Hammond A100 verkaufen oder nicht?

rossjazz

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Hallo alle - bin unsicher, wie ich mich entscheiden soll. Habe zu Hause eine Hammond* A100 zum üben (top in Schuss, mit Federhall) aber "eigentlich" eine transportable RT-3 im Bertram-Gehäuse mit 122er und 770er Leslies. Die Transportable wird in meinem Studio ab und zu benutzt, aber die A100 steht eigentlich nur rum und ist jetzt tatsächlich auch "im Weg".
Verkaufen oder behalten? Ich lese ja immer mal im Internet, z.B. bei Mikrofonen, NIEMALS verkaufen... wer weiß, was die mal Wert sind. Allerdings habe ich den Eindruck, dass der Preis für Hammonds in den letzten 20 Jahren stagniert. Was tun?
 

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Soll das jetzt eine verdeckte Verkaufsanzeige sein ? ;)
 
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  • #3
Nö, Höchstens Du willst eine daraus machen. Die Verkaufsanzeige kommt dann, wenn ich sicher bin, dass ich verkaufen will.
 
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Behalten, so lange du unsicher bist, sie zu verkaufen.
Warum sollte dir im Forum jemand zum Verkauf raten?
Du hast sie und bist nicht sicher, sie zu verkaufen. Also behalt sie.
 
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  • #5
Warum sollte dir im Forum jemand zum Verkauf raten?

... weil jemand vielleicht Sichtweisen hat, die über Meine hinaus gehen -> daher Forum.

Du hast sie und bist nicht sicher, sie zu verkaufen. Also behalt sie.

Du rätst mir ja auch gerade, sie zu behalten. Das könnte man auch hinterfragen.
 
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die A100 steht eigentlich nur rum und ist jetzt tatsächlich auch "im Weg".
Das sind ja schon mal die ersten beiden Gründe zum Verkaufen.

Durch Rumstehen werden solche Geräte nicht besser, also kommt irgendwann zumindest ein Service-Erfordernis, das Geld kostet, was ja auch mit den Jahren nicht billiger wird (Stichwort "Inflation").

Nicht alles, was alt ist und älter wird, wird automatisch mehr Wert - ist ja auch Dein Eindruck
der Preis für Hammonds in den letzten 20 Jahren stagniert.

Die Leute, die sich so ein Monster hinstellen, sterben biologisch bedingt aus. Die "jungen Leute" arbeiten anders (seh ich an meinen beiden Jungs mit aktuell 30 und 33 Jahren). Auch "bedienungsmäßig" wollen die keine ausufernden Tastaturen (ich hab 40 teils sehr potente Synthesizer, von denen meine Jungs KEINEN wollen!!!). So genannte "Originale", wie Hammonds, dienen der reinen Selbstbefriedigung der Besitzer und das Publikum macht sich keine Gedanken und merkt den Unterschied zu "Simulationen" nicht, so dass es für das Ergebnis egal ist. D.h., dass absehbar einem zunehmend größerem Angebot eine immer geringere Nachfrage gegenüber stehen dürfte, was eher zu sinkenden Preisen führen dürfte, wenn man etwas halt einfach mal loswerden will/muss.

Was man hernimmt und woran man Freude hat, hat fraglos seine Berechtigung (ich verkaufe jetzt auch nicht massenhaft mein Equipment, solange ich darauf spiele), aber solche Sachen mit der Spekulation auf höhere Erträge halte ich nicht für erfolgversprechend, wenn man dann auch noch Inflation und Anlage des Ertrags berücksichtigt. Unter dem Strich wird die A100 bei Nichtbenutzung schlichtweg immer weniger bringen - und, es wird jetzt schon nicht einfach sein, sie loszuwerden, und auch das wird nicht besser werden.

All-in-all wäre meine Entscheidung: Verkaufen. (Ist aber eine persönliche Sichtweise und Meinung).
 
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wenn Du leidenschaftlicher Hammond*-Spieler bist, verkaufst Du die Orgel nicht. Allein die Tastatur bleibt einzigartig. Die Frage aber ist in welchem Zustand sich die Orgel insgesamt befindet?

Wie klingt sie, so wie es man es sich wünscht, oder wäre es notwendig z.B. die Filter-Kondensatoren im Generator zu tauschen. Sind noch mehr Arbeiten notwendig, wie der Tausch der Busbars oder sollten die Tastenfilze ersetzt werden?
Ich habe meinen Chop 2008 bei Davenport richten lassen, seitdem ist außer dem Ölen des Generators und des Scanners nichts an Arbeiten angefallen, soviel zum Thema Service-Erfordernissen. Diese Arbeiten kann man i.ü. selber machen. Allerdings spiele ich die Orgel wöchentlich mehrere Stunden.
Ja der Wert hat sich über die Jahre nicht gesteigert aber er ist auch nicht geringer geworden, da die Anzahl dieser Orgeln nicht steigt.
Für mich gibt es Gründe die Orgel nicht zu verkaufen, auch wenn ich sie samt Leslie "onstage"! durch eine Hammond* XK5 und einen Ventilator ersetzt habe. Klanglich aber ist es immer wieder eine Freude darauf zu spielen.
 
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  • #10
Ha. Diese A100 wurde auch von Bryan hergerichtet... da musste aber nicht viel gemacht werden - war schon so in einem guten Zustand und ist es immer noch.
Ich brauche halt wirklich keine 2 Stück, das wäre wirklich reine Sentimentalität... wirklich schwierig.
Aber es hilft schon, sich mal ein bisschen zu dem Thema auszutauschen. Danke dafür.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

... ich glaube wenn ich einen jungen Musiker wüsste, dessen Augen wässrig werden, wäre die Entscheidung einfacher 😅
 
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  • #12
Ich stand mal vor einer ähnlichen Entscheidung, als ich eine Hammond* für Zuhause restauriert hatte - seinerzeit hatte ich sogar ein Gehäuse nachgebaut.... aber ich hatte einen guten Clone in meiner Band dauernd im Einsatz.
Und dann kam das Leben und ich musste mich zwischen Flügel und Hammond* und Rhodes entscheiden, da sich meine Wohnsituation änderte. Zwei durften bleiben, drei waren zuviel. Flügel und Rhodes habe ich einfach viel mehr gespielt. Ich erkannte: als reines Möbelstück oder im Keller ist ein Instrument einfach zu schade.

Und offensichtlich ist Deine A100 auch zum Möbelstück geworden. An Deiner Stelle würde ich sie inserieren und mir anschauen, wer sie denn gerne hätte. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob Dir das zu sehr wehtut sie gehen zu lassen.

Ciao,
Stefan
 
  • #13
Aber ein weiterer Punkt, wenn du dich zum Verkauf entscheidest, für wieviel Geld wärst du bereit, dich davon zu trennen, bzw. findest du jemanden, der auch das Geld dafür hinlegt?
Mein großer Wunsch war mal ein Fender Rhodes, das hab ich dann auch gefunden, aufwendig restaurieren lassen, dann hat es 2 Jahre im Proberaum gestanden, ohne dass es großartig genutzt wurde, weil es aufgrund des Gewichts und den eingeschränkten Sound-Optionen nie mit auf die Bühne gegangen ist. Dann hat es weitere Jahre bei mir zu Hause gestanden und wurde gelegentlich mal gespielt. Irgendwann hab ich mich entschlossen es zu verkaufen, wobei ich mich am unteren Ende der angebotenen vergleichbaren Modelle orientiert hatte, dann aber immer weiter runtergegangen bin, und hab es am Ende an einen Bekannten abgegeben, der mir gerade mal eben das bezahlt hat (eigentlich nicht einmal), was es mich gekostet und ich auch reingesteckt hatte. Aber ich hatte zumindest das Gefühl, dass es nun bei jemandem ist, der es zu schätzen und auch einzusetzen weiß. Mittlerweile trauere ich dem Teil nicht her.
 
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  • #14
Ich brauche halt wirklich keine 2 Stück, das wäre wirklich reine Sentimentalität... wirklich schwierig.
Kann ich gut nachvollziehen, ich hatte über Jahrzehnte etliche (meist) Blechblasinstrumente angesammelt und ähnliche Gefühle und Gedanken.

Für Behalten spricht bei deiner A100 das Sentiment, Fakten wie deine Benutzung oder eine spürbare Wertsteigerung scheint es dagegen nicht zu geben.
Was ich mit meinen Instrumenten erlebt habe spricht dann für den Verkauf, es hat sich für mich und auch für die Käufer als "win-win" erwiesen.

Falls es interessiert noch ein Anekdötchen dazu: als erstes habe ich meine erste "Profi-Trompete" Bach Stradivarius 37 verkauft. Die bekam ich 1989 nagelneu aus einem Laden in Hollywood für nur wenig mehr als die Hälfte des Preises bei einem Kauf in Deutschland. 2016 habe ich sie inseriert und wurde direkt mit dem ersten Interessenten einig.
Ein Haufen Bilder und einige Audio-Aufnahmen vom Instrument sind mir geblieben, den Verkauf habe ich nie bereut.
Unterm Strich ist es ein gutes Gefühl, die Dinger nicht mehr warten zu müssen und sie letztlich nicht mehr herumstehen oder in ihren Koffern verstaut zu haben. Die bisherigen Käuferkontakte waren übrigens durchgehend sehr angenehm.

Gruß Claus
 
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  • #15
Offensichtlich liegt dir die Situation auf der Seele, belastet dich. Du bist nur noch nicht soweit, dir das endgültig einzugestehen und dann auch die Konsequenzen zu ziehen.

Ich kenne das sehr gut.
Momentan trenne ich mich von Dingen, die nur rumliegen und in mir das Gefühl wecken, ich müsste sie endlich mal wieder benutzen.
Tue ich aber nicht. Oder wenn, dann nur aus o.g. Regung.

Glaube mir: Wenn du "die Trennung vollzogen" hast - vermutlich für viel weniger Geld, als du dir jetzt vorstellst - wirst du es nicht bereuen.:opa:
 
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  • #16
Verkaufen oder behalten?
Ein Entscheidungsproblem.

Hier eins von vielen Lösungsmitteln:
  • Münze werfen
  • vorher festlegen, was Kopf und Zahl bedeuten sollen
Im Grunde gibt es zwei Folgeszenarien dazu:
  • (1) man freut sich über die Entscheidung des 1. Wurfs, wie auch immer sie lautet, und setzt sie konsequent um
  • (2) man will sich nicht so recht anfreunden und wiederholt
Gerade das 2. Szenario kann recht schnell die bisher verborgenen, uneingestandenen usw. Beweggründe verdeutlichen. Je klarer man sich die dann machen kann, desto besser.

Gutes Gelingen.

Verkaufen oder behalten?
Dritte Alternative: Verschenken bzw. stiften ...

Wenn gerade keine dreiseitige Münze zur Hand ist: Es gehen auch Lose.
 
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  • #17
... ich glaube wenn ich einen jungen Musiker wüsste, dessen Augen wässrig werden, wäre die Entscheidung einfacher 😅
Deine A100 ist mir schon vor zwei Wochen auf Kleinanzeigen aufgefallen. Ich würde sie sofort kaufen, weil ich im Unterricht auch auf einer A100 lerne und quasi bei dir um die Ecke wohne. Leider scheitert's derzeit am Geld - vielleicht nächstes Jahr?
 
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  • #18
Erfahren die alten Hammond Orgeln eine Renaissance? Steigen die alten Hammonds im Wert?
Sicher ist, dass nichts sicher ist und nicht mal das ist sicher.

Verkaufen lassen sich die A1xx, B3´s und C3´s zur Zeit gut, wenn Preis und Angebotenes zueinander passen.

Zurück zu der A100. Sie sammelt Staub und niemand spielt sie. Verkaufen. Mein Rat.

Michael
 
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  • #19
Sehe ich ähnlich. Sie nur zu behalten, weil man meint, sie könne noch weiter im Preis steigen, ist reine Spekulation. Ich glaube, die Preise sind auf längere Sicht eher schon längst gesättigt - die Orgeln werden nicht mehr, aber die Menschen, die sowas haben wollen, eben auch nicht.
Bei einem wirklich schönen Sammlerstück oder einer begehrten B3 in gutem Zustand, OK...

Wäre es meine einzige, würde ich nicht verkaufen, das hat mich mein unnötiger Verkauf meines ersten Synths (DX7) gelehrt. Aber wenn es eh schon nur die Zweitorgel ist und sie nur Staub sammelt, würde ich mich davon trennen...
Dann lieber vom Erlös sich noch ein anderes Schätzchen gönnen, was man noch nicht hat (Rhodes, Wurli, Clavi oder was exotisches).
 
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