Ich kann mich da nur anschließen!
Die Johnson bieten alles, was man braucht. Aber auch andere "No Names" sind sehr gut. Eine gute
E-Gitarre* muss nicht viel kosten und auch keine Marken-Gitarre sein. Das wichtigste sind die Tonabnehmer, Hardware und Hals.
Die Produktionsverfahren sind heute so gut, dass es selbstverständlich sein sollte, dass auch die billigste massengefertigte Gitarre bundrein ist, dass die Bundstäbdchen nicht kratzen usw. Das würde ich nicht als "Wunder" ansehen, - Das wird alles maschinell gemacht. Deswegen ist die Halsqualität in puncto "Bespielbarkeit" auch bei "No Names" im Schnitt genauso gut, wie bei teureren Gitten.
Bloß sind die "No Names" oft ab Werk schlecht eingestellt.
Natürlich gibt es da noch andere Faktoren, die für manche bei der Bespielbarkeit wichtig sind. Bei manchen soll der Hals pfundig sein, andere wollen was schmales. Ein eher grades Griffbrett, gewölbt usw. Auch die Lackierung, das Holz selbst trägt zum Spielgefühl bei.
Ich behaupte mal, dass man es auch sprüt, ein Instrument aus Meisterhand zu spielen oder ein Billig-Teil von der Stange. Dennoch können beide gleichgut handzuhaben sein und gleichgut klingen. Es ist aber eher so, dass eine teure Gitarre einen ganz anderen Flair versprüht als eine "Billig-Klampfe". Auch bei den großen Marken, da steht ja schon der Name für Rock n`Roll, der Preis schon für Status. Die eine Gitte hat dann "das gewisse Etwas", die andere nicht, aber gut bespielbar und gut klingen können beide! - Auch wenn die eine 10 mal billiger ist!
An den Mechaniken mangelt es bei Billig-Gitten. Da muss man fast immer noch bessere einkalkulieren. Genauso bei scharfkantigen Brücken und die Sättel sind meist auch nur aus Plastik. Allerdings gibt es nur wenige Plastiksorten, die für das Sustain gut sind. Ich find TUSQ-Sättel recht gut.
Dann schwächeln oft die Tonabnehmer, es gibt aber auch welche die überraschend gut klingen!!! Wobei natürlich auch bei passiven Systemen das Kabel ne Rolle spielt, evtl. auch der Widerstand der Potis. Aber selbst da schneidet die Johnson gut ab und deren Tonabnehmer scheinen ja irgendwie auch was mit EMG zu tun zu haben? Ok, vielleicht hat EMG nur die Kappe produziert, aber die Johnson-Tonabnehmer klingen wirklich gut...
Und Vergleich für sowas sollte immer ein guter Amp sein. Über ein Schrottteil klingt jeder Tonabnehmer scheiße. Und so genau kann man auch nicht immer sagen, der "Tonabnehmer" klingt so und so, denn auch die Einbauposition spielt da ne Rolle.
Überhaupt ist das mit den Tonabnehmern eine ziemliche Geschäftemacherrei. Viel Voodoo. Schaut mal bei gitarrenelektronik.de Da wird der technische Hintergrund gut erklärt.
Man kann demnach auch aus billigen Tonabnehmer was rausholen bzw. es gebe gar keinen Grund für die Hersteller ihre Pickups nun ab 80 EUR aufwärts zu verkaufen, weil es dem eigetnlichem Wert nicht entspricht und nicht dem geringen Aufwand, der nötig wäre um einen guten Pickup zu bauen.
Da jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion. - Lest euch das auf der Seite durch und gut ist.
Nächster Punkt ist das Holz selbst. Bei E-Gitarren ist es ziemlich egal, aus welchem Holz der Korpus ist. Hauptsache es ist kein weiches Holz, wie z.B. basswood.
Der akustische Saitenklang wird ja nicht übertragen. Es ist ja keine A-Gitarre!
Der Tonabnehmer übersetzt ja nur die bloße Schwingung nicht den "Klang" der Saite, deswegen zählt das Schwingungsverhalten, aber nicht der trockene Klang!
Ein "guter Sound", wenn man ne E-Gitte trocken anspielt deuted aber schonmal auf ein gutes Schwingungsverhalten hin.
Das Schwingunsgverhalten kann sehr wohl von der Festigkeit des Holzes beeinflusst werden, aber noch mehr vom Sattel, Bridge und Neigungswinkel der Kopfplatte, da hier die Saite erst richtig auf Spannung gebracht wird. Man könnte also statt Holz auch anderes Material mit ähnlichen Eigenschaften nehmen, die die Saitenschwingung optimieren. eiches Holz gibt es selbst bei No Name-Gitarren kaum noch. Da kriegt man schon Erle, Esche-Bodys bei 60 EURO-Gitarren...
Wenn also Billig-Klampfen schlechter klingen als teure liegt das in erster Linie, an Pickups, Sattel/Bridge.
Auch beim Hals wird kein weiches Holz genommen und selbst das Ahorn teurer Gitarren kann sich verziehen, bekommt mal eine Delle. Hier können teure Marken-Gitarren nur dadurch trumpfen, weil sie mit einem echten Ebenholz-Griffbrett daherkommen und auch mal andere Bundsorten verwenden.
Klar, die "no Names" faken gern. Z.B. werden Griffbretter künstlich auf Ebenholz-Look getrimmt oder die Deckenmaserung ist ein Print oder Furnier. Abschmirmung im Elektronikfach ist oft schlecht oder gar nicht vorhanden. Dann kann so eine Gitte beim anspielen schonmal arg Störgeräusche bilden, - das kann man aber beheben.
Ebenfalls sind die Elektronikteile Standard und das Plastik vom Pickup und Platten ist dann etwas dünner oder billiger gemacht, als bei ner
Fender* oder Gibson. Auch ist die Korpus, Kopfplattenform nicht wie das teure Virbild. Das sind dann wieder die Puncto, die das Feeling einer teuren Gitarre ausmachen. Welchen Aufpreis das wert sein sollte, ist eine ganz andere Frage...
Dann rechnene wir mal: "Billig"-Klampfe ca. 100 EURO + Mechaniken 50 EUR + Sattel 10 EUR + Abschirmlack EUR 15.
Dann ist die Frage, ob man für ca. 180 dann was besseres findet oder dann nicht auch enue Mechaniken fällig wären.. ;-)
Spendiert man der Billig-Klampfe dann noch neue Pickups... oder zumindest erstmal einen, damit es in einer Position gut klingt... also nochmal 50 EUR reininvestieren (dafür kriegt man locker schon einen sehr guten Pickup! Wenn nicht zwei >Tip: Migthy Mite Motherbucker!)
Dann kommt man auf so 230,-... Und da muss man auch überlegen, gibt es den dafür schon ne Gitte mit wirlich guten Mechaniken, mindestens einen guten Sound bzw. bessere Pickups usw. Und ich denke für 230,- gibt es immer noch viele Gitarren, die ab Werk nicht mehr bieten als eine getunte "No Name", bloß steht dann da Squier drauf oder
Yamaha* usw. oder es handelt sich wieder um eine "No Name", die aber ein aufwwendigeres Design hat...
Dann muss man Glück haben für 230 was zu finden, was eine getunte (!) Billig-Klampfe wirklich "deutlich" übertrifft, optisch ist das bestimmt möglich, aber auch klanglich - ok, vielleicht bei einem gebrauchtes Instrument? Ansonsten bleibt sich das Preis-Leistunsgverhältniss nämlich ziemlich gleich! Und bei einer getunten No Name-Gitarre, kann man selber bestimmen, welche Pickups, welche Mechnaiken.
Deswegen würde ich dazu raten: Eine getunte "Billig"-Gitarre oder dann gleich eine teure mit Ebenholz-Griffbrett, Lock-Mechaniken, Marken-Pickups und nem vernünftigen Sattel (Knochen o.ä.). Aber aussen Markenname, Aussehen ist dann nur das bessere Griffbrett das wesentliche Merkmal.
Also zusammengefasst sag ich es mal so: Ich hab schon eine 3500 EURO
Fender* gespielt... ein Traumhals, absolut perfekt! Das Teil roch förmlich nach Rock N` Roll... Aber bis auf den absolut perfekten Hals kein allzugroßer Unterschied zu einer 500 EURO Hohner ST-59. Aber ein großer zu diversen anderen No Names um die 300 bis 500 EURO rum, die ja ansonsten eigentlich das Niveau der alten Hohner erreichen sollten - war aber nicht so...! Dann die Johnson... Bespielbarkeit sogar besser als die Hohner, Verarbeitung besser...Klang auch besser, wenn die Hohner auch vielfältigere Sounds hatte. So sticht die JOhnson also Gitarren aus, die 5 mal so viel kosten. Soviel da entsprechen die Preisunterschiedne von 120 EURO zu 300, 500 und schließlich 3500 nicht mehr dem, was man da als Gegenwert bekommt. Denn einmal bekommt man viel mehr für`s Geld und dann wieder weniger...