Induktion am Tonabnehmer

von Kartoffelsalat1, 27.02.07.

  1. Kartoffelsalat1

    Kartoffelsalat1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #1
    Hallo
    wäre jemand so freudnlich und könnte mir erklären, wie ein Tonabnehmer funktioniert?


    Also mein Wissensstand ist zurzeit, dass ein Tonabnehmer aus einem Magneten besteht, der mit einer Kupferdraht umwickelt ist. Nun entsteht ein Magnetfeld. Die Saite liegt genau in den Feldlienien. Wenn diese nun Angeschlagen wird, wird im Tonabnehmer eine Spannung erzeugt...und genau hier hörts nun bei mir auf... warum wird im Tonabnehmer eine spannung erzeugt und lässt diese sich irgendwie berechen?

    das kann doch nicht schon alles sein...

    achja und kann mir noch jemand sagen, in wie weit sich das verstellen des PU, also zu höher der Saiten, auf die Frequenzen auswirkt. Wird der Ton dadurch höher oder tiefer oder bleibt er sogar wie ausgänglich?
     
  2. .nOx

    .nOx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #2
    OT:
    Is Induktion nicht was anderes??? Es gibt ja Induktionsherde???
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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  4. deXta

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    Erstellt: 27.02.07   #4
    die basieren genau auf dem selben effekt ;)

    also das grundprinzip ist, dass die Ladungsträger im Draht durch die Lorenzkraft abgestoßen werden. Es ist wichtig das sich bei der Induktion die Teile relativ zueinander bewegen, es muss also eine stetige änderung des magnetfelds oder eine stetige bewegung des leiters im Magnetfeld erfolgen. Daher werden die Teilchen im Draht immer und immer wieder verschoben und durch die änderung des Magnetfelds/der Feldlinien durchsetzten Fläche wird diese verschiebung aufrecht erhalten. Sobald sie nichtmehr bewegt werden wird keine spannung induziert.
     
  5. Kartoffelsalat1

    Kartoffelsalat1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #5

    Bei Wikipedia hab ich auch shcon geschaut bin mir aber bei einer Formulierung nicht sicher....
    "Induktionsspannung durch Bewegen eines elektrischen Leiters in einem Magnetfeld"



    fällt die Saite auch unter elektrische Leider, da sie an der Masse anliegt und somit weniger magnetisch ist...
     
  6. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #6
    Wie gesagt basieren die auf dem selben Prinzip. Beim Herd wird halt durch ändern des Magnetfeldes der Herdplatte ein Kreisstrom im Topfboden induziert, durch den sich der Topf erhitzt.
    Bei der Saite geschieht das durch das Schwingen, so entsteht dann halt die Spannung.
    Wesentlich ist, dass das Magnetfeld irgendene Änderung erfährt. Der Leiter in diesem Fall ist die Spule, die Änderung wird durch das Schwingen der Saite hervorgerufen.
    Tonabnehmer - Wikipedia
     
  7. deXta

    deXta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #7
    naja, es ist eher wichtig das in der saite ladung verschoben werden kann und das geschieht auch.
    Ich find die Formulierung für die Lorenzkraft etwas daneben, da die besagte kraft ja nicht direkt auf den Leiter wirkt, sondern eher auf die Ladungsträger im Leiter und deren verschiebung wirkt ja widerum auf den leiter
     
  8. Speckie

    Speckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #8
    Servus,

    Eine sog. "Induktionsspannung" entsteht z.B., wenn man einen elektrischen Leiter innerhalb eines Magnetfeldes bewegt. Dabei ist es wichtig, dass der Leiter senkrecht zum Magnetfeld (B-Feld) steht, ansonsten hat man keine Induktion. Um einen Leiter durch das Magnetfeld z.B. eines Kondensators zu bewegen, muss man eine gewisse Kraft in eine bestimmte Richtung aufwenden. Dieser Kraft wirkt die sog. "Lenz'sche Kraft (Regel)" entgegen.
    Wer Lust auf einen Exkurs in Sachen Elektromagnetismus (ein Gebiet der Elektro-technik) hat, kann sich hier den Artikel antun: :great:

    Induktion (Elektrotechnik - Wikipedia)

    MFG
     
  9. Speckie

    Speckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #9
    Servus,

    bestes Bsp. für Induktion ist der allseits bekannte "Free-Fall-Tower". Beim Sturz der Kapsel, in der die Teilnehmer sitzen, passiert diese Kapsel ein starkes Magnetfeld. Dabei entsteht, wieder nach Lenz, eine Kraft, die der Gewichtskraft undd damit der Beschleunigung der Kapsel entgegenwirkt und einen bremsenden Einfluss hat. Ich glaube zwar, dass man bei diesem Bsp. zusätzlich mechanische Bremsen hat, einfach aus Sicherheitsgründen, aber interessant ist es schon.
    (Manche Züge haben, meiner Meinung nach, ab und zu auch diese Art von "elektrischen" Bremsen)
    Mensch,...jetzt bin ich total vom Thema abgewichen, sorry! :rolleyes:

    MFG
     
  10. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #10
    Ja. Die erzeugt Spannung im Pickup, daher ist es egal dass die an Masse liegt. Hier wird eben der Leiter bewegt, während die Spule (im Tonabnehmer) steht, sonst ist alles gleich.

    Um es zu prüfen, kannst ja gern mal Bronze-Saiten ohne Stahlkern aufziehen... ;)
     
  11. deXta

    deXta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #11
     
  12. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.07   #12
    Hallo!

    Ich habe mich an einer Erklärung hier mal versucht. :great:

    Liebe Grüße!
     
  13. GuitaRomi

    GuitaRomi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.07   #13

    Ja, je kleiner der Abstand PU<->Saite ist, desto lauter ist das Ausgangssignal.
    Die Tonhöhe ändert sich nicht, wäre ja noch schöner, wenn die sich mit dem Abstand zwischen den beiden verändern würde, dann hättest du die meiste Zeit einen Vibrato Effekt beim blosen Saite anschlagen, ausser du schaffst es 100% waagrecht zum PU:screwy:
     
  14. DerOnkel

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    Erstellt: 18.03.07   #14
    ->Guitar-Letter I

    Ulf
     
  15. ziggypop

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    Erstellt: 21.03.07   #15
  16. Knoxx

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    Erstellt: 21.03.07   #16
    Hallo!
    Möchte mir einen pickup selber bauen.jetzt ist nur meine frage wenn ich ein magnet hab mit einer spule drum, wo befestige ich an dem PU dann die kabel die zum verstärker führen?
    MfG
    Martin
     
  17. DerOnkel

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    Erstellt: 22.03.07   #17
    Das ist irgendwie eine komische Frage!

    Das Kabel wird natürlich mit den beiden Enden der Spule verbunden. Das wäre der elektrische Teil.

    Mechanisch kann man über eine Art Zugentlastung nachdenken, damit man mit dem Anschlußkabel nicht die Drähte der Spule beschädigt. Beim Strat-PU werden die beiden Drähte einfach durch zwei Löcher der Grundplatte gewickelt und gut is. Beim parallelen Humbucker nach Gibson wird ein abgeschirmtes Kabel verwendet, dessen Massegeflecht an die metallische Grundplatte gelötet wird.

    In Guitar-Letter I findest Du weitere Infos zum Aufbau der verschiedenen Tonabnehmer.

    Ulf
     
  18. Knoxx

    Knoxx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #18
    danke hast mir meine frage beantwortet.
    :great:
    MfG
     
  19. CK][

    CK][ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.07   #19
    Achja übrigens:

    Die Induktion einer Spule wird in Henry gemessen.
    Desto mehr Draht auf der Spule gewickelt ist, desto größer ist diese Induktion.
    Induktive Tonabnehmer sind keinesfalls breitbandig und bevorzugen bestimmte Frequenzen mehr als andere.
    Desto höher die Induktion des Tonabnehmers, desto tiefer ist diese bevorzugte Frequenz.
    Das macht dann im Grunde genommen die Charakteristik eines Tonabnehmers aus.
    Metal-Gitarren haben zum Beispiel Humbucker mit sehr hoher Induktion, was sehr basslastig und "fett" klingt, bei den riesigen Bassgitarren Tonabnehmern brauch ich wohl garnicht erst anfangen.
    Einer Stratocaster hingegen hat Tonabnehmer mit eher niedriger Induktion, was ihren bissigen Klang ausmacht, hier ist die bevorzugte Frequenz eher im hohen Bereich.
    Wie ihr seht, sind Tonabnehmer kein magisches Ding sondern einfache, auf simpelster Physik beruhende Spulen.
    Von daher kann ich nur jedem raten, der einen Wickeldorn, Grundkenntnisse, eine LCR-Messbrücke und die Lust dazu hat, sich seine Tonabnehmer selber zu wickeln.
    Nicht nur weil "die Fertigen" hoffnungslos überteuert sind, auch weil ihr dann wirklich euren eigenen, individuellen Sound haben könnt.

    EDIT: Der weiterführende Link von eben zu Gitarrenelektronik scheint sehr gut zu sein, Lesen!

    mfg
    Chris
     
  20. OneStone

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    Erstellt: 10.04.07   #20
    Sicher, dass du das wickeln willst?
    [​IMG]

    [​IMG]

    Drahtlänge: sehr lang
    Drahtdurchmesser: Wenn überhaupt, dann so dick wie meine Haare...Wickeln per Hand grenzt ans Unmögliche.

    Nein, das nennt man Induktivität (Formelzeichen L)

    Nebenbei: Man kann alles, was hier so hin und her gesagt wurde, mit folgenden Formeln beschreiben:

    Uind = -Ni * Phi' (eigentlich Phi punkt, also Ableitung nach der Zeit)

    Phi = A * B

    Die Fläche der Spule A ist konstant, d.h. das B (magnetische Flussdichte) muss sich mit der Zeit verändern.

    Uind = -Ni * (A*B)' = -Ni * A * B'

    das B ist durch den Magneten vorgegeben. Dummerweise ist das Feld außerhalb des PU nicht gleichmäßig, sodass das Einbringen metallischer Gegenstände eben das B verändert, was dann abhängig von der Stärke des Magneten (großes/kleines Ruhe-B), der Dicke der Saite (Veränderung von B), der Geschwindigkeit der Saite (Anschlag!), der Größe der Spule (Fläche A) und der Windungszahl (Ni) eben unterschiedlich hohe Momentanspannungen induziert. Da die Ableitung der Flussdichte einfließt und nicht deren Betrag sieht man auch, dass in Ruhe keine Spannung induziert werden kann.

    MfG OneStone
     
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