Hilfe bei Rack - Zusammenstellung // Rackpanel // Kemper

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gee121
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Hallo liebe Community,

Ich stecke gerade im Aufbau meines Gitarren-Racks und möchte dabei zumindest versuchen, alles richtig zu machen und ein gut zu transportierendes All-In-One-Paket zu erstellen.

Ziel ist es, folgende Geräte unterzubringen:

- Kemper Rack Version (3 HE)
- Shure PSM 300 IEM + Shure GLXD 14 (zusammen 1 HE)
- Adam Hall 1 HE Stromversorgung -> bereits vorhanden
- am liebsten eine Rack-Schublade, hier auch aktuell bereits eine 3 HE mit ca. 35cm Einbautiefe vorhanden
- 1 HE Rackpanel mit Anschlüssen für Kemper und Strom In-/Out -> Anschlüsse am liebsten hinten im Rack
- 1 HE Rackpanel für Funk-Antennen

Ich bin jetzt seit einiger Zeit am überlegen, ob ich die Funkstrecken, den Kemper und die Rackpanels in ein 4 oder 6 HE Rack baue (zwecks einmaligem Anschließen der Geräte und dann wars das, ich benutze in den Proben in Zukunft auch immer die Funkstrecken) und das restliche Equipment gesondert transportiere, würde aber am liebsten alles in einem Rack unterbringen. Habt ihr diesbezüglich Erfahrungen, wie sehr zwei HE und eine Rackschublade mehr ins Gewicht bzw. in die Transportabilität des Racks fallen?

Ansonsten gäbe es mehrere Möglichkeiten, das Rack zusammen zu basteln:

Ohne Rackschublade:

Möglichkeit 1
4 HE Rack - tief (ca. 40 cm)

Front (absteigend):
1 HE -> 1/2 HE Gitarrenfunk-Empfänger (da Antennen fest an der Front des Geräts installiert) + 1/2 HE Rackblende mit Antenne für IEM
3 HE Kemper Rack

Back (absteigend):
1 HE -> 1/2 HE IEM Funksender + 1/2 HE Rackpanel für IEM Stereo IN und Gitarren-OUT
1 HE Stromversorgung
1 HE frei
1 HE Rackpanel für Kemper mit 2x XLR Main OUT L/R, RJ-45 für Kemper Remote, Guitar IN Klinke, vllt noch Send/Return via Klinke, 1x Powercon IN, 1x Powercon OUT


+ kompaktes Format in der Höhe
+ niedriges Gewicht

- tiefer Einbau -> unhandlich??
- Anschlüsse vom Kemper und den Funkstrecken bei Störungen nur schwer zu erreichen..
- restliches Equipment (Funksender/-empfänger, Kabel, IEM Hörer, Zubehör für Saiten etc.) müssen getrennt transportiert werden

Möglichkeit 2
6 HE Rack - flach (ca. 30 cm Einbautiefe)

Front (absteigend):
1 HE -> 1/2 HE Rackblende mit Antenne für IEM + 1/2 HE Akkuladestation in Rackwanne??
1 HE -> 1/2 HE Gitarrenfunk-Empfänger (da Antennen fest an der Front des Geräts installiert) + 1/2 HE IEM-Funksender
3 HE Kemper Rack
1 HE Rackblende (vorhanden)

Back (absteigend)
1 HE Stromversorgung
3 HE frei
1 HE Rackpanel für IEM Stereo IN und Gitarren-OUT
1 HE Rackpanel für Kemper mit 2x XLR Main OUT L/R, RJ-45 für Kemper Remote, Guitar IN Klinke, vllt noch Send/Return via Klinke, 1x Powercon IN, 1x Powercon OUT


+ niedrige Einbautiefe -> kompakter bei Transport?
+ besser zugängliche Anschlüsse als bei 4 HE Rack
+ beide Funkstrecken vorne im Rack -> Display von beiden sichtbar

o vom Gewicht immer noch erträglich (ca. 16kg bei 8kg Rack, 5kg Kemper und 3kg Funkstrecken, Strom und Kabeln mit Rackpanels)

- immernoch keine Rack-Schublade
- Antenne für IEM benötigt 1 HE, wenn man die Akkuladestation nicht mit einbaut (gemäß dem Fall, dass alle Antennen vorne aus dem Rack gucken sollen).


Möglichkeit 3 (mit Rackschublade):
8 HE Rack - flach (ca. 30 cm Einbautiefe)

Front (absteigend):
1 HE -> 1/2 HE Rackblende mit Antenne für IEM + 1/2 HE Akkuladestation in Rackwanne??
1 HE -> 1/2 HE Gitarrenfunk-Empfänger (da Antennen fest an der Front des Geräts installiert) + 1/2 HE IEM-Funksender
3 HE Kemper Rack
3 HE Rackschublade

Back (absteigend):
1 HE Stromversorgung
5 HE frei (mit gelochten Rackblenden für Belüftung verschließen?)
1 HE Rackpanel für IEM Stereo IN und Gitarren-OUT
1 HE Rackpanel für Kemper mit 2x XLR Main OUT L/R, RJ-45 für Kemper Remote, Guitar IN Klinke, vllt noch Send/Return via Klinke, 1x Powercon IN, 1x Powercon OUT

+ niedrige Einbautiefe bei größter Höhe des Racks -> ich stelle das Rack vermutlich auf den Boden, weil ich live keine Aktive Monitorbox mitnehme (habe ja In Ear)
+ alle Komponenten von vorne einseh- und einstellbar, viel Luft hinten im Rack
+ Rackschublade erlaubt All-In-One-Lösung ohne weitere externe Cases

- im Vergleich am schwersten (ich schätze die Rackschublade auf ca. 5kg + Gewicht der Komponenten -> 3-5 kg? -> Gesamtgewicht ca. 25-27 kg ?? )
- vermutlich für den Transport mit am unhandlichsten, wobei ich da gerne mal eure Meinungen gehört hätte.. kann ein Mittzwaniger ohne Bandscheibenvorfall so ein Rack gut alleine transportieren?
- auch hier die Problematik des verschwendeten HEs durch die IEM-Antenne...

Vom Gesamtpaket würde ich aktuell am ehesten zu der 8 HE - kurze Einbautiefe tendieren, mich schreckt da nur das möglicherweise hohe Gewicht und die eingeschränkte Portabilität ein... Zweite Wahl wäre dann das 6 HE Rack ohne die Schublade.



Jetzt aber mal ein bisschen im Detail - denjenigen, die ich bisher noch nicht zu Tode gelangweilt habe, sage ich schonmal vorab ein großes Dankeschön fürs Durchhalten!

Zwei Dinge beschäftigen mich jetzt noch:

Punkt 1:
Wie kriege ich die Funkstrecken - im Falle, dass sie im Rack nebeneinander platziert werden - eingebaut? beim PSM 300 ist ein Einbaukit dabei, beim GLXD 14 habe ich ein solches bislang vergeblich gesucht...
In meinen Aufbauten werden ja 1/2 HE Rackblenden benötigt.. wie kriege ich sowas im Rack fest?

Punkt 2:
Ich möchte mir für die Anschlüsse ja 2 Rackpanels bauen:

Das erste Rackpanel soll aus 2 Input-Anschlüssen für das IEM-System und einem Output für das Gitarren-System bestehen.
Da käme die erste Frage auf: das IEM-System bietet hier nur Klinken-Eingänge für das Monitorsignal an - bei unserem aktuellen Analogpult sind auch Klinken-Auxwege verbaut. Sollte ich hier dann auch auf Klinken-Eingänge gehen mithilfe eines solchen Steckers: https://www.thomann.de/de/neutrik_nj3fp6cbag.htm oder macht es mehr Sinn, auf XLR-Eingänge zu gehen (im Hinblick auf Signalwege vom unbekannten FOHler... gibts bei den Pulten eher XLR- oder Klinkenwege für die Monitorstrecke?) Oder gibt es dafür sogar Kombi-Stecker, die man in ein Rackpanel bauen kann (Verkabelung???)
Das gleiche gilt fürs Gitarrensignal: für die kurze Strecke reicht im Prinzip ja auch ein unsymmetrisches Klinkensignal, oder sollte man hier aus der Funkstrecke mit XLR Out auf den Klinken-Eingang des Kempers gehen?

Das zweite Rackpanel soll Stecker für den Gitarren-Input (Klinke), 2 XLR Ausgänge für den MAIN OUT des Kempers, in die Zukunft blickend mal zwei Stecker für Send/Return (da vermutlch auch 2x Klinke), einen verriegelbaren Stecker für die Kemper Remote (RJ-45) und 1x Power In und 1x Power Out für und von der Stromversorgung beinhalten.. Macht in Summe 8 Stecker.. Vielleicht noch ein Monitor Out, den ich aber bislang noch nicht als notwendig sehe, da ich zuhause über zwei Aktivboxen und Live über das InEar ohne weiteres Monitoring auskommen will.

Mein Plan zur Verwirklichung war in etwa folgender:

Rackpanel: https://www.thomann.de/de/adam_hall_rackblende_neutrik.htm - um möglicherweise später anfallende Stecker-Adapter mit zu integrieren, die ich Stand jetzt noch nicht auf dem Schirm hatte.. ein 8 HE Panel würde aber grunsätzlich ja reichen.
2x XLR Out: https://www.thomann.de/de/neutrik_na_3_fdm.htm
3x Klinken (Guitar In, Send, Return): https://www.thomann.de/de/neutrik_nj3fp6cbag.htm
1x RJ 45: https://www.thomann.de/de/neutrik_ne8fdp.htm?ref=prod_rel_392815_7
1x PowerCon In: https://www.thomann.de/de/neutrik_nac3mpa_powercon.htm
1x PowerCon Out: https://www.thomann.de/de/neutrik_nac3mpb1_powercon.htm?ref=prod_rel_392815_28

Meine Fragen an euch: Ich schätze, es ist unabdingbar, dass hier ein wenig gelötet werden muss. Am liebsten hätte ich bei den Klinkensteckern ebenfalls komplette Durchschleifadapter, damit im Falle eines Defektes einfach schnell ein anderes Kabel angesteckt werden kann, ohne große Lötarbeiten vor den Auftritten. Sowas habe ich beim großen T allerdings nicht gefunden. Gibt's das einfach nicht? Kann man die von mir gewählten Stecker ansonsten so nehmen?

Zur Verkabelung an sich:
1) Die XLR-Strecken würde ich mit einfachen Patchkabeln mit dem Kemper verbinden: https://www.thomann.de/de/the_sssnake_sk23303_xlr_patch.htm?ref=search_rslt_xlr+patchkabel_160015_6
2) Welches Kabel würdet ihr für die restlichen Verbindungen empfehlen? Fürs Ethercon reicht im Prinzip ja ein kurzes Netzwerkkabel? Ansonsten wird hier ja meines Wissensstandes nach gelötet werden müssen...
3) Wie kriege ich die Stromversorgung der Adam Hall Rackleiste zu den PowerCon In und Outs? Ich habe zwar schon etwas von Kabelschuhen gehört, mir ist die Vorgehehnsweise da allerdings nicht recht bewusst.. und mit welchen Kabeln gehe ich dann von der Strom-Leiste zum Rackpanel mit den PowerCons?
4) Wie kriege ich die ganzen Lötstellen hinter den Rackpanels schön isoliert?

Allgemein:
5) Meinungen zu 6 HE Rack vs. 8 HE Rack oder dann doch lieber nur die 4 HE Rack-Variante? Falls es ein kurzes Rack wird: Habt ihr nen Favoriten, der eine ausreichend geringe Einbautiefe sowie Rackleisten vorne und hinten mitbringt? ich habe bisher nur 24 cm Racks und dann erst wieder 40 cm+ Racks gesehen... Cool wäre bei einem hohen Gewicht natürlich eine Trolleyvariante bzw. ein anbringbares Rollbrett.
6) Wenn man dann eh selbst löten muss: Macht dann finanziell vermutlich auch Sinn, die ganzen längeren Kabeln abgehend vom Rack selbst zu löten.. Gibts da auch bevorzugte Kabel und Stecker für XLR- und Klinkenverbindungen?



Ich danke euch schonmal vielmals für eure Hilfe! Ich weiß, ich habe jetzt viele Informationen in den Text gepackt, ich hoffe es war nicht zuviel, aber das schwirrte mir seit geraumer Zeit im Kopf herum und so langsam will ich das Thema mal professionell angehen...

LG!!
 
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Du hast dich ja bereits stark mit der Materie auseinander gesetzt. :great:

Ich möchte dir lediglich meine Erfahrungen mit meinem Rack erzählen:

Ich habe mein Zeug in zwei 6HE Racks verbaut, welche in sich verkabelt sind. Im oberen sind Preamps und Effekte, im unteren eine Schublade für Kram und die Endstufe. Ein großer Stecker (Harting - so heißt das Ding glaub ich) verbindet mit einem Handgriff beide Kisten.

In der oberen Kiste ist eine Frontblende für Powercon und die Kabel zum effektbrett und der MIDI-Leiste.

Wenn ich alles Transporten muss geht das so:

Alle Kabel passen komplett in eine Tasche im Rackdecke (Front oben).
Die MIDI Fußleiste passt auch genau in einen Deckel (Front unten).
Das Effektbrett wandert in einen alten Koffer vom Flohmarkt, der dafür gepolstert ist - die Große passt 'saugend'.
Boxen noch mit und die Gitarren in die Koffer und irgendwie passt das gerade so in mein doch ansonsten sehr geräumiges Auto. Tragen macht aber keinen Spaß - die Racks sind dank der Geräte recht schwer - 28 und 34(!) kg... Eine helfende Hand ist da wirklich willkommen!

Warum erzähl ich dir das?

Bei deinem überlegten Alternativen rate ich dir zum 6HE Rack ohne Schublade.

+ lässt sich noch in einem Pkw im Kofferraum Transporten (auch wenn's kein kombi ist!)
+ lässt sich zur Not auch noch allein tragen (Racks mit großer Einbautiefe (>45cm) oder vielen HE sind schlicht zu unhandlich)
+ kannst du vermutlich gebraucht erwerben - der Markt ist groß!

Die Schublade wird überschätz - in der Regel hast du für Saiten und Plecks im Gitarrenkoffer Platz - und dein effektbrett oder zumindest dein Kemper-Remote wollen auch irgendwo verstaut werden, da ist dann auch noch Platz für Krams.

Wegen der Verkabelung rate ich dir zum Lötkolben. Wenn du Kabel löten kannst wirst du so ein perfektes Ergebnis erzielen können ohne Kompromisse. Alles andere (fertige Kabel, Adapter und Co) ist in meinen Augen Pfusch und führt nur zu unnötiger Verwirrung.
Wenn die Geräte es unterstützen nutze symmetrische Kontakte und Kabel. XLR würde ich hier generell den Vorzug geben, zumindest bei allem was irgendwie mit FOH zusammenhängt. Innerhalb der Gitarrenwelt genügt ja bekanntlich Klinke.

Die Ethernet Buchse ist was anderes, soweit ich weiß gibt's die Neutrik-Version auch als einfache 'durchsteckbuchse', ein entsprechend kurzes Kabel für den Weg im Rack gibt's sicher zu kaufen, denn hier geht leider kein löten.


Alles in allem ein cooles Projekt, viel Erfolg dir damit!
 
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Hallo Eul3,
Danke für deine Antwort!
Zusammen mit deinen Überlegungen bin ich auch fast der Meinung, dass es ein Rack ohne Schublade auch tut. Was ich da reinpacken wollte wären eher die Funk-Sender bzw. Empfänger gewesen sowie die emfpindlichen Kopfhörer. Eine Überlegung hier wäre es nch, die freien HE beim 6 HE Rack mit einer kurzen, ausfahrbaren Rackwanne zu bestücken, in der man Schaumstoff für die drei Teile klebt. Die restlichen Kabel können natürlich in den Rackwänden und ins Pedalboard untergebracht werden. Dann halte ich mal Ausschau nach einem angemessen tiefen/kurzen 6 HE Rack ;)

Zur Verkabelung auch nochmal von meiner Seite:
Ich denke auch, dass XLR für die FOH-Hinstrecke (Gitarre) und die Rückstrecke (InEar) Sinn macht. Aktuell sind wir nur mit einem Analogpult unterwegs, welches lediglich symmetrische Klinkenausgänge als Monitorwege bereitstellt. Da das Shure PSM 300 leider nur über symmetrische Klinkeneingänge verfügt, war deshalb meine Überlegung, diese Strecke mit einem Stereo-Klinkenkabel zu überbrücken. XLR macht hier aber vermutlich mehr Sinn! Hast du bei den symmetrischen Kabelstrecken einen "Kabeltipp" für mich? als Klinkenstecker zum PSM 300 muss ich dann einfach auf einen Stereo-Stecker gehen oder? Im Prinzip werden dann ja außer den PowerCon-Anschlüssen und der Ethernet-Verbindung alle weiteren Wege symmetrisch gelegt..

Ich werde das Projekt dann auch weitestgehend mit eigens verlöteten Kabeln angehen.

Sprich keine XLR-Adapter, sondern Stecker fürs Panel: https://www.thomann.de/de/neutrik_nc_3mdl1.htm?sid=96fe6eefb2558a7d9532867db1a08abe
und https://www.thomann.de/de/neutrik_nc_3fdl1.htm?sid=96fe6eefb2558a7d9532867db1a08abe ?

bisher geklärt / entschieden für:

- 6 HE Rack ohne Rackschublade
- XLR-Verbindungen statt Klinke für die Signalwege (Gitarrenwege Send/Return ausgenommen -> mögl. belasse ich es bei der Funkstrecke zum Panel auch bei Klinke, die 20 cm machen den Bock ja nicht fett ;) )
- Kabel werden größtenteils eigenständig gelötet...

Bleiben im Prinzip noch folgende Fragen offen:

- Welche Kabel werden denn eigenständig gelötet? ;)
Sprich: Welche Kabel benötige ich für die PowerCon-Verbindungen (und wie geh ich die Verbindungswege von und zur Rackstromleiste??), welches symmetrische Kabel ist empfehlenswert für die Klinke -> XLR Verbindungen (InEar) bzw. XLR-XLR (Strecken zum Pult).

- Kann ich für die symmetrischen Verbindungen dann Stereo-Klinkenstecker verwenden? Auch bezüglich der XLR-Stecker: Gibt's da nen Favoriten oder kann man mit allen eigentlich nichts falsch machen?

- Wie kriege ich die Lötstellen im Inneren des Panels isoliert?
 
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Hallo!

Beim lLten innerhalb des Racks ist es (fast) egal welche Stecker du verwendest - hier muss es nicht der teure Neutrik-Stecker sein (vergleich hier)! Du willst ja dein Rack einmal ordentlich verkabeln und wirst deshalb keine Abnutzungserscheinungen an den Steckern bekommen.
Generell gibt es keine wirkliche Anleitung für das genaue Vorgehen, ich kann dir auch hier nur von meinen Erfahrungen berichten:

Ich habe damals die Geräte so im Rack verbaut dass kein Gerät Hitzstau bekommt oder eventuelle Lüftungsschlitze durch ein anderes Gerät verbaut werden. Als alles verbaut war habe ich genau überlegt was wie verkabelt werden muss und mir eine Stückliste geschrieben welche Stecker ich benötige - Anhand dieser Liste war dann Shopping angesagt. Das Rohkabel habe ich pauschal gekauft - wenn man das als Meterware nimmt ist es eh nicht so wild ob man da 10 oder 12 Meter kauft - lieber zu viel als zu wenig! Auch hier gilt nicht automatisch teuer = besser! Dank der kurzen Signalwege im Rack ist es mehr oder weniger egal was für Kabel verbaut wird. Entscheidend sind hier Kriterien wie Verarbeitbarkeit oder, wie ich es nenne, "Verlegbarkeit" (es gibt sehr störrisches Kabel, welches sich weder anständig um eine Ecke legen lässt oder auch nur umständlich mit den Steckern zu moniteren ist). Ich würde dir aber ungeachtet deiner Vorlieben zu normaler 2-Ader-Litze mit Schirm (auch Mikrofon Kabel-KLICK!) raten.

Bei symetrischen Klinken Steckern kannst du einfach die Stereo-Ausführung nutzen. Hier ist nur wichtig das du die "heiße" Leitung auf den Tip (Spitze) und die "kalte" auf den Ring legst - der Schirm kommt auf die Masse - logisch!

HIER hab ich eine Übersicht gefunden wie du alle im Rack erdenklichen Kabel mit den unterschiedlichsten Steckern löten musst - da findest du garantiert jede Sitation!

Beim Verkabeln versuche eine Gewisse Ordnung zu erzeugen: Trenne Strom und Signalkabel (z.B. Strom links an die Rackwand, Signalkabel rechts), arbeite wenn möglich mit verschiedenen Farben und sei dir nicht zu fein ein Kabel auch zweimal zu löten wenn du dich in der Länge vermessen hast - Wenn du nach zwei Jahren eine neue Funkstrecke kaufst oder dein Rack mit zusätzlichen Geräten aufstocken willst wirst du dir selbst für die übersicht danken und weißt sofort wieder was wie verkabelt ist! (Gut - bei deiner Gerätezusammenstellung ist das vermutlich auch sehr einfach, aber wenn du dir mal Fotos von anderen Racks anschaust - auch von hinten - wirst du verstehen was ich meine)

Kaltgerätekabel (Stromkabel) kannst du in unerschiedlichen Längen kaufen - ein Kürzen der bestehenden Leitungen oder ein kompletter Eigenbau ist hier eher nicht so Ratsam. Bei Netzteilen in Warzenform (wie vermutlich an deinen Funkstrecken) kann man die überschüssigen Kabellängen auch bündeln und an einer (Signal!)störungsfreien Stelle im Rack verstecken.


Deine XLR-Stecker für's Panel kannst du mit Schrumpfschlauch isolieren. Dafür gibt es extra Sorten, welche ein sehr hohes Schrumpfvermögen haben und auch die Verjüngung zum Kabel schaffen. Bei eBay findet man sowas auch günstig - einfach mal "Schrumpfschlauch 4:1" suchen.

Bei der Powercon-Buchse Rate ich dir vom Löten ab. Da wir es hier mit Netzstrom zu tun haben empfehle ich dir Klemmschuhe zu verwenden. Die Kontakte der Powercon-Buchsen sind dafür konstruiert! Je nachdem was dein Stromverteiler von Adam Hall für ein Kabel hat (fest verkabelt oder Kaltgerätebuchse) würde ich hier kurzen Prozess machen und das Kabel auf die nötige Länge kürzen und mit den Kabelschuhen versehen - Die Kontake schiebst du dann auf die Powercon Buchse und isolierst alles sauber mit Schrumpfschlauch - erst alle Kontakte einzeln und dann nochmal den Kompletten Stecker - bei sowas bin ich immer ein wenig Paranoid ;-)

Die Zuleitung zum Rack kannst du dann auch kaufen (KLICK!). Übrigens: Die Powercon-Buchse durchzuschleifen, also auch einen Ausgang zu legen, halte ich für übertrieben - du baust ja kein Verstärkerrack für den PA-Mann.
 
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Danke für die erneute Hilfe Eul3!

Top! Die Mikrofonkabel kann ich dann im Prinzip für alle Signalwege innerhalb des Racks benutzen - gilt das auch für die Gitarrensignale vom Funkempfänger zum Kemper und von dort aus auch die Send/ReturnWege, die ansonsten ja über ein "normales" Gitarrenkabel laufen? dann könnte ich ja einfach die zweite Ader ungenutzt lassen oder?

Die Übersicht der Kabel ist sehr hilfreich, danke dafür!

Da wir es hier mit Netzstrom zu tun haben empfehle ich dir Klemmschuhe zu verwenden. Die Kontakte der Powercon-Buchsen sind dafür konstruiert! Je nachdem was dein Stromverteiler von Adam Hall für ein Kabel hat (fest verkabelt oder Kaltgerätebuchse) würde ich hier kurzen Prozess machen und das Kabel auf die nötige Länge kürzen und mit den Kabelschuhen versehen

Ah okay, genau das wollte ich wissen ;) Sprich, einfach beim Adam Hall Stromkabel (das ist da leider fest verbaut) auf die benötigte Länge abschneiden und mit Klemmschuhen befestigen. Klingt an sich ja machbar :tongue:

Die Zuleitung war eigentlich nur dafür gedacht, im Falle eines nachträglichen Kaufs einer Endstufe diese dann über die schon vorhandene Stromversorgung zu bedienen, aber das geht im Zweifel ja auch anders. Ich denke das werde ich auch weglassen...

Gut, ich setze mich nachher mal an eine Liste der benötigten Stecker und Kabel und hau die hier noch rein zur "Abnahme", mal sehen ob ich dann alles soweit richtig verstanden habe ;)
 
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Mikrofonkabel kannst du problemlos auch für Gitarrensignale verwenden.

Für Return/Send reicht auch Mono. Kommen im Fall der Fälle ja eh nur Bodentreter davor. Der Kemper hat zwar (laut Bedienungsanleitung vermutlich) einem synchronen Return, der Send ist dort aber nicht definiert.
 

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