Hüpfender Bogen

Y
yemaya
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
01.04.08
Registriert
28.11.07
Beiträge
3
Kekse
0
Ort
Kassel
Hallo Leute,

ich bin Geigen-Anfängerin (spiele seit fünf Wochen) und nicht mehr jung (38 J.).
Ich bekomme keinen ordentlichen Bogenstrich hin.
Zwar kann ich mittlerweile einigermaßen gerade streichen, dafür aber hüpft der Bogen und kratzt. Manchmal (aber nicht immer) kling es zusätzlich noch irgendwie komisch, so als ob ich zusätzliche (um eine Oktave höhere) Töne spielen würde.

Besonders frustrierend ist das Hüpfen des Bogens, was ungefähr in der Mitte des Bogens beim Abstrich entsteht. Es hört sich dann wie so ein starkes ungewolltes Vibrato an.
Ein zweites Problem ist das Kratzen ebenfalls beim Abstrich, was am Frosch entsteht.

Ich experimentiere schon mit unterschiedlichem Druck, Geschwindigkeit und und und und habe immer noch nicht die richtige Methode gefunden.
Meine Geigenlehrerin kann mir auch nicht konkret sagen, was ich anders machen müßte. Sie sagt nur "üben". Aber wie? Ich will ja nicht falsch üben.

Habt ihr vielleicht Ideen?
 
Eigenschaft
 
hallo yemaha,

nicht frustriert sein, denn nach fünf wochen geigenunterricht kannst du keine wunder erwarten!
hat deine geigenlehrerin genau hingeschaut, wie du den bogen hältst? die richtige haltung ist schon wichtig. das es beim spielen noch kratzt sollte dich monentan nicht irritieren, denn das kratzen wird dich auch noch ein weilchen begleiten.
allerdings spielt auch die qualität deiner geige bzw. des bogens eine nicht ganz unerhebliche rolle.
doch mit einem hat deine geigenlehrerin absolut recht, da hilft nur üben!
diese guten ratschläge habe ich vor einigen monaten auch hier im forum bekommen.
also liebe s., auf gar keinen fall frustriert sein, dann werden wir beide vielleicht schon bald unser erstes gemeinsames musizieren starten können.
einen schönen abend und liebe grüße,
etrawgew oder b.
 
schwierig zu sagen, da ich dich nicht spielen sehe....

grundsätzlich wäre zu beachten:
handhaltung korrekt, lockere hand, arm (ellbogen) nicht zu tief/hoch, oberarm, unterarm und bogen sollten eine fläche aufspannen (bzw eine platte müsste darauf liegen können ohne irgendwo abzustehen), bogen ungefähr in der mitte zwischen steg und griffbrett, genug aber nicht zuviel kolophonium auf dem bogen (wenn du über die haare streifst sollte kein kolophoniumstaub durch die luft wirbeln), nicht zuviel druck am frosch und zuwenig ab der mitte (kleiner finger ist hier sehr wichtig, gibt dazu ne übung - "scheibenwischerübung" - bogen horizontal halten und dann wie einen scheibenwischer die spitze nach oben bewegen, drehpunkt ist in der hand, hauptarbeit sollte aus dem kleinen finger kommen), spannung der bogenhaare nicht zu fest (fehler den viele anfänger machen), man sollte den bogen beim schwerpunkt (siehe unten) mit mittlerem druck so biegen können dass das holz die haare berührt (spitze auf den linken zeigefinger legen, bogen korrekt halten und mit der rechten hand druck geben. kommt auch auf die qualität des bogens an, billgere bögen werden meist in ihrer form gefräst und nicht gebogen, führt zu spieltechnischen unterschieden/komfort- und qualitätsverlust). öhm, das ist mal so grob das was mir auf die schnelle so dazu einfällt.
für eine bessere problemanalyse müsste ich dich spielen sehen, aber vl. klappts ja so.

schwerpunkt des bogens: etwa nach einem drittel des bogens, schwerpunkt herausfinden: bogen auf einen finger legen und die stelle suche wo er weder nach rechts noch nach links fällt, wie eine waage.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben