InEar im Bühnenalltag

von wyrus, 14.01.08.

  1. wyrus

    wyrus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #1
    ich weis bescheuerter Titel aber was sinnvolleres fällt mir gerade nicht ein. Ich hoffe ihr habt mal ein paar Tips und Denkanstöße für folgende Situation:
    Seit längerem probe ich(drums) nun mit InEars(+FischerStereoBeltpack) und muss mir langsam mal einen plan zurecht legen wie ich auf zukünftigen Konzerten(vl.max.600Pers.) diese Art des Monitorings schnell auf der Bühne parat habe.Zusätzlich zu den anderen Instrumenten brauch ich im Mix ein Triggermodul, Click und einen Sampler(die ich selbst bediene).

    erstmal ganz wichtig:
    Muss ich mit größeren Schwierigkeiten rechnen ein unverstärktes Signal vom Mix für meinen Kopfhörerverstärker zu bekommen?Ist das viel Aufwand ?

    sollte ich mir die Trigger/Sample/Click Signale am besten schonmal vorher mit nem Splitter abzwacken und selber mischen? Ich hab son bischen Bammel davor, dass in der Hektik beim Monitormischpult ein Kanal vergessen wird und ich im Blindflug ende.

    Aus meiner Erfahrung ist der Monitormix bei diesen kleineren Gigs immer ne ziemliche Lotterie. Sollte ich mir unbedingt einen Plan B zurechtlegen mit normaler Monitorbox/nurIEMClick?

    Wie sind eure Erfahrungen und wozu würdet ihr mir raten?

    Edit Tobse: In den In Ear Subbereich verschoben
     
  2. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 14.01.08   #2
    Das kommt auf das Pult an. Es muß halt mindestens ein pre-fader AUX-Weg für Dein IEM vorhanden sein. Bei super-low-budget FoHs mit nur einem oder zwei Monitorwegen könnte es eng werden und einen Mix mit Leuten ohne IEM teilen, führt quasi nie zu Zufriedenheit.

    Wäre sinnvoll.

    Wie schon angedeutet: Wenn Du vom FoH-Mitormix unabhängig sein willst, musst du Deinen IEM-Mix selber machen. Ob dann die Spar-Variante mit Monitormix ohne Getrommel vom FoH und selber Drums, Trigger, Sampler und Klick dazumischen oder gleich den kompletten Monitormix selber machen, hängt von Aufwand/Geld ab.

    Eine Lösung mit Wedge als Plan B muß nicht unbedingt sein, wenn Du ein zweites Paar Ohrhörer hast. Mit dem Beltpack und einem Mischer sind ja zwei Kopfhörerverstärker am Start, so daß hier Reserve im Fall des Falles vorhanden wäre. Wedge als Sicherheitsgurt wäre nur zwingend nötig, wenn Du absolut keine Zeit hast, einen defekten Hörer zu tauschen oder schnell umzustecken. Also z.B. professionelle Auftritte oder Musicals/Medleys ohne Pausenmöglichkeit.


    der onk mit Gruß
     
  3. Brunni

    Brunni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.08   #3
    Meine Erfahrung war, dass es sehr wichtig ist, dass das Signal, was man auf das Ohr kriegt richtig eingestellt ist. Der FOH-Mischermann ist damit manchmal ein bischen überfordert. Wenn man es aber mal richtig eingestellt hat, ist es ganz gut.
    Es kommt natürlich drauf an, ob ihr einen eigenen Mischer habt, oder sogar ein Digital-Pult, so dass die Einstellungen gespeichert werden...

    Außerdem muss man natürlich überlegen, ob man Stereo oder Mono haben will...
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 17.01.08   #4
    Digimischer ist natürlich chic, plug&play geht aber auch nur dann optimal, wenn die Abnahme der Band hochgradig reproduzierbar ist. Falls z.B. der Drummer halt immer die Mikros nimmt, die vor Ort grad da sind, der Klampfer zu jedem Gig mit 'ner anderen Box anrückt, der Bass mal direkt vom Instrument, mal vom Line-Out des Bassamps in die DI-Box geht, hilft das schönste gespeicherte Setup am Mischer nicht, weil man doch immer wieder neu einpegeln, klangregeln und Mischungen einstellen darf.

