Idee: Billigtele aufmotzen. Umsetzung?!

  • Ersteller Crunchyman
  • Erstellt am
Crunchyman
Crunchyman
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.04.23
Registriert
24.01.09
Beiträge
411
Kekse
450
HeyHo Gemeinde!

Aufgrund von einem sich füllenden Geldsammelbriefumschlag hat mein Gitarristenhirn mal wieder eine
Idee ausgeworfen: Ich wollte schon immer 'ne Tele! Wieso nicht 'ne Billigtele kaufen, und sie aufmotzen?!
(Der Idee, dem Spaß am basteln :rolleyes: und des Geldes wegen.)

Preislich soll sich die aufzumotzende Tele so im Bereich bis 350 Euronen bewegen, sonst lohnt
sich das aufmotzen ja fast nich' mehr. :rolleyes:
Vorteilhaft wäre, wenn die Tele Humbuckerfräsungen besäße, was die Suche natürlich einschränkt,
allerdings will ich mit Nachsägen nich' am Schwingverhalten der Klampfe rumpfuschen,
denn eingebaut werden sollen ein Humbucker (Steg) und ein P90 (Hals).

Meine Fragen an euch sind nun:

-Zu welche Tele würdet ihr mir raten? Kennt ihr evtl. sogar Geheimtipps, was "optisch fenderartige" Nachbauten angeht?

-Humbucker wird warscheinlich ein Emg-Hz, zu welchem P90 würdet ihr da raten?
[Anmerkung: Musikrichtung ist Metal bis Jazz. Soll also 'ne Gitarre sein, die mir Rhythmusbrett am Steg und schön durchsichtigen Clean am Hals gibt. Daher EMG+P90]

-Welche Modifikation würdet ihr mir evtl. nach anraten? (Mechaniken, Sattel, Bridge, ...)

Konstruktive Kritik zum Konzept ist natürlich gern' gesehen!

Crunchy
 
Eigenschaft
 
Spaß am Basteln hin oder her, Aufmotzen lohnt nicht mit schlechtem Holz. Das ist die beste sinnlos-Geldverbrennungsmaschine die es gibt, weil solche Instrumente werden später in der Regel doch gegen was besseres getauscht oder billig verramscht wegen Unzufriedenheit etc. Habe ich selbst etliche Male mitgemacht (bewusst Verluste in Kauf genommen, eben wegen Spaß am Basteln und Lerneffekt), aber ich empfehle es keinem der ein besseres Instrument haben will.

Hoffe dass dir das konstruktiv genug ist :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Hallo!
Seh ich ähnlich. Wenn die Basis der Gitarre nicht stimmt, dann bringt das ganze Aufmotzen nichts.
Anderer Vorschlag: Warum baust du die Gitarre nicht komplett neu auf? Bei Rockinger z.B. bekommst du sämtliche Teile. Dann bringst den Korpus eben noch zum Schreiner, lässt die Fräsungen entsprechend vergrößern und gut ist. Dann kannst du dir alle Komponenten selbst zusammenstellen so wie dus haben willst und das Ergebnis dürfte wesentlich beachtlicher werden als wie wenn du eine 300 Euro Klampfe umbaust.
Nachteil bei der Sache ist, dass die Sache dann ein wenig kostspieliger wird.
Grüße,
Fabi
 
Spaß am Basteln hin oder her, Aufmotzen lohnt nicht mit schlechtem Holz.
kann ich nicht bestätigen. ich hab hier noch meine alte yamaha erg-121 aus nem anfängerset für 250 euro und die klingt nach einigen modifikationen (body, hals und der knopf vom schalter sind noch original) wirklich absolut genial.
 
Ich kann nur sagen: Mach es ! Bei meiner Affinity Tele, die von sich aus schon sehr gut klingt bin ich auch grad dabei und hab nen riesen Spaß. Ist etwas verzwickt weil die Abmessungen von Bridge, Bohrungen für Mechaniken usw nicht dem Standard entsprechen aber Du lernst einfach was dabei. Und so gut wie die Teile aus der ML-Factory wird sie allemal werden. Denn dann hast Du ne Tele und nich so was ähnliches wie ne Tele.
 
Lustig, das Bild meiner Squier J-5 habe ich kürzlich schon in einem anderen Beratungsthread gepostet. Im Endeffekt habe ich "fast" genau das gemacht, was du vorhast.
Basis eben die J-5 (meines Erachtens super verarbeitet und klingt für die Preisklasse wirklich gut).
Eingebaut hatte ich unter anderen mal einen SH-4. Damit rotzt sie fast in einer Liga mit Charvel. Später dann gewechselt und jetzt sind ein Tronebucker am Steg (klar, direkt, twängig aber doch mit mächtig Bumms) und einem P-94 am Hals. Bin mehr als zufrieden, sowohl was Optik als auch Ton angeht.

attachment.php
 
Wenn dir der typische Telesound wichtig ist, sieh zu, dass der Hals aus Ahorn ist und der Korpus aus Esche oder Sumpfesche. Oft werden billige Tele-Nachbauten angeboten, bei denen der Korpus aus z.B. Linde oder ähnlich weichen Holz ist. Das weichere Holz schluckt Mitten und Höhen.

Wenn der Korpus aus zwei oder drei Teilen besteht, ist das nicht soundtechnisch gar kein Problem, es wird eher als optischer Makel betrachtet.
 
Wenn dir der typische Telesound wichtig ist, sieh zu, dass der Hals aus Ahorn ist und der Korpus aus Esche oder Sumpfesche. Oft werden billige Tele-Nachbauten angeboten, bei denen der Korpus aus z.B. Linde oder ähnlich weichen Holz ist. Das weichere Holz schluckt Mitten und Höhen.

Voodoo ... gerade bei billigen Gitarren ist das Holz imho wurstegal. Wichtig ist, dass die Gitarre klingt. Ab dem gehobenen dreistelligen Bereich kann man gerne auch Voodoo-Ansprüche stellen :) (PS, ich hatte schon mehrere Gitarren aus Linde und habe da keine Probleme festgestellt ... eine Fender Tele aus Esche hatte dagegen nur Höhen und kaum Mitten)

Wenn der Korpus aus zwei oder drei Teilen besteht, ist das nicht soundtechnisch gar kein Problem, es wird eher als optischer Makel betrachtet.

... einen, den dann so gesehen auch eine original frühfünfziger Fender im Wert einer Mittelklasselimousine hätte ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Voodoo ... gerade bei billigen Gitarren ist das Holz imho wurstegal. Wichtig ist, dass die Gitarre klingt. Ab dem gehobenen dreistelligen Bereich kann man gerne auch Voodoo-Ansprüche stellen :) (PS, ich hatte schon mehrere Gitarren aus Linde und habe da keine Probleme festgestellt ... eine Fender Tele aus Esche hatte dagegen nur Höhen und kaum Mitten)
Ich denke, dass das Problem bei Linde eher ist, dass es relativ weich ist - das Holz ist dann halt gefährdeter gegenüber irgendwelchen Beschädigungen.

Rudi
 
Voodoo ... gerade bei billigen Gitarren ist das Holz imho wurstegal. Wichtig ist, dass die Gitarre klingt.
Aha...so ist das also...und ich habe mich schon gewundert. Nur gut dass du uns an deiner Weisheit teil haben lässt. :rolleyes:
 
Okay, Zusammenfassung:
-Es lohnt sich doch!
-Empfehlungen sind Squier Classic Vibe's und Squier J-5
-Bodyholz Erle oder (Sumpf-)Esche bzw. Ahornhals wäre optimal, um immernoch Tele-Charakter zu haben.

Aaalso.
Dann mal weiter im Text. Jetzt wären Empfehlungen für bestimmte P90's und Humbucker gut.
Nochmal hier die Anforderungen:
Der P90 soll sowohl für Jazz-Begleitsounds als auch für singende Lead-Tones zu gebrauchen sein.

Der Humbucker sollte ein schön mittenbetontes Rhythm-Brett liefern. Am besten bis in die Mid-High-Gain-Sektion

Danke schonmal für die zahlreichen Antworten. :great:

Crunchy
 
Also für mich hat sich die Sache in jeder Hinsicht gelohnt. Bei ebay gabs vor geraumer Zeit Strat-Kopien der Marke Alba, damals für schlappe 39Euro. Die Gitarre hat einen Erlenkorpus, Ahornhals und ein Palisander Griffbrett und ist von der Qualität überragend zu diesem Preis. Die Mechaniken und die Hardware sind aller billigster Machart, aber verrichten ihren Dienst. Würde ich damit live spielen, würde ich sie tauschen. Mit einem Tremolo kann ich eh nicht vernünftig umgehen, also habe ich es fest gestellt. Die PUs hinterließen bei mir nur ein Schulterzucken, sie übertragen die Saitenschwingungen...mehr aber auch nicht. Für den Bridge-PU habe ich dann einen gebrauchten Dimarzio Humbucker eingebaut, ebenfalls über ebay.
Vom Sound und von der Bespielbarkeit her, eindeutig Strat.
 
Lustig, das Bild meiner Squier J-5 habe ich kürzlich schon in einem anderen Beratungsthread gepostet. Im Endeffekt habe ich "fast" genau das gemacht, was du vorhast.
Basis eben die J-5 (meines Erachtens super verarbeitet und klingt für die Preisklasse wirklich gut).
Eingebaut hatte ich unter anderen mal einen SH-4. Damit rotzt sie fast in einer Liga mit Charvel. Später dann gewechselt und jetzt sind ein Tronebucker am Steg (klar, direkt, twängig aber doch mit mächtig Bumms) und einem P-94 am Hals. Bin mehr als zufrieden, sowohl was Optik als auch Ton angeht.

Wie genau klingt denn der P94?
Ist der eher im How-/Low-/ oder Mid- Output-Bereich angesiedelt?
Wäre der denn evtl. auch was für meinen Anwendungszweck?

Crunchy
 
Spaß am Basteln hin oder her, Aufmotzen lohnt nicht mit schlechtem Holz.

Man kann aber auch Glück haben! In meine "golden Ton"-Telecaster um 42.- hab ich mich richtig verliebt und sie darf auch für 2 Nummern regelmäßig mit auf die Bühne.
Wahrscheinlich habe ich Glück gehabt, aber bei dieser Gitarre stimmt die Basis, unglaublich schwingfreudig und keine Deadspots...
Ich hab einfach nur das Teil auf Stringthrough umgebaut, einen Fender-Schalter rein (der andere war unzuverlässig), einen neuen Sattel eingebaut und alles abgeschirmt. Sogar die originalen Tonabnehmer sind brauchbar, Materialkosten ca. 30.-
Aber wie gesagt, sicher auch eine Glückssache...
 
So.
Ich hab' mich nochmal ein wenig umgeguckt, und die Klampfen, die sich herauskristallisieren, sind die hier:

Squier J5 -> https://www.thomann.de/de/fender_squier_john5_signature_tele.htm
Squier Tele Custom ->https://www.thomann.de/de/fender_squier_tele_custom_bk.htm

Die Classic Vibe's erschienen mir auch sehr attraktiv, allerdings müsste da nachgefräst werden,
und ich weiß nicht so recht, ob ich mir das zutrauen soll :redface:

So recht entscheiden kann ich mich nicht. Beide im Preisbereich, beide mit HH-Fräsung und beide schwarz.
Meint ihr, die J-5 hat einen großen Soundvorteil?

Crunchy
 
Also die Squier Custom Tele ist auf jeden fall eine gute basis. Ich habe vor einigen jahren mal die P90 version angespielt und war begeistert. Sie klingt/spielt sich wie eine viel teurere gitarre. Lass dich vom korpusholz der Custom nicht abschrecken, sie klingt trotzdem gut.
 
Man kann aber auch Glück haben! In meine "golden Ton"-Telecaster um 42.- hab ich mich richtig verliebt und sie darf auch für 2 Nummern regelmäßig mit auf die Bühne.
Wahrscheinlich habe ich Glück gehabt, aber bei dieser Gitarre stimmt die Basis, unglaublich schwingfreudig und keine Deadspots...
Ich hab einfach nur das Teil auf Stringthrough umgebaut, einen Fender-Schalter rein (der andere war unzuverlässig), einen neuen Sattel eingebaut und alles abgeschirmt. Sogar die originalen Tonabnehmer sind brauchbar, Materialkosten ca. 30.-
Aber wie gesagt, sicher auch eine Glückssache...

Also ich mache das jz grade mit meiner Ibanez Blazer, werde die auch mal aufmotzen, wenn ich bald mal die passende Teile finde...vllt haste ja Glück wie bei mir..die Basis stimmt bei mir..

@Powerblues:
Wie baue ich denn nen Non Through zu ner String Through Variante um?
Einfach mal durchbohren? Oder muss ich da noch was beachten?
 
jap das hab ich mich auch gefragt, weil das klingt wirklich interessant.
Also?
sind da nicht iwie solche... sagen wir führungsbolzen, also so metallröhrchen oder wenigstens ringe an der unterseite (in nem normalen string-tru-body) die den zug der saiten bisschen verteilen?
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben