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Troubadour24
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Echt ein interessantes Thema.
Das ist für mich - gottseidank - nicht ganz so schwer. Liegt sicher auch daran, dass ich eine strenge Flötenlehrerin hatte, die viel Wert auf saubere Intonation gelegt hat. Zu zweit oder dritt musiziert, klingt es sauber. Schwierig wird es immer, wenn jemand dabei ist, bei dem das Gefühl nicht vorhanden ist. Was klingt schlimmer als eine Flöte?
Meine Flötenlehrerin - eine sehr gut ausgebildete Flötistin - spielt öfters bei großen Orchestern als Aushilfe mit. Sie sagte mir, dass es auch bei studierten Flötisten im Orchester gar nicht so selten vorkommt, dass zu hoch oder zu tief gespielt wird. Sie meinte, es wäre dann besser sich anzupassen und bewusst auch zu tief zu spielen. Sonst reibt sich die richtige und die falsche Stimmung zu stark.
Das Flötenspiel fängt für mich dann an, wenn man die Intonation gut ausgleichen kann und einen tragfähigen, sauberen Ton hat. Dann beginnt es Spaß zu machen. Wenn ich bei Flöten schlechte Abstimmung höre, bekomme ich schon fast körperliche Schmerzen. Und natürlich bin ich auch nicht perfekt und intoniere nicht immer sauber. Aber es hat sich entwickelt.
Andererseits wirkt ein zu perfektes Spiel hinsichtlich Tempo oder Stimmung unnatürlich. Beim Recording gibt es zum Beispiel Einstellungen, um gesampelte, künstliche Instrumentenspuren rhythmisch leicht unsauber zu machen, weil der Zuhörer merkt, dass das irgendwie steril unnatürlich klingt. Auch - leichte - Schwebungen dürfen in der Stimmung sein. Und dann gibt es ja noch den Effekt, dass man zum Beispiel im Zusammenspiel sauber intoniert, aber zusammen tiefer und höher wird.
Im Orchester haben wir verschiedene Dinge, mit denen wir eine Verbesserung erreichen:
1. Der Stimmton muss mit der Intensität geblasen werden, mit der man dann auch spielt. Meiner Meinung nach sollte man auch piano, mezzoforte und forte einstimmen. Wird aber nicht gemacht.
2. Der Stimmton der Flöten muss in mittlerer Lage erfolgen. Es hat keinen Sinn mit dem tiefen a zu stimmen.
3. Eine gute Übung ist, wenn nach dem Stimmen der einzelnen Instrumente tutti das a (oder analog das b im Blasorchester) geblasen wird, dann sucht sich jeder irgendeinen beliebigen Ton aus (Kakaphonie) und alle kehren wieder gemeinsam zum Stimmton zurück. Ein gewaltiger Effekt der plötzlichen Verbesserung.
4. Akkorde spielen im Orchester. Der Dirigent verteilt die Töne und lässt den Akkord aufbauen. Als weitere "Schikane" die Töne im Raum einzelnen Spielern und nicht dem Register zuweisen.
5. Bei schwierigen Stellen (z.B. ein gehaltener langer Pianoton in mittlerer oder hoher Lage) wird "ausgedünnt". Den spielen dann z.B. nur zwei statt fünf Flöten. Den Fall hatten wir kürzlich - ein h in mittlerer Lage, piano, als langer Halteton am Schluss des Stückes (da wo es am meisten auffällt). Es war einfach nur .... (bitte nach Belieben ein eigenes, negativ konnotiertes Adjektiv an dieser Stelle einfügen
)
Ich könnte jetzt noch stundenlang Überlegungen anstellen. Ist echt ein unerschöpfliches Thema.
In meinem nächsten Leben spiele ich Klavier oder Keyboard. Dann habe ich's leichter
Das ist kaum zu vermeiden- die meisten Hobbymusiker erreichen nicht das Level an Gehör um selbst bei einer im Prinzip gut gestimmten Flöte bei 2 Leuten ein echt verschmelzendes Unisono zu erreichen. Bei 5 Spielern an nur einer Stimme brauchst du dafür 5 gut aufgelegte, ausgeschlafene Leute und keiner darf rausfallen und die anderen zu sehr verunsichern- des ist selten aber zum Glück wirkt das wenn es nicht zu starke Abweichungen gibt eher wie ein leichter Vergrößerungseffekt. Wie beim Akkordeontremolo nur hoffentlich feiner und nicht so starr.
Das ist für mich - gottseidank - nicht ganz so schwer. Liegt sicher auch daran, dass ich eine strenge Flötenlehrerin hatte, die viel Wert auf saubere Intonation gelegt hat. Zu zweit oder dritt musiziert, klingt es sauber. Schwierig wird es immer, wenn jemand dabei ist, bei dem das Gefühl nicht vorhanden ist. Was klingt schlimmer als eine Flöte?
Meine Flötenlehrerin - eine sehr gut ausgebildete Flötistin - spielt öfters bei großen Orchestern als Aushilfe mit. Sie sagte mir, dass es auch bei studierten Flötisten im Orchester gar nicht so selten vorkommt, dass zu hoch oder zu tief gespielt wird. Sie meinte, es wäre dann besser sich anzupassen und bewusst auch zu tief zu spielen. Sonst reibt sich die richtige und die falsche Stimmung zu stark.
Das Flötenspiel fängt für mich dann an, wenn man die Intonation gut ausgleichen kann und einen tragfähigen, sauberen Ton hat. Dann beginnt es Spaß zu machen. Wenn ich bei Flöten schlechte Abstimmung höre, bekomme ich schon fast körperliche Schmerzen. Und natürlich bin ich auch nicht perfekt und intoniere nicht immer sauber. Aber es hat sich entwickelt.
Andererseits wirkt ein zu perfektes Spiel hinsichtlich Tempo oder Stimmung unnatürlich. Beim Recording gibt es zum Beispiel Einstellungen, um gesampelte, künstliche Instrumentenspuren rhythmisch leicht unsauber zu machen, weil der Zuhörer merkt, dass das irgendwie steril unnatürlich klingt. Auch - leichte - Schwebungen dürfen in der Stimmung sein. Und dann gibt es ja noch den Effekt, dass man zum Beispiel im Zusammenspiel sauber intoniert, aber zusammen tiefer und höher wird.
Oft liegt das Problem aber einfach darin dass einige der Musiker quasi keine Wahrnehmung für Feinintonation haben.das ist dann eine Betonwand und natürlich hilft kollektives Intonationstraining... aber nicht zu 100 % und nicht bei jedem. Tonhöhenwahrnehmung ist eben extrem breit gestreut. Vor und nach Trainingsmaßnahmen. Andererseits- genau diese Leute profitieren am meisten davon wenn das Instrument per se extrem gleichmäßig gestimmt ist. Das oft übliche Stimmen mit nur einem Stimmton hilft dabei mehr als gar nicht aber ist auch sehr sehr grob.
Im Orchester haben wir verschiedene Dinge, mit denen wir eine Verbesserung erreichen:
1. Der Stimmton muss mit der Intensität geblasen werden, mit der man dann auch spielt. Meiner Meinung nach sollte man auch piano, mezzoforte und forte einstimmen. Wird aber nicht gemacht.
2. Der Stimmton der Flöten muss in mittlerer Lage erfolgen. Es hat keinen Sinn mit dem tiefen a zu stimmen.
3. Eine gute Übung ist, wenn nach dem Stimmen der einzelnen Instrumente tutti das a (oder analog das b im Blasorchester) geblasen wird, dann sucht sich jeder irgendeinen beliebigen Ton aus (Kakaphonie) und alle kehren wieder gemeinsam zum Stimmton zurück. Ein gewaltiger Effekt der plötzlichen Verbesserung.
4. Akkorde spielen im Orchester. Der Dirigent verteilt die Töne und lässt den Akkord aufbauen. Als weitere "Schikane" die Töne im Raum einzelnen Spielern und nicht dem Register zuweisen.
5. Bei schwierigen Stellen (z.B. ein gehaltener langer Pianoton in mittlerer oder hoher Lage) wird "ausgedünnt". Den spielen dann z.B. nur zwei statt fünf Flöten. Den Fall hatten wir kürzlich - ein h in mittlerer Lage, piano, als langer Halteton am Schluss des Stückes (da wo es am meisten auffällt). Es war einfach nur .... (bitte nach Belieben ein eigenes, negativ konnotiertes Adjektiv an dieser Stelle einfügen
Ich könnte jetzt noch stundenlang Überlegungen anstellen. Ist echt ein unerschöpfliches Thema.
In meinem nächsten Leben spiele ich Klavier oder Keyboard. Dann habe ich's leichter
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