REVIEW QSC TouchMix 16 und TouchMix 8

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Ich habe gerade ein QSC TouchMix-16 zum Testen angeboten bekommen. Hat jemand von Euch Lust auf einen Test? Wie würdet ihr dabei vorgehen?

Martin Hofmann hat in dem QSC Touchmix Thread einen Aufruf zum Testen des QSC TouchMix-16
gemacht. Da habe ich mich doch glatt gemeldet und hast du's nicht gesehen war schon der Mixer unterwegs zu mir.
Das war super organisiert von Martin und nach ein paar Tagen traf das Paket mit dem Mixer bei mir ein.....
....dachte ich zumindest blauäugig wie ich nun mal bin.
Mich machte es schon stutzig weil das Paket dann doch recht groß war und nachdem ich es geöffnet hatte, sah ich auch den Grund dafür. Ich hatte nicht nur den Touchmix-16 sondern auch das kleine Geschwisterchen QSC TouchMix-8
mit bekommen.
Toll, somit kann ich mir auch gleich ansehen wie denn so die Unterschiede sind und inwieweit QSC beim kleineren etwas abgespeckt hat usw.

Aber lassen wir das vorerst. Im weiteren Verlauf werde ich hauptsächlich die größere Variante beschreiben, wenn es erwähnenswerte Unterschiede bein kleineren gibt, so wird das angemerkt. Ich habe mich beim Testen mit der aktuellen Software-Version beschäftigt. Frühere Versionen habe ich mir nicht angesehen. auch das iPad ist auf der aktuellen Version 8.1.3

Vielleicht noch vorab ein paar Worte zu meiner Person damit jeder eine Ahnung bekommt wer denn da so seinen Senf abgibt:
Ich versuche mich als Live-Tontechniker nun schon einige Tage, so seit dem Beginn der '80er im vorigen Jahrtausend. Da habe ich dann auch schon einige Entwicklungen mit erlebt.
Zwischendurch hatte ich auch ein semi-professionelles -Studio, das dann aber aus Zeitmangel wieder seine Pforten geschlossen. Obwohl das nie wirklich mein Hauptberuf war, so habe ich permanent in lockerer Folge Jobs bei Live-Veranstaltungen diverser Art, von Vorträgen, Jazz, Akustik, Pop bis zum Rock so querbeet durch den Gemüsegarten. Seit ca 2005/2006 arbeite ich dabei meist mit einem Digitalpult. Oft sind es halt die üblichen Verdächtigen die da am Start waren/sind, von Yamaha, Soundcraft, A&H und Co. Auch dem Tablet-Mixing bin ich nicht abgeneigt, ich finde dass es in vielen Situationen ein echter Fortschritt gegenüber dem eher statisch hinter dem Pult herumstehen ist.

So genug der Einleitung. Jetzt wollen wir mal schauen was da in den Schachteln so drin ist.


Auspacken und erste Begutachtung:

Lieferumfang:
Das Pult, ein Spezial-Netzteil, eine Transporttasche, eine Kurzanleitung. Erst beim zweiten Hinschauen sieht man den kleinen USB-WLan-Adapter der an der Rückseite des Pultes schon vorinstalliert ist.
Die Verpackung des Pultes glänz durch Einfachheit weil das Pult in der in der Tasche hervorragend geschützt ist und daher aufwändige Zusatzverpackungen unnötig sind.
Eine Schachtel, ein paar Kunststoffhüllen um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen, das war es. Ich finde es so recht gut da weniger Müll zu entsorgen ist.

Erste Begutachtung:
So, jetzt steht das Teil so vor mir und natürlich ist man versucht, es mit dem Ur-Tablet-Mixer(im weiteren als UTM bezeichnet) zu vergleichen, da es irgendwie in der selben Liga zu spielen scheint.
Doch der Eindruck täuscht.
Das fängt schon bei der mitgelieferten Tasche an. Es ist eine Stofftasche mit dem Mixer und dem Netzteil angepassten Formschaum-Elementen im Inneren, die während des Transportes das Gerät sicherlich gut geschützt werden.
Dabei ist hier das Zauberwort 'mitgeliefert'. Hervorragend, da braucht man sich vorerst einmal um den Transport des Mixers keine Gedanken machen. Es könnte aber etwas mehr Platz im Netzteilfach sein, da zum einen das Kabel des Netzteils ziemlich steif ist und man zusammen mit Netzkabel selbst etwas herumpfriemeln muss um die Tasche schließen zu können. Für zusätzliches Zubehör ist kein Platz mehr.

Die nächste bemerkenswerte Tatsache ist, dass der Mixer vollkommen ohne zusätzliche Geräte auskommt. Bei den reinen Tablet-Mixern muss immer zum Mixer noch ein angebissenes Apferl oder, seltener, ein kleines grünes Robotermanderl mit einkalkuliert werden, ein Access point ist dann auch oft noch notwendig. Das läppert sich ordentlich.
Hier heißt es auspacken, anschließen und loslegen.

Mechanisch macht das Teil einen recht guten Eindruck obwohl es eine Kunststoff-Außenhaut hat. Die wird halt im Live-Betrieb recht schnell Gebrauchsspuren aufweisen. Da finde ich persönlich Metallgehäuse etwas besser.
Im Gegensatz zum UTM hat man bei QSC die Gain Potis etwas weniger exponiert abgebracht. Vor allem wenn einmal die Verkabelung der Eingänge erledigt ist besteht wenig Gefahr von Beschädigungen der Potis. Und es würde schon etwas Geschick dazu gehören um die Potis zu beschädigen.
Weil wir gerade dabei sind, mir sind die Potis eine Spur zu leichtgängig. Hier heißt es aufpassen, damit man nicht im Eifer des Gefechts versehentlich das Gain verstellt.

Ich habe ein K&M Notebook Stativ (https://www.thomann.de/at/km_12155.htm) und das passt super um darauf das Mischpult zu platzieren wenn man mal damit unterwegs ist. Problematisch wurde es nur als ich dann die Harddisk fürs Recording anschließen wollte, da hat der Platz nicht mehr ausgereicht.

Ich will mich jetzt nicht in eine Beschreibung der äußeren Werte verzetteln da man ja online (http://www.qsc.com/products/mixers/touchmix_series/) sich schon einen recht guten Überblick über die Anschlüsse und Bedienelemente verschaffen kann. Trotzdem sei erwähnt dass die Stereo-Buchsen in den Eingängen aus meiner Sicht etwas eigenartig sind, da man recht schnell in der Verlegenheit ist, ein passendes Adapterkabel aufzutreiben um beispielsweise einen MP3-Zuspieler mit dem klassischen Miniklinken-Kopfhörer-Anschluss ans Pult anzuschließen. Portable Musik-Player mit Mini-Klinke sind bei dem Pult wohl eher in Verwendung als ein ausgewachsener 19" Zuspieler.


So jetzt geht es weiter mit...

Erstes Einschalten und Funktionsüberblick

Das Mischpult wir also ans Stromnetz angeschlossen und sofort beginnt der Bootprozess. Der dauert allerdings ca. 45 Sekunden. Das X32 ist da mit ca. 13 Sekunden deutlich schneller, auch das 01V96V2 ist mit ca. 21 Sekunden deutlich vorne.
Da heißt es gleich über eine USV nachdenken, denn nach einem kurzen Stromausfall können in der Live-Situation 45 Sekunden ewig dauern. Das Pult hat zwar einen Standby-Schalter wodurch das Reaktivieren mit unter zwei Sekunden recht schnell geht, aber das hilft halt bei einem Stromausfall nix.
Apropos Stromausfall, da testen wir gleich mal was mit den letzten Änderungen am Mix Passiert wenn der Strom weg ist und dann wieder da ist.
Ein paar Änderungen gemacht, Strom weg wieder an...... nix, die Änderungen sind weg. So jetzt mal was ändern, etwas (ca. 30 Sekunden) warten und dann wieder Strom weg....Moment....
Jetzt wurden auch die Änderungen übernommen. Anscheinend funktioniert das so wie z.B. beim X32 dass alle paar Sekunden der aktuelle Zustand weg gespeichert wird. Der Standbyschalter dient dann auch gleich dazu dass der aktuelle Pultzustand gesichert wird.
Da hat halt Yamaha die Nase ganz weit vorne, denn deren Pulte sichern alle Änderungen sofort in einem Zwischenspeicher und 'überleben' somit eine Stromunterbrechung.
Überaus vorbildlich hingegen ist das Verhalten an den Ausgängen. Soweit ich das testen konnte gab es bei einem 'Stromausfall' keinerlei Plop-Geräusche weder beim Aus- noch beim Einschalten. Super, das schont die Speaker ungemein.
Aber genug damit. Jetzt ist das Pult gebootet und wir schauen uns die inneren Werte an.


Generelle Anmerkung zu Bedienung des Touchscreens:

Zuerst habe ich mich gewundert warum es das Jog-Wheel überhaupt gibt wenn das Teil doch über einen Touchscreen verfügt. Spätestens bei der Benutzung der einzelnen Funktionen habe ich meine Art der Handhabung vom Einfingerbetrieb (Drauftippen und wischen/ziehen) auf Zweihandbetrieb (links selektieren und rechts mit dem Jogwheel einstellen) umgestellt. Die Gründe dafür waren zum einen dass es bei einigen Funktionen gar nicht anders geht (FX Overview) zum anderen ich mir (ich bin Rechtshänder) ständig die Anzeige des aktuellen Wertes verdeckte. Auch waren mir die Werteänderungen zum Teil beim Ziehen am Schirm zu sprunghaft.
Es gibt eine globale Einstellungsmöglichkeit um die eine einfache Bedienoberfläche (Simple) oder eine Oberfläche für 'Fortgeschrittene'(Advanced) umzuschalten. Für jemanden der sich gerade erst in die Materie einarbeitet ist die 'Simple' Variante sicherlich von Vorteil. Mit steigerndem Verständnis kommt dann auch das Bedürfnis zu weiter reichenden Beeinflussung des Signals und dann wird eben auf 'Advanced' gewechselt. Einstellungen in der Advanced Ansicht werden in der Simple-Ansicht aber nicht zurückgesetzt sondern bleiben erhalten. Zum Beispiel wird die eingestellte Filter-Frequenz in der Simple-Ansicht weiter verwendet.
Ich finde das mit Simple und Advanced ist ein wirklich vernünftige Vorgehensweise und sollte von mehr Herstellern so angeboten werden.

Funktionen der Eingangskanäle:

EQ

Das Pult verfügt über 4 vollparametrische EQ-Bänder (jedes Band geht über den vollen Frequenzbereich) sowie Lowcut und auch Hicut, etwas das man nicht überall zu sehen bekommen. Der Q-Faktor ist mit maximal 4 für reine Klangregel aufgaben aus meiner Sicht ausreichend obwohl ich für spezielle Einsatzgebiete schon durchaus schmälere Filterbänder (so bis ca. Q-Faktor 10) wünschen würde. In der Simple-Ansicht sind die Einstellmöglichkeiten auf die Gain-Regler der vier Bänder und die Schaltmöglichkeiten reduziert.
Nett finde ich dass man neben der Möglichkeit den EQ komplett aus- bzw. einzuschalten dies auch für die einzelnen Bänder machen kann. Die Anzeige der Filtereinstellung ist recht klein und ohne Skalenbeschriftung, und es ist auch lediglich eine Kurve dargestellt, somit kann sie auch nur eine grobe Tendenz darstellen. Naja, mann sollte ja auch mehr mit den Ohren und weniger mit den Augen arbeiten.
Klanglich macht der EQ was er soll auch wenn ich anfänglich das Touchscreen-Typische Ziehen im Filterdiagramm vermisst habe gings dann eigentlich recht flott von der Hand.


Dynamics

Es gibt einen Kompressor, De-Esser und ein Gate je Kanal. Vor allem der Kompressor kann sich sehen lassen. Er arbeitet für meine Vorstellungen wirklich musikalisch und kann auch recht extrem eingesetzt werden ohne seine Musikalität zu verlieren.
Auch der De-Esser arbeitet bestimmungsgemäß. Mehr lässt sich dazu wirklich nicht sagen.
Im Prinzip kann man das auch über das Gate sagen. Hervorheben will ich hier aber die Möglichkeit den Bereich der Absenkung wenn das Gate 'zu' ist einstellen zu können. Das ist für mich schon fast ein Muß für Gates wenn ich sie denn einsetzen sollte.
Generell bin ich von der Dynamiksektion wirklich angetan. Da sei die fehlende Side-Chain-Funktion verziehen;-)
Die Simple-Anzeige reduziert die Einflußnahme auf die Threshold-Regler für Kompressor und Gate. Der De-Esser wird verborgen bleibt aber aktiv.

Effekt (FX) Sends

Hier kann man die Send-Level zu den vier eingebauten Effekten je Kanal einstellen. In der Advanced-Ansicht stehen auch die zwei jeweils wichtigen Parameter der Effekte hier zur Verfügung. Somit kann man in dieser Ansicht jederzeit z.B. die Hallzeit oder das Delay-Feedback (Regen. genannt) vom Effekt regeln. Wohlgemerkt das sind globale Einstellparameter und nicht Parameter je Kanal. Da kann man nur den Send-Pegel einstellen. Und der ist immer Post-Fader. Vor den Send-Reglern wir mittel Symbol-Bild der Effekt des jeweiligen Sends dargestellt. Einmal auf das Bild tippen sorgt für einen Sprung auf die Einstellseite des Effektes. Mit der Home-Taste kommt man wieder zurück zur Kanal-Aux-Seite.

Neben der vier Effekt Sends gibt es noch je Kanal eine Funktion die eine automatische Tonhöhenkorrektur verspricht. Dazu kann ich aber nicht wirklich was sagen da ich bisher die Verwendung solcher Hilfsmittel vermeiden konnte/wollte. Und die doch eher lustigen Effekte die ich damit beim herumprobieren erzielte haben auch nicht gerade den Drang erhöht das immer und überall zu verwenden. Aber vielleicht kann ja jemand mehr damit anfangen.

Aux Sends

Diese Seite glänzt durch ihre Schlichtheit. Man kann den Send-Pegel zu allen verfügbaren Aux-Wegen (6 Mono und 2 Stereo beim TM-16 und 4 Mono beim TM-8) einstellen. Daneben gibt es noch die Möglichkeit zu den Globalen Einstellungen des Aux-Weges zu springen. Außerdem kann man dann auch auf die Übersichtsseite der Auxwege (Aux Overview) wechseln.

Hier sei auch gleich erwähnt dass es eine Taste mit der Beschriftung Aux gibt. Damit aktiviert man die Mix-On-Fader Funktion. Die Funktion heißt bei 'Marktbegleitern' Sends-On-Fader oder ähnlich, dient aber dem selben Zweck. Nämlich um mittels Fader den Aux-Mix in ähnlicher Weise zu erstellen wie es auch mit dem Hauptmix geschieht. Warum QSC diese Funktion nur für die Auxwege und nicht für die FX-Wege bereitstellt ist mir jedoch nicht schleierhaft. Es gibt zwar für beide Gruppen von Sends eine Übersichtsanzeige, Aux Overview bzw. FX Overview. Auf der kann man die Pegel jedoch nur mittels Jogwheel einstellen. Es muss zuerst der Kanal und Auxweg bzw FX gewählt werden und dann kann man mit dem Jogwheel den Pegel ändern. In Live-Situationen ist das schon sehr umständlich. aber vielleicht wird das mit einem Softwareupdate nachgebessert.


Kanal Presets

Neben den eingebauten Presets (Factory Presets) kann man sich auch eigene Presets abspeichern (am Gerät oder USB Stick/Harddisk). Bei den Factory Presets gibt es eine Einteilung nach Instrument (z.B.Drums, Keyboard, Gitarren, Vocals usw) und TYpen (Akustik oder E Gitarre, Piano oder Orgel). Innerhalb dieser Einteilung gibt es mehr oder weniger Presets, die man laden kann. Die Presets können eine komplette Kanaleinstellung mit EQ, Dynamics, Benennung usw beinhalten. Vor dem Laden kann man noch einstellen dass Pegel, Name und Phantomspeisung nicht geladen wird. (Omit Name usw.). Allerdings gibt es keine Presets für Filter oder Kompressor usw. Nur komplette Kanaleinstellungen können gespeichert oder geladen werden.
Es gibt leider auch keine Kopier-Funktion um z.B. den EQ von einem Kanal auf den anderen zu kopieren. Wieder etwas das hoffentlich noch per Softwareupdate nachgereicht wird.

Setup

Es können hier je Kanal Name, Phantomspeisung, Polarität, Mute- und DCAgruppenzuordnung sowie Stereoverlinkung und ein Digitales Gain eingestellt werden. Die Stereoverlinkung verknüpft immer den ungeraden Kanal mit dem rechts davon (also 1 und 2 oder 13 und 14). Das digitale Gain bietet die Möglichkeit intern ein zu schwaches Signal weiter zu verstärken (wenn z.B. das Quellsignal so leise ist, dass der analoge Gain nicht ausreicht) oder für die Stereoeingänge da diese ja nicht über einen Gainregler verfügen.

Dann kann man hier auch noch den Kanal für die Aufnahme scharf schalten oder die Kanalquelle auf die bereits aufgenommene Spur umschalten, aber da gibts eine bessere Variante, dazu aber später mehr.


Main Out

Im Main Out gibt einen Graphischen EQ, der macht was er sollte. Im oberen Bereich wird die Übersicht über alle 28 Bänder angezeigt und dort kann man sich auch die vier Gruppen von jeweils 7 Bänder auswählen. Je nach Auswahl werden darunter dann sieben Regel für die ausgewählten Bänder dargestellt und können damit auch eingestellt werden. eine Pegelkorrektur nach dem EQ gibt es jedoch nicht. Alles in allem eher unspektatulär, ein Graphischer EQ eben.

Dann gibt es noch einen Limiter, der allerdings auch durchaus als Kompressor benutzbar ist, da er auch mit einer Ration von 5.0:1 betrieben werden kann. Ansonst gleicht er in seiner Bedienung dem Kanal-Kompressor.

Hervorheben möchte ich aber die Möglichkeit der Filterung zusätzlich zum graphischen EQ. Es besteht die Möglichkeit sowohl einen Hi. bzw. LowCut zu verwenden als auch vier sog. Notchfilter. Mit 18dB/Oktave sind die Hi/Lowcuts zwar nicht ganz das was eine Frequenzweiche macht aber zusammen mit einem Aux kann man sich damit doch behelfen um mit dem Aux einen Sub anzusteuern und über den Mainmix die Tops un diese mittels Lowcut entlastet.
Ich habe keine Angabe über die Güte (Q-Factor) der Notchfilter gefunden. Auch hatte ich bei keine Situation bei der ich mit Feedback kämpfen musste, daher kann ich keine Aussage über die Wirksamkeit machen. Aber ich denke doch dass sie funktionieren. Hilfestellungen wie RTA oder Spectrograph sucht man allerdings vergeblich.

Im Setup kann man noch ein Ausgangsdelay bis 100 ms (34,3 m) einstellen. Das könnte bei größeren Sachen ein Problem sein, aber ich denke da wird man auch nicht unbedingt mit dem TM16 anrücken;-)
Die beiden Buttons für 'QSC Amplifier und Speaker Settings' beherbergen simple Anleitungen zum Einstellen der Eingangspegel von den entsprechenden QSC Produkten. Naja, wer's braucht....

Die Zuordnung zu Mute- und DCA Gruppen machen das Setup komplett. Vor allem die DCA Zuordnung ist bemerkenswert, da ja der Main-Fader immer verfügbar ist, egal in welcher Darstellungsebene man sich befindet.


Aux Out

Die Möglichkeiten für Aux1-6 sind an sich mi denen des Main Outs identisch, außer dass sie ebene für Mono und nicht Stereo sind.
In der Setup Seite kommen noch die globale Einstellung des Abgriffpunktes (QSC nennt das Pick-Off, man kennt es aber auch als Tap-Point) dazu. Es gibt Post Fader, Pre Fader, Pre Dynamics und Pre All. Das sollte an sich reichen. Hin und wieder wünscht man sich dass der Abgriffpunkt in bestimmten Kanälen anders eingestellt ist. z.B. bei Zuspielern von Playbacks, die mit auf den Monitoren gebracht werden müssen. Allerdings sollten sie bei einem Fade Out auch vom Monitor verschwinden, da wäre es toll wenn man für den Zuspieler für die ansonsten Prefader benutzen Monitor Auxwege auf Post Fader umstellen kann. Naja dann muss man halt vor dem Pult faden.

Die beiden Stereo Aux Wege vom TM-16 haben allerdings einen Parametrischen EQ anstelle des Graphischen und auch keine Notch Filter. Das zeigt mir dass diese Auxwege für IEM angedacht sind.



DCA und Mutegroups Einstellungen

Das ist überschaubar. Man kann den DCAs Namen geben und die zugehörigen Kanäle (Ein und Ausgänge) auswählen. Das selbe gibt es auch sinngemäß für die Mutegroups. von beiden gibt es acht, auch für das TM-8.


Effekte 1-4

Jedem Effektweg kann man einen von 6 Grundeffekten zuordnen. Zwei Hallprogramme, Mono und Stereodelay, Chorus, Pitchshifter. Auch man kann den Effekt komplett deaktivieren.
Auch sind unterschiedlich viele Presets je Grundeffekt verfügbar. generell haben mich die Effekte aber nicht vom Hocker gerissen. Vor allem die Hallprogramme (ob dense oder lush ist da egal) klangen für mich zu künstlich und zu metallisch. Auch mit dem etwas spartanischen Filter wurde es nicht wirklich besser. Für mich ist die Effektsektion eine der Baustellen an der meiner Meinung nach wirklich nachbessern muss. Wenn man gar nix hat, kann man irgendwas schon machen, ich wurde jedoch nicht warm damit. Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen. Eventuell kann ja jemand anders auch ganz gut mit den Effekten leben. Meins waren sie nicht.

Bemerkenswert ist aber doch dass man beim Delay das Tempo auch via Tappen am Jogwheel einstellen kann, allerdings ohne dass man die Notenlänge definieren kann. Auch gibt es auf der rechten Seite einen eigen Button der alle Effekte mutet. Leider hat auch dieses Pult keinen Anschluss für einen Fußschalter um Die Effekte zu steuern. In der Digitalen Welt hat das soweit ich mich richtig erinnere nur der StageScape Mixer. Gerade in dieser Geräteklasse, die m.M.n. gerade für Bands, die sich von der Bühne mixen, geeignet wären, ist das ein wirkliches Manko. (hoffentlich habe ich die Beistriche richtig gesetzt hmhmhm)


Mixer Setup

Hier kann man ein paar grundlegende Dinge einstellen. Interessant ist der Cue Mode (Solo Mode), der PFL oder AFL sein kann. Auch dass man die Dynamics vor oder nach dem EQ platzieren kann finde ich gut. Kanalspezifisch wäre noch besser, so wie es ist ist es auch gut.
Es gibt einen Regler für die Helligkeit von Display und den Buttonbeleuchtungen. Wie gut das Display im prallen Sonnenlicht funktioniert kann ich aufgrund der Jahreszeit und den vorherschenden Wetterbedingungen nicht wirklich sagen. In die Morgensonne gehalten konnte ich jedoch noch recht gut erkennen was Sache ist. Die eher unaufgeregte Farbgebung hilft mit den Kontrast in einem brauchbaren Bereich zu halten. Lediglich der Kontrast der Anzeige der Gainreduktion des Kompressors ist schon bei normalen Lichtverhältnissen grenzwertig. in der Sonne sieht man da bestimm gar nix mehr.


Netzwerk

Man kann zwischen USB/WLan und Kabel-gebundenem Netzwerk wählen. Wer jetzt glaube dass die RJ45 Buchse neben den beiden USB Anschlüssen eine Netzwerkbuchse ist hat sich geirrt. Für das Kabel-gebundene Netzwerk braucht man einen USB auf Ethernet Adapter. Auf http://www.qsc.com/resources/software/touchmix-firmware/ethernet/ findet man Empfehlungen. Da ich jedoch nicht über so einen Adapter verfüge bleibt mir nur das USB/WLan Netz. Ich habe beides, Standalone Netz bei dem der Mixer der Accesspoint ist und ein externer WLAN AP, ausprobiert und es funktionieren auch soweit. Wenn der Mixer der AP ist habe ich das Netz beim iPad zwar in der Liste der verfügbaren gesehen, wenn ich mich damit verbunden habe so änderte sich am iPad die Statusanzeige in der linken oberen Bildschirmecke nicht auf WLan Verbunden obwohl ich eine Netzwerkverbindung hatte. aber das kann auch dem Apferl geschuldet sein. Also, das sah so aus als ob die Verbindung nicht zustande gekommen wäre, aber trotzdem konnte ich den Mixer fernsteuern. Lästig ist nur dass nach dem Einschalten immer eine Nachricht am Schirm erscheint dass das Netzwerk jetzt eingerichtet ist, die man jedesmal wegdrücken muss. Wenn mal hektisch ist, dann kann mich sowas auf Dauer nerven.

Bei der Verbindung mit dem externen AP (ASUS RT-AC66U und Linksys WRT54G) hatte ich hin und wieder beim Einschalten des Mixers das Problem dass die Verbindung erst durch einem neuerlichen Konfigurieren der Netzwerkverbindung zustande kam. Das war aber nicht regelmäßig und ich vermute daher ein kleines Timingproblem. Sobald aber die Verbindung da war lief alles stabil. Ich habe auch probiert das Funknetz etwas zu Stressen mit meinen AKG Funkmikros und den zwei APs und ein TM. Wenn die Verbindung da war hat sie auch gehalten. Soweit so gut, das war mal das Grundlegende für eine Netzwerkverbindung.
Wenn man nun eine Verbindung hat und die Remote Software am iPad startet dann wird rechts oben der Verbindungsstatus mit dem Mixer angezeigt. Bei dem ersten Verbindungsaufbau wird sowohl am Mixer als auch am iPad eine Meldung angezeigt dass die Verbindung zwar grundsätzlich funktioniert aber dem iPad noch keine Zugriffsrechte erteilt wurden. Das erledigt man im Remote Controls Settings Fenster das über den Menü-Button erreichbar ist. Dort wählt man das iPad, über dessen Namen, aus kann zuerst über zwei grundlegende Optionen entscheiden: 'Personal Monitor Mixer' oder 'Full Access'.
Bei 'Full Access' sind die weiteren Einstellmöglichkeiten recht überschaubar. Man kann festlegen ob per Benutzerverwaltung oder nicht auf das Gerät zugegriffen werden kann.
Bei 'Personal Monitor Mixer' kann man festlegen auf welche der Busse (Main und Aux) zugegriffen werden darf und ob die Recording Funktion und die User Buttons verfügbar sein sollen.
(Anmerkung: Da gibt's einen kleinen Grafik-Fehler in der App. Im Personal Monitor Mode und bei aktiviertem MainMix werden über dem Main-Fader zwei Buttons übereinander dargestellt Siehe Screenshot. Naja Nobody is perfect)
Alles in allem eine recht runde Sache. Ich finde vor allem die Notwendigkeit einem iPad ausdrücklich Zugriffsrechte erteilen zu müssen gut. Somit kann nicht jeder dahergelaufene Besucher so mir nix dir nix das Netzwerk hacken und im Mix herumpfuschen. Auch finde ich die Zuordnung der Monitor Mix Funktionen am Mixer gut. Damit kann im Eifer des Gefechts nicht der Keyboarder am Gitarrenmonitor herumdrehen nur weil er zufällig den falschen Auxweg ausgewählt hat. So etwas zentral am Mixer zu steuern finde ich hervorragend gelöst.


Security

Weil's zum Thema Netzwerk passt, hier gleich die weiteren Sicherheits-Einstellungen.
Man kann für vier Benutzerprofile Passwörter vergeben. Administrator (der kann alles), 'All Access' (alles außer Security), 'Simple Mode' (kein Expert Modus) und 'Levels Only' (Halt nur Pegel, kein Kanalbearbeiten usw.). Daneben kann man je nach Level (außer Administrator) festlegen ob Szenen gelesen, geschrieben oder Presets geladen werden können.
Da die Security anscheinend ein neues Feature der Version 2.0 fehlt es im online verfügbaren englischen Benutzerhandbuch.
Aber ich hab so viel herausbekommen: Die Passwörter sollten unterschiedlich sein weil das Pult aufgrund des Passwortes das Zugriffslevel bestimmt.
Es gibt aber keinerlei Einschränkungen bezüglich der Komplexität der Passwörter. 1, 2, 3, oder 4 reichen aus. Aber Sicherheit ist ja eh in der Verantwortung des Betreibers. Man kann komplexe Passwörter vergeben, nur muss man das nicht.

Zusätzlich kann man das Pult sperren bzw. auch die Zeitspanne festlegen wann das Pult automatisch gesperrt werden soll.
Damit kann man sicherlich schon recht gut arbeiten. Wenn man z.B. einem iPad nur den Zugriff auf einen Aux-Mix zulässt und dem Benutzer nur das Passwort für Levels Only gibt dann kann man mit dem iPad neben dem reinen Mix auch den EQ und Limiter des Aux-Wegs einstellen. Vor allem wenn man mit In-Ear mit den Stereo-Aux arbeitet macht das aus meiner Sicht viel Sinn. Ich finde das gut so.


User Buttons

Es gibt vier User Buttons die mit verschiedenen Funktionen belegt werden können. Einige machen für mich Sinn, etwa Mutes, die Utilites, Go to Screens. Die meisten anderen halte ich für entbehrlich oder kritisch. Aber die Buttons bieten dem Anwender zumindest ein wenig Möglichkeit die Benutzeroberfläche anzupassen.


Szenen

Das ist recht schnell erklärt. Damit kann man die Mix-Einstellungen von Ein- und Ausgängen entweder in den internen Speicher oder auf ein USB-Gerät speichern. Insgesamt kann man 130 solche Szenen speichern. Beim Laden der Szene kann man verhindern dass die aktuellen Fadereinstellungen (also die Pegel) aus der Szene überladen werden oder so bleiben wie sie aktuell sind. Komplexere Einstellungen was genau geladen oder gespeichert werden soll gibt es nicht.
Gut finde ich dass man die Szenen zwischen den beiden Modellen austauschen kann. Wenn z.B. eine Szene vom TM-16 am TM-8 werden alle am kleineren Modell verfügbaren Einstellungen geladen. Umgekehrt werden nur die Werte überschrieben die im kleineren Modell abgespeichert wurden. Die Szenen-Dateien sind im sog. XML-Format abgespeichert und somit auch Menschenlesbar (naja, zwischen lesen und verstehen kann schon noch ein Unterschied bestehen;-)


Recording

Das Pult verfügt über eine Multitrack Recording Funktion. Aufgenommen kann ausschließlich auf USB Festplatten oder USB Sticks werden. Das Pult kann nicht als externe Audiokarte für einen PC oder Laptop verwendet werden. Es können alle Eingänge (1-6 und die beiden Stereo-Eingänge) sowie das 2 Track Rec Signal aufgenommen werden. Das 2 Track Reck Signal kann entweder die Stereo Summe oder eine der beiden Stereo Aux Summen sein. Die anderen Aux Wege und die internen Effekte können nicht aufgezeichnet werden.
legt man eine neue Aufnahmesession an so kann bestimmt werden ob die Signale vor oder nach der Kanalbearbeitung (EQ und Dynamics) erfolgen soll. Post Fader geht gar nicht, ist aber auch ok so. Die Hinweise auf der QSC Webseite http://www.qsc.com/resources/software/touchmix-firmware/qualified-hard-drives/ betreffend brauchbarer Festplatten und USB Sticks sollten beachtet werden. Ok, das mit der Formatierung auf FAT32 ist zwar etwas antiquiert aber gut, damit kann man leben. Wichtig ist jedoch auch dass man bei Mehrspuraufnahmen unbedingt mit den schnelleren 7200 U/min und USB 3.0 Festplatten arbeitet. Ich bin ja neugierig und habe eine etwas ältere 320 GByte Platte mit 5400 U/min und USB 2.0 getestet. Da gabs dann doch spurenweise Dropouts. Das wirklich Ärgerliche daran ist dass man nicht darauf hingewiesen wird, dass die Platte zu langsam ist. Keine Warnung, keine Fehlerratenanzeige oder Performance Indikator, nix. Und es fehlen dann nicht komplette Abschnitte in der Aufnahme sondern immer auf einer beliebigen Spur gibt es Lücken.
Legt man eine neue Aufnahmesession an so wird auf den Datenträger eine Ordnerstruktur angelegt und zwar ein Ordner für die Session und jeweils ein Ordner für jeden möglichen Eingangskanal (benannt Track1 bis Track22 ). In den Spurenordnern liegen dann die Audiodaten, im Wave-Format, dieses Kanals. Wird in der selben Session Aufnahmen in mehreren Durchgängen, z.B. wird bei Live-Aufnahmen gerne in den Pausen die Aufnahme gestoppt und nach der Pause (hoffentlich) wieder gestartet, so enstehen in den Spurordnern je Aufnahme eine Datei. Die heissen dann Region-1.wav, Region-2.wav usw.
Im Hauptordner der Session wird noch eine XML-Datei angelegt (bzw. auch in weiterer Folge eine Backup-Datei davon) in der die Kanalbeschriftungen und andere Nützliche Informationen zur Aufnahmesession stehen. Ein freundlicher Benutzer aus dem Land der Tulpen und harten Schuhen hat ein Programm geschrieben um aus diesen Daten ein Reaper-Projekt zu erzeugen (http://www.infotopie.nl/downloads/tmprojector ).

Was gibts dazu noch zu sagen? Naja, man kann jede Spur mittels 'Arm' für die Aufnahme scharf machen und dann die Aufnahme starten.
Will man die Multitracksession dann wieder abhören, so kann, ab geschicktesten im Recording-Screen, die Kanäle auf 'Track' umschalten. Somit beziehen sie ihr Signal nicht mehr vom Physikalischen Eingang sondern von der Festplatte. Alles in allem recht einfach.
Eine Sonderstellung nehmen die Zweispuraufnahmen ein. Dafür gibt es in der Ebene 'Stereo In/2Trk' zwei getrennte 'Kanäle'. Einen für die Aufnahme '2-Trk Rec' und einen für die Wiedergabe '2-Trk PB'. Über die Wiedergabe lassen sich nur Aufnahmen, die mit einem Touchmix gemacht wurden wiedergeben. Andere Aufnahmen im Wave oder MP3 Format können so nicht abgespielt werden, oder ich habe keinen Weg dafür gefunden.




Vermischtes

Es gibt dann noch einiges nützliches wie z.B. eine Übersicht über die Phantomspeisung um zentral zu sehen auf welchen Kanälen die Phantomspeisung aktiv ist. Im FX Wizard kann man das aktuelle Preset der vier FX-Engines einsehen und auch ändern. Ausserdem sieht man auf welchen Kanälen der Effekt verwendet wird bzw. auf welche Auxwege er gesendet wird. Diese Anzeigen sind als Schalter ausgeführt. Wenn man ihn aktiviert (z.B. In 16 oder Aux 4) dann wird bei den Sends ein Pegel von -10dB und bei den Aux Outs ein Pegel von -16 dB eingestellt. In der Übersicht ist der jeweilige Schalter aktiviert sobald der zugehörige Pegel größer als -∞ ist. Der Sinn des Gain Wizards entzieht sich mir, aber vielleicht auch deshalb weil ich gelernt habe die Pegel im Auge zu behalten. Es wird halt je Kanal mit vier Leds angezeigt wo man so liegt mit dem Gain. Wenn das Rote leuchtet soll man zurückdrehen. Nicht vergessen soll man nach der Änderung den Reset-Button zu drücken um die Anzeige wieder zurück zu setzen. Beim Test mit analogen Signalen aus der DAW fiel mir allerdings auf dass die Anzeige im Gain-Wizard noch lange nicht Alarm geschlagen hatte obwohl praktisch alle Kanäle schon mehr als im roten Bereich sein hätte sollen. Die Standard Pegelanzeige zeigte es mir jedoch schon. Naja, mein Ding ist dieser Wizard, so wie er ist, nicht.


Praxis Teil


Erste Mixversuche

So nachdem ich mich mal recht genau mit den Funktionen auseinandergesetzt habe, will ich endlich auch was hören.
Also habe ich mir im Reaper ein typisches Rock-Projekt mit 14 (unbearbeiteten)Spuren geladen und via einiger DA-Wandler als Einzelspuren ausgegeben. Das Setup hatte ich schon vor einiger Zeit benutzt um für mich einen Digitalmixer-Test vor einer Neuanschaffung durchzuführen.

Also alles ist verkabelt und los gehts.

Zuerst mal, der Übersicht wegen, die Spuren beschriften. Das geht recht zügig Im Kanalsetup und vor allem weil man auch gleich zum nächsten Kanal weiter springen kann. Bilder oder Farbcodes gibt es nicht. Das macht die Oberfläche etwas nobler aber ist der Orientierung nicht gerade zuträglich. Gut finde ich dass ein Wechsel von den Kanal-Details zur Übersicht und wieder zurück immer auf die zuletzt gewählte Detailansicht zurückgewechselt wird. Also wenn ich beim Kanal 1 in den Kanal-Details vom Kompressor bin, und ich wechsel mit der Home-Taste zurück zur Übersichtsanzeige um dann eventuell von Ebene 1-8 auf die Ebene 9-16 zu wechseln und geht in die Details vom Kanal 15 dann lande ich wieder in den Kompressor Einstellungen. Das klingt jetzt vielleicht nicht so aufregend, aber mich nervt das bei der X32-Mix App, denn dort landet man immer im ersten Detailschirm und muss dann wieder zum Kompressor wechseln. Da ich gerne thematisch vorgehe, also zuerst das Grundsetup aller Kanäle, dann deren Gain, dann alle EQs, danach Dynamics usw. ist das Verhalten der QSC Oberfläche besser für meine Arbeitsweise.
So beschriftet sind alle Kanäle dann weiter mit dem Mix. Ich zieh mir mal alle Kanäle auf um zu hören wie es jetzt so tut. Kopfhörer stecke ich mir auch mal an um den Stereomix zu hören, aber da kommt nix. Auch wenn ich mit der Phones-Taste den Pegel des Kopfhörers verändern will... nix. Hmmm. ah da steht ja Cue. Das heist wohl man hört am Kopfhörer nur das Solo-Signal. Also Phones-Pegel wieder etwas runter und im Main auf Cue gedrückt und viola schon hört man was. Ok, wenn kein Solo gedrückt ist könnte man ja wirklich das Mainsignal am Kopfhörer ausgeben. Wirklich lästig ist der fehlende physikalische Pegelregler für den Kopfhörer. Immer die Taste drücken um den Pegel zu verändern ist für mich ärgerlich.
Das das selbe auch für den Monitor Cue gilt heisst jetzt aber wirklich Abzüge in der B-Note.
Naja, alles mal Muten und die einzelnen Kanäle durchgehen um EQ und danach die Dynamics einzustellen. Das geht nach einer kurzen Umstellungsphase auf die Zweihandbedienung (links auswählen und rechts mit dem Jogwheel den Wert einstellen) recht hurtig dahin und schon klingt es ganz passabel. Erst als ich mich mit Hall und Co beschäftigte habe ich einige Zeit gebraucht um einen für mich halbwegs akzeptablen Effektsound hinzubekommen. Die Delays, der Chorus und der Pitchshifter sind ja recht brauchbar, aber mit keinem der beiden Grund-Hallprogramme kam bei mir Freude auf.
Umständlich ist auch die Effekt-Send Handhabung. Wie ich schon oben erwähnt habe, fehlt mir hier der Mix-on-Faders Modus. Aber hoffentlich wird der per Update noch nachgereicht.

Wirklich gut gefallen hat mir die Dynamics-Fraktion. mit der kann man wirklich gut arbeiten.
Unterm Strich war ich mit dem Ergebnis im Vergleich zu dem was ich mit dem gut bekannten gemacht habe recht zufrieden. Lediglich die Effekte.... aber lassen wir das.

Noch etwas zur Handhabung. Ich habe mein iPad2 mit dem TM-16 verbunden und musste feststellen, dass damit alles eigentlich zügiger ging als auf dem Mixer selbst. Ich habe den Verdacht, dass der Touch-Screen im Pult etwas träger als im iPad auf Bewegungen reagiert. Fader nachregeln ist am ipAd definitiv einfacher und eher in Echtzeit.

Dann habe ich mir ein anderes Projekt vorgenommen mit Drums, Kontrabass, E-Piano und Gesang. Eine Standard-Jazz Aufnahme von einem Konzert. Das machte ich, da es nur acht Spuren hatte mit dem TM-8. Bis auf die reduzierte Anzahl von Kanälen ist aber alles andere gleich. Auch hier war ich recht bald mit dem Ergebnis ähnlich zufrieden als mit dem vorherigen Versuch.

Was soll man sagen, der Grundsound ist, eben bis auf die FX-Fraktion, sehr gut. Die Filter und Dynamics sind für mich ohne Tadel. Wunderbar. Beim handling könnte ich mir etwas flüssigere Reaktionszeiten und ein Bedienkonzept dass auch ohne der zweiten Hand auskommt vorstellen aber das ist Nörgeln auf recht hohem Niveau.


Ich hab als Referenz die selben Nummern auch mit meinem X32 als Referenz gemacht. Ok, das war nicht ganz fair, da ich das X32 ja inzwischen ganz gut kenne. Trotzdem war es beachtlich wie schnell ich mit dem QSC zu einem für mich akzeptablen Sound kam. Naja, kennste eines kennste alle oder so.
(Leider kann ich euch aus Urheberrechtsgründen nix von dem was ich gemacht habe vorspielen. Mal schauen ob ich da was zeitlich mit Gema-freien Stücken noch hinbekomme.)


Recording

Ich hab dann das mit der Recording Funktion ausprobiert. Wie ich oben schon erwähnt habe ist es ratsam die passende Festplatten zu nehmen da es keinerlei Anzeige gibt ob das auch funktioniert oder nicht. Mit der schnelleren, den Spezifikationen entsprechenden, Platte funktionierte das Aufnehmen jedoch anstandslos auch wenn ich jetzt darauf verzichtete die Aufnahmen mit den Originalen digital zu vergleichen denn es wird ja in der Praxis seltener vorkommen dass die Quellen selbst ausschließlich vor-aufgenommene Signale sein werden.
Also, wenn jemand aufnehmen will, dann sollte das auf einer schnellen Festplatte passieren und alles wird gut. Hier ist sparen am falschen Ende definitiv mit Frustration verbunden.



Netzwerk Setup und iPad Mix

Nachdem mal der Audio Teil soweit abgeschlossen war hab ich mir mein iPad geschnappt und wollte mal Remote mixen.
Wie das mit dem Netzwerk funktionier habe ich ja schon oben erläutert. Daher will ich mich diesbezüglich nicht wiederholen.
Ich fang also mal mit dem einfachsten Fall an. WLAN vom Pult und keine Passwörter vergeben. Das iPad hat vollen Zugriff.
iPad App starten und die Zugriffsrechte festlegen, und schon gehts ab mit dem Mix. Die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen den beiden Geräten ist so wie man es sich wünscht. Keine Verzögerungen und Aussetzer. Ich hab ja schon erwähnt dass die Reaktionsgeschwindigkeit eigentlich am iPad besser ist als am Gerät selbst.
Die beiden dreieckigen 'Tasten' zum verändern des aktuell selektieren Wertes dienen (Nudge) sind für mich meist eher sinnbefreit da die Werteänderungen eher gering sind (Egal ob im Normal oder Fine Modus) und auch keine Click-And-Hold-Funktion hat um den Wert in größerem Umfang zu ändern. Aber entgegen der von mir bevorzugten Editierweise mit dem Jogwheel gehts am iPad auch direkt an den Reglern ganz gut.

Jetzt stell ich mal Passwörter ein und schwuppdiwupp gibts am iPad einen reduzierten Zugriff. Um wieder vollen Zugriff zu erhalten muss ich jetzt ein Passwort eingeben. Danach funktionierte alles wieder. Die Eingabe des Passwortes war hin und wieder etwas schwierig. Wenn die Passwortabfrage erscheint und ich ins Eingabefeld tippe verschwinden alle Elemente und nur ein Button mit Login bezeichnet erscheint. Von dort kommt man zwar wieder zur Passworteingabe aber erst ein Tippen auf den Button mit dem Tastatursymbol lies mich das Passwort eingeben. Lästig aber nicht wirklich spielentscheidend.



Bandprobe

Da ich mit meiner Band (Drums, Bass, zwei Gitarren und drei Gesang) sowieso für einen Club-Gig proben wollten wurde der sonst im Proberaum eingesetzte MixWiz3, ohne Peripherie, gegen den TouchMix ausgetauscht.

Im Proberaum gehen nur die Stimmen, der Kick und für den Drummer auch etwas Bass über die Bodenmonitore. Wir fahren drei Wege im Proberaum, einmal Drums, einmal Bass und einmal Gitarren und Hauptgesang. Da der Raum akustisch recht trocken ist, will der Hauptsänger gerne etwas Hall auf dem Probemonitor. Das ist so in etwa die Ausgangslage.

Vorab habe ich schon alles vom A&H auf das QSC umgestöpselt und als alle eingetroffen sind haben wir in Windeseile die Monitore eingestellt (naja, aufgrund der wenigen Signale war das ja nicht gerade schwierig). Da die Effekte vom MixWiz ja auch nicht gerade zu den besten der Zunft gehören konnte der Sänger auch mit dem vom QSC leben.
Schon nach der ersten Nummer war das Feedback der Bandkollegen und auch mein Eindruck mehr als positiv. Es ist ja nicht so, dass der MixWiz ein schlechtes Pult ist, im Gegenteil, aber das Ergebnis mit dem QSC bei der Probe war wirklich gut. Da und dort etwas am EQ geschraubt, in der Drummerecke haben wir noch eine 150 Hz Problemzone, die ich aber mit QSC Boardmitteln recht einfach bekämpfen konnte. Alles in allem ein tolles Ergebnis.

Erwartungsgemäß hat das mit dem iPad auch recht gut funktioniert. Leider konnte ich keinen der Kollegen überreden sich mien iPad mini zu schnappen um sich den Monitorsound selbst zu regeln. Die sind da wohl etwas verwöhnt von mir.


Live-Betrieb

Nach all den Vorarbeiten war es keine Überraschung dass der Live-Betrieb auch ganz ordentlich erledigt werden konnte. Passend zum Pult habe ich die QSC K12 und die K-Subs mitgenommen obwohl sie für die Gelegenheit (Club für ca. 70 Leute) für mich schon mehr als genug sind. Üblicherweise nehme ich da die RCF 310er und einen 12er Aktiv-Sub mit und das reicht auch.
Drei aktive Monitor und das wars.
Da ich auch einen Mitschnitt machen wollte wurde grundsätzlich alles abgenommen. Über die Anlage gingen allerdings nur Kick, Snare (um deren Sound runder zu gestalten), Bass, die beiden Gitarren und dreimal Gesang.
Der Raum war weit weg von ideal (naja, wann ist er es schon?), recht hoch und alle Wände eher auf der harten Seite. Vor allem das Drumset schepperte recht ordentlich, daher auch das Snaremikro. Und weil wir ja eher von der schnellen Truppe sind waren wir trotzdem nach ca. 30 Minuten Soundcheck durch. Zuerst etwas am Grundsound eingestellt und dann die einzelnen Kanäle durchgehen und ein paar Nummern angespielt und fertig ist die Geschichte. Ich bin es durch das X32 ja gewohnt, dass ich in den Bussen einen Parametrischen EQ benutzen kann (neben dem Graphischen). Der ging mir beim Einstellen des Grundsounds schon etwas ab. Trotzdem gings auch mit dem GEQ recht gut.

Um im Raum den Sound zu kontrollieren habe ich auch ein iPad mit gehabt. Das habe ich mit dem Pult-eigenen WLan benutzt. Beim Verbindungsaufbau hat es etwas herumgezickt, dass die WLan-Anzeige am iPad nicht anspringt ist lästig, aber nach kurzer Zeit gings dann und ab da ohne Probleme den ganzen Abend über. Besser am Anfang ordentlich zicken als den ganzen Abend über ein bisserl. Das war auch gut so, denn als Musiker ist die Zweihandbedienung am Gerät nicht machbar. das iPad war da wirklich Goldes wert.



Fazit

Ich denke dass das Pult durchaus gelungen ist, das kleine genauso wie das große. in den wirklich wichtigen Punkten hat QSC die Hausaufgaben gemacht. Das Pult hat einen überaus guten Grundsound, die Filter und Dynamics sind bemerkenswert gut. Die Hardwareausstattung, vor allem vom TM16 ist für die Gerätekategorie für mich überdurchschnittlich gut. Somit sind die für mich wirklich wichtigen Punkte erledigt. Lediglich das Kunststoffgehäuse könnte im harten Alltag schnell leiden. Da heißt es halt aufpassen.

Meine Kritikpunkte betreffen fast durchwegs Dinge, die man mehr oder wenig einfach mittels Software Updates zu beheben.

Sicher, es gibt immer Dinge die man sich noch wünscht, SideChains, RTA umfangreiche Plugins und und und. Für mich ist das ein überaus gelungenes Gerät mit etwas Verbesserungspotential. Betrachtet man das Ganze rein vom aktuellen Verkaufspreis her, so gibt es schon Mitbewerber in der selben Kategorie, die entweder günstiger sind oder über mehr Features verfügen. Allerdings ist das QSC, wie schon eingangs erwähnt, das einzige kompakte Digitalpult am Markt, dass ab Werk wirklich vollständig bedienbar geliefert wird. Alle anderen benötigen eine Zusatzausgabe (Tablet oder PC und Netzwerkinfrastruktur). Wäre ich nicht schon recht gut mit Mixern ausgerüstet so wäre der TM-16 schon eine Überlegung wert. Vor einem Jahr hätte ich mir wohl den TM-16 gekauft.

Vor allem wenn man bedenkt dass QSC bezüglich Digitalmixer ja noch ein Neuling ist, ist das schon beachtlich was die abgeliefert haben.
Alles in allem 1 3/4 Daumen nach oben.
Und noch was, alle Meinungen sind durchaus subjektiv und nicht akademisch abgesichert;-)


Hier noch meine (sicherlich unvollständige) Pro und Contra Liste:

+ Verpackung (wenig Müll)
+ kein lauter Plop beim Ein- bzw. Ausschalten
+ Simple vs. Advanced
+ High Cut
+ Guter EQ
+ Gute Dynamics
+ Notchfilter in den Ausgängen
+ Zugriffsbeschränkungen auf iPads und mittels Benutzer
+ PEQ in den Stereo-Aux
+ Szenen können zwischen den Modellen ausgetauscht werden.

- Kunststoffgehäuse
- Kein Audio Interface für PC
- lange Bootzeit
- Einhandbedienung am Gerät etwas umständlich
- 'Suboptimale' Hallprogramme
- Kein Main Mix auf den Kopfhörern
- Etwas träge Bedienung auf dem Mixer selbst
- Keine MP3 oder Wave Wiedergabe ausser am TM selbst aufgenommene Stücken
- Keine Anzeige über die Korrektheit von Aufnahmen.
 
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Hey,

wow, starker Bericht :great:

Zwei Fragen:
1) Das Netzteil hat einen Spezialstecker, sehe ich das richtig? Wie groß ist das Netzteil, ist es schwer und lässt sich der Stecker anständig verriegeln?
2) Der GEQ, wie wird der aufgerufen und wie lässt er sich bedienen. Kannst du davon evtl. sogar ein Bild machen?

Danke und Gruß
 
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hmm ja - das mit den externe Netzteilen macht mir auch immer Bauchschmerzen.
Einmal blöd dranboxen und knack. Und die ganze Show ist im A..... und wenn es blöd kommt ist auch noch die Platine am Gerät kaputt.
Das ist wieder mal ein Horrorszenario, ich weiß. Aber EIN Erlebnis im Leben genügt für ein Trauma.
 
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Wer schon mal mit Fertigung und weltweitem Vertrieb zu tun hatte kann die Verwendung von Netzteilen gut verstehen. Letztlich würde sich ein integriertes Netzteil mit Sicherheit im Preis niederschlagen, was u.U. drastische Einbußen im Hinblick auf die verkaufbare Stückzahl zur Folge hätte - wir werden damit leben müssen. Ich sehe das nicht als einen Kritikpunkt sondern als notwendiges Übel.
 
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Aus Herstellersicht völlig verständlich, ich kenne das Gedöns mit den länderspezifischen Artikeln aus dem IT-Bereich :eek:
Netzteil/Spannung/Stecker ist da noch das geringste. Guck nur mal in die Schweiz: ein Miniland und DREI verschiedene Tastatur- und Sprachlayouts bei den PCs.... (genauso Belgien). Bloß gibts da keinen Ausweg. Da müssen es die Hersteller durchziehen und jeweils 3 verschiedene Versionen bauen.
 
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AGuck nur mal in die Schweiz: ein Miniland und DREI verschiedene Tastatur- und Sprachlayouts bei den PCs.... (genauso Belgien). Bloß gibts da keinen Ausweg. Da müssen es die Hersteller durchziehen und jeweils 3 verschiedene Versionen bauen.

Wir sprechen hier halt 3 (resp. 4 Sprachen). Wenn wir unseren französischsprachigen Mitbürgern ne deutsche Tastatur unterjubeln würden gäb's mitten in Europa einen Bürgerkrieg :)
 
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Gerade im Audiobereich bedeutet ein internes Netzteil auch gute Abschirmung/Antstörung und ein gutes Temperaturmanagement (was mit Lüftern wieder Probleme verursacht). Daher ist ein Externes Netzteil im sehr günstigen und paradoxerweise im absolut professionellen Bereich völlig normal (im probereich ist es ein ganz eigenes Rack, das sogar redundante Teilevorsieht). Das ist auch völlig in Ordnung, wenn ein Hersteller sich dabei entweder auf gebräuchliche Verbinder verlässt oder eben einen wirklich guten Verbinder selbst entwickelt. Wobei zweiteres dann wieder nach Servicekosten schreit.

Daher die Frage.
 
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1) Das Netzteil hat einen Spezialstecker, sehe ich das richtig? Wie groß ist das Netzteil, ist es schwer und lässt sich der Stecker anständig verriegeln?

Ja , der Netzteilstecker ist eine QSC-Sonderlösung. Schwer ist es nicht und groß genug um nicht so leicht verloren zu gehen;-) Um einen Größenvergleich darzustellen: daneben liegt ein SM58 wers kennt und beides liegt auf einem A4 Block mit kariertem Papier. Wer lust hat kann die Kasterln zählen. Es sind 28x14 Kasterln.
TM-16 und Netzteil.jpg


In der mitgelieferten Tasche sieht das dann so aus:
TM-16 in Case.jpg


Auch nicht gerade üppig bemessen, oder. Das im Netzteil angebrachte Kabel ist schon recht sperrig, nix da mit Ultraflex...

2) Der GEQ, wie wird der aufgerufen und wie lässt er sich bedienen. Kannst du davon evtl. sogar ein Bild machen?
In der Übersicht (Home) sind über den Fader die Beschriftungen (Main für die Stereosumme).
{Hier ist übrigens ein Screenshot mit dem in der Review erwähnten Darstellungsfehler}
Übersicht.png


Wenn du auf die Beschriftung tippst dann wird die Detail Seite angezeigt. Ich habe auf Main getippt und dann siehts im EQ so aus:

Master GEQ.png


Die vier Bereiche kann man oben in der Übersicht auswählen unten werden die Bänder im Bereich angezeigt. der Resetbutton setzt nach Sicherheitsabfrage den kompletten EQ zurück.

Weil wir grade dabei sind. So sehen die Notch-Filter aus:
Master Filter.png



Und weil ich grade in Fahrt bin. Hier einige Screenshots vom Kanal:
Kanal EQ.png
Kanal Comp.png
Kanal Gate.png
Kanal FX sends .png


alle Screenshots sind am iPad gemacht worden. Ab und zu sind die Layouts am Gerät etwas abweichend aber die Bedienelemente sind die selben.
 
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Hey mfk0815 - chapeau für das tolle und vor allem ausführliche Review! Genial auf wieviele Details du eingegangen bist (strom-unterbruch, multitrack-recording, w-lan überlastung usw!)
Gibts von QSC auch ein offizielles Forum und falls ja, machst du da einen Querverweis zu deinem Review? Von dem Feedback könnten ja Verbesserungsvorschläge für ne neue Firmware entnommen werden!
Ich denke es wird nicht mehr lange dauern bis ich mir das TM8 kaufen werde! Für die kleinen Jobs ne perfekte All-In-One Lösung! ;)
 
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Vielen Dank für die Zusatzinfos :great:

Die Oberfläche gefällt mir ansich sehr gut. Aber für schnelles Arbeiten ist sie nicht gemacht worden ;) Aber das ist sicherlich auch nicht der Ansatz bei diesem Konzept.
 
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@eotsskleet : Das mit dem QSC Forum ist eine guite Idee, werd ich machen.

@highQ : Naja, die Oberfläche lässt sich genauso schnell wie praktisch jede andere iPad7Touch Oberfläche auch bedienen. Die vom Mackie ist etwas anders weil man sich da ja immer durch die einzelnen Ebenen durhcscrollen muss. Die Buttons am Screen, um z.B. von EQ auf Aux Sends zu wechseln machen die Arbeit imo schneller.
Die vielen bunten Knöpfe eines 'Analogus Saurus' schauen halt doch spektakulärer aus und der Zugriff ist nicht in Ebenen, daher auch schneller. Nur nach dem Konzert lacht man halt wenn man das Tablet und das Pulterl in 2 Minuten wegräumt und fertig ist der FOH Abbau;-)
Da fällt mir ein, In der Tasche fürs QSC hätte noch ganz gut ein Fach für ein Tablet reingepasst, das ist alles zusammen verstaut. Aber andererseits auch leichter im Paket zu klauen. Hmhmhm.
 
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hey,
danke für die review! ich hab das teil bei thomann im laden in der hand gehabt und war auch echt begeistert von der haptik. am ende hab ich aber dann doch aufs xr18 gewartet weil ich eben keine feste konsole mehr wollte (stichwort kneipengigs - wo is der platz für den mischer? :) )
egal, ich habs trotzdem mal ein bisschen anprobiert. mich persönlich stören bei so einer art konsole die xlr-buchsen an der oberseite. das mag geschmackssache sein, aber nehmt mal die buchsen alle von oben weg => SO klein könnte das gerät tatsächlich sein um alle bedienungsrelevanten teile oben und den rest irgendwo zu haben. wie gesagt persönliches empfinden.
die effekt bibliothek war für mich ein bisschen arg klein. da hab ich mir selbst in dieser preisregion ein bisschen mehr gewünscht.
nichtsdestotrotz ist das ein schönes gerät und mir hats spaß gemacht. am ende hat aber xr18 und x18 die nase vorn gehabt.
nochmals vielen dank für die review!
tobi
 
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Ich habe für 's Recording eine eSATA SSD von VERBATIM im Einsatz.
Da klappt das aufnehmen aller Tracks störungsfrei. Ein klasse Mischpult !

Nie wieder mit PC oder Laptop im Proberaum oder auf der Bühne - schön !
 

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