inEar-Monitoring für vierköpfige HipHop-Gruppe

Ich stelle mir das sehr schwierig, nervig und fehleranfällig vor wenn da jeder Act mir irgend einem eigenen IEM Rack daher kommt
also ich kenne das tatsächlich so, dass jede IEM-Band mit eigenem Rack inkl. Funk kommt

aber dein Punkt ist auf jeden Fall valide, bei einer VA mit zwei Hauptbühnen nebeneinander, wo eine "on Air" ist und die andere Umbau+Soundcheck macht ist das durchaus kritisch.


Ehrlicherweise denke ich, dass ich (und vermutlich die meisten hier im Forum) nicht den nötigen Einblick in die Abläufe von derartigen Veranstaltungsklassen haben,
sicherlich auch ein Punkt diejenigen im Forum die auf Wacken/Rock im Park oder sonstwo auf der Hauptbühne waren sind wenn überhaupt vorhanden rar gesäht.


Zu definieren wären in jedem Fall die Schnittstellen:
-wer macht den IEM-Mix?
-wie werden welche Signale übergeben?
-wer macht das Frequenzmanagement?
ähnliches hab ich auch schon an den TE weiter vorne im Verlauf adressiert, da müsste sich @twylaorange nochmal zu äußern, da hast du recht
 
also ich kenne das tatsächlich so, dass jede IEM-Band mit eigenem Rack inkl. Funk kommt
Ich kenne beides. Aber meine Erfahrungen (ich vermute auch deine) beziehen sich nicht auf vergleichbare Veranstaltungsgrößen, daher sehe ich alle Schlüsse auf die gängigen Practices dort eher als „Gedankenspiele“ unsererseits an.
 
wie gesagt, ich mache zwar keine Festivals im Stile von Wacken oder so, aber bei uns ist es einfach gang und gäbe, die Rider ernst zu nehmen. Wenn da drin steht "wir brauchen vier IEM Funkstrecken vom Typ PSM1000 oder gleichwertig", dann ist das für mich gleich bindend wie wenn da drin steht "Ein Flügel muss gestellt sein". Da solche Dinge ja schon beim Booking klar sein werden (der Rider ist ja ein Vertragsbestandteil), wäre es bei Majorfestivals extremst befremdlich, wenn die dann plötzlich doch keine stellen können.
Das ehrt Dich und Deine Berufsauffassung, und Du wirst auch Recht haben dass es Majorfestival in der Regel genauso handhaben.
Aber wenn ich es richtig verstanden habe geht es dem TE AUCH um Majorfestivals, aber nicht ausschließlich. Ich las es eher so "wir brauchen ein IEM System weil wir vermehrt Auftritte haben und uns für IEM entschieden haben". Die Majorfestivals bringen dann den zusätzlichen Anspruch an Robustheit/Profiniveau dazu.
Ich fasse die Situation dann so auf:
- stellt das Festival professionelle Funkstrecke, so nimmt man das gerne an
- müssen Festivals/Veranstalter aufgrund des Riders Technik mieten mit der sie sich selbst nicht auskennen, dann möchte man lieber eigenes Zeug haben mit dem man vertraut ist

Allerdings sind die Main Acts, zumindest jemand in deren Team, technisch auch nicht "auf der Nudelsuppe daher geschwommen", wie man in meinen Breiten so sagt. Die wissen auch genau welche logistischen und technischen Herausforderungen bei derlei Events es so gibt.
Genau, die kennen die Schnittstellen selbst auf dem Effeff, auf dem Niveau dürfte alles sehr professionell ablaufen. Klar muss auch bei grossen Festivals und Konzerten improvisiert werden, aber solche Dinge wie das hier dürften reibungslos über die Bühne gehen.
 
beziehen sich nicht auf vergleichbare Veranstaltungsgrößen
das ist vollkommen korrekt, ich dachte das geht bei mir aus dem Kontext hervor, hatte ja geschrieben, dass @Mfk0815 einen Validen Punkt hat mit Störungen beim Umbau/Funkcheck während laufenden Act auf der Bühne. 😉

ich hab bei mir allgemein alles so aufgebaut, dass ich jeden Kanal mit einem Schalter auf Analogverbindung schalten kann, eigentlich aus dem Grund falls ne Funke ausfällt d.H. ich hätte für sowas zufällig sogar schon die Konfiguration im Rack gebaut ... fehlen nur noch die Weltbühnen und Fans :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
Aus meiner persönlichen Erfahrung und ein "paar Jahren Festival" zwischen 150 und 15000 Leuten - jeder ernsthafte Technikdienstleister ist froh drum, wenn die Künstler Abläufe optimieren und ihren Kram am Start haben. Ob das nun ein glitzerndes Mikro oder ein schnöder Knopf sind. Funktionierende Racks sind gerne gesehen und der Aufstand, das in ein Festivalsetup einzupflegen ist in der Regel deutlich geringer, als manche sich das hier vorstellen. Das klappt aber eben auch nur, wenn das Zeug vernünftig vorbereitet ist und klaglos spielt - Frequenzmanagement inklusive. Wer Extrawünsche hat und nicht zur Primetime spielt, der bringt halt mit.
Daher auch meine Idee weiter oben, dass ein Musikhaus - gleich wie groß oder erfolgreich - vielleicht nicht meine einzige Anlaufstelle wäre, sondern Leute aus dem Tech Support oder von einer vernünftigen Technikbude, die sowas nicht mal, sondern regelmäßig machen.
 
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und der Aufstand, das in ein Festivalsetup einzupflegen ist in der Regel deutlich geringer,

ist zwar etwas offtopic, aber macht es sinn als Band neben einen Split out via XLR auch einen Split über AES50 anzubieten? oder würde sowas grundsätzlich abgelehnt werden?
 
müssen Festivals/Veranstalter aufgrund des Riders Technik mieten mit der sie sich selbst nicht auskennen,
sagen wir mal so, mir sind nur selten Veranstalter untergekommen, die sich technisch auskennen, egal woher die Technik stammt. Dafür gibt es technische verantwortliche und Firmen, die die Technik bereitstellen. Die haben dann auch das nötige Knowhow die Dinger zu bedienen. Zumindest wenn es keine Hinterhof Bude ist die mal eben eine Gartenparty ausstatten würden.
Daher ist, zumindest in meiner Welt, zumieten auch kein Thema. Wenn komplexes Frequenzmanagement gefragt ist, meist sind das Veranstaltungen die etwas mehr als 100 Leute an Besuchern haben, dann zahlt es sich auch aus jemanden zu haben, der das wirklich managen kann. Im PA-Forum gibt es jemanden names Lisa F. die z.B durchaus größere Events in Austrialien (denke ich) betreut. Die hat da schon einiges an Einblicken in ihre Arbeit gepostet, unter anderem auch zum Thema Frequenzmanagement, und dass das Thema so wichtig ist, dass es schon lange vor dem Tag X notwendig wird, da sich einen Plan zu machen,
ich hab bei mir allgemein alles so aufgebaut, dass ich jeden Kanal mit einem Schalter auf Analogverbindung schalten kann, eigentlich aus dem Grund falls ne Funke ausfällt
Ich denke da an IEM, bei Funkmikros ist das weniger schlimm, solange die nicht benötigten Mikros aus sind. Aber nehmen wir den Fall, dass auf der einen Bühne eine Band spielt, die IEM benutzt. Dann wird während dieser Performance neben der Bühne dein Rack mal aktiviert um die Frequenzen zu checken, die du aktuell eingestellt hast. Das ding fährt hoch eine deiner IEM Strecken verwendet die selbe Frequenz wie eine IEM Strecke der aktuell spielenden Band. Jetzt sind zwei Sender mit der selben Frequenz aktiv. Das Ergebnis ist nicht vorhersehbar, weil es kann ja sein, dass deine Strecke die andere überlagert, der Musiker also plötzlich nichts mehr hört oder es gibt Störgeräusche, Aussetzer, was auch immer. So zerstört dein Funkrack die Performance der aktuell spielenden Band. Da ist es egal ob du irgendeinen Schalter hast der den Kanal umschalten kann. Der Schaden ist schon passiert.
Gut wäre da zumindest wenn man den Antennencombiner (so man einen hat) quasi auf Offline schalten kann, dass da kein Signal gesendet werden kann. Dann kann man die Frequenzen der Funkstrecken auch korrigieren, falls notwendig, während andere spielen.
Aber egal, an sich sollte es dem technischen Verantwortlichen einer Veranstaltung mitgeteilt werden, welche Frequenzen man aktuell benutzt und der sollte dann sagen, ja geht oder nein ihr müsst da die und die Frequenz auf das und jenes ändern. Das macht ihr dann schon bevor ihr zum Event aufbrecht und alles wird gut. Als technisch verantwortlicher würde ich da die Band, die in ihrem Rider ein Funk IEM erwähnen, die auch dem entsprechend kontaktieren. Wenn das im Rider nicht steht, dann gibt es am Tag X für die Band halt kein IEM. Das ist, wie ich finde, eine Bringschuld der Band.

Bezüglich Auswahl der IEM Funkstrecken für den TE würde ich wohl auch eher darauf achten ein "amtliches" Zeug zu beschaffen, auch wenn die 4000€ da nicht ausreichen. Vielleicht geht es ja, dass man erst mal mit zwei Sender und vier Empfänger anfängt, die dann Mono spielen. Aber man sollte sich schon mal im klaren sein, dass man kurzfristig doch auf vier Sender, inkl Combiner und externen Antennen landen wird, wenn das professionell betrieben werden soll.
 
Das wäre mal so der Bereich:
 
Da ist es egal ob du irgendeinen Schalter hast der den Kanal umschalten kann
Vollkommen richtig, ich wollte eher darauf hinaus, dass ich jetzt weiß was in so einer Situation zu Beachten wäre:
➡️ Funkracks ausgeschaltet lassen. Wenn test nötig dann Kabelgebundenen.

… und das Meine Racklösung das bereits integriert hat 😉
 
Klar, und für die Anreise hat dann jeder einen McLaren damit es vom Stil her passt :biggrinB:
Ich denke da gibt es auch etwas zwischen dem Axient und einem XVive, das auch ganz gut funktioniert und einem nicht gleich die Gage vom ganzen Jahr weg frisst.
Man sollte doch auch die Kirche im Dorf lassen.
 
Man sollte doch auch die Kirche im Dorf lassen.
Wie wichtig eine absolute Störungsfreiheit, und damit die Features (echtes Diversity) zwischen „Klasse Axient“ und dem „dazwischen“ ist, muss jeder für sich entscheiden.
Wie voll bei einem Majorfestival mit mehreren Stages, Streaming, Ü-Wägen, ggf. Videosignalen via Funk, etc. das Frequenzband ist, und wie breit dementsprechend die Schaltbandbreite der eigenen Geräte aufgestellt sein muss, ebenso.

Mit G4 IEM, PSM900 und co. ohne vernüftiges Management & Co. würde ich nicht vor x tausenden Besuchern spielen wollen.

Das ist einfach eine andere Klasse, weil andere Anforderungen und Ansprüche gelten, und hat erstmal nichts mit „Kirche im Dorf lassen“ zu tun. Wenn man ständig auf solchen Bühnen unterwegs ist, wird man die Gage dazu entsprechend haben.

Wenn nicht, ist es in der Regel sinnvoller, das entsprechende Equipment für die wenigen Tage zuzumieten.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Klar, und für die Anreise hat dann jeder einen McLaren damit es vom Stil her passt :biggrinB:
Zumindest ein Goldzahn sollte bei Hiphop doch wohl drin sein. ;)
 
Vielleicht sollte man wirklich differenzieren, um was es wirklich geht.
Grundsätzlich ist ein eigenes IEM Pult mit Funkstrecken, mit dem man autark losziehen kann, ein guter Ansatz. Nur je größer die Veranstaltungen, wie in diesem Fall angesprochen Major Festivals, unterstelle ich eine Größenordnung, wo man solches zusätzliches Geraffel, dass man aufwendig in das vorhandene Frequenzmanagement einbinden müsste, vermeiden möchte. Da bin ich bei MFK, dass der Bedarf auf den TecRider gehört und ggf. zugemietet wird, wenn nicht eh schon vorhanden. Es wird dort garantiert auch noch andere Acts geben, die mit In-Ear fahren wollen und in der gleichen Situation sind. D.h. ich würde dann nur mit meinen eigenen In-Ear-Hörern dort auflaufen, und mein Pult und Funkstrecken zu Hause lassen.
Ein weiterer Punkt wäre, ob ich überhaupt ein eigenes IEM Pult brauche, wenn es tatsächlich nur um 4 Vocals und einen DJ Zuspieler geht. Der Vorteil bei eigenem Pult ist, dass ich dort meine Monitorwege selber mische, was sicher für Bands mit deutlich mehr Signalen (Gitarren, Bass, Keyboards, Drums, evtl. Bläser etc.). Da würde es fremdgemixt aufwendig werden, bis jeder seinen individuellen Mix hat, so wie er ihn gerne hätte, und oftmals bekomme ich fremdgemixt keinen Zugriff auf das Pult.
 
unterstelle ich eine Größenordnung, wo man solches zusätzliches Geraffel, dass man aufwendig in das vorhandene Frequenzmanagement einbinden müsste, vermeiden möchte.
Meine Erfahrungen sind da komplett anders
 
Ich betreue eine vierköpfige HipHop-Gruppe
Diese Einleitung aus dem ersten Beitrag möchte ich nochmal aufgreifen. Was genau ist damit gemeint? Ist die Betreuung technischer Natur, also als Tontechniker oder eher organisatorisch? Oder doch als Manager?
Das könnte dann auch helfen, sich vorzustellen wie das IEM System eingebunden werden kann.
 
Also ich fühle auch, dass man das hier viel weiter unten ansiedeln könnte und hier evtl. schon weit über das Ziel hinausgeschossen wird.
Ich würde konkret empfehlen:
  • Shure PSM300 Premium, Frequenz irgendwas von ca 450 bis 650 MHz. z.B. K3E
  • Als Combiner zum Geld sparen JTS UC 900
  • Als Antenne ebenfalls zum Geld sparen JTS ANT-49
  • Es ist für Festivals sehr schlau, gut beschriftete XLR Kabel z.B. mit 5m Länge fest im Rack zu haben, an deren weiblichen Steckern direkt der In Ear Kanal steht und bei Stereo zudem L/R. Noch "schöner" ist dabei ein kleines 4-fach/ 8-fach Multicore
  • In seinen Rider schreibt man: "Wir bringen 4x In Ear Shure,... mit; in folgendem Frequenzbereich: K3E = XXX bis XXX MHz,... und benötigen 4 Stereo (oder 4 Mono) Monitorwege auf XLR Ausgängen."
  • Eventuell benötigt ihr noch mehr Monitorwege für Eure Band, wenn es denn eine gibt.
  • Wenn es vor Ort kein Frequenzmanagement gibt, ist auch nicht viel Funk unterwegs und man wird das locker mit den integrierten Scan Funktionen zum Laufen bringen
  • Wenn es ein Frequenzmanagement gibt, wird Euch der Manager vor Ort sagen, welche Gruppen und Kanäle ihr benutzt.
Ich würde mich sofort trauen, auf diese Weise 10 In Ear Kanäle mitzubringen (und das tun wir auch genau so). Zudem bin ich manchmal der Frequenzmanager, ich kenne das also von beiden Seiten.

Noch ein paar gut gemeinte Ratschläge:
  • Immer wenn meine Musiker ein Sennheiser IEM G4 In Ear nutzen müssen, stehen sie bei mir Schlange, ob denn was kaputt sei, weil das Ding leider viel schlechter klingt als das Shure. Das sind in der Regel Profimusiker mit sehr hohen Ansprüchen, aber wie gesagt: Sie glauben an einen Defekt!
  • Ein unglaublich guter, wenn auch teurer Invest, sind die Shure Original Akkus samt Ladegerät. Das nimmt unfassbar Stress raus, da man sich auf die Laufzeit zu 100% verlassen kann und eine konkrete Restlaufzeit Anzeige in Stunden und Minuten hat. 6 Stunden sind damit kein Problem! Dagegen funktionieren bei sämtlichen In Ears leider keine "normalen" Akkulösungen wie z.B. NiMh sinnvoll. Man würde somit je Auftritt und Bodypack ein Pärchen AA Alkali Batterien der Umwelt zuführen.
  • Zu diesen Akkus nimmt man dann die Ladeschalen, in die man direkt die Bodypacks samt Akku zum Laden reinstellen kann. Z.B. in der eigenen Backstage Zone oder am Bühnenaufgang.
Wenn Ihr vorerst mit dem Mono Setup beginnt, wären bei dem Budget die Akkus samt Ladeschale gerade so mit drin.
Viele Erfolg
Tobias
 
Dagegen funktionieren bei sämtlichen In Ears leider keine "normalen" Akkulösungen wie z.B. NiMh sinnvoll. Man würde somit je Auftritt und Bodypack ein Pärchen AA Alkali Batterien der Umwelt zuführen.
Das sehe ich anders. Bei Auftritten bis 6h tauschen wir vor Anfang der Show die Akkus, und haben keine Probleme. Ich würde sogar sagen, dass zwei Shows damit gehen würden, aber wir tauschen trotzdem vor jeder Show.
 
Das war eigentlich auf das PSM bezogen. Das IEM G4 halte ich eher wegen der Audioqualität für suboptimal, wenn es denn Profiliga sein soll.
Im Semiprofibereich ist sicherlich beides gut zu haben.
 

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