In-Ear-Monitoring, geht das nicht auch einfacher?

von JohannesD, 02.04.06.

  1. JohannesD

    JohannesD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #1
    Hi,
    ich habe mal eine Frage. Ich habe hier gerade wieder gelesen, dass eine In-Ear-Monitoring-Ausstattung ein heiden Geld kostet.

    Da ich noch überhaupt keinen Verstärker habe, will ich mir sobald wieder etwas Geld da ist, diesen Verstärker hier kaufen: https://www.thomann.de/de/kme_sca150.htm

    Ich habe zwei Keybords (S90 und CX3), brauche also mindestens zwei Eingänge, die ich getrennt regeln kann, sodass ich meinen blöden Quelle-Mischpult nicht mehr brauche.

    So, worauf ich hinaus will... Der Versträrker hat auch einen Kopfhörer-Ausgang. Könnte ich da nicht einfach einen geeigneten Kopfhörer anschließen und vom Master-Mischpult ein Monitorsignal in den dritten Input des Verstärkers stecken, sodass ich auch die anderen höre?

    Und mein Sound bekommt der Master-Mischer direkt von den Keyboads.

    Eure Meinung ist gefragt. ;-)

    Gruß
    Johannes
     
  2. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #2
    Hi !

    Ja!
    Wobei sich mir dann die Frage stellt ob es nötig ist sowohl Verstärker als auch InEar zu nutzen.

    Die einfachste Lösung ist ein guter Submischer (z.b. dieses) in den du deine Keys und den Monitor-Weg
    steckst. Letzteren mutest du dass dieser Kanal nur auf den Kopfhörer-Ausgang geht,
    damit keine Brummschleife entsteht. Auf den Monitorweg lässt du dir das geben was du
    haben willst, jedoch OHNE Keys, weil die bekommst du automatisch über deinen Mischer.

    Vorteile: billiger (als der Verstärker), keine DI-Boxen nötig -> XLR-Out, leiser auf der Bühne, du kannst die
    Lautstärkeverhältnisse deiner beiden Geräte selber bestimmen und musst dich nicht über
    den Mischer ärgern weil er gerade verpennt hat den Fader für's Orgel-Solo hochzuziehen ;)

    Unabhängig davon solltest du dir trotzdem einen geeigneten InEar-Hörer hohlen, da du
    mit HiFi-Hörern nicht so ein großes Klangspektrum erreichen wirst.

    Grooves

    Miguel
     
  3. JohannesD

    JohannesD Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #3
    Hi,
    ja, ist auch ne gute Idee. Der Mischer sieht auch gut aus, hat der auch einen Hopfhörer-Ausgang?

    Ich wollte In-Ear und die Box eigentlich nicht gleichzeitig benutzen sondern entweder das eine oder das andere, aber alles eben mit der selben Ausstattung. Vielleicht mache ich es doch so wie du sagst, den Mischer und einen Ein-Kanal-Verstärker.

    Kann man denn beim Mischer (theoretisch) einstellen, dass auf die Box nur die Keys gehen, aber in den Kopfhörer auch die Monitorleitung? Ich glaube, dass war genau das, was du meintest. Und kann ich dabei dann aber auch die Lautstärken im Kopfhörer abgleichen? Also, kann ich die Lautstärkenverhältnisse im Kopfhörer getrennt von denen auf der Box regeln? Verstehst du, was ich meine?

    Ansonsten danke für den Tipp, dann muss ich mal sehen, welchen Einkanalverstärker ich dann nehme.

    Gruß
    Johannes
     
  4. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #4
    Ja, der Ausgangs-Pegel ist unabhängig vom Main-Out-Pegel regelbar.

    Du hast deine ganzen Signale (Key 1, Key 2 + Monitor) die generell auf den Main-Out
    und auf den Kopfhörer-Ausgang geroutet sind.
    Du kannst jetzt das Monitor-Signal muten so dass nur die Keys an den Main-Out gehen.
    Durch drücken einer weiteren Taste kannst du aber dafür sorgen dass der für den
    Main-Out gemutete Kanal trotzdem über den Kopfhörer-Ausgang zu hören ist.
    Dieses Pult hat 2 Paralle Main-Outs (Klinke L+R und XLR) so dass du über die XLR-Outs
    ins FOH gehen kannst und über die Klinken in deinen Verstärker.

