h&k rotosphere??

von Pablo, 21.09.03.

  1. Pablo

    Pablo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.03   #1
    hat jemand von euch erfahrungen mit dem h&k rotosphere mkII??
    ich hab eine xb-1, zahlt sich da so ein teil aus? oder reicht der eingebaute digitalleslie aus? und gibts zum rotosphere irgendwelche alternativen??

    danke schon im voraus!!
    Pablo
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.09.03   #2
    Moin...

    Das MkII kenne ich persönlich nicht, habe aber seit ein paar Jahren die erste Version und bin eigentlich sehr angetan. Viel geändert hat sich aber auch AFAIK nicht (ausser dem Design der Frontplatte).

    Das Ding ist auf jeden Fall um Welten besser als die üblichen "built-in"-Leslies der Orgelclones (die neue CX3 ist da eine Ausnahme) - allen fehlt der Crunch und die meisten sind auch von der Simulaition her eher mau.

    Eine gute Alternative zum Rotosphere ist aber meinem ersten Höreindruck nach das Korg Toneworks G4, das leider nicht mehr gebaut wird (Das ist auch der Grund, warum ich das jetzt erst schreibe, musste noch das Auktionsende abwarten... :mrgreen:). Zwar ohne echte Röhre, aber mit dem legendären TubeScreamer-Schaltkreis und einer angeblich sehr guten Speakersimulation. Was heisst angeblich, ich hab es ja schon gehört - nur leider erst auf zwei Gigs, war aber sofort begeistert. Allgemein hört man auch eigentlich durch die Bank weg, dass das G4 den "Nachteil" der fehlenden echten Röhre durch die anderen Features (u.a. separat schaltbare Verzerrung, virtuelle Mikrofonierung...) mehr als wett macht.

    Sobald das soeben "geschossene" Exemplar eintrifft, werde ich das Ding ausführlich gegen das Rotosphere antesten und danach meine zweite Wahl verkaufen. Ergebnis wird selbstredend hier niedergeschrieben ;-)

    Jens
     
  3. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.10.03   #3
    So, dann will ich mal mein Versprechen einlösen und von meinem Vergleichstest berichten:

    Hughes & Kettner Rotosphere vs. Korg ToneWorks G4

    Erstmal vorweg: Viel nehmen sich die beiden Geräte nicht, sie machen beide eine erstklassige Lesliesimulation und liefern beide anständigen Crunch bis hin zur brachialen Zerre. Die Unterschiede sind eher in der Bedienung etc. zu suchen, und welches von beiden besser ist, dürfte zu gut 80% Geschmackssache sein...

    Dem G4 fehlt natürlich eine echte Röhre, was gerade im Übergangsbereich zwischen clean und angezerrt etwas zu hören ist - da fehlt ein klein wenig das "crispe" kurz vor dem eigentlichen Zerren und die Kompression durch die Röhre ist beim Rotosphere auch etwas ausgeprägter. Sprich: beim H&K kann man (wie man es von Röhrenamps eben kennt) mit dem Volumepedal schön vom Cleansound in die Sättigung fahren und ab Erreichen der Übersteuerung wird der Sound nicht mehr wesentlich lauter, sondern nur noch "dreckiger", "crunchier"...
    Dieser Nachteil wird allerdings vom G4 durch den separat schaltbaren Drive etwas wettgemacht. So kann ich auch den Cleansound Volumemäßig mal voll hochziehen (für manche Solosounds nicht verkehrt), und habe umgekehrt den Zerrsound auch schon bei niedrigeren Leveln parat. Im übrigen fehlt die Röhrentypische Kompression beim G4 natürlich nicht völlig, sie ist nur nicht ganz so ausgeprägt.

    Vom Sound her ist das Rotosphere etwas wärmer, allerdings frisst die Röhre brachial viele Höhen, was entweder durch andere Registrierung der Orgel oder per EQ (vor oder nach dem Rotosphere - gibt leicht unterschiedliche Effekte) wieder ausgeglichen werden will. Das G4 reicht auch noch die brillianten Höhen durch und wirkt dadurch bei voll verzerrten Sounds (insbesondere bei Registrierungen ala 888888888) schnell etwas sehr aggressiv und spitz - ich persönlich senke aber am EQ lieber etwas ab als viel aufholen zu müssen.
    Was mir am G4 sehr gut gefällt ist die Speakersimulaton (übrigens auch separat schaltbar). Die Gehäuseresonanzen der Original-Leslies werden IMHO sehr gut getroffen, das ganze klingt so richtig schön "holzig" - wer die 122er / 147er Kisten kennt, weiss was ich meine. Dieses spezielle "Dröhnen" bei vielleicht 300-400Hz bei voll aufgerissenem Pedal inklusive.

