inEar-Monitoring für vierköpfige HipHop-Gruppe

MiPro Anlage umgestiegen, die im Gigaherz-Bereich funkt
Sorry, aber das ist für die vom TE genannten Anforderungen absolut ungeeignet. Da ist kompromisslose Funkstabilität entscheidend, und die kann man insbesondere bei Majorfestivals im Gigahertz definitiv nicht darstellen. Mipro sehe ich jetzt abgesehen davon allgemein nicht in dem Segment.

Warum? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Die sind ja quasi gemacht für empfangsantennen die sich „bewegen“.
Ja, aber die Richtwirkung ist sehr stark, bzw. der Öffnungswinkel klein. Wenn die Antenne irgendwo am FOH steht, super. Wenn die auf der Bühne steht… naja, dann sollte man zumindest sehr genau wissen, was man tut.

Zum TE:
Wie oft spielt ihr auf Majorfestivals tatsächlich?
Wenn das nur ab und zu mal ist:
—> Tech-Rider oder Anmieten für die großen VA, und für den Rest was in Richtung PSM900 anschaffen.

Der Thread verlangt eigentlich nach @Jürgen Schwörer :engel:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Moin!

Für genau diese Anwendung würde ich immer auf das Sennheiser IEM G4 System gehen. Die Dinger sind im Gegensatz zu PSM900 nämlich übers Netzwerk managebar, was Frequenzscans und -zuteilung deutlich angenehmer macht.

Als Frequenzband bietet sich eigentlich alles, außer die Duplexlücke zwischen 823 und 865 MHz an. Wichtig wäre noch eine Abstimmung mit den Mikrofonen. Ich gehe davon aus, dass auch 4 Funkmikros verwendet werden? Da sollte man dann darauf achten, dass die Mikros am anderen "Ende" von dem ganzen nutzbaren Frequenzbereich sind. Also z.B. In Ear bei ca. 500MHz und Mikros im 700er Bereich. Oder andersrum. Man kann aber auch dazu sagen, dass 4 In Ear Strecken und 4 Funkmikros kein riesengroßes Problem sind, das kann man auch alles in das gleiche Band quetschen (bei Profi Equipment).

Falls Funkmikros auch irgendwann angeschafft werden sollen, bietet sich die Sennheiser EW DX Serie an. Da passen 4 Kanäle auf 1HE und man kann die Geräte über das gleiche Netzwerk managen wie die In Ear Sender.

Zu den In Ear Sendern gehört dann auf jeden Fall noch ein Antennencombiner und die passende Antenne. Wenn man möglichst flexibel sein will, nimmt man eine Rundstrahlantenne. Wenn es nur riesige Festivalbühnen sind, dann kann man auch auf ein gerichtetes Paddel gehen. In beiden Fällen sollte die Antenne natürlich AUF der Bühne stehen und nicht am FOH.

Thomann bietet das grade als Bundle an: https://www.thomann.de/de/sennheiser_ew_iem_g4_a1_band_4_ch_bundle.htm
Rundstrahlantenne: https://www.thomann.de/de/sennheiser_a1031_u.htm

Wie hier andere schon gesagt haben, bietet sich natürlich an, das Monitoring über einen Rackmixer, wie zb. das X32Rack", selbst zu machen und die Signale von Mikros und Zuspieler zum FOH analog zu splitten. Dann hat man das komplette Equipment für die Gruppe schön gesammelt in einer Rack und ist super schnell auf- und abgebaut.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Sorry, aber das ist für die vom TE genannten Anforderungen absolut ungeeignet. Da ist kompromisslose Funkstabilität entscheidend, und die kann man insbesondere bei Majorfestivals im Gigahertz definitiv nicht darstellen. Mipro sehe ich jetzt abgesehen davon allgemein nicht in
Stimmt, da gebe ich Dir absolut recht. Das hatte ich überlesen.
 
Technika
  • Gelöscht von Wil_Riker
  • Grund: Inhalt vom User selbst entfernt
Ja, aber die Richtwirkung ist sehr stark, bzw. der Öffnungswinkel klein. Wenn die Antenne irgendwo am FOH steht, super. Wenn die auf der Bühne steht… naja, dann sollte man zumindest sehr genau wissen, was man tut.
Hm, ich verstehe deine Überlegung aber man hat z.B. mit der Shure Helix einen Öffnungswinkel von 63° innerhalb der 3dB Toleranz mit einem Zugewinn von >10dBi. Ich vermute, dass man dadurch selbst bei 120° noch einen Mehrwert im Vergleich zu einer Rundstrahl hat und man gezielt Empfangsantennen anderer Systeme ausblenden kann.
Das zeigt auch meine Praxiserfahrung. Ich hatte noch nie Probleme wenn eine Helix im Spiel war. Auch wenn diese direkt auf der Bühne steht. Der Empfang von (analogen) Strecken wird dadurch (meiner bescheidenen Erfahrung nach) stark aufgewertet und es gibt im vergleich weniger Rauschen. Mit digitalem In-Ear habe ich keine Erfahrung aber ich denke nicht, dass es sich da anders verhält.

Die Dinger sind im Gegensatz zu PSM900 nämlich übers Netzwerk managebar, was Frequenzscans und -zuteilung deutlich angenehmer macht.
Stimmt, PSM900 sind "nicht managebar". Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Da muss man dann schon zur PSM1000 greifen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hmm, ich bin es als Techniker, der schon seit einiger Zeit kleinere Festivals oder auch andere Veranstaltungsorte betreut. Da kommt es auch dann und wann vor, dass im Rider einer Band steht, dass die ein IEM System brauchen. Meist ist einer der Gründe sicher der, dass es z.B bei Flugreisen eher ungünstig wäre, da noch ein Rack mit 5-6 HE für die Funkstecken mitzubringen. Meist kommen die Bands auch wirklich mit extrem leichten Gepäck an.
Und so denke ich auch, obwohl ich damit so nicht wirklich was am Hut habe, dass es bei Majorfestivals wohl kein Problem darstellen würde, wenn man per Rider die nötigen Funkstecken anfordert. Ich denke den Technikverantwortlichen vor Ort wäre das auch lieber, weil der da das ganze Frequenzmanagement im Griff hat und nicht auch noch eine Harmonisierung der von den Bands mitgebrachten Funkstrecken durchführen muss.

Und dann ist halt noch die Frage wie oft solche Events vorkommen und ob es sich lohnt da wirklich gleich in die "Profiliga" einzusteigen. Denn ich denke vier, fünf Leute mit IEM im Profibereich einzudecken geht deutlich über die angedachten 4.000 Euro raus. Das zahlst du schon alleine für gute IEM Hörer, ganz ohne Funk. Da bist du schnell mal in einem Bereich jenseits der 7.000 € für 4-5 Funksteckenm Antennencombiner, externe Antennen, IEM Hörer usw

Zudem würde ich mir da auch eher den Mix vor Ort über deren Monitormix machen lassen. Heutzutage sind ja die Pulte inkl. Stageboxen durchaus darauf ausgelegt, solche Anforderungen mit Links zu stemmen.
Ich denke auch dass es wo es möglich ist sinnvoll die Technik vom Veranstalter zu nutzen wegen Frequenzmanagement etc.

Kann aber sein dass das das Problem selbst nicht löst - wenn von bei 6 Festivals 4x der Veranstalter die Funkstrecken stellt, dann braucht man für die verbliebenen 2 immer noch eine Lösung. Mag sein dass die dann so klein sind dass man wenig Probleme mit Frequenzmanagement hat, muss aber nicht sein.
Als Bassist sage ich Dir: Höre Dir mal an, wie der Bass auf den Sendern klingt. Erspart Dir vielleicht, dass der Bassist damit unzufrieden ist. Keine Ahnung, wie die Shure Anlage, die Du ausgesucht hast, klingt. Ich habe aber bei günstigen UHF-Systemen die Erfahrung gemacht, dass die tiefen Frequernzen furchtbar rauschen. Für mich als Bassist war das ein No-Go und bin deshalb auf eine MiPro Anlage umgestiegen, die im Gigaherz-Bereich funkt und damit sehr zufrieden.
Ich habe nach der Beschreibung hier keinen Bassisten auf der Bühne vermutet.....
Die HipHop mögen vielleicht gerne "Wohlfühl-Bass" auf den Hörern haben wollen, aber ob das wirklich in dem Falle der wichtige Punkt ist würde ich mal bezweifeln
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Was mich ein bisschen verwundert - hier wird schon über Richtcharakteristik und Premiumhersteller oder nicht diskutiert und jeder wirft seinen (hochpreisigen) Favoriten ins Rennen.
Sicher ist ein großes Musikhaus eine Anlaufstelle, um sich zu informieren - aber warum schickt man den TS nicht mal zu den Vertrieben, wo Leute sitzen, die genau das als täglich Brot haben, was für den Kollegen jetzt Neuland ist.
Am Ende ist es doch Latte, ob das Rack drei oder 10 HE hat, ob das Pult von Yamaha, Behringer oder Allen & Heath ist und wie weit die Antennen auseinanderstehen - wenn die vier Jungs oben auf der Liste stehen, dann wird sich drum gekümmert, wenn sie unten auf der Liste stehen, muss es schnell gehen.

Noch eine kleine, technische Anekdote von mir: vier Kanäle IEM und vier Kanäle Funkmikro gehen locker in einem Rack. Genau so bin ich aktuell mit einer Produktion unterwegs, die drei Paddel stehen in einer Reihe und ich hab null Probleme. Aber das nur am Rand - weil hier immer wieder zu lesen ist, das wäre nicht möglich oder problematisch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ohne jetzt vom Fach zu sein, so würde ich vorgehen: Veranstalter von diesen Gigs fragen, wer für sie die Technik macht, direkt Kontakt mit dieser Technik-Firma aufnehmen und fragen, was sie empfehlen. Ev. sagen sie Dir auch, dass sie ohnehin Systeme vor Ort haben, da man immer damit rechnen muss, dass etwas nicht funktioniert. Besonders wenn jeder sein eigenes Zeug mitbringt.

Ganz ehrlich, mir scheint das alles etwas eigenartig, ich kann mir kaum vorstellen, dass Techniker davon begeistert sind, wenn jeder sein eigenes Zeug mitbringt. Es macht doch auch vom technischen Aufwand/Finanzen her keinen Sinn, für jede Band das ganze System zu wechseln, das während tausende Leute darauf warten, dass das Programm weitergeht.
 
Ganz ehrlich, mir scheint das alles etwas eigenartig, ich kann mir kaum vorstellen, dass Techniker davon begeistert sind, wenn jeder sein eigenes Zeug mitbringt. Es macht doch auch vom technischen Aufwand/Finanzen her keinen Sinn, für jede Band das ganze System zu wechseln, das während tausende Leute darauf warten, dass das Programm weitergeht.
Doch, genau das ist die gängige Praxis bei großen Events. Und wenn der TO von Majorfestivals spricht, gehe ich von großen Events aus. Dafür gibt es bei solchen Events extra Personal was nix weiter als Frequenzkoordinierung und Planung dafür macht.
 
Ohne jetzt vom Fach zu sein, so würde ich vorgehen: Veranstalter von diesen Gigs fragen, wer für sie die Technik macht, direkt Kontakt mit dieser Technik-Firma aufnehmen und fragen, was sie empfehlen. Ev. sagen sie Dir auch, dass sie ohnehin Systeme vor Ort haben, da man immer damit rechnen muss, dass etwas nicht funktioniert. Besonders wenn jeder sein eigenes Zeug mitbringt.
Kann man definitiv versuchen, das Schlimmste was passieren kann neben Schweigen ist die Antwort "das haben wir, das funktioniert, andere Produkte/Marken werden's auch tun"
Ganz ehrlich, mir scheint das alles etwas eigenartig, ich kann mir kaum vorstellen, dass Techniker davon begeistert sind, wenn jeder sein eigenes Zeug mitbringt. Es macht doch auch vom technischen Aufwand/Finanzen her keinen Sinn, für jede Band das ganze System zu wechseln, das während tausende Leute darauf warten, dass das Programm weitergeht.
Dürfte vom Aufwand her nicht das sein was den Braten fett macht. Bei Rock- und Popbands die ganze Backline, im HipHop werden wohl die DJs auch nicht alle die gleiche Bühnenausstattung verwenden. Da ist da Verkabeln eines mitgebrachten IEM-Racks wohl nicht das was das ungeduldige Publikum mit Eiern werden lässt.
 
