Hammond T500 brummt sehr laut.

Jetzt vermute ich mal: Endstufe defekt. Endtransistoren oder einer davon. Zieht dann ziemlich viel Saft aus dem Netzteil, deshalb auch am Kopfhörerausgang vorne rechts unter dem Spieltisch - den nimmst Du doch? - schon ein vorhandener Brumm.


Transistoren mal ausbauen, durchmessen und ggfs. ersetzen.
 
Statt des Kopfhörers oder Lautsprechers mal ein Voltmeter ( DC Bereich ca 30V ) anschließen.
Ist dort eine DC Spannung größer als 1 Volt meßbar ist mindestens einer der Endtransistoren
defekt.
Brumm kann eigentlich - da wie gesagt das Tonsignal ja sauber klingt - eine Sache des Netzteils
bzw dessen Siebung. Die 25 V Betriebsspannung für die Endstufe wird am Ladeelko nach der 2 Weg
Gleichrichtung abgenommen. Möglich, daß hier eine der beiden Gleichrichterdioden defekt ist oder der Ladeelko seine Kapazität verloren hat.
 
Hm... Wenn die Endstufe defekt wäre, würde dann nicht das Leslie sauber klingen? Da sitzt doch auch eine Endstufe drin.
 
Die Frage ist wo Du das Signal für das Leslie abnimmst.
Vor dem T 500 Amp müßte es eigentlich sauber sein. Wenn nicht liegt der Fehler auch vor dem
T 500 Amp.
Wenn das Lesliesignal an den Lautsprechern abgenommen wird liegt der T 500 Amp dazwischen und somit auch alles an Müll und Brumm was der produziert.
Der Leslie Amp verstärkt nur das was er angeboten bekommt und macht keinen Unterschied ob nun
verbrummt oder mit Störgeräuschen versehen.
 
bitte löschen
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Das hört sich an wie eine Snare drum. Also, halten wir noch mal fest:

- Im Kopfhörer auch das Rasseln?
- Rasseln auch, wenn man nicht spielt und nur den Fußschweller durchdrückt?

Hat die Orgel eine Rhythmus-Begleitautomatik?
 
Kann auch sein daß hier ein Rhytmus Halbautomat eingebaut ist wo das Pedal eine Bassdrum und Cymbal steuert und das UM eine Snaredrum.
Da diese Schlagzeuginstrumente per Gleichspannung nur getriggert werden wäre es denkbar daß diese Oszillatoren zu Dauerschwingungen neigen und das auch ohne Triggerimpuls.
Schwingt hier die Bassdrum wäre das eine Erklärung für den Brummton.
Die Snare ist auch mit einem Rauschgenerator gekoppelt der das Metallband unter der Snare nachahmt.
Ein Rauschen enthält jedoch sehr viele Frequenzen und das kann sich auch wie Prasseln anhören.

Wiegesagt man stochert hier im Trüben.
Der erste Test muß im Netzteil beginnen , nur so halt man eine definierte Ausgangslage.
Wenn hier die Versorgungs Gleichspannungen einen hohen Brummanteil aufweisen pflanzt sich das in allen Stufen fort .
Ein Abtrennen der Endstufe und separaten Test dieser Baugruppe schafft dann hier Klarheit und eleminiert zumindest 50 % einer möglichen Fehlerquelle im NF - Zweig.
Ist die Endstufe intakt kommt nur noch die Vorstufe mit Percussion und der Scanner Zweig infrage sowie der Reverbteil falls eingebaut.

Vermutlich hat man jedoch an allen zugänglichen Trimmpotis gedreht und somit die Arbeitspunkte etlicher Stufen total verstellt
 
Im Kopfhörer ist das Rasseln nicht zu hören, wohl aber das Brummen. Ich habe die Netzteilplatine Heute mal abgeschraubt und gesehen, dass ein Widerstand, der zwischen Zwei roten Elkos gelötet ist, zerstört ist.
Ich versuche Morgen mal so einen zu bekommen und löte den wieder ein. Mal sehen, was dann passiert :)
Danke für die Antworten.
 
Das Netzteil der T 500 ist auf dem Blechchassis des Amps mit aufgebaut.
Die Bauteile sind hier zwischen Lötstützpunkten frei verdrahtet

Poste mal ein Bild der Platine wo Du den defekten Widerstand entdeckt hast.

Wenn es ein Widerstand der Siebkette des Netzteiles ist muß daß eine 2 W Version sein.

Das was abgebildet ist ist ein kleiner 1/4 W Widerstand - nie und nimmer aus der Siebkette
des Netzteiles !!

Liegt eigentlich das Servicemanual der T 500 überhaupt vor ???
Ohne das wird´s mehr als heikel was Kontrolle der Spannungen und Lokalisierung der Komponenten etc betrifft
 
20180412_075643.jpg
20180412_075643.jpgMan kann es schlecht erkennen. Da, wo die Zwei Drähte rausgucken. Es ist ein 47 Ohm Widerstand. 1/2 W
 
Ja das stimmt. Der neue Widerstand ist auch sofort durchgebrannt. Hat irgendwas mit dem Leslieschalter zu tun. Als ich den betätigt habe, ist die Sicherung durchgebrannt und der Widerstand ist auch kaputt.
 
Dann dürfte einer der beiden Entstörkondensatoren ( rote ) einen Schluß aufweisen oder einer der
beiden Lesliemotoren ist defekt.
Nur das hat absolut nichts mit dem Verstärker zu tun und ist eine weitere Baustelle von
- so wie ich es jetzt sehe - mehreren in der Orgel.
Verbindungsstecker zum schwenkbaren Leslieteil erstmal abziehen und die Entstörkondensatoren
bei abgezogenem Netzstecker durchmessen. Sind die OK muß sich der Schalter Slow/Fast auch ohne angestecktes Leslieteil schalten lassen ohne daß die Sicherung rausfliegt oder Widerstand aufbrennt.
Dann haben die Motoren jedoch ein Problem.
 
Ohne den Widerstand lässt sich das Leslie schalten und funktioniert auch. Ich werde die Elkos mal durchmessen. Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter. :-(
 
Der Slow Fast Schalter ist ein dreifach Schalter der einerseits die interne Leslietrommel
über ein Relais umschaltet als auch die für die Umschaltung eines echten Leslies ( 9 pol )
an der Lesliebuchse sorgt.
Die beiden roten Kondensatoren und der 47 Ohm Widerstand sind nur für die Funkenlöschung an den
Schalterkontakten zuständig. Solange kein echtes Leslie angeschlossen ist macht das den Kontakten des
Schalters nichts aus weil kein Strom fließt. Trotzdem sollte man hier die Kondensatoren und Widerstand ersetzen. Laut Bild sind die roten Kondensatoren für 600 V DC ausgelegt. Ich baue hier immer 1000V Typen ein ( WIMA MKS 4 Reihe ) , da Spannungsspitzen bei Kontaktprellen - was immer auftritt - diese Spannungshöhe erreichen. Heutige Bauteile sind auch immer kleiner als zu jener Zeit.
 
Ah ok. Vielen Dank für die Info. :)
 
Ohne den Widerstand lässt sich das Leslie schalten und funktioniert auch. Ich werde die Elkos mal durchmessen. Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter. :-(

Das sind eine Elkos! Besorge den 47Ohm Widerstand und löte ihn wieder ein. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß diese Kondensatoren defekt sind. Zumindest ist das, wie happyfreddy schon richtig sagt, eine völlig andere Baustelle.
 
Den hatte ich ja schon wieder eingelötet. Der ist sofort wieder durchgebrannt. Ich schätze schon, dass es eins der Elkos ist. Das ist eine andere Baustelle, das ist klar. Trotzdem messe ich die Elkos erst mal durch und löte dann den 47er Widerstand erst wieder ein, wenn ich den Fehler gefunden habe. :)
 
Es sind da absolut KEINE ELKOS !!
Das sind normale Folienkondensatoren 0,1 uF +/- 10 % Toleranz 600 V DC.
Elkos sind für Gleichspannung vorgesehen, bei anliegender Wechselspannung platzen die auf,
weil bei jeder zweiten Halbwelle der Netzspannung verkehrt gepolt angeschlossen. Ein normaler Kondensator ist ungepolt somit für Wechselspannung geeignet.
Der 47 Ohm Widerstand sogesehen nur als "Sicherung" falls einer der beiden
Kondensatoren einen Schluß aufweisen sollte.Die weitere Funktion des Widerstandes ist es die
Ladung, die beim Schaltvorgang im Kondensator ist, abfließen zu lassen, damit der Kondensator beim nächsten Schaltvorgang erneut die Ladung der Kontaktfunken aufnehmen kann.
Ohne Widerstand würde im Kurzschlußfall der betreffende Kondensator regelrecht aufbrennen ,
was geübte Nasen sofort riechen.
 
Aha... Also die WIMA´s sind ok, oder?
 
Hi,
Also einer von den beiden roten Kondensatoren wird defekt sein und deswegen brennt auch der Widerstand 47 Ohm durch.
Was für Kondensatoren welcher Firma Du jetzt nimmst ist wurscht.
Wichtig ist der Wert mit 0,1uF und die Spannung die an einem solchen Kondensator liegen darf.
Aber : Spannungsspitzen beim Betätigen des Schalter erreichen schnell mal mehr als 600 Volt.
Aus diesem Grunde würde ich 1000 Volt Typen verwenden.
Die Wima MKS 04 Serie ist auf solchen Spannungen eingerichtet. Es gibt aber auch andere Firmen
die solche Bauteile herstellen wie Roderstein oder Panasomic etc.
Aufgrund der freien Verdrahtung sind axiale Bautypen vielleicht vorteilhafter als solche im üblichen
Rastermaß für Platinenbestückung. Platz hast ja genug auf dem Chassis und somit mehr Auswahlmöglichkeiten.
 

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