In-Ear Monitoring auch als Gehörschutz im Proberaum?

  • Ersteller FewLeftAlive
  • Erstellt am
F
FewLeftAlive
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
09.10.09
Registriert
10.04.07
Beiträge
25
Kekse
0
Hallo,
Ich bin Sänger in einer Band und habe Probleme mit dem Sound und der Lautstärke während der Proben. Ist jetzt ja kein allzu seltenes Problem, ich weiß... ;-)
Den Grundsound so einzustellen, dass meine Bandkollegen sich selbst und auch mich gut hören, kriegen wir hin. Nur für mich selbst haben wir da einfach noch keine gute Aufstellung hinbekommen, bei der ich mich ausreichend hören kann und kein Feedbackproblem fabriziere.
Abgesehen davon mache ich mir auch solangsam Sorgen um mein Gehör. Ich möchte in Zukunft einfach nicht mehr ohne Gehörschutz bei den Proben sein. Meine Kollegen nutzen den 20 Euro Gehörschutz von Alpine. Den hab ich auch noch aus meiner Zeit als Keyboarder und nutze den auch als Besucher auf Konzerten. Als Sänger komme ich aber einfach nicht damit klar.
Jetzt bin ich am Überlegen, ob In-Ear Monitoring eine Lösung für mich wäre, um einerseits das Problem mit dem Sound und andererseits das Problem mit dem Schutz für meine Ohren in den Griff zu kriegen. Habe da an ein drahtloses System wie das Ld-Systems MEI-100 gedacht http://www.musik-service.de/ld-systems-mei-100-prx395758884de.aspx
Dabei wäre zu beachten, dass ich in der Band der einzige bin, der auf In-Ear umsteigen würde. Bei einigen der besseren Ohrhörer ist ja von einer Aussendämmung von bis zu 26 db die Rede. z.B. bei den M-Audio IE-30 http://www.musik-service.de/m-audio-ie-30-prx395757853de.aspx. Auch ein integrierter Limiter klingt schonmal gut. Kann man diese Hörer jetzt mit entsprechender Vernunft beim Monitormix als Gehörschutz gebrauchen, wenn um einen herum auf herkömmliche Weise geprobt wird, oder bin ich dabei auf dem Holzweg? Reichen dabei die normalen Silikonaufsätze, oder wäre da eine Otoplastik sinnvoller oder sogar unbedingt wichtig?
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von euch bei dieser Frage helfen könnte.

Viele Grüße
 
Eigenschaft
 
tombulli
tombulli
HCA Digitalmixer
HCA
HFU
Zuletzt hier
02.08.21
Registriert
08.06.04
Beiträge
3.744
Kekse
15.192
Ort
Golling a.d. Salzach
der grund, warum ich vor etwa 10jahren auf IEM umgestiegen bin war der, dass wir uns im PR die ohren weggeschossen hatten, welches ich einfach nicht mehr ertragen wollte (und konnte). EIN vortiel des IEMs ist ja, dass jeder "seine" lautstärke hören kann - aber vorsicht: auch mit IEM kann man sich gehörschäden zuziehen!
ansonsten ist IEM immer etwas gewöhnungsbedüftig - wenn man es aber im griff hat, will man nie wieder ohne - zumindest war das bisher bei allen meiner mitmusiker so, die ich mit dem system zwangsbeglückt habe.
zu deinen konkreten fragen kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da ich andere geräte und auch ohrhörer verwende.
 
Captain-P
Captain-P
HCA Gehörschutz
HCA
Zuletzt hier
01.08.21
Registriert
24.10.06
Beiträge
2.349
Kekse
19.765
Servus,

ob du die In-Ears auch als Gehörschutz verwenden kannst ist eine Frage der Dämmung. Und Dämmung erreichst du durch Verschluss des Ohres. Wenn die die In-Ears perfekt passen und (fast noch wichtiger) auch bei Bewegung und schwitzen im Ohr nicht verrutschen, dann müsste es ganz gut gehen. Bei perfektem Sitz wirdst du auch die 26 dB erreichen... Aber mir ist leider noch nie begegnet, dass jemand ein gerades Rohr mit Widerhacken als Gehörgang hat :D ...
Im Klartex: Meist rutschen die Dinger nach einer weile und die Dämmung wird unbrauchbar (bzw. du fummelst ständig am Ohr rum). Mit einer Maßanfertigung wirst du da diesbezüglich keine Probleme haben...
Wenn du dir In-Ears kaufst und dann feststellst, dass es eben nicht gut klappt, dann kann man immernoch passende Otoplastiken für die In-Ears beim Hörgeräte-Akustiker machen lassen (kosten etwa 120-130€). Das ist zwar nicht so schön wie ein maßangefertigtes Kompletsystem (also integrierte Hörer) aber funktioniert auch 1A.

Lies dir diesbezüglich auch mal meinen Gehörschutz-Thread durch:
https://www.musiker-board.de/vb/sonstiges/307577-geh-rschutz-eine-bersicht.html

LG - Captain-P
 
F
FewLeftAlive
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
09.10.09
Registriert
10.04.07
Beiträge
25
Kekse
0
Hey,

Vielen Dank für die Antworten euch beiden!

Viele Grüße
 
dr_rollo
dr_rollo
Mod Keyboards und Musik-Praxis
Moderator
HFU
Zuletzt hier
02.08.21
Registriert
26.07.04
Beiträge
12.767
Kekse
60.283
Ort
Celle, Germany
Ich finde, gerade wenn man in-ear auf der Bühen einsetzt, sollte man es auch im Proberaum. Nicht nur wegen Hörschutz, sondern allein schon, damit man auf der Bühne dann den möglichst selben Sound hat wie im Proberaum.
In-Ear ist gewöhnungsbedürftig, und was nutzt es, wenn es auf der Bühne plötzlich anders klingt? :nix:
Bei meinen Bands hab ich nicht unbedingt immer das Problem mit der Lautstärke, aber wenn ich sehe, dass andere Bands gerade wegen Hörschutz auf in-ear umsteigen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es im Proberaum viel leiser zugeht als auf der Bühne, und ist es nicht so, dass die meisten Bands mehr Zeit im proberaum als auf der Bühne verbringen? :gruebel:
 

Ähnliche Themen

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben