In Ear Monitoring

von kebass76, 27.08.06.

  1. kebass76

    kebass76 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.06   #1
    liebe basskollegen,

    ich interessiere mich für in-ear-monitoring. hat da wer erfahrung?

    folgende dinge sind zu berücksichtigen: ich spiele in einer partyband die disco-, pop/rock- und schlagersongs im repertoire hat. repertoire der songs: 85 titel, wobei durchschnittlich 50 songs pro gig gespielt werden. wir spielen ca. fünfundzwanzig bis dreißig shows im jahr, bei allen möglichen anlässen: stadtfeste, hochzeiten, firmenfeiern, geburtstagsfeiern und sonstiges. die auftrittsorte sind ebenfalls unterschiedlich: kneipen, fest- und ballsäle, open air etc.

    gründe, die mich zum in-ear-monitoring führen: bühnensound leise halten und standardisieren. nach möglichkeit nur über einen digitalen modeling amp spielen, um das gepäck auch klein, leicht und einfach zu halten.

    bevor geschrieben wird, dass das ja auf der bühne nicht drücken würde, muss ich sagen, dass mir das mir zweitrangig ist. wichtig ist, dass der sound mit der band funktioniert und dass ich alles höre! den druck nach draußen macht die pa. die band macht nicht die rock'n'roll nummer, sondern muss vielseitig und flexibel sein. ich bitte daher nur um erfahrungsberichte zum thema in-ear-monitoring bei bassisten.

    vielen dank im voraus und schönen gruß,

    kebass
     
  2. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.06   #2
    ich kann dir nur sagen, dass wir bei time das so gemacht hatten, bis wir (die band) mitspielen also auf der bühne durften - sonst saßen wir halt vor der bühne, wo drauf geschauspielert wurde - ich spiel halt in nem kleinem schul-musical-ensemble.
    wir haben da ganz normale kopfhörer genommen. und uns auch gehört. problem war halt nur, dass man sich damit nich bewegen konnte - dann haben wirs halt einfach gelassen, als wir uns bewegen mussten.
     
  3. caligula

    caligula Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #3
    Wenn du gutklingende Kopfhörer hast, funktioniert In Ear recht gut. Ich habe einige Jahre auf einer Tournee mit In Ear gespielt, leider war es ein recht billiges System, und das klang dann auch so. Oft ist der Bass nicht sehr druckvoll. Zudem gab es dort keinen Bassamp, sondern der Bass ging direkt in die DI Box. Also wenig Möglichkeiten am Klang zu regeln.
    Ich bevorzuge heute - wenn ich mit In Ear spiele - eine Mischung aus In Ear und Verstärker mit kleiner Box. Ein bisschen Druck vom Amp ist schon recht hilfreich.
    Am liebsten ist mir eine disziplinierte Band, die auf der Bühne nicht zu laut spielt, In Ear kann eine gute Alternative sein, wenn es zu laut zugeht. Man schont seine Ohren und hat - gute Kopfhörer vorausgesetzt - einen ganz guten Sound auf dem Ohr. Antesten lohnt sich.
     
  4. Micha2010

    Micha2010 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #4
    Also ich spiele ein Shure PSM200 In-Ear-System und kann dazu folgendes mitteilen: erstmal sehr praktisch, du hast einen Sender, der wie ein kleines Mischpult ist, 2 Eingänge (Klinke/XLR) die du beide einzeln einpegeln kannst. Ich lasse mir meistens ein Monitor Signal vom Mischpult geben, wo ich die Gesänge der anderen und die restlichen Instrumente draufhabe, in den zweiten Monitorweg gehe ich direkt mit meinem Bass rein. So kann ich mir das Verhältnis der Fremdsignale zu meinem eigenen Bass-Signal immer selbst direkt auf der Bühne einstellen und vermeide so hilflose (und öfters nicht befriedigende) Kommunikation während des Gigs mit dem Soundtechniker. Bei dem PSM200er Set sind die Shure E2 Kopfhörer mit dabei. Diese kann ich nur bedingt empfehlen, da sie viele Höhen haben und im Bassbereich eher schwach sind. Wenn man sich die richtig dicken Aufsätze für Kopfhörer nimmt, sodass die Außenwelt wirklich sehr starkt abgedämpft ist, dann sind die okay. Aber wenn man noch ein wenig "Raum" wahrnehmen will, dann hört man von seinem Bass nicht mehr viel mehr als das "Klacken" der Saiten. Empfehlung: Shure E5. Die haben 2 Wege, also einen Hochton und Basstontreiber, wodurch die tiefen Frequenzen besser wiedergegeben werden. Leider sehr teuer. Meine Empfehlung also zusammengefasst: Shure PSM200 Sender und Empfänger & Shure E5 Kopfhörer. Ca. Komplettpreis: 1000 Euro. Aber definitiv das Geld wert!