    die Lautstärke-Verhältnisse die du im Kopfhörer hast sind die gleichen wie die, die du nach
    vorne schickst. Wenn du z.b. Key 1 lauter machst veränderst du den Pegel auch gleichzeitig
    am FOH.
    Willst du es getrennt regeln kannst (bzw. musst) du das über die AUX-Wege steuern die du
    dann nicht über den AUX-Return-Eingang routest sondern über einen weiteren Kanal den
    du wiederrum mutest. Es gibt noch einen weiteren Ausgang an dem alle gemuteten Signale
    anliegen, den könntest du dann auch an den Verstärker geben.
    Ich würde genau das allerdings nicht machen, weil dann der positive Effekt dass man im Monitor
    die gleichen Pegel wie nach vorne hat sowie die Kontrolle hierüber, verloren geht.
    Ist aber Geschmackssache !!

    Grooves

    Miguel
     
  5. JohannesD

    JohannesD Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #5
    Alles klar. Nun bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Verstärker. Hier wird sehr oft der hier gelobt: https://www.thomann.de/de/kme_fm_1122_ae_fidelity_filz.htm

    Aber der hat zwei Eingänge, ich bräuchte dann aber eigentlich nur einen. Irgendwelche Empfehlungen? Ich bin da total ratlos, und ich weiß auch nicht, worauf man da so achten muss.

    Gruß
    Johannes
     
  6. Michael-Pianoman

    Michael-Pianoman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.06   #6
    Hallo, ich würde aus eigener Erfahrung unbedingt davon abraten, IEM nur über einen Submischer zu betreiben. Der Grund wurde mehrfach in diesem Forum angesprochen: der fehlende Limiter.
    Bei einer unserer letzten Bandproben hat unser Sänger sein Funkmikro etwas später eingeschaltet, durch die Monitorboxen hatten wir sofort eine heftige Rückkopplung auch in den in-ear-Systemen. Unser Schlagzeuger riss sich hektisch die Hörer aus den Ohren (die an einem Behringer-Kopfhörerverstärker angeschlossen waren), während ich mit meinem Fischer-amps Beltpack überhaupt keine Probleme hatte.
    Dieses Fischer-amps-Teil mit eingebautem Limiter kann ich nur wärmstens empfehlen.
    Davon abgesehen macht das Mackie-Mischpult natürlich einen guten Eindruck, und irgendwann werde ich mein Behringer-Teil sicher durch so etwas ersetzen. Aber meine Gesundheit war mir erst mal wichtiger...

    Michael
     
  7. JohannesD

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    Erstellt: 04.04.06   #7
    Hm, das ich ja ein guter Hinweis. Aber warum haben Mischer denn sowas nicht eingebaut, wenn sie schon einen Phone-Out besitzen. Ich meine, für den Tontechniker ist so eine Rückkopplung doch genauso unangenehm wie für einen Musiker...

    Gruß
    Johannes
     
  8. Cheldar

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    Erstellt: 05.04.06   #8
    weil ein limiter ein Bauteil ist, was auch irgendwie verdrahtet werden will, und das kostet letztendlich wieder geld, was die entwicklungs- und Herstellungskosten erhöht. Nicht dass es unmenschlich teuer werden würde, aber man spart eben, wo man kann, um Gewinne zu maximieren, etc


    der sascha
     
  9. blackman

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    Erstellt: 05.04.06   #9
    Schau dir mal die Kompaktserie von Soundkraft an den habe ich die letzte Zeit als in Ear Mixer verwendet. Mit dem Teil kannst du dir zwei Parts zusammen stellen. Der eine Teil geht an den FOH. Der andere hast du inklusive dem am FOH auf dem Ohr und kannst sogar noch die Lautstärkeverhältnisse regeln.

    Viel wichtiger ist aber die Frage welcher Kopfhörer du verwenden willst. Der größte Vorteil eines In Ear Systems liegt nämlich beim gleichzeitigen Schallschutz. Das beste aber auch das teuerste sind angepasste Kopfhörer. Da mußt du aber aleine für den Hörer mit mindestens 400 Euro rechnen.
    Suche im Web mal nach Hearsafe. Die machen nur so'n Zeug. Desweiteren wäre noch Fisheramps zu erwähnen. Von denen gibt es kabelgebundene Systeme.
     
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