Gewicht würd ich das nicht machen
 
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Hi,

an alten Precison-Bässen (und entsprechend an meinem Squier JV nach 60ies-Vorbild) war hinten am Headstock sogar ein dritter Gurthalteknopf angebracht. Fender selbst ging also wohl davon aus, dass das kein Problem ist.

Bei geschraubten Hälsen sollte man aber schon drauf achten, ob der Hals gut fest sitzt. Umso mehr bei einer eher günstigen Gitarre - wenn die Halstasche nicht 100% passend ist, kann sich unter Belastung schon mal der seitliche Halswinkel verändern. Aber das sieht man je leicht am Verlauf der tiefen E-Saite. Ggf. kann man seitlich noch einen dünnen Furnierstreifen einsetzen oder, wenns wirklich nötig ist, ein feines Metallgitter unterlegen, das die Scherkräfte im Zaum hält. Auf keinen Fall sollte man die Halsschrauben vor Panik überdrehen, handfest sollen sie halt sein. Also nicht etwa festziehen, bis es knarzt.

Bei heftiger Bühnenaction wäre so eine Befestigung allerdings nicht mein Ding. An den üblichen Punkten liegt die Gitarre dabei halt stabiler am Körper an. Deine bevorzugte Spielhaltung lässt mich aber vermuten, dass Du eher nicht im Angus-Style über die Bühne rast...;)

Gruß, bagotrix
 
Nur sind die wirkenden Kräfte und Momente bei weiten nicht so groß, als dass sie die Gitarre nachhaltig beschädigen würden, was ich mit meiner groben Überschlagsrechnung an einem vereinfachten Modell rechnerisch nachgewiesen habe.

Nein, das hast du keineswegs "nachgewiesen"... .

Zum anderen Punkt: Schau einmal, in welchem Ton du hier vom ersten Post an einsteigst... .
 
@clone Dann komm doch endlich mal mit Fakten rüber und begründe deine Aussagen.

Und zu deinem zweiten Punkt. Ich habe überspitzt in Frage gestellt, ob SGs so zerbrechlich sind, wie du es darstellst. Ich habe weder jemanden beleidigt noch persönlich angegriffen. Ich sehe dein Problem nicht.
 
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Bitte sachlich argumentieren und persönliche Animositäten unterlassen - ALLE :) !!

Wenn Ihr über die physikalischen Auswirkungen einer Kopfplattenbefestigung des Gurtes diskutieren wollt, denkt neben reiner Statik auch an die dynamische Behandlung -besser Malträtierung- des Spielgeräts von so manchem Gitarrenhero :D.

LG Lenny
 
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Wenn Ihr über die physikalischen Auswirkungen einer Kopfplattenbefestigung des Gurtes diskutieren wollt, denkt neben reiner Statik auch an die dynamische Behandlung -besser Malträtierung- des Spielgeräts von so manchem Gitarrenhero :D.
Das fällt unter unsachgemäße Nutzung. :tongue:
 
Wenn Ihr über die physikalischen Auswirkungen einer Kopfplattenbefestigung des Gurtes diskutieren wollt, denkt neben reiner Statik auch an die dynamische Behandlung -besser Malträtierung- des Spielgeräts von so manchem Gitarrenhero :D.

Eben! Es ging ja nicht darum die Gitarre an die Wand zu hängen... .
 
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Die Statikschätzung, ähh ...berechnung zuvor war schon korrekt, auch wenn mit eine Schnittbetrachtung fehlte :p, aber folgenden Hinweis hätte ich:

- mein Gitarrenlehrer hatte mir mal das Bending über den Gitarrenhals gezeigt. Er spielte einen Ton und hat den Hals nach hinten gebogen, so dass die Töne höher wurden. Ich fand das schrecklich, aber der Effekt war deutlich vorhanden.

Nun stelle ich mir vor, dass der Hals - anstatt nach hinten - nach oben "gebogen" wird. Eine sichtbare Biegung findet nicht statt, das ist klar, aber trotzdem könnte der Effekt groß genug sein, um die Stimmstabilität zu beeinflussen. Bei einer Aufhängung an Body und Hals über die volle Länge entstehen nun mal Kräfte und Momente, die neben der Halstasche auch die Stimmung der Saiten beeinflussen könnten. Ich denke, es hat schon seine Relevanz, dass die Gurtpins am Body sitzen.
 
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Die Quer-/Schubkräfte, die am Befestigungspunkt am Hals auftreten, sind bei der Festigkeit des Holzes vernachlässigbar. :D

Aber wenn diese Art der Befestigung die Stimmstabilität beeinflusst, warum ist sie bei Westerngitarren fast üblich? Bei der Steifigkeit des Halses aufgrund seines Querschnittes in Richtung des Gurtes, sollte er sich so gut wie nicht verbiegen.

Dass eine hörbare Ton Änderung auftritt, wenn man ihn so verbiegt, wie du es beschrieben hast, liegt daran, dass die Steifigkeit in dieser Richtung aufgrund des Profils wesentlich geringer ist, da es relativ flach ist.
 
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Die Quer-/Schubkräfte, die am Befestigungspunkt am Hals auftreten, sind bei der Festigkeit des Holzes vernachlässigbar. :D...

Gitarre spielen ist ja keine statische Belastung wie das Aufhängen der Gitarre an der Wand, sondern durch das Spielen teils auch dynamisch, und dass kann jeden Befestigungspunkt so belasten, dass die Saiten sich durch diese Form der Gurtaufhängung verstimmen. Das wird auf Jahrzehnte nicht brechen oder knacken, aber die Stimmung, man, die Stimmung. ..


...Aber wenn diese Art der Befestigung die Stimmstabilität beeinflusst, warum ist sie bei Westerngitarren fast üblich? Bei der Steifigkeit des Halses aufgrund seines Querschnittes in Richtung des Gurtes, sollte er sich so gut wie nicht verbiegen.....

Frag mich nicht, einige kg an Gewicht, Westernspieler stört eine verstimmte Gitarre nicht, Westernspieler spielen an den Tragegurt angepasst, ... :D.

Die Steifigkeit ist in der Richtung geringer, was nicht gleichbedeutend ist damit, dass die Steifigkeit in einer anderen Richtung nicht trotzdem belastet werden kann. Und wenn es der Hals selbst nicht ist, kann es der Übergang vom Hals zu Body sein.
 
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Die was? :eek: Ach die Stimmung. Ja. Hm. Damit hast du dann aber eher Probleme, wenn du wie ein Derwisch über die Bühme tobst, denn dann tritt wohl der von dir beschriebene Effekt auf. Aber wer so eine Bühnenshow zelebriert, dem dürfte exaktes Spielen und eine Tonabweichung von einer viertel Note, nicht weiter interessieren. :D
 
Es muss ja nun nicht gleich ein Pin sein, der hinten an die Kopfplatte geschraubt wird (falls sich jemand daran anstösst).
Wobei ich das auch schon bei E Gitarristen gesehen hab, ist aber eben nicht "typisch".

Dass da irgendwas bricht... naja, wenn man unbedingt "the Who" machen will, gewiss.

Es gibt ja nun auch ne Art "Adapter" für Gitarrengurte, eben um diesen am Hals zu befestigen (wie bei ner Western, sofern die keine 2 Körperpins hat). Warum gibts das denn sonst?

Bei meiner Tele ist der Gurt auch am Hals befestigt, und eben hinten am Korpus. Die hält auch ihre Stimmung (ist in DADGad) und das seit Wochen (Feintuning klar, das muss mer aber eh machen).

Solange man selber damit zurecht kommt, ist doch alles okay.
 
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Ich glaub ehrlich gesagt auch nicht, dass die Gitarre dadurch Schaden nimmt. Da ist der Saitenzug schon weitaus höher, als der seitliche Verzug durch den Gurt. Ich denke es hatte eher praktische Gründe, warum man bei E-Gitarren den Gurtpin am Halsfuß angebracht hat als am Kopfende - wie zB mehr Holz um ihn am Body zu befestigen. Schliesslich ist bei der klassischen Methode die bei Akustikgitarren verwendet wird der Gurt meist mit Bändern am Kopf befestigt und nicht mit einem Pin.
 
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Wenn sich bei einer Gitarre mit geschraubtem Hals dieser in der Halstasche verschieben würde, dann war er nicht richtig befestigt. Lässt sich beheben.

Bei Gitarren mit eingeleimten Hälsen, sowie bei welchen mit ordentlich verschraubten Hälsen ist das eine dynamische Belastung. Kann man kreativ benutzen wie einen Whammy-bar, oder weniger kreativ was zu Verstimmungen führt weil man eben eine Kraft einbringt die den Hals verbiegt - aber keinesfalls dauerhaft - dazu fehlt den Leuten die hier so tippen die Kraft.

Ansonsten bitte ich wie dubbel um einen Nachweis.
 
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Ich glaube auf den Nachweis warten wir alle noch:whistle:.
 
Was evtl. ein Kompromiss zwischen Optik und Ergenomie sein könnte, ist das hier.
 
@clone Und wir alle warten immer noch auf Deine Berechnung. Magst Du Deinen Link vielleicht mal überprüfen? Ich kannte den Workshop schon. Da geht es um das Verleimen einer gebrochenen Kopfplatte bei einer Lester. Zur von Dir herbeigeschworenen zerstörerischen Krafteinwirkung steht da leider gar nichts (Bühnen-Akrobatik meine ich nicht).

Und, ja, Wissen ist vorhanden. Nachdenken kann ich auch. Im Ergebnis hast Du Deine Behauptung mit nichts außer unhöflichem Verhalten zu retten versucht.

Schönes WE:hat:
 
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