In-Ear: "bessere" Hörer oder "einfachere" mit Otoplastik?

von lemon, 17.03.06.

  1. lemon

    lemon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #1
    Hi Leute!

    Wir spielen auf Gigs mit In-Ear-Monitoren von Sennheiser. Dabei benutzen wir gewöhnliche Walkman-Ohrhörer der 20-Euro-Klasse. Nun würden wir aber gerne den Sound verbessern und die Umgebungsgeräusche ein wenig mehr abdämpfen.
    Ideal wäre natürlich eine Kombination a la Shure E-Serie und Otoplastik, aber beides ist nicht drin.

    Was meint Ihr? Besser
    a) ein guter In-Ear-Hörer mit Schaumstoffanpassungsstücken (oder wie die Dinger heißen), die man ganz ins Ohr führt, oder
    b) doch eine Otoplastik mit den "normalen" Ohrhörern?

    Viele Grüße aus Südtirol!

    Lemon
     
  2. Direwolf

    Direwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #2
    Ich war neulich beim Vergleichstest verschiedener Hörer von ca 80 bis 250 Euro. Sogar der 80 Euro Hörer (war glaub ich der ie4 von Sennheiser) war deutlich besser als ein Walkmanhörer, aber ganz klarer Favorit vom Klang her war der teurere Hörer. Die meisten hörer haben neben Schaumstoffanpassungsstücken auch welche mit Plastiklamellen, die sitzen dann schon gut, maßgefertigte Orthoplastiken kosten noch mal ne Stange Geld. Ich würde mir lieber nen guten Hörer kaufen.

    cu Direwolf
     
  3. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.03.06   #3
    Otoplastiken gibt es nicht so einfach mit normalen Walkmannhöhren. Es gibt ein IEM-Höhrer die in Otoplastiken eingesetzte werden können oder maßgefertigte Otoplastiken mit Hörer drin.

    Preislich liegen einfach IEM-Hörer ab 80€ aufwärts. Die höher klassigen liegen dann so bei 200-700€. Otoplastiken kosten ca 150€ + entsprechenden Hörer (300-700€). Angepasste Otoplastiken mit hörer liegen so bei ca 800€+
     
  4. lemon

    lemon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #4
    Also wenn jetzt Preise ins Spiel kommen, muß ich meine Frage umformulieren:

    Hmm, also auf meine Anfrage hin wurde mir gesagt, um 100 Euro krieg ich auf meine Ohren "zugegossene" Otoplastiken, und als Ohrhörer würde ich den momentan benutzten Sennheiser MX-300 verwenden. Soll ich also besser diese Kombination nehmen, oder doch lieber nur einen Shure E2-Ohrhörer für ca. 100 Euro?

    VIele Grüße aus Südtirol

    Lemon
     
  5. RfC

    RfC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.06   #5
    Hi,

    in dem Fall würde ich eher den E2 nehmen. Teste das aber vorher. Ich hatte mit der Form Probleme und hab mich für den IE-3 von Sennheiser entschieden. Bei unserem Sänger wars genau umgekehrt, dem hat der Sennheiser nicht richtig gepasst, der hat den Shure genommen. Also vorher unbedingt testen!

    Die Dinger sind mit Walkmanhörer nicht zu vergleichen. Der Sound ist wesentlich besser, insbesondere im Bass-Bereich und von der Dynamik.

    Zu den angepassten: afaik musst du die auf einen bestimmten Hörer anpassen lassen. D.h. ich müsste meinen IE3 mit abgeben, damit ich eine Otoplastik bekomme, wo der Hörer auch reinpasst.
    Es gibt Hörer von Fischer-Amps, die in die Einsätze für die Elacin-Filter passen. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: man kann die Otoplastik als normalen Gehörschutz mit Elacin-Filter benutzen und mit dem Hörer als InEar Monitor.
    Aber mit dem Walkmankopfhörer wird das nicht gehen. Das wäre imho Geldverschwendung die Dinger auf die Kopfhörer anpassen zu lassen. Wenn du dich dann mal für besserer Hörer entscheidest, kannst du die Otoplastik mit wegwerfen.

    Gruß Chris
     
  6. Ed die Hyäne

    Ed die Hyäne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.06   #6
    Ich benutze Ohrhörer von Hearsafe (ca. 230 €), die Otoplastiken (Paar 80 €) verlangen. Man muss bedenken, dass solch filigrane Mistdinger auch schnell mal kaputtgehen, Kabelbruch etc. Ich hab mal eine dieser Ohrpassformen bei nem Festzeltauftritt verloren, kostete mich 40 €. Nun ist ein Hörerteil kaputt. Juckt mich aber auch nicht wirklich, weil ich eh nur immer eines im Ohr hatte bzw. die Sache mit InEar-Monitoring inzw.aufgegeben habe. Wenn mal "aus Versehen" der Sound wirklich gut ist (von den typischen Unterbrechungen ganz zu schweigen), kommt bei mir dennoch nicht das Lärm/Gesamt-Feeling auf, das ich nunmal benötige, um nicht zu spielen wie ein Stümper. Mein Amp ist so laut auf der Bühne, dass ich mich blendend höre und die anderen höre ich meist ausreichend durch die PA.

    Walkmankopfhörer seh ich als wenn man auf eine Dodge Viper Holzräder aufziehen würde. Ob der Unterschied zu den E-Serien von SHURE zu Otoplastiken SOOO gravierend ist wage ich zu bezweifeln. Vollkommene Isolation ist (zumindest von meiner Sichtweise her), nicht so wünschenswert zwecks Feeling. Es gibt ja sogar von der Edelmarke ULTIMATE Otoplastiken mit speziellen Filtern gedämpften Löchern, damit der Star die 80.000 gröhlenden (mitsingenden - nicht zu unterschätzender Aspekt) Fans immernoch wahrnehmen kann.

    Es sei noch vermerkt, dass unser Sänger doofe Ohren hat, und (ich weiß jetzt nicht obs die Schaumstoff- oder Plastiklamellendinger sind) immer mal wenn er sich die Stöpsel ausm Ohr ziehen will, ein gewisses Ding im Ohr stecken bleibt. Da macht sich dann mein Miniwerkzeugkasten in der Rackschublade bezahlt. :-D
     
  7. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.03.06   #7
    das leidige thema welcher hörer :D
    oft diskutiert und den richtigen tipp gibts wohl nicht, dafür spielt persöhnlicher geschmack eine zu große rolle..
    aber dann will ich mal..

    die wahl fällt also entweder auf günstige standarthörer oder auf otoplastiken mit günstigen einweghörern (z.b. die fischeramps) richtig?!
    da würde ich lieber zu den unangepassten hörern greifen. ich habe selbt viel erfahrung mit den einwege einclips hörer für die hearsafe otoplasiken gesammelt und die dinger sind einfach nicht das wahre. wenn du auf das anpassen verzichtest bekommst du für das geld schon 2 wege hörer was sich klanglich extrem positiv auswirkt. meine wahl würde also definitiv auf unangepasste 2wege hörer, nciht auf angepasste einwege fallen.

    ob nun shure oder sennheiser oder wie auch immer ist imho wirklich eine geschmackssache, da kann auch ich dir wieder nur das testen ans herz legen. jeder hörer klingt und sitzt etwas anderst, was dir da am besten gefällt musst du selbst entscheiden. wichitg ist auf jeden fall ein guter halt und ein angenehmes tragegefühl, darauf solltest du bei unangepassten hörern achten, nicht jeder hörer sitzt in jedem ohr gut, auch wenns viele verschiedene passtücke gibt.

    Wenns denn teurer werden darf kann auch ich die nur die ultimate ears ans herz legen. die ue5 ambience benutze ich schon seit einiger zeit selbser und bin extremst zufrieden, angepasste vollschaalen mit mehreren wegen sind sicher das non plus ultra im iem bereich kosten natürlich auch ihren preis und lohnen imho nicht für einsteiger um mal mit iem zu experimentieren.

    die mit verschiedenen filtern bestückbaren ambiece kanälen in den ue5 sind übringends eher weniger dafür gedacht den publikumskontajt zu halten. auf einer großbühne ist das publikum einige meter weit enfrent (graben etc) dazu kommen sidefills und wedges der backline lärm etc. natürlich hört man die leute das ganze hält sich jedoch in grenzen. die ambience öffnung dient viel mehr der besseren warnehmung der bühnenakkustik. der ganze mix wird dadurch offener, direkter, der bezug zur bühne und den anderen musikern wird größer. für den kontakt zum publikum gibts dann die ambience mikrofonen, da wird mit einem mikrofonpaar der publikumsbereich abgenommen und dem iem signal beigemischt. spannend ist auch zu beobachten das gerade sänger die sich auf einem hohen niveau befinden oftmals diesen kontakt gar nicht so sehr schätzen und sich z,b, bei publikumsanimation etc lieber mal einen hörer rausnehmen, dafür beim singen sehr gern in völliger isolation ohne ambience kanäle oder mics sind. aber das ist mal wieder geschmackssache. ultimate ears ist übrigends keine marke sondern eine produktreihe von fischer amps.

    die typischen unterbrecher im in ears sound sind übrigends nichts als ein klarer anwenderfehler. wer iem benutzt sollte sich auf jeden fall in die grundlagen der hf tontechnik einarbeiten. zumindest die richtige frequenzwahl und das richtige aufstellen der antennen sollte klar sein. auch ist ein schöner mix kein problem, man muss sich eben damit beschäftigen, üben und erfahrung sammeln. aber natürlich gefällt es nicht jedem, egal wie gut der mix betreut wird. einen nettes überblick zum thema einstieg gibts z.b. hier, der kollege hatte die richtige rangehensweise, erst proben, dann über live nachdenken:
    https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=113760

    ich wünsch dir viel spaß beim probehören ;)
     
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