Fender Tonemaster. Alternative?

Eiselein

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Gemeint ist der legendäre Fender Tonemaster. Nicht das was heute unter dem Namen verscherbelt wird.

Der Fender Tonemaster ist ein 100 Watt 2-Kanal-Vollröhrentopteil in einem blonde Tolex mit Oxblood Grill aus dem Fender Custom Shop.
Der Tonemaster ist in Handarbeit point-to-point verdrahtet. Gebaut wurden die Amps von 1993 bis 2003.

Kostete Anfang der 2oooer 4.5oo Mark. 😱

Meine Frage seit 25 Jahre: Was kommt soundtechnisch an den Tonemaster heran?

Es geht hier um Kanal Nr. 2, den Crunch. Kommt meines Erachtens am besten auf der Bon Jovi Scheibe It's my life am besten zur Geltung.

Im Fender Universum selbst ist es der Prosonic, so weit bin ich auch schon gekommen. Nur wird der ebenso wenig heute noch gebaut.

Der viel genannte Supersonic dagegen hat nichts damit zu tun.

Ich glaubte mich an einenn Hughes & Kettner zu erinnern, der diesen Sahneton auch drauf hatte. Aber ich weiß nicht mehr, wie das Ding hieß, und es ist mir auch nicht mehr begegnet.

Besonders faszinierend, mit einem Fender Tonemaster kann mann auf Gain 11 Uhr offene Akkorde verzerrt spielen, ohne dass es blärr macht (wie bei einem Marschall), die einzelnen Töne bleiben erkennbar.
 

Der Sound von "It´s my live" ist doch wenig spektakulär, um nicht zu sagen "recht beliebig". ;-)

Das geht sicher mit vielen Amps recht ähnlich. Gerade auch die ganzen moderner abgestimmten Amps für die eher bösen Buben.

Davon abgesehen sind da auch ordentlich Effekte dabei. Bei einigen Live-Aufnahmen würde ich sogar sagen, dass die Jungs es auch selbst nicht so genau nehmen. :whistle: Das klingt auch nicht immer wirklich super.

Eigentlich klingt das tendenziell doch auch alles ein bisschen mehr nach Marshall?

Ein Marshall, es gibt ja auch mehr als einen, macht übrigens auch nicht pauschal "blärr", was auch immer damit genau gemeint ist. ;-)
Gerade "chrunch" und auch deutlich mehr, geht doch sogar recht transparent bei ganz vielen Marshalls.

Wenn zu viel Gain im Spiel ist, dann halt vielleicht nicht unbedingt auf 11. Oder einfach mal am Volume der Gitarre drehen?
Da spielen doch ganz viele Sachen mit rein. Gitarre, ggf. Pedale, Amp, Cab,etc..
 
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@Eiselein

Hand aufs Herz: wirst Du mit einer Alternative auf Dauer glücklich, oder muss es der handverdrahteteTone Master in Blonde sein?

(Manchmal muss es einfach das Original sein. Es ist nicht immer logisch...)
 

Bei der Bon Jovi-Referenz ist da etwas durcheinandergekommen. Sambora ist zur 2000er Reunion auf Marshall umgestiegen. Für eine Tonemaster-Referenz bei Sambora würde ich eher die These-Days-Platte und das Video Live at Wembley 1995 heranziehen. Da begnügt er sich nicht mal mit Fullstacks, nein, es müssen zwei Topteile pro Stack draufsitzen. :-D

Ansonsten ist der Tonemaster sicherlich klanglich eine Referenz. Trotzdem sind die Eigenschaften, die du beschreibst (Transparenz bei offenen Akkorden) ja im Low-Gain-Bereich durchaus weitverbreitet zu finden. Das können viele fenderig abgestimmte Verstärker grundsätzlich.

Edit: In Darmstadt steht grade einer mit 2x12er für 2500€ ;-) klick fürs Reverb-Angebot
 
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Meine Frage seit 25 Jahre: Was kommt soundtechnisch an den Tonemaster heran?
... und in den 25 Jahren ist Dir kein Verstärker über den Weg gelaufen, der für Dich "soundtechnisch an den Tonemaster" herankam? Seltsam... :gruebel:

Im Dunstkreis von HDH liegt doch Station Music (Jettingen-Scheppach), die haben jede Menge (Edel-)Verstärker rumstehen und da kann man ausprobieren, fragen und sich beraten lassen. Probier's mal dort und teste selbst!
 
@Eiselein
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht genau, worauf deine Frage abzielt.

Hast du den Amp nur irgendwo auf einem Album gehört und willst den Sound zu Hause haben, oder hast du den Amp mal selbst gespielt und willst den Sound zu Hause haben, nur günstiger?
Oder spielst du in einer Coverband und brauchst den Sound für die Bühne?
 
Ich glaubte mich an einenn Hughes & Kettner zu erinnern, der diesen Sahneton auch drauf hatte.

Meinst du vielleicht den Statesman? Von der Sorte hatte ich mal einen und den würde ich durchaus in die Fender Sound Ecke mit nötiger Gain Kante stecken. Mit ein wenig Glück bekommt man die Dinger zum guten Kurs gebraucht. Bei der typischen H&K Heavy Kundschaft kam der nicht ganz so gut an.

Meinen alten Statesman kannst du hier hören ...


View: https://youtu.be/OOQNc1LBh-s

Oder gleich den ganzen spannenden Beitrag lesen ... https://www.musiker-board.de/threads/gitarre-1962-strat-vs-2010-custom-shop-und-vorstellung-gerd-vogel.515918/#post-6271391

Gruß
Martin
 
H&K Triamp kann das und klingt in meinen alten Ohren in einigen Varianten sogar besser ohne zu matschen. Selbst der "Black Spirit" kann das. Ob Dein Crunch dann matscht oder nicht hängt auch zu einem wesentlichen Teil von der Gitarre ab.
 
Ein Amp, der super auflöst, auch bei offenen Akkorden über alle Saiten und dabei noch sehr dynamisch auf den Input reagiert (Anschlag, Volume der Gitarre) wäre ein THC Sunset - wobei der wohl momentan auch kaum günstiger zu bekommen ist??
 
  • #10
Bei der Bon Jovi-Referenz ist da etwas durcheinandergekommen. Sambora ist zur 2000er Reunion auf Marshall umgestiegen. Für eine Tonemaster-Referenz bei Sambora würde ich eher die These-Days-Platte und das Video Live at Wembley 1995 heranziehen. Da begnügt er sich nicht mal mit Fullstacks, nein, es müssen zwei Topteile pro Stack draufsitzen. :-D
Wer weiß, ob auch beide Stacks bei Sambora in Betrieb waren ? 🤣
 
  • #11
Das wäre jedenfalls nichts neues. Glaubt wirklich jemand, daß die ganzen Marshall-Wände alle bestückt sind? Habe sowas mal von hinten gesehen... echt interessant.
Eine Ausnahme ist wohl Mick Mars
 
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  • #12
Ich habe (wahrscheinlich so wie 99% hier) noch nie einen Tonemaster (und noch mal gar nicht bei der notwendigen Lautstärke…) gespielt.
Daher zeigen alle Empfehlungen ziemlich ins Blaue, aber aus der Ziel Ton Beschreibung (transparenter Crunsh), würde ich mal bei den Edel „Marshalls“ schauen/hören: Bogner Shiva, Friedman Dirty Shirley, Hook Dual 45. Selbst ein Marshall JVM 4-Kanaler sollte eigentlich so ziemlich alles reproduzieren können, wenn es nicht gerade aus der Mesa oder Dumble Ecke kommt.
Einen Verstärker zu finden, der einfach mal so instant einem den Sound von einer Bon Jovi Platte liefert, ist aber schlicht illusorisch. Herr Sambora hätte das auch mit einem Peavey Classic 50 einspielen können und es hätte am Ende genauso cool getönt.
 
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  • #13
Also, umso einen M bin ich damals jahrelang rumgeschlichen, der Station Music hatte den im Ampraum - die erschwinglichere Variante hab ich dann im Prosonic gefunden wobei der schon nochmal aggressiver klingt. Ein Diezel Schmidt hat den dann abgelöst..
Heute würde ich mir evtl den Friedman Dirty Shirley anschauen wenn ich in diese Richtung suchen würde.. oder die neueren Bad Cat Amps (Lynx?) mal unter die Lupe nehmen.
Tatsächlich nehm ich meinen Amp1 der diesen Sound definitiv auch hinkriegt.. da bin ich inzwischen sehr pragmatisch.
 
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  • #14
Wer weiß, ob auch beide Stacks bei Sambora in Betrieb waren ? 🤣
Anscheinend war der Hauptsound der 95/96er Tour ein CAE 3+(SE) im Rack hinter der Tonemaster-Wand.

Aber mich selbst hat sich das Bühnenbild auch dermaßen ins Stammhirn eingebrannt und die Cherry-Sambora Strat steht auch heute noch auf meiner Bucketliste.
 

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