@twylaorange

was ist denn bereits vorhanden und wie soll das gesamte Setup aussehen?
wie wurden bisher die Auftritte bestritten?

aus der luft ein Liverack mit geilen Funkzeugs zusammenstellen würde deine aufgerufenen 4K vermutlich schnell übersteigen.

ich habe bei meinen IEM Anfängen schnell festgestellt, dass du am besten fährst wenn du ein eigenen Rackmixer dabei hast und nicht vom Monitormischer abhängig bist
 
Dafür gibt es bei solchen Events extra Personal was nix weiter als Frequenzkoordinierung und Planung dafür macht.
und warum macht man das so? Weil jeder sein IEM für seine Hörmuschel braucht? Wenn ich 10 Bands habe, muss ich das 10mal planen und umbauen anstatt einfach 1 System für alle zu benutzen. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?
 
Doch, genau das ist die gängige Praxis bei großen Events. Und wenn der TO von Majorfestivals spricht, gehe ich von großen Events aus. Dafür gibt es bei solchen Events extra Personal was nix weiter als Frequenzkoordinierung und Planung dafür macht.
Je größer der Act desto weniger kompromißbereit werden die sein. Denke auch dass Metallica bei Rock am Ring strikt ablehnen mit anderen als ihren eigenen gewohnten IEM-Bodypacks auf die Bühne zu gehen.

Hinzu kommt: Funkmikros werden ja ebenfalls von den Bands mitgebracht, da hat man das Frequenzthema ja sowieso schon

Apropos:
@twylaorange wie sieht's bei Euch mit Funkmikros aus?

ich habe bei meinen IEM Anfängen schnell festgestellt, dass du am besten fährst wenn du ein eigenen Rackmixer dabei hast und nicht vom Monitormischer abhängig bist
Muss halt auch jemand bedienen können und wollen. Ich verstehe Deinen Punkt dass man nicht von Können und Motivation des Monitormischers abhängig sein will, aber wenn man denkt "das wird nebenher erledigt, merkt man gar nicht" dürfte man auf dem Holzweg sein
 
und warum macht man das so? Weil jeder sein IEM für seine Hörmuschel braucht? Wenn ich 10 Bands habe, muss ich das 10mal planen und umbauen anstatt einfach 1 System für alle zu benutzen. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?
Weil tourende Bands die auf großen Festivals spielen eh ein festes FOH / MON Setup dabei haben wo es heißt auf Roll-Raiser alles zusammenstöpseln, kurzer Linecheck und Attacke. Da hat keiner Zeit für eben mal ein paar IEM Strecken umstöpseln...
 
Muss halt auch jemand bedienen können und wollen
logo irgendwer muss dann in den Sauren Apfel beißen und alles einrichten,

aber wenn man denkt "das wird nebenher erledigt, merkt man gar nicht" dürfte man auf dem Holzweg sein
keinen plan was da problematisch sein sollte, ich mach das bei uns auch nebenher, bin alles andere als ein tontechniker und da merkt keiner was. wie denn auch, das FOH bekommt ja einen Split out, der IEM Mix mit dezidierten Pult findet komplett unabhängig vom FOH statt.

zudem ist es so, dass wir live tatsächlich das Tablet zum einstellen nur noch proforma dabei haben, das passiert quasi nicht, dass da nachjustiert werden muss, und das obwohl auf den Bühnen oft noch die Monitore für die Vorherigen Bands eingestellt sind, bzw. in kleinen Clubs auch ncoh ne Gitarrenbox dazugehängt wird.
unsere Belegung für IEM ist halt alles via Modeler, Drums sind Akustisch Snare und OH, Kick via Trigger. aber ich denke das ist mit reinen Vocals und auf Festivalbühne nochmal ein stück einfacher.

also wenn das gut eingestellt ist und die IEMs gut abdichten, ist man nach dem Verkabeln und einschalten Startklar.
 
Je größer der Act desto weniger kompromißbereit werden die sein. Denke auch dass Metallica bei Rock am Ring strikt ablehnen mit anderen als ihren eigenen gewohnten IEM-Bodypacks auf die Bühne zu gehen.
Lars Ulrich hat sogar einen Schergen in der Entourage, der ihm seine Stöpsel ins Ohr drückt (;O)
 
  • Wow
Reaktionen: 1 Benutzer
Lars Ulrich hat sogar einen Schergen in der Entourage, der ihm seine Stöpsel ins Ohr drückt (;O)
Ich hoffe mal der wurde noch mit anderen Aufgaben betraut ;-)
Ist aber manchmal wirklich interessant bis kurios zu sehen was bei großen Acts an Aufwand getrieben wird damit die sich wirklich komplett auf die Show konzentrieren können.
 
weil hier immer wieder zu lesen ist, das wäre nicht möglich oder problematisch.
Niemand (mit Ahnung) wird sagen dass das unmöglich ist.
Es ist aber eben HF-technisch nicht optimal.
Bei Funk ist es ein bisschen so, wie mit einem Marder im Auto. Wenn der ein paar Mal irgendwo reinbeißt, fährt das Auto ziemlich wahrscheinlich immer noch. Je öfter der zubeißt, desto wahrscheinlicher musst der Fahrer zu Fuß laufen. Wenn es mal so weit ist, ist „der eine“ Fehler eher schwierig zu finden.
Bei den vom TE genannten Veranstaltungen würde ich mich aber möglichst optimal aufstellen, um die Verfügbarkeit des Gesamtsystems möglichst hoch zu halten.
Allgemein: Aktive Antennen >= 3 m auseinander.

und warum macht man das so? Weil jeder sein IEM für seine Hörmuschel braucht? Wenn ich 10 Bands habe, muss ich das 10mal planen und umbauen anstatt einfach 1 System für alle zu benutzen. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?
Weil in den Veranstaltungsgrößen die (Main-) Acts den Takt vorgeben und nicht die Techniker. Der Techniker ist in erster Linie Dienstleister, und je größer die Veranstaltung/Acts, desto fixer die Vorgaben an den Techniker.
Man sehe sich z.B. Sabrina Carpenter mit ihrem Glitzer Mikrofon an (müsste ein Shure Axient Digital mit Sennheiser Kapsel sein). Ich denke nicht, dass da ein Techniker vorgeben könnte, dass sie mit einem schwarzen Sennheiser 6000 mit Shure Kapsel singen muss, weil es für ihn einfacher/bequemer ist.
Wir sprechen einfach über andere Größenordnungen, als die Mehrheit hier kennt.

Nochmal zum TE:
Wie oft kommt ein Auftritt auf wirklich so großen Events vor?
 
wenn von bei 6 Festivals 4x der Veranstalter die Funkstrecken stellt, dann braucht man für die verbliebenen 2 immer noch eine Lösung.
wie gesagt, ich mache zwar keine Festivals im Stile von Wacken oder so, aber bei uns ist es einfach gang und gäbe, die Rider ernst zu nehmen. Wenn da drin steht "wir brauchen vier IEM Funkstrecken vom Typ PSM1000 oder gleichwertig", dann ist das für mich gleich bindend wie wenn da drin steht "Ein Flügel muss gestellt sein". Da solche Dinge ja schon beim Booking klar sein werden (der Rider ist ja ein Vertragsbestandteil), wäre es bei Majorfestivals extremst befremdlich, wenn die dann plötzlich doch keine stellen können.
Weil in den Veranstaltungsgrößen die (Main-) Acts den Takt vorgeben und nicht die Techniker.
Allerdings sind die Main Acts, zumindest jemand in deren Team, technisch auch nicht "auf der Nudelsuppe daher geschwommen", wie man in meinen Breiten so sagt. Die wissen auch genau welche logistischen und technischen Herausforderungen bei derlei Events es so gibt.
Man sehe sich z.B. Sabrina Carpenter mit ihrem Glitzer Mikrofon an
wer auch immer die gute Sabrina sein mag. Aber ich kann mir vorstellen, dass in deren Rider drin steht welche Empfänger gefordert sind, damit das Mikro gut funktioniert. Und das wird sicher kein Exot sein, also von jeder halbwegs gut ausgestatteten Verleihbude auch gestellt werden können. Beim Festival macht man dann einen Frequenzabgleich des Mikros mit den Festivalfrequenzen und dann klappt es auch schon. Gepatcht ist da dann schon alles richtig und alle sind fein raus.
Ich stelle mir das sehr schwierig, nervig und fehleranfällig vor wenn da jeder Act mir irgend einem eigenen IEM Rack daher kommt, und man dann vielleicht sieben oder mehr solcher Dinger in das Festivalsetup einpflegen muss, die Frequenzen der Racks noch mal checken ob die denn auch noch gehen oder eventuell beim vorbereiten schon mal die aktuell spielende Band stören usw.
Dazu kommt dass die Bands ja mit deren Zeug nicht um 8 Uhr in der Früh aufschlagen, damit das gecheckt werden kann bevor der Rummel los geht. Die Band, die für den Slot um 20 Uhr gebucht ist, wird dann halt frühestens um 18:00 antanzen, aber da läuft das Event schon. Und was nun? Einschalten und hoffen dass die Funksysteme nicht den aktuellen Act stören? Das ganze im Changeover checken? Genau dann wenn sowieso volle Hektik ausbricht, dass man das eine Zeug von der Bühne schafft und das andere drauf. Ich weiß nicht. Ich würde das nicht so machen. Aber zum Glück habe ich mit dem Problem mitgebrachter Funktechnik in einer Festivalsituation bisher kaum bis gar nicht zu tun gehabt.
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 3 Benutzer
Allerdings sind die Main Acts, zumindest jemand in deren Team, technisch auch nicht "auf der Nudelsuppe daher geschwommen", wie man in meinen Breiten so sagt. Die wissen auch genau welche logistischen und technischen Herausforderungen bei derlei Events es so gibt.
Das mit Sicherheit. Ehrlicherweise denke ich, dass ich (und vermutlich die meisten hier im Forum) nicht den nötigen Einblick in die Abläufe von derartigen Veranstaltungsklassen haben, um ein realistisches Bild davon zu haben, wie es tatsächlich ist.
Aber ich kann mir vorstellen, dass in deren Rider drin steht welche Empfänger gefordert sind, damit das Mikro gut funktioniert. Und das wird sicher kein Exot sein, also von jeder halbwegs gut ausgestatteten Verleihbude auch gestellt werden können. Beim Festival macht man dann einen Frequenzabgleich des Mikros mit den Festivalfrequenzen und dann klappt es auch schon. Gepatcht ist da dann schon alles richtig und alle sind fein raus.
Interessanter Ansatz, das kann natürlich gut sein. Ich bin mir nicht sicher, wo in der Realität die Schnittstellen und Liefergrenzen liegen.

Sicher bin ich mir nur, dass wenn das so ist, wie der TE angibt:
Okay, ja das Thema inEar war früher eins, wo wir davon ausgingen, dass sowas bei großen Festivals gestellt wird, dem ist laut unserer Bookingagentur aber nicht so.
Entsprechend kompromisslos zuverlässiges High-Class-Zeug her muss, und damit das Budget von 4 t€ bereits bei 1-2 Strecken hoffnungslos gesprengt wird.
Kennt jemand die Preise von Shure Axient PSM Strecken?

Zu definieren wären in jedem Fall die Schnittstellen:
-wer macht den IEM-Mix?
-wie werden welche Signale übergeben?
-wer macht das Frequenzmanagement?

—> Diese Fragen müssten erstmal beantwortet werden, am besten von der Bookingagentur. Dann kann es mit fachlicher Beratung weiter gehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben