Hilfe bei Punkrock Setup ("Matsch", kaum Durchsetzung im Band-Mix)

Polarity-Schalter kenne ich eigentlich eher, um zu verhindern, dass sich Schallwellen gegenseitig auslöschen zB im einem Stereo-Setup oder wenn zwei Gitarristen fast identisches Setup fahren.
 
Polarity-Schalter kenne ich eigentlich eher, um zu verhindern, dass sich Schallwellen gegenseitig auslöschen zB im einem Stereo-Setup oder wenn zwei Gitarristen fast identisches Setup fahren.
Ok, dann habe ich offensichtlich nicht alles richtig verstanden. ;-)
 
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Heißt nicht, dass man das in der Aufnahme nicht mal geschwind ausprobieren könnte. Geht natürlich nur, wenn man alle Instrumente einzeln aufnimmt. In der DAW gibt es meist einen Schalter für die Polarität einer Spur.

Für live geht das ohne zusätzliche Hardware nicht.
 
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Hm, so ganz ist mir zwar noch nicht klargeworden, wie genau das Setup für die Aufnahme ist, aber anstatt der 2x12 Box kann man alternativ/zusätzlich zu den hier schon vielen sinnvollen gegebenen Tipps mit den Torpedo-Lösungen von Two Notes sehr komfortabel und mit gutem Klang aufnehmen, wie ich neulich erstmals bei einem befreundeten Gitarristen während eines Jam-Mitschnitts erleben durfte. So etwas hier meine ich z.B.:

War ziemlich überzeugend im Klang und der Handhabung. Beide live-gespielten Gitarren hat man im Mix gut unterscheiden können. Klang auch sehr sauber, definiert und weit entfernt von muffig oder dumpf. Den Captor zwischen Amp und Mischpult verkabelt und ab dafür.
 
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Du redest von Proberaumaufnahmen im 15qm kleinen Proberaum, und ihr fahrt irgendein Bühnensetting???
Schmeißt das Podest raus und stellt die Amps an verschiedene Wände, um die Ortbarkeit zu erhöhen. Das wird sich (wahrscheinlich) auch bei Stereoaufnahmen positiv bemerkbar machen. Das Schlagzeugpodest kann je nach Bauweise Dröhnen noch verstärken und ist in nem Proberaum ja meist eher unnötig.
Was genau meinst du mit Bühnensetting? Das Podest lässt sich leider nicht entfernen, da alles betoniert ist und das Podest früher wohl einen anderen Zweck hatte. Und wegen der begrenzte Größe lässt sich auch das Schlagzeug nicht anders positionieren.
nachtrag: stell deine 212er Hochkant, müsste mit dem Mini head auch locker klappen. Dann kommt der Sound auch da an wo er soll.
Die Box steht immer schon hochkant.
Okay, wenn ich das richtig verstehe, geht es dir eigentlich um den Sound bei der Aufnahme, nicht um deinen live Sound (Proberaum, Bühne)?

Auf der Aufnahme sind wummernde Bässe bei den Gitarren eher ein No-Go, weil die sich zu sehr mit den Frequenzen des Bass überlagern. Ich würde die Bässe für die Aufnahme etwas zurück drehen oder generell mit einem Low-Cut arbeiten.

Ansonsten könntet ihr doch mal probieren, wie dein Amp an der Box des anderen Gitarristen klingt oder nehmt ihr euer Zeug direkt live auf oder wie darf man das verstehen? Falls ihr eure Probe live mitschneidet und nicht alles mikrofoniert, kommt es auch auf die Positionierung der Amps und des Aufnahmegeräts zu den Amps an. Da müsst ihr ein bisschen rumprobieren, wo der beste Spot ist.
Genau! Aber wir haben schon öfter Livemitschnitte aufgenommen (1 zentrales Stereomikrofon) und es klang immer sehr brauchbar. Damals hatte ich noch mein altes Setup (EVH 5150).
Ergänzend:
Da ihr wahrscheinlich die Band als Ganzes abnehmt, würde ich für die nächste Aufnahme mal folgendes versuchen:

Rhythm Guitar: LowCut bei 80Hz, Bereich um ca. 500Hz ein bißchen absenken, Bereich um die ca. 1kHz leicht anheben und einen Highcut bei ca 7kHz.
Lead Guitar: LowCut bei ca. 100-120Hz (ausprobieren), Bereich um die 500Hz etwas stärker absenken als bei der Rhythm Guitar, um die ca. 1kHz etwas stärker anheben als die Rhythm Guitar und einen HighCut bei ca. 8kHz fahren.
Und eventuell (ausprobieren): bei der Rhythmguitar weniger Zerre/Distortion fahren als bei der Lead. Auch das hilft bei Aufnahmen oft für einen guten Gesamtsound. Die Lead auch gerne ca. 3dB Lauter fahren als die Rhythm bei der Aufnahme, jedoch nur wenn die Lead immer noch nicht genug über der Rhythm steht. Hier kann ein Boostpedal gut helfen.
Danke, das ist sehr hilfreich!!

@RayBeeger und @matzefischmann

Danke dir für die Tipps!
Hab die Einstellungen im Proberaum getestet und der Sound funktioniert jetzt richtig gut im Bandmix. Schön druckvoll und aggressiv, aber klar Punkrock und nicht Metal.
Durch den typischen Rectifier-Charakter könnte ein dezenter Boost davor trotzdem noch nicht schaden, um das Ganze etwas aufgeräumter und tighter zu machen. Hab aktuell einen Dirty Tree Overdrive, der ist mir dafür aber etwas zu harsch.
Hättet ihr Empfehlungen für ein passendes Boost-Pedal in die Richtung?
 
