Hilfe bei Lehrversuch in einer Musikübung an der Uni

von bengalenwolf, 04.06.07.

  1. bengalenwolf

    bengalenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.07   #1
    hallo..

    ich muss nächste woche einen lehrversuch in der vorlesung rythmik und improvisation machen, mit dem thema E Gitarre, und habe noch keine ahnung wie ich das machen soll.. musik hab ich als drittelfach, die unterichtsstunde soll für eine Hauptschulklasse, oder auch sonderschulklasse HS, konzipiert sein, stufe ist egal..
    erstmal muss ich das thema E Gitarre irgendwie in den lehrplan unterbringen, hat da vllt jmd ne idee??
    und dann soll der lehrversuch gegliedert sein in Problemstufe, Lösungsstufe, Übungsstufe und Übertragungsstufe.. vllt kann mir ja jmd weiterhelfen.. ich kann auch e gitarre spielen aber weiss jetzt nicht direkt wie ich die schüler(in dem falle komilitonen/innen) miteinbeziehen könnte, da ich eine halbe std lang frei reden soll und alle halbwegs interessiert sein sollten..
    hab auch noch sehr wenig erfahrung mit irgendwelchen lehrversuchen, bin erst im 2. semster..

    bitte um hilfe, wenns geht schnell da der besagte lehrversuch schon nächste woche ist..

    vielen dank
     
  2. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.07   #2
    Hallo Bengalenwolf!
    Spontan sind mir ein Paar Sachen aufgefallen. Ich hoffe, es klingt jetzt nicht zu kritisch...aber bist Du Dir sicher, dass das stimmt:

    Es macht einen Unterschied, ob ich eine Stunde für einen Sechst- oder Zehntklässler bzw. für einen Haupt- oder Sonderschüler konzipiere. Da hängt doch die ganze didaktisch-methodische Analyse von ab. Ohne eine konkrete Stufenangabe ist auch keine vernünftige Zuordnung zum Lehrplan möglich.

    Mal davon abgesehen, dass das ein seltsames Zeitmaß ist, solltest Du auf keinen Fall einen 30 minütigen Vortrag halten. Bei der genannten Schülergruppe ist eine Handlungsorientierung auf jeden Fall wichtig.

    Und ganz wichtig: Wie genau heißt das Thema und das Lernziel der Stunde? Das ist die erste Frage, die geklärt werden muss.

    Wäre gut, wenn Du das nochmal etwas genauer ausführen könntest. Dann könnte man vielleicht etwas konkreter helfen.

    Gruß

    Brigde
     
  3. bengalenwolf

    bengalenwolf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.07   #3
    jau.. also es ist mir frei überlassen ob ich eine std für eine hauptschulklasse oder sonderschulklasse halte.. ich dachte mir eher für eine hauptschulklasse.. und was die stufe angeht muss es halt in den lehrplan der jeweiligen stufe reinpassen..
    ja zeitmaß 30 min is minimum kanns auch auf 45 min erweitern.. nur ham wir in der übung nur 90 mins für 2 lehrversuche, besprechen will der dozent sie auch noch kurz und meistens kommt er auch 5 mins zu spät..
    mir is schon klar dass ich keinen vortrag halten soll, deswegen frag ich hier ja.. ich würde gern die schüler miteinbeziehn und selber probieren lassen.. aber ich hab keine idee wie ich dass machen könnte, kann ja keine 18 gitarren verteilen^^

    hoffe ich konnt nochmal besser aufschluss geben was ich eigentlich machen muss :great:
     
  4. Pablo El Grande

    Pablo El Grande Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.07   #4
    Bezügl. des Rhythmik Themas kannst Du im Takt mit allen durch den Raum marschieren (das wären dann die Viertel), vorklatschen, was die wiederrum nachklatschen sollen.
    Dann sind die schonmal involviert, was bei einer Lehrprobe Voraussetzung ist, um die halbwegs überzeugend rüberzubringen. Schaut zwar blöd aus, aber wenns alle machen...;)

    Mal ne Frage, was studierst Du denn? Pädagogik? Lehramt?
    Was wissen die anderen von Musik? Kannst Du denen jetzt alterierte Skalen um die Ohren knallen oder haben die nichtmal ne Ahnung, wo auf dem Klavier das C liegt?
     
  5. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.07   #5
    Mein Vorschlag:Schau in den Lehrplan Musik an Hauptschulen in Deinem Bundesland rein. Im besten Falle findest Du dort etwas über Instrumente, über die die Schüler etwas lernen sollen. Wenn hier die Gitarre/E-Gitarre dabei ist, wäre dieses Problem schon mal gelöst.
    Wenn nicht, findest Du vielleicht einen Anknüpfungspunkt über etwaige Musikstile, die die Schüler kennenlernen sollen. Wenn hier Rock/Pop oder ähnliches dabei ist, wäre das sicherlich auch eine Möglichkeit die E-Gitarre unterzubringen.
    Wenn das auch nichts bringt, dann schaue ob es einen Passus gibt, indem von "aktuelle Musik, die die Schüler mögen in den Unterricht miteinbeziehen" oder ähnliche Formulierungen die Rede ist. Da kannst Du dann über fiktive Lieblingsbands Deiner fiktiven Schüler auch die E-Gitarre unterbringen (Metallica usw.)

    Wirklich schwierig erscheint mir die vorgegebene problemorientierte Herangehensweise, die Du eingangs beschrieben hast (Problem,Lösung, Übung, Übertragung). Das Verfahren ist bei bestimmten Fragestellungen wirklich gut, aber die E-Gitarre problemorientiert zu behandeln, ist irgendwie wenig ergiebig.Da bin etwas ratlos. Wenn mir noch was dazu einfällt, dann schreibe ich nochmal.

    Wenn Du Dich davon etwas lösen darfst-ich weiß nicht, wie die Vorgaben Deiner Dozenten da sind-könnte man bestimmt eine schülerorientierte Stunde mit entdeckenden und handelnden Elementen konzipieren. Also z.B. "Aufbau und Funktion einer E-Gitarre". D.h. die Schüler probieren die Gitarre aus, entdecken die Funktion von Potis, Tunern, Tremolo etc. und benennen diese ...dann noch ein schönes Arbeitsblatt mit einer Gitarre in der Mitte, auf das die gefunden Begriffe eingetragen werden...sowas in der Art.

    Aber kläre erstmal die Sache mit dem Lehrplan.

    Hoffe, das bringt Dich etwas weiter.

    Gruß

    Brigde
     
  6. bengalenwolf

    bengalenwolf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.07   #6
    sooo.. also lehrplanmäßig hab ich mich erkundigt, am besten passt die e gitarre wohl in die 8. klasse rein.. da wird rock musik behandelt, modernes instrumentarium und es werden schüler die musizieren miteinbezogen.. da die gitarre von vielen schülern gespielt wird denk ich passt das auch ganz gut..
    dann hab ich veranlasst dass am dienstag meine komilitonen/innen selber gitarren mitbringen, wer eine hat, also e gitarren und akustik gitarren..
    zur problemstufe dacht ich mir folgendes: ich spiel erstmal die e gitarre ein bisschen an, spiel verschiedene sounds mitm effektgerät an und zeig die verschiedenen möglichkeiten auf die gemacht werden können.. is find ich ne gute einstimmung bzw. hinführung zum thema, sollte auch motivieren dass die vermeintlichen schüler weiter zuhören..
    dann kommt der übergang zur lösungsstufe in der ich dann die e gitarre etwas erklären will, also unterschiede zur akustik gitarre, aufbau, namen der einzelnen teile und verwendungsmöglichkeiten der e gitarre..
    dann komme ich zur übungsstufe, wird dann wohl der längste part.. ich dachte mir wenn dann mehrere gitarren da sind würde es sich anbieten ein leichtes lied einzuüben.. mir wäre da "lady in black" in den sinn gekommen, da es nur aus 2 einfachen akkorden besteht.. vllt weiss ja jmd noch nen andern leichten song der sich auch noch eignen würde.. da die meisten wahrscheinlich akkustik gitarren mitbringen(und es auch sehr mau mit verstärkern an der uni ausschaut), werd ich noch plektren austeilen, um wenigstens etwas bezug zur e gitarre zu schaffen, da sie ja meistens mit plektrum gespielt wird.. zur durchführung dacht ich mir dass ich auf folie die zwei akkorde abdrucke, wie sie gegriffen werden, und darunter noch ein einfaches schlagmuster abdrucke, mit dem das lied gespielt wird.. beim nächsten punkt bin ich mir noch nicht ganz sicher ob die einübung dann in gruppenarbeit gemacht werden soll oder in gesamten.. ich tendiere eher zur gruppenarbeit, da auch ein paar dabei sind die schon gitarre spielen können, die dann ihren "mitschülern" quasi was beibringen.. dazu lege ich dann noch den text des liedes auf, und nach dieser übungsphase kann dann gespielt und gesungen werden.. dazu dachte ich mir dass ich zum lied dann vllt noch ein kurzes solo einbauen könnte um den aspekt der improvisation noch mit reinzubringen.. die leute ohne gitarren bekommen dann noch rythmusinstrumente(rasseln, klanghölzer, etc.) damit niemand nur rumsitzt und alle miteinbezogen sind..
    ich denke mit diesem konzept is die zeit gut gefüllt dass ich gar keine übertragungsstufe am schluss mehr bracuhe..

    soweit mal mein grober aufbau, wäre sehr nett wenn noch jmd irgendwelche verbesserungsvorschläge oder so hätte..

    vielen dank
     
  7. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.07   #7
    Hi!
    Anbei noch einige Anmerkungen, bitte fasse das als konstruktive Kritik auf:

    Damit bist Du diesbezüglich schon mal auf der sicheren Seite.

    Das sollte funktionieren...

    Die Lösungsstufe, so wie ich sie verstehe (als Erarbeitungsstufe), ist eigentlich der wichtigste Teil der Stunde und sollte von den Schülern aktiv gestaltet werden, denn der Lernprozess soll ja eine möglichst selbständige Leistung sein, die so auch wieder gut erinnert werden kann. Gerade hier würde ich mich mit Lehrer-Erklärungen eher zurück halten und die Schüler soweit es geht miteinbeziehen. Vielleicht könnt ihr das ja gemeinsam machen (welche Unterschiede gibt es etc.)?


    Ich finde, dass verwischt etwas das Lernziel. Sollen die Schüler die Funktion der E-Gitarre kennenlernen oder ein Lied auf der Gitarre spielen lernen?


    Die einzelnen Stufen sind dazu da, den Lernerfolg zu sichern, nicht die Zeit aufzufüllen. Im Zweifelsfall, musst Du Dich vorher dann mit der Zeitplanung beschränken, um für die letzte Phase noch Zeit zu haben.

    Das sind die Dinge, die mir dazu einfallen, aber letztendlich ist es ja "Deine" Stunde...Du musst dahinter stehen. Behalte bei Deinen Planungen immer das Lernziel vor Augen. Lege das als erstes fest und baue danach erst die Stunde auf.

    Gruß

    Brigde
     
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