    Von der Bedienung her ist das G4 natürlich sehr viel flexibler - Rotor- und Horngeschwindigkeiten lassen sich im Gegensatz zum Rotosphere einstellen - auch separat. Da ich allerdings ein Freund von Authentizität bin, stehen die betreffenden Regler nach etwas Probieren wieder auf der Werkseinstellung (Mitte). Dort stimmen die Geschwindigkeiten und An- / Ablaufzeiten sehr gut mit dem Rotosphere und IMHO auch mit den Originalkisten überein.
    Ein Feature, was das Rotosphere wirklich etwas vermissen lässt, ist die virtuelle Mikrofonpositionierung des G4 - da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Den schaltbaren Drive hatten wir schon...

    Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Fußschalteranordnung des G4 - wesentlich enger beieinander als beim Rotosphere und leider etwas schwammig. Beim Rotosphere merkt man auch mit Wanderstiefeln, ob man den Schalter erwischt hat oder nicht, beim G4 muss man schonmal hinhören oder -sehen. Leider erwischt man auch beim G4 schnell mal einen Schalter zuviel: der "Drive" z.B. liegt genau zwischen "Bypass" und "Stop" - etwas ärgerlich, aber mit ein bißchen Gewöhnung sicher machbar. Geschmackssache ist die Gestaltung des "stop" oder "Brake"-Tasters. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, beim Rotosphere die Brake wirklich getreten lassen zu müssen, um die Rotoren anzuhalten (beim loslassen laufen sie wieder an). Authentischer ist das G4 (einmal drücken: Stop - nochmal drücken - Start), aber wenn man mal versehentlich draufkommt, war das beim Rotosphere nicht so dramatisch...

    Und eine winzige Kleinigkeit noch: etwas unintuitiv ist die LED-Farbcodierung beim G4 (rot = an/schnell, grün = aus/langsam) - aber wann guckt man da schon mal hin?

    Nach einigem Hin und Her habe ich mich jetzt für das G4 entschieden - und werde mal sehen, ob ich das durch kleine Modifikationen (LEDs / evtl. eine externe Stompbox) noch etwas in meine Richtung anpassen kann...

    Jens
     
  4. sick-guitars

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    Erstellt: 10.10.03   #4
    Hallo zusammen

    Ich halte nicht viel von Kompromissen. Deshalb habe ich mir zum Orgel spielen lernen auch gleich ne echte A100 und nen 145 Leslie besorgt. Es war zwar echt viel Geld, was auch nicht jeder bereit ist auszugeben, aber ich habe das nie bereut.
    Letztendlich habe ich als Gitarrist auch den Leslie als Gitarrenamp endeckt und auf der CD, die ende Jahr fertig wird, habe ich oft den Leslie benutzt. Klar, man schleppt sich einen ab um einen Leslie zu transportieren und das Publikum hört's ja meistens eh nur über die Miks... von daher reicht ein Rotosphere ja völlig. Der klingt übrigens ganz gut, leider aber nur mono...

    Hier ein Foto meines Lieblings, der inzwischen neu lackiert wurde...

    [​IMG]

    Falls ich mal Live spielen sollte, habe ich mir nen ELKA Leslie gekauft. Da die Vorstufe kaputt war, feuert ein ENGL Preamp jetzt die Endstufe an... geil...!!!

    [​IMG]
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.10.03   #5
    Moin...

    Du glücklicher...! Wie gesagt, mein altes Limec-Leslie habe ich auch noch - nur will weder ich noch der Rest der Combo sich das bei Auftritten antun von der Schlepperei her. Vom Platzbedarf auf Kleinst-Bühnen mal abgesehen ;)

    Ähm... Nur mono? Wie bitte kommst du darauf? Das Ding ist sowohl ein- als auch ausgangsseitig natürlich schon stereo (Gut, die Orgel geht selbstredend nur Mono rein, wie soll es auch anders gehen. Aber der Output...?). Solltest du meinen, dass das Ding nicht ganz so toll klingt, wenn die Ausgänge wirklich hart links und rechts im Mix liegen, gebe ich dir recht - das ist aber bei der Mikroabnahme gneauso. Ich habe die beiden Kanäle immer so zwischen 3 und 6dB "breit" gepannt - niemals ganz! Aber eben auch nicht mono, da geht jeder Raumeffekt flöten...

    Jens
     
  6. sick-guitars

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    Erstellt: 10.10.03   #6
    ...??? Der Rotosphere ist Stereo...? Echt...? Siehste, das wusste ich nicht...!!! Dann umso besser...!!!
     
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