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Ganz klassisch Tubescreamer. Oder SD1. Der SD1 ist auch so günstig, dass man es immer kaufen kann - neu oder gebraucht.
 
Deutlich weniger Bass, weniger Gain, mehr Mitten und dann nochmal testen - aber das scheint ja geklappt zu haben. 👍

Bei Aufnahmen (sofern einzeln abgenommen) kann und muss man im Nachhinein noch viel am Sound der einzelnen Instrumente editieren. Da würde ich mir eh weniger Sorgen machen als um den Bandmix bei der Probe...

Hab aktuell einen Dirty Tree Overdrive, der ist mir dafür aber etwas zu harsch.
Hättet ihr Empfehlungen für ein passendes Boost-Pedal in die Richtung?
Ich würde einen Clean Boost for den Overdrive packen. Der sorgt im Gegensatz zu einem weiteren Drive nicht zwangsläufig für mehr Gain on top, sondern drückt den Overdrive noch ein wenig mehr. Insgesamt wird es damit kaum lauter, eher gainreicher, weshalb du vermutlich noch ein kleines bisschen mehr Gain aus dem Overdrive nehmen kannst.
Da gibt's viele Varianten und Exemplare. Ich mag Xotic RC Boost oder auch den Xotic SuperClean.

Falls du doch eher für Soli etc. einen kleinen Volumepush brauchst, hängst du den Clean Boost in den FX-Loop ziemlich ans Ende.
 
Und, nicht zu vergessen, auch mit Equalizern lässt sich sehr gut boosten. Vor allem kann man da sehr genau einstellen, was wie stark betont wird.
 
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Ganz klassisch Tubescreamer. Oder SD1. Der SD1 ist auch so günstig, dass man es immer kaufen kann - neu oder gebraucht.

Wurden bei mir durch Nobels ODR Mini ersetzt. Den gibts ja jetzt mit Bass Cut Regler, ich denke der wäre Perfekt für das hier besprochene Problem
 
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Was genau meinst du mit Bühnensetting? Das Podest lässt sich leider nicht entfernen, da alles betoniert ist und das Podest früher wohl einen anderen Zweck hatte.
Ah, ok, ich dachte, ihr hättet nen Drumriser für's Bühnenfeeling reingebaut. Hab ich schon in so manchem Proberaum bewundern dürfen...
Aber scheinbar bist du mit den guten Tipps auf dem richtigen Weg, und der andere Gitarrist ist ja vielleicht noch lernwillig 😀
 
Ich will nicht sagen dass der andere Gitarrist nicht lernwillig ist, der Sound ist ihm einfach völlig egal, der hätte an einer Soundtüftlerei absolut keinen Spaß, er ist kein Gear Nerd oder sonst irgendwas. Er hat einfach nur vor 15 Jahren den Rockerverb MK 100 spottbillig bekommen, einmal eingestellt (Treble auf 13, der Rest auf 12 Uhr) und nie wieder was verändert und sein Sound ist wirklich mega… ich verstehe ihn ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich würde einen Clean Boost for den Overdrive packen. Der sorgt im Gegensatz zu einem weiteren Drive nicht zwangsläufig für mehr Gain on top.
Ich bin eher auf der Suche nach einem „always on“ Pedal, Drive auf 0, also ein reiner Boost der die Mitten anhebt, Low-End Cut, den Sound ein bisschen aufräumt etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein bisher bestes Erlebnis war vor Jahren Rock meets Classic mit Steve Lukather und Alex Beyrodt an den Gitarren.
Lukather mit zwei Bogner XTC Halfstacks, scooped Sound, seiner Signatur Gitarre mit 2 Humbucker und jede Menge Gain; Beyrodt mit
Marshall Halfstack, Strat und wenig Gain
Während Lukather im Gesamtkontext (Orchester plus Keyboard etc.) weitgehend unterging stand Beyrodt's Strat wie eine Eins im Raum
Fazit: weniger Gain und mehr Mitten hilft immer. Da muss es noch nicht mal lauter werden.
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[...]
Falls du doch eher für Soli etc. einen kleinen Volumepush brauchst, hängst du den Clean Boost in den FX-Loop ziemlich ans Ende.
Du musst den clean boost hinter den overdrive schalten wenn er mehr Lautstärke bringen soll
 
Grund: Vollzitat reduziert
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Hab gestern mal ganz primitiv mit dem Handy eine Aufnahme gemacht… bei dem Soloteil spiele ich die Rhythmus Gitarre, hätte noch jemand Verbesserungsvorschläge bzgl der Amp Einstellungen?
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@GEH @trommla @gorephil @RayBeeger @PeaveyUltra120 @matzefischmann @SlowGin
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@tintin1a
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@-N-O-F-X-
 

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Ich find das klingt (für Punkrock) gar nicht so schäbig - aber es ist nicht einfach zu sagen, da es ja ne Handyaufnahme ist. Und auch, da es ja ne Leadpassage hat (die nicht von Dir ist). Heißt man sollte dich da ja im besten Fall weniger (Defintion ausstehend) hören als den Lead-Spieler hier.

Vielleicht machst Du mal ne Aufnahme von einer normalen Passage des Songs ohne Gesang (zB Intro).

Wie war's denn jetzt, hat es sich gut/besser angefühlt beim Spielen?
 
Klingt für mich definitiv gut! :great:
 

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