Hardware- und Softwaremonitoring klingen unterschiedlich!

von ...timur°°°, 09.11.07.

  1. ...timur°°°

    ...timur°°° Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.07   #1
    Hallo,
    Ich habe festgestellt, dass - wenn ich zuhause aufnehme (z.B. Gitarre -> Preamp -> FireWire-Interface -> Mac mit Logic Pro) - der Sound sehr unterschiedlich ist, je nachdem ob ich:
    a) Hardwaremonitoring aktiviert habe oder den Preamp direkt an die Monitorboxen anschliesse oder
    b) Softwaremonitoring aktiviert habe oder mir einfach anschliessend die Aufnahme anhoere.
    Im Fall a) ist der Sound wesentlich definierter und klarer, waehrend es im Fall b) irgendwie dreckiger, matschiger und einfach schlechter klingt. Der Unterschied ist deutlich. Jetzt frage ich mich, wie das denn technisch ueberhaupt moeglich ist, dass da so ein Unterschied zu hoeren ist? Das Interface hat gute Wandler (apogee duet), Rechner und Software sind top, nirgendwo wird irgendetwas uebersteuert und es sind auch nirgendwo weitere Komponenten oder gar Plugins etc. im SIgnalweg. Warum kann trotzdem der Sound, der in das Interface gelangt, anders klingen, als der Sound, der hinterher auf der Festplatte landet? Und warum ist letzterer schlechter? Ich verstehe das einfach nicht :confused: Am Interface selbst liegt es nicht, ein PreSonus Firepod lieferte dasselbe Resultat, und der Effekt tritt ein, egal was man eigentlich aufnimmt. An der Software auch nicht, denn der Wechsel von Logic Pro 7 auf das neue Logic Studio brachte nichts. Sonst ist irgendwie nicht mehr viel da, was als Ursache in Frage kaeme...
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.07   #2
    Ich verstehe nicht so ganz den Unterschíed zwischen Hard- und Software (pre/post Mix?) Monitoring?
     
  3. ...timur°°°

    ...timur°°° Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.07   #3
    Naja, das eine mal kommt das Signal direkt analog aus dem Preamp (oder einer anderen Quelle) in die Abhoere, und das andere mal durchlaeuft es die AD-Wandlung des Interface, den Sequencer (Logic), dann wieder heraus ins Interface und dann in die Abhoere.
     
  4. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 09.11.07   #4
    Hallo Timur,

    kann es mir schon vorstellen das Du da einen Unterschied hörst.

    1. Das Signal durchläuft im Fall B noch den A/D und dann wieder den D/A Wandler.
    2. Bei Hardwaremonitoring wird das Signal eventuell nur durchgeschleift und bei Softwaremonitoring unter umständen noch von einem Preamp aufbereitet
    3. Jedes -Qualitativ noch so gutes- Glied in der Kette verschleift das eigentliche Quellsignal und fügt ein gewisses maß an Eigenrauschen hinzu.

    gruss

    Fish
     
  5. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.07   #5
    Na komm ;)

    Im Grunde liegst ja richtig...
    Hardwaremonitoring = "Direct Monitoring" an der Hardware
    Softwaremonitoring = als Ausgabe wird das Outputsignal des Sequencers verwendet

    Oder anders, etwas "nostalgischer": pre Tape und post Tape :)


    Zum eigentlichen Thema: also ich muss gestehen, dass mir das Phänomen nicht unbekannt ist.
    Allerdings hat es denke ich weniger technische Gründe beim Signalweg, sondern eher akustische.
    Wenn man sich später die Aufnahme alleine anhört, dann fehlt der Originalsound "im Raum" - sofern per Mikroabnahme gearbeitet wird. Hier ist es denke ich dann völlig normal, dass die Aufnahme vergleichsweise eher nüchtern klingt. Es fehtl quasi das Live-Feeling.
    Und das Ohr hört eben zum einen grundsätzlich anders und zum anderen einen anderen Sound als das Mikro direkt vor der Box.

    Den Unterschied beim Software-Monitoring während dem spielen kann ich mir nur so erklären, dass sich hier der Direktschall vom Amp mit dem latenzbedingt leicht verzögerten Softwaremonitorsignal vermischt und es Phasenprobleme gibt, die einen matschigen Klangeindruck erzeugen.
     
  6. ...timur°°°

    ...timur°°° Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.07   #6
    Hm... nein, daran liegt es nicht, es gibt naemlich gar keinen Direktschall vom Amp, die Gitarre geht direkt ins Pult bzw. FireWire-Interface. Und dass mehrfache Wandlung das Signal etwas beeinflusst, ist auch klar, aber es erklaert nicht den wirklich drastischen Klangunterschied. Wenn man z.B. den Preamp so einstellt, dass er direkt abgehoert nach einer schoenen Metal-Roehrenverzerrung klingt, und dann aufnimmt und es sich wieder anhoert, klingt es auf einmal eher wie ein dreckiger Fuzz.
     
  7. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 12.11.07   #7
    Den Eingang Deines Interfaces übersteuerst Du aber nicht, oder????
    Wenn Du eine x-Belibige Quelle -z.B. CD-Player- ansließt, hast Du dann das gleiche problem???

    Man müsste es mal anhören. Ein Sound ist so schwierig in Worte zu fassen.

    gruss

    Fish
     
  8. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.11.07   #8
    jedes gerät durch das ein signal läuft verändert es und färbt es in irgend einer weise ein, wenn du zB ein signal nimmst und es durch den kanal einen mischpults schleifst, ohne veränderung, eq, etc. dann wird es nach diesem pult klingen, das lässt sich nicht verhindern
    und in logic wird das signal halt auch verarbeitet, summiert, verrechnet, ka was das alles macht. und unterschiede zwischen einzelnen programmen gibts zum teil auch relativ deutliche, so klingt logic zB deutlich schlechter als protools
    und die programme arbeiten auch nicht immer gleich, versuch mal in logic zweimal exakt den selben song mono zu bouncen, wenn du beide gebouncten dateien in ein neues projekt einfügst und das eine invertierst, sollten sie sich theoretisch gegenseitig auslöschen, weils ja dasselbe ist, tuts aber nicht, weil logic immer ein wenig anders arbeitet
     
  9. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 13.11.07   #9
    habe ich ja auch schon geposted. Wenn der Sound aber soooo stark verändert ist:
    Dann sind das keine nuancen mehr. mann müsste es halt mal selbst "Live" erleben um was genaueres zu sagen. Ist vielleicht nur was ganz triviales....

    gruss

    Fish
     
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