"half out of phase" (oop, aber mit Bass)

von Ray, 15.03.06.

  1. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.03.06   #1
    Heut war Vito C in meinem Stammladen (ommm) und erzählte beim Rumsimpeln was von einer oop-Schalte mit Lowpass. Coole Idee eigentlich, da hat man obenrum den näselnen Sound, aber trotzdem mit Fundament unten.

    Bill Lawrence (ommm²) hat das angeblich erfunden, er hat dazu auch wirklich mal was in meinem Lieblings-Fenderforum geschrieben (peinlich, immer übersehn :o)

    Die Zeichnung:

    [​IMG]

    Bills Kommentar:

    http://p082.ezboard.com/fguitarsbyfenderfrm27.showMessage?topicID=2.topic

    Post #4.

    Klingt ziemlich cool, obwohl ich die Schalte nicht so ganz verstehe. Aber das mit dem Kondensator ist nicht übel. Lässt bei einem PU erst gar nix bassiges durch, also kann auch keine Phasenauslöschung stattfinden. Also kommen von dem anderen PU die Bässe mit durch.

    Aber was meint er mit "superposition principle"? Und mit gegenseitem "choke" bei den PUs? Kann das mal einer der Freaks (Onkelchen?) ins Dummdeutsche übersetzen? (Wörterbuch hab ich selber, aber ich meine halt in dem physikalischen Zusammenhang. ich kenn nen choke nur ausm alten Diesel....)


    PS: Ich hab zuerst superstition principle gelesen und dachte, jetzt kommt irgendeine PU-Ironie :D

    PPS: mit seriell oop klappt das dann aber nur wenn ich den Kondensator schaltbar direkt zwischen die beiden PUs klemme, oder?
     
  2. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.03.06   #2
    Meiner Meinung nach heißt superposition principle einfach interferenz, oder?

    Choke bin ich mir nicht wirklich sicher, aber man hat doch die Resonanzfrequenzverschiebung beim parallel und seriellschalten. Einmal nach unten, einmal nach oben.
    Vielleicht meint er das? Dass 2 parallele PUs/Spulen sich gegenseitig so beeinflussen dass die Resonanzfrequenz sich verschiebt?
     
  3. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 17.03.06   #3
    Mein Arbeitgeber vermutet nackte Kerle, betrunkene Weiber und geknechtete Haustiere in Bill's Beitrag und hat die Seite sperren lassen. ;) Wenn also ein Kommentar von mir gewünscht ist, muß sich jemand erbarmen und...

    Ulf
     
  4. LoneLobo

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    Erstellt: 17.03.06   #4
    Pas de problème pour moi, mon chéri!

     
  5. schmoemi®

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    Erstellt: 17.03.06   #5
    Das Superpositionsprinzip sagt eigentlich nur aus dass sich eine Gesamtheit von Größen aus der Summe ihrer Einzelteile ergibt. Das gilt bei Kräften, Drehmomenten... etc.
     
  6. DerOnkel

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    Erstellt: 17.03.06   #6
    Merci beaucoup, je leur suis obligé beaucoup!

    Maintenant, j'irai au travail et considérerai moi le texte des Willi Stich alias Bill Lawrence.

    Au weia! Der Onkel schwätzt auswärts ;) Wechseln wir lieber nach Elektroamerinesisch.
    1. Bei der von Bill vorgeschlagenen Schaltung werden zwei Spulen (hier ist die Telecaster gemeint) parallelgeschaltet. Ob gleich- oder gegenphasig spielt zunächst einmal keine Rolle. Beide Spulen stellen jeweils eine Spannungsquelle dar.
    2. Nach dem sogenannten Überlagerungssatz (Superposition Principle) überlagern sie die durch die beiden Spannungen im Lastwiderstand (Potis, Verstärkereingang,...) zu einem gesamten Strom.
    3. Um den gesamten Strom zu berechen, wird die Wirkung jeder Quelle auf die gesamte Schaltung betrachtet und dann addiert. Dabei tritt die jeweils andere Spule als Belastung auf. Das ist es vermutlich, was Bill als "Choke" bezeichnet.
    4. Durch den zusätzlichen Kondensator entsteht eine Hochpasswirkung. Der betreffende Tonabnehmer kann nur in sehr geringem Maß tiefe Frequenzen liefern. Die Grenzfrequenz hängt unter anderem vom Kondensator ab.
    5. Im Falle der gegenphasigen Zusammenschaltung subtrahieren sich nur die hohen Frequenzanteile beider Tonabnehmer. Unterhalb der Grenzfrequenz wird nur das Signal eines PU übertragen.
    6. Eine Berechnung der gesamten Übertragungscharakteristik ist nicht ganz einfach. Drückt mir die Daumen, daß mein Sohn heute früh schlafen geht.
    [​IMG]

    In der Serienschaltung klappt dieser Kondensatortrick leider nicht, da er dann als "Tiefenbremse" für beide PU's wirkt. Ist halt eine Reihenschaltung.

    In diesem Fall muß man einfach einen Induktivität parallel zu einem der beiden in Reihe zu schaltenden PU's schalten. Das müßte eigentlich das gleiche Resultat geben.

    Feierabend!

    Ulf

    ps Habe gerade ein Millivoltmeter und einen höchstwertigen Signalgenerator (HP 3325A) für je 5 Euronen abgestaubt. Des Onkels Tonabnehmermeßplatz wächst. :D
     
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