    Oder andersrum gesagt: Ist das Setup der Band sehr starr, kriegt man auch mit analogen Mischern den Monitormix ruckzuck hin. Analogmischer haben ja auch einen Speicherplatz für Einstellungen: Nämlich das, was eingestellt ist, bevor der Casedecke draufkommt. :D


    der onk mit Gruß
     
  5. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.08   #5
    Herrliche Formulierung, aber wahr! :great:

    ...Das würde aber natürlich letztendlich in der letzten Ausbaustufe bedeuten, dass man dem FoH-Platz eigentlich sämtliche Kanäle "nur noch zur Verfügung stellt".
    Sprich: Alle Mikros, DI-Boxen, (Bühnen-)Kabel, etc. müssten auf Bandseite vorhanden sein.
    Ebenso bestenfalls die anzusteuernden In-Ear-Verstärker.

    Wie würde es denn eigentlich ein FoH-er sehen, wenn ihm so etwas unterkommen würde?
    (Monitormix komplett bei Band, FoH-Anschluss über Splitter an der Stagebox)
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 18.01.08   #6
    Habe noch keinen erlebt, der angesichts dieses Umstandes in Tränen ausgebrochen wäre. ;)
    So kann der Tech am FoH endlich das machen, was sein Job ist, anstatt ständig auf alle Musiker zu äugen, ob denn nicht gerade wieder einer anfängt auf seine Ohren zu deuten und zu fuchteln... :D


    der onk mit Gruß
     
  7. Boerx

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    Erstellt: 18.01.08   #7
    Mit Einschränkungen ;-).
    Generell wird der Mischer wohl jubeln, allerdings muss dann er Ein/umbau usw. natürlich etwas anders geplant werden. Hier solltet ihr daran denken, dass die Technik vor Ort dann auf einmal auf eure Stagebox muss. Evtl. sind hier entsprechende Kabelpeitschen sinnvoll und Adapter notwendig, damit das Multicore aufgesteckt werden kann.
    Auch sollte man sich dann überlegen wie man die Subcores auf der Bühne verteilt und wer diese stellt und wie diese auf den Splitter passen.
     
  8. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.08   #8
    Genau deshalb hab' ich gefragt.

    Könnte mir auch vorstellen, dass der eine oder andere Tech bei dem Gedanken an unvertrautes Equipment ins Stirnrunzeln kommt.
     
  9. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 19.01.08   #9
    Ach so... Du willst dem Tech Deinen eigenen Monitortisch vor die Nase stellen, oder wie? Ich dachte, das sollte so aussehen, daß es keinen Monitormann gibt, sondern die Band die IEM-Mixe selber baut.
    Allgemein darf der Herr Techniker bei einer ihm unbekannten Band ja immer mit großteils unvertrautem Equipment arbeiten. Es sei denn, er kennt wirklich jedes Gerät und lässt sich einen Schrieb schicken, wie die Backline exakt aussieht. ;)

    Das Problem mit einer Festival-Situation hat Boerx ja angesprochen. Wenn man dagegen als "Einzelkämpfer-Band" einen mehr oder weniger abendfüllenden Gig mit Haustechniker oder angemietetem Mann und Material absolviert, ist die Chose unkritisch. Entweder die Band rückt mit eignem Splitter (evtl. auch im Monitormischer) an oder man mietet eben was man braucht.


    der onk mit Gruß
     
  10. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.08   #10
    Das war eher was ich meinte.
    Mit unvertrautem Equipment meinte ich eher Mics und deren Positionierung.


    Vielen Dank für Eure Antworten! :great:
     
  11. Boerx

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    Erstellt: 19.01.08   #11
    Solange ihr hier auf "noramle" Produkte setzte seh ich da keine Probleme. Aber warum machst du dir über die Mikros gedanken? Wollt ihr die auch mit schleifen?
     
  12. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.08   #12
    Dies war der Ausgangspunkt meiner Überlegungen (In diesem Fall Monitorpult).
    Die dort vorgenommenen (gespeicherten) Einstellungen sind ja eigentlich nur dann sinnvoll, wenn stets das identische Equipment verwendet wird, oder täusche ich mich da?
     
  13. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.01.08   #13
    Ja, prinzipiell schon wobei sich das einspielt und die notwendigen Änderungen weniger werden
     
  14. georgyporgy

    georgyporgy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.08   #14
    Ich habe auch mit Monitormix (besonders auf hektischen Festivals oder wenn man nur Support ist) nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Die Angst vor dem Blindflug ist also berechtigt...

    Wir betreiben gemischtes Monitoring: Unsere 3 Sänger hören sich konventionell über Wedges ab. Bass, Git, Keys und Drums nutzen In-Ear (nur der Bassist nutzt eine Funkstrecke, die anderen benutzten kabelgebundenes IEM).

    Unser Trommler hat ein kleines Mischpult der B..-Marke, und benutzt dessen Headphone out. Als Quelle auf der Bühne wie im Probenraum kommt ein Monitorweg vom FOH. Den Klick zieht er sich über einen zweiten Kanalzug. Im Übungsraum (wir benutzen dort für unsere Doku-Mitschnitte nur ein Overhead für die Drums) hat er er sich für seinen Kopfhörersound noch ein weiteres SM 57 zwischen seine 2 Snares und die HiHat gestellt. Das fährt er sich über den dritten Kanal zu....

    Die Idee, sich grundsätzlich die extra benutzten Geräte wie Klick, Sequencer, Synthpads usw. selbst zu mischen, ist imho sehr vernünftig. Oft baucht man nicht mal Splitter, weil die Dinger ja sowiso meist über DI-Boxen ans FOH gehen. Dort ist normalerweise ein zweiter unsymmetrischer Ausgang. Den benutzt man dann. Oder es gibt schon 2 Paar Ausgänge..

    Wenn man selbst mit seinem Instrument nur ein Mikro/Line Weg belegt, oder sowieso vormischt (Keyboards) kann man auch sehr Auxweg-Sparend vorgehen:

    Beispiel Gitarre: 1 Mikro, dieses Splitten. Ein Weg an FOH ein Weg an einen Kleinmixer (Headphone Out an IEM). Wahlweise Monitorweg oder FOH Summe an den Kleinmischer geben lassen. Als zweites Signal das eigene dazumischen. (Mach ich seit 2 Jahren so und bin zufrieden)

    Beispiel Keyboards: Voraussetzung Keysubmixer mit mindestens 1 Stereo Subgruppe

    Keyboarder hört seine Submixer Summe über IEM am Phones-Out ab. Zusätzlich läßt er sich noch die FOH Summe geben. Die Keyboards sind auf Subgruppe und auf Summe geroutet. Die FOH Summe N U R auf Summe. Auf dem Subruppenout erscheinen also nur die Keyboards. Diese werden an FOH weitergeleitet. (Macht unser Keyboarder ca. seit einem Jahr)

    Die Variante mit der FOH Summe als Hauptquelle hat viele Vorteile: Alle Signale sind irgendwie schon da und das ohne aufwendigen Monitorsoundcheck für jeden Weg. Das Zumischen der eigenen Signale erledigt man in eigener Regie. Somit hört man in jedem Fall sich selbst.

    Ein Nachteil ist aber, dass im Laufe des Abends die Lautstärke öfter mal steigt. Dann muß man eben das FOH-Signal ein wenig zurückschrauben.

    Sollte der FOH-Mensch nun absolut nix sinnvolles anbieten (z.B Supergau: Veranstaltungscrew nötigt die Band zum Anfangen aber auf ersten Einzähler ist alles gemutet und der Mixer noch auf Klo) reisst man sich einen Stöpsel raus und hört wenigstens mit einem Ohr sich selbst und mit dem anderen den Bühnensound.

    Wir buchen öfter nur einen FOH Mann und der kann 4 Monitorwege anbieten: 3 Für jeden Sänger und 1 für unseren Drummer. Keys und ich (Git) und demnächst auch Bass hören sich mit der FOH-Variante ab. Die Erfahrungen sind bisher gut. Und man spart sich den Monitor Mann. In Zeiten des Verfalls der Veranstaltungs-Etats eine Lösung, die oft den Gig erst ermöglicht.
     
  15. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.08   #15
    Im Gegensatz zu Euch, die Ihr ja auf FoH-Signale für's Monitoring angewiesen seid, haben wir den Luxus eines analogen Monitorpultes im Ü-Raum.
    Z. Zt. hören sich meine Mitspieler (noch) über Bodenmonitore.
    Ich selber habe mir so'n Ding:
    http://fischer-amps.de/index.php?id=79
    geleistet und daran 'nen BEYERDYNAMIC DT770 PRO angeschlossen.
    Die anderen Musiker sollen nach und nach ebenso ausgerüstet werden.
    Vermutlich aber eher mit In-Ear-Hörern.
    Jeder hat seinen eigenen Mix.
    Da wir über das Monitorpult auch (über zwei Mono-Ausgänge 'ne "Stereosumme") aufzeichnen, sind eh schon alle Schallquellen mikrofoniert. Also ist eigentlich alles vorhanden und für's Monitoring eingestellt.
    Im Ü-Raum haben wir keinen Monitormann, also haben wir für jeden die ihm genehme Einstellung gesucht, die seitdem nicht mehr geändert wurde.
    Meine Vorstellung geht dahin, das ganze Equipment 1:1 bei 'nem Gig einzusetzen, da so jeder seinen gewohnten Sound direkt nach dem Zusammenstöpseln hat.
    Der FoH-Platz soll die Signale "nur" über 'nen Splitter beziehen.
    Ich habe nur Bedenken, dass ein FoH-Tech, der in diesem Fall ja keinen Einfluss auf das verwendete Equipment (Mics und deren Positionierung) hat, solch ein Setup eher ablehnt.
     
  16. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.01.08   #16
    Wie gesagt, solange ihr hier auf gängige Produkte setzte seh ich da kein Problem was die akzeptanz angeht. Das Problem ist ein logistisches. Wie löst ihr die Verkabelung und dsa umpatchen so, dass es IMMER funktioniert, schnell geht und auch bei kurzen Changeover-Zeiten machbar ist.
     
  17. Tobse

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    Erstellt: 21.01.08   #17
    ich kenne keinen foh kollegen der damit probleme hat mit einem vorgesetzen setup zu arbeiten.
    wollt ihr regelmäßig mit dem gleichen foh kollegen losziehen dann könnt ihr ihn ja jetzt schon im planungsstatus mit einbeziehen.
    arbeitet ihr unterwegs immer mit verschiedenen technikern zusammen erübrigt sich das natürlich. aber auch da kann der tech ja eh nicht immer frei wählen was er möchte. er ist angewiesen auf das was der verleiher/der Club vor ort hat, und in diesem fall sagt die band eben an (wegen ihrem mon setup) was vor ort ist.

    das man nicht alle mikrofone gleich gern hat ist klar, ein ernstzunehmender kollege sollte aber doch mit verschiedenem material umgehen können.

    einzige bedingung imho: es muss unterm strich was vernünftiges dabei rauskommen, sprich es müssen mikrofone sinvoll ausgewählt werden damit das alles passt und klingt und schlüssig ist. dann wird der foh tech auch mit guten signalen bedient mit denen er arbeiten kann, und dann sollte das auch klappen.

    und wenn ihr doch mal an nen kollegen kommt der davon überzeugt ist dass der fortbestand der menschheit davon abhängt dass er jetzt sein eigenes bassdrum mikro benutzt, dann patcht das einfach noch auf einen freien splitterkanal (ein paar ch reserve solltet ihr eh planen) und gut ist. ihr nehmt fürs monitoring eures, er für den foh seins

    2 möglichkeiten in der praxis:

    - ihr kauft oder mietet euch einen splitter und passende auflösungen. eine für euer monitorpult (ich würde damit dann auch phantom machen) und mit der anderen übergebt ihr die signale stumpf gesplittet an die local crew. die können damit machen was sie wollen sprich 1:1 auf ihr core patchen udn ab gehts.

    - ihr ridert euch einen splitter und eine auflösung für euer monitorpult, eure bühnenverkabelung wird auf den örtlichen splitter gepatched, von dort gehts wie immer einmal ins örtliche foh pult, die extra georderte peitsche kommt in euer monitorpult und gut ist

    beides nicht unüblich und funktioniert. was da mehr sinn macht hängt auch ein bissel davon ab mit was für verleihern/clubs/material man da zu tun hat. steht da i.d.r. seriöses material kann man sich ruhig auch splitter stehen lassen, steht da oft murks würd ich mich eher selbst darum kümmern.

    was wohl nicht funktionieren wird, ist das ihr mit den pulteinstellungen eures proberaumes auf der bühne glücklich werdet. in dem moment wo da vor der bühne ne pa losdonnert, die bühnenakustik sich ständig ändert etc wird sich da auch das pultsetting ändern.
    man bekommt da in der tat mit der zeit ein gewisses grundsetup hin das dann eben nur noch etwas angeglichen werden muss, das wird sich aber vermutlich doch von dem des proberaumes unterscheiden.
    ist ja aber kein thema, mit dem analogpult schreibt man sich sowas eben in nem cue sheet auf, kurbelt das kurz nach plan hin und gut ist, das sind ein paar minuten, daran wirds nicht scheitern.
     
  18. Dodo Dinkel

    Dodo Dinkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #18
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Mischer sich schwer tun, eine unverstärkte Summe für einen individuellen Monitormix auszugeben, da die Wege über die Verstärker laufen.
     
  19. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 02.02.08   #19
    Hä?
    Dann muß halt eine Subgruppe herhalten oder das Signal beim Main-Insert abgezwackt werden...

    der onk mit Gruß
     
  20. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.02.08   #20

    Wo liegt das Problem? Wird halt schnell umgepatched. Ist in unter 2min erledigt.
    Bei mir hat sich da noch nie jemand schwer getan.
     
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