Hörvergleich: Fender Singlecoil vs. Kinman

von Hans_3, 17.03.05.

  1. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #1
    Ich hab mir heute in meine Maple-Neck-Strat einen Hals-PU von Kinman reingesetzt (AVN 56).

    Im Hörvergleich hört man erst den "alten" Fender-PU (der mir immer schon gefallen hat, ein guter Serien PU von 1979) und ab 0:17 den Kinman. Meine Meinung: Der Kinman-Ton hat mehr Bauch und Tragkraft(!) und formt den Ton "edler"; mehr Nuancen, Schimmern, Glanz.

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    Und nun der Wermutstropfen: Nach dem Einbau musste ich leider feststellen, dass Stellung 2 (Hals und Mitte) jetzt out-of-phase sind. Das lässt sich leider überhaupt nicht abstellen, da die Kinman-Magneten andersrum magnetisiert sind als die Fender. Dies nur zur Warnung: Die Teile lassen sich offenbar nur im Dreierpack verbauen.
     
  2. Lupus

    Lupus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.05   #2
    da muß man aber schon genau hin hören :) klingen beide gut. der kinman ist imo etwas singender und detailreicher im ausklang und klingt da in meinen ohren etwas "schöner".

    wenn der durch die bauart bei normaler verkabelung out of phase ist, müsste es dann nicht möglich sein den standardmässig wie eine out of phase schaltung zu verlöten und in diesem sonderfall dann somit in phase zu schalten?
    du hast ja grundsätzlich 2 verschiedene mögliche phasen bei jedem pu. die lassen sich per schaltung umkehren. das sollte doch von den magneten unabhängig sein, oder :confused:


    gruß,
    lupus
     
  3. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #3
    Ich find ihn v.a. fetter. Dicker Bauch :-)

    Aber kann nicht sagen, dass das eine besser ist als das andere. Der Fender ist dafür so schön drahtig.


    Hm, eigentlich ist es für oop doch egal, ob man die Magneten rumdreht und die Kabel gleich lässt oder die Kabel umdreht und die Magneten gleich lässt. In der Praxis bleibt einem natürlich nur das Kabel, wer hat schon ein Magnetisierungsgerät ;-), aber müsste das bei dir nicht trotzdem gehen, wenn du bei einem der beiden Ein- und Ausgang vertauschst?

    Für den Single-Betrieb wärs ja egal (auch wenn Puristen behaupten, es wäre ein Unterschied, ob die Wicklung von aussen nach innen oder innen nach aussen geht. Imho kann das allenfalls Auswirkungen auf die Abschirmung haben, wenn die kalten Windungen aussen sind und die heissen innen. Bei Fender gabs aber beide Versionen)


    Afaik gibt es bei zwei PUs mit gleicher Nord-Süd-Magnetisierung nur das Problem in Punkto Brummfreiheit in der Zwischenposition. Die kriegt man dann nicht hin. Zumindest nicht in phase. Aber dieses Problem hat ja schon mal jeder Vintage-Strat-Spieler.

    Wenn bei dir beide PUs Nordsüd oder beid Südnord wären, müsstest du beide Ein- und Ausgänge gleich anordnen. Wäre dann in phase und in zwischenstellung brummend.

    Wenn du einmal Nordsüd und einmal Südnord hast, dreh beim Hals-PU Ein- und Ausgang um. Ist dann sogar brummfrei. Bzw, wenn du einen Noiseless mit einem Standard kombinierst, natürlich entsprechend nicht.

    Aber das Phasenproblem müsste man doch in den Griff kriegen.

    Nicht den mittleren umdrehen, dann stimmt Mitte-Steg nimmer.
     
  4. Hans_3

    Hans_3 Threadersteller High Competence Award HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #4
    Schön gesagt :D So höre ich es auch, wobei der Ausklang ja unmittelbar nach dem Anschlag schon beginnt.

    Mit dem Thema wollte ich zugleich noch was Anderes:

    Es wird ja immer viel geredet in Sachen "Kauf Dir XY... dann hast Du den Hammersound Z"... Und wenn man dann mal zwei recht gute PUs an der selben Position in der selben Gitarre vergleicht, wird das schon recht schwierig, das in Worte zu fassen, selbst wenn es per Recording hintereinanderkommt.

    Klang besteht aus feinen Nuancen. Die kommen im Clean/Crunch-Modus rüber oder aber mit einem einem guten Amp. Wenn ich aber z.B. die vorgefertigte Brachialzerre vom Roland Cube oder anderen Modellern nehme, ist das völlig wurscht, welche Gitarrre und welchen PU ich nehme. Das klingt alles völlig gleich, egal ob 200 oder 2000 Euro, weil die Schaltkreise den Sound machen und nicht mehr die Gitarre. Wer also eh nix anders im Sinn hat, als mit digitalen Geräten zu zerren bis zum Anschlag, kann auf Ausgaben für PUs getrost verzichten. Da bringt eine Veränderung am Klangregler von Amps/FX definitiv mehr als ein PU, der so teuer ist wie der Amp.


    Käme auf den Versuch an. Kinman behauptet indes, dass das lärmmäßig unangenehme Folgen hat, Masse mit Hot zu tauschen. (www.kinman.com)

    Da frag ich mich allerdings, warum sie die PUs überhaupt einzeln verkaufen, wenn sie nur mit weiteren Kinmans kooperieren oder wenn man die verbliebenen Fremd-PUs ummagnetisieren lässt. Allerdings hatte ich das selbe Problem auch schon mit passiven EMGs im Einzeltausch.
     
  5. Hans_3

    Hans_3 Threadersteller High Competence Award HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #5
    @Ray & Lupus: Der Kinam ist Noiseless. Werd's nochmal umlöten. Mit Non-Noiseless in Pos 2 könnte ich leben, wenn es dann auf 1 keine Problem gibt :D .

    Ich hab übringens nen schönen Trick, ohne jedesmal die Saiten komplett runter zu machen: Saiten stark lockern, dann eine Schachtel zwischen Hals und Saiten klemmen. Das komplette Pickguard drunter rausfriemeln. Am Steg PU muss man die Saiten dann noch einige Male einzeln über die Polepieces heben. Spart enorm Zeit :D
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #6
    So ähnlich mache ich das immer. Statt Schachtel ist das bei mir nur die eine hand, die die Saiten nach oben zerrt, während die andere das PG rausfriemelt. :D

    Bei Gitarre mit Trem drücke ich dasselbige auch noch komplett runter, das reicht meist schon, um das PG rauszukriegen.

    PS: womit begründet Kinman denn das Masse/Hot-Tausch-Problem? Hab mir grad die FAQ durchgelesen, aber das ist etwas komisch. Erst schreiben sie, man soll nicht tauschen, weil die Magneten dann "live" werden und bei Berührung brummen. Weiter unten steht dann, es sei ganz normal, wenn Magneten brummen, wenn man drauflangt :confused:


    Keine Ahnung, ob diese AVNs da irgendwie anders drauf sind als normale SCs. Würde ja bedeuten, dass auf dem Magneten dann irgendwie die heisse Leitung hängt oder was?
     
  7. Hans_3

    Hans_3 Threadersteller High Competence Award HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #7
    Die Aussies habe ein komisches Englisch drauf :eek: Spaß beiseite:

    Eben mal gemessen: Auf den Polepieces oben liegt 100% Masse. Bei Anschlusstausch wäre da dann also die heiße Leitung drauf (Test kann ich mir folglich schenken). Allerdings ist das bei dem Seymour Duncan-HB in der selben Gitarre am Steg genauso so - trotzdem funktioniert Zwischenstellung 4 völlig normal. :confused:
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.03.05   #8
    lol

    Naja, dann kannste den Kinman ja auch mal testen, wenn die Gitarre mal wieder offen ist. Selbst wenn da heiss auf den Polen liegt, sollte sich das nur bemerkbar machen, wenn man drauflangt.

    Ich hab bei ner out of phase Schaltung mit alten PUs (Abschirmung = Signalmasse) auch das problem, da liegt dann halt auf der Bodenplatte der heisse Abschluss, somit auch auf den PU-Schrauben, die oben aus dem Pickguard rausschauen, und wenn ich da drauflange, werde ich zur Antenne :-)

    Aber eigentlich lange ich da nie drauf...


    PS: wieso eigentlich Masse auf den Magneten? :confused:
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 17.03.05   #9
    Frag' mich lieber was zu E#5/7/#9 :D
     
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