    Micha :)


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  5. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #5
    Hallo,
    ich arbeite (als Monitor Tech) sehr viel mit in ear monitoring. Auch habe ich schon verschiedene Systeme und Hörer angetestet. Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von In Ear, wenn für den richtigen Zweck verwendet.
    Gerade Bassisten sind hier etwas schwierig, ein druckvolle, echte Tieftonwidergabe ist für viele Hörer ein Problem. Und der Grund warum nach wie vor viele Bassisten mit Wedges arbeiten und auch ich selbst diese Art des Monitorings für Bassisten bevorzuge oder zumindest das iem oft durch konventionelle additionals unterstütze.

    Aber da du ja sagst das dir der Druck unwichtig ist und dir ein klares deutliches Hören genügt sollte das kein Problem darstellen. Meine Empfehlungen wären:

    http://www.musik-service.de/Funk-Mikrofon-Sennheiser-ew-300-IEM-G2-prx395741339de.aspx

    das 300er g2 System für den Funk Part. Solides System und im Bereich der günstigeren IMHO ungeschlagen. Ziehe ich den Shure Systemen im gleichen bis etwas teurem Preisbereich uneingeschränkt vor. Vor allem in Punkten:
    - integration in Mehrkanalanlagen
    - hf Abdeckung unter günstigen Bedingungen
    - Anfälligkeit gegen Stromschwankungen ( Kurzzeitige Über/Unterspannung z.b. bei Betrieb an Generatoren die nicht die beste Nachregelzeit besitzen)

    wenn das zu teuer wird wäre ein Gebrauchtgerät der ersten Generation eine alternative. Auch diese ziehe ich persöhnlich der psm Serie vor. Aber Achtung, bei diesen keinesfalls den Limiter im Pack benutzen, der ist nichts weiter als ein unnützes -20db Pad der die Flexibilität enorm einschränkt.

    als Hörer kommen für mich für Bassisten nur UE 7 oder UE 10 von Ultimate Ears in Frage. Angegossen, Vollschaalen, Mehrwege. Ja, das kostet, ist es aber definitiv Wert. Gerade wenn der Anteil der Tieffrequenten Anteile sehr hoch ist (was ja hier sicher der Fall ist) kann ein Hörer gar nicht sauber genug sitzen. Und die Tieftontreiber der UEs haben mich mehr als überzeugt. Auch der Service der Jungs ist toll, die Hörer sind einfach zu pflegen, An und Ablegen geht für Vollschaalen erschreckend einfach, Ersatzkabel sind in Sekunden dran, kurz das Ding hat Hand und Fuß. Abdrücke der Ohren kannst du bei jedem Hörgeräteakkustiker machen, die einschicken und schon bekommt man die Hörer. Geliefert wird im edelen Alu Case mit Namesgravur, ein bissel Luxus wird fürs Geld also auch geboten ;)
    Hier der Link:
    http://fischer-amps.de/index.php?ue-7_pro

    also 300er Sennheiser als System, g2 wenn genug Geld, erste Generation gebraucht wenn gespart werden muß. ue-7 als Hörer für ein absolute Roadtaugliches System, das die gestellten Monitor Anforderungen wirklich lösen kann und auch die Spielfreude am leben erhält, ue-10 wenns die Luxuslösung werden soll.
     
  6. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #6
    Den Ausführungen von Tobse ist kaum noch etwas hinzuzufügen außer
    1. dass es auch ein kabelgebundenes System gibt, bei dem Bass-Signal und IEM-Signal in einem Kabel übertragen werden: In Ear Amp
    2. viele IEM-Benutzer eine recht lange Umgewöhnungszeit benötigen, bis sie mit den ziemlich veränderten Hörbedingungen und dadurch veränderten Kommunikationsmöglichkeiten klar kommen.
    Ich selbst verwende gelegentlich einen Fischer Amps Belt Pack und einen Shure E1, aber nicht besonders gerne und wenn dann am liebsten mit zusätzlicher Box für die tiefen Frequenzen (Körperschall und durch IE-Hörer abgedämpfter Raumklang).
     
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