Ist meine Band nicht zuverlässig?

von pingufreak83, 07.03.12.

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  1. pingufreak83

    pingufreak83 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #1
    Nabend :),

    ich bräuchte mal euren Rat, denn ich weiß echt nicht weiter. Meine Band lahmt irgendwie total und ich finde das nicht so toll. Es frustriert mich sogar sehr. Die Band existiert seit ca. 4 Jahren. Die Probleme die ich nenne waren von anfang an vorhanden. Die folgenden Punkte stören mich sehr:

    - Sänger und Schlagzeuger wohnen etwas weiter weg, dass ist aber ok
    - wenn Sänger oder Schlagzeuger nicht proben können, wird meistens die ganze Probe abgesagt
    - es kommt hin und wieder vor, da proben wir mehr als 2 Monate nicht. Gründe: Karneval, Party, irgendwelche Kleinigkeiten etc. Ich selbst habe sage so gut wie nie ne Probe ab und bin immer dabei.
    - das Schreiben von Songs geht nur sehr langsam. In den 4 Jahren sind gerade mal 8 Songs zu Stande gekommen. Auf fast jeder Probe müssen immer wieder die selben Songs gespielt werden, anstatt was neues anzufangen. Dabei bringe ich sehr oft fertige Songs mit auf die Probe, die aber dann meistens verworfen werden. Bei manchen Songs versuche ich die Meinung zu ändern. Das ist mir einmal gelungen und seitdem ist der Song der Lieblingssong der Band...
    - die Bereitschaft in eine Gesangsanlage zu investieren ist null
    - die Bereitschaft die 6 Lieder mal im Studio aufzunehmen ist null, deswegen habe ich mir selbst Studio-Equipment zugelegt. Schlagzeug und Gitarren wurden direkt eingespielt. Der Basser hat ein halbes Jahr nicht auf die Reihe bekommen, die Spuren einzuspielen. Das habe ich dann übernommen. Danach wurde der Basser jetzt Lead-Sänger und dort spielt sich das selbe ab. Keine Intonation, alles total schief und er übt einfach nicht. Die Gesangsspuren sind jetzt seit einem weiteren halben Jahr immer noch nicht im Kasten. Das bei 6 Liedern. Mich kotzt das echt voll an...
    - Auftritte nur relativ selten
    - immer kommt was dazwischen

    Ich bin irgendwie der einzige der voran kommen will. Trotzdem mag ich die Leute und auch die Band / Musik. Irgendwie habe ich nur das Gefühl, dass die Leute nur Musik aus Spaß oder halt zum "Vorzeigen" machen. So nach dem Motto: Wer hat die dicksten Eier?!

    Habt ihr eine Idee wie ich das am besten lösen kann? Aussteigen möchte ich nicht unbedingt. Ich habe schon viel Überedenskunst geleistet, immer ohne Erfolg. Ich selbst bin nicht der beste Musiker in der Band, trotzdem irgendwie der "zuverlässigste".

    Danke!

    LG
     
  2. Eternitys Child

    Eternitys Child Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #2
    ich hatte mal mit meiner band genau dasselbe problem. bei mir hat aber eine e-mail zu situation in der band geholfen. bei meiner band lief auch fast nichts mehr, ich hatte mal mitgezählt: in einer stunde probe hatten wir ein lied nur 4 mal ansatzweise geschafft. ich hatte auch ständig neue und gute songideen, aber die sängerinnen waren total unkreativ und hatten halt keine texte dazu geschrieben. zudem brauchen die sängerinnen immer noch die liedtexte zu songs die wir seid 2 jahren spielen... ein eigener song von uns führte übrigens live zu einen freejazz-desaster (keiner außer ich und der drummer hatte eine geringe ahnung vom ablauf...).
     
  3. Insurrection

    Insurrection Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #3
    Ich denke in deiner Situation ist es sehr wichtig die Karten auf den Tisch zu packen, und deinen Bandmitgliedern zu sagen was du denkst.
    Dabei geht es nicht um Anschuldigungen oder aufspielen, sondern rein um deine Meinung zu eurer momentanen Situation. Dann muss man halt schauen, wie man das Problem löst.
    Wer bei einem solchen Gespräch nicht erscheint (es gibt aber auch Gründe die annehmbar sind) ist mMn nicht an einer funktionierenden Band interessiert, ebenso wie jemand der die ganze Zeit sagt: "Ist mir egal, mein Gott, reg dich ab etc .

    Wenn ihr zusammen spielen wollt, müsst ihr über solche Sachen sprechen und sie gemeinsam lösen, wie auch immer das aussehen mag. Über solche Gespräche hat sich mit sicherheit nicht nur eine Band aufgelöst, aber Kommunikation ist unumgänglich.

    Überreden halte ich für keine Dauerlösung, so nebenbei.

    Hoffe du kannst was damit anfangen.

    Grüße
     
  4. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.03.12   #4
    Schwieriges Thema. Man muss nicht nur am gleichen Strang ziehen, sondern auch gleichstark und in die (ungefähr) gleiche Richtung. Unterhaltet Euch mal über Eure Ziele, Wünsche und die Wichtigkeit der Band in Eurem Leben.

    In einer meiner Bands gab es auch mal so eine "Durchhängephase", bis eine der Sängerinnen auf den Tisch gehauen hat. Auf einmal wurden zwei, drei Gigs akquiriert, und die Probendisziplin (und -Freude!) waren wieder da.

    Viele Grüße
    Jo
     
  5. Klopsenator

    Klopsenator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #5
    Schau dich mal nach weiteren Musikern für deine Band um, die könnten etwas frischen Wind und evtl Antrieb reinbringen. Nach 4 Jahren "Eierei" hät ich keine lust mehr und hätte mir andere gesucht, denn dir scheint ja die Sache wesentlich wichtiger zu sein, da du ja hier nach hilfe rufst.

    Meine Band Eiert auch nen bissl rum, aber wir haben 6 (Cover)Songs in 6 Monaten(wofür ich Tabs/Noten rausgegeben hab) gemacht, und alle Songs haben niedrigen Ansrpuch und diese Sitzeen immer noch nicht richtig, und das nervt mich schon ein wenig. Aber dein fall ist extrem.
     
  6. pingufreak83

    pingufreak83 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #6
    Ich schau mal. Jetzt wurde für diese Woche schon wieder ne Probe abgesagt. Ich glaube reden hilft da nicht mehr viel, vielleicht sollte ich einfach aussteigen. Immer wenn ich versuche die Bandisziplin anzusprechen, sehe ich nur lange Gesicher von den meisten und werde angezickt. Ich glaube der Unterschied ist einfach, dass ich was damit erreichen möchte und die anderen es eben nur des "Saufen" Willens und zum "Abhängen / Bier trinken" machen. Ich denke ne Band kann so nicht funktionieren, wenn nicht mindestens jede zwei Wochen irgendwas passiert. Das muss nicht unbedingt Proben sein, sondern auch so Sachen wie Gigs organisieren, Kontakte knüpfen etc. Vielleicht bin ich auch zu streng mit denen, oder eben zu gutmütig. Keine Ahnung. Ich denke immer an die verlorene Zeit bei Proben, wo immer wieder die selben Songs durchgespielt werden und es einfach nicht voran geht. Dabei wäre es so einfach, wenn der Wille da wäre. Echt sau doof.
     
  7. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #7
    Mit dem Threadtitel hast du es leider getroffen, wie's ausschaut.
    Deine Loyalität und dein Willen, es weiter mit deinen Freunden zu versuchen, egal wie sie dich hängenlassen, das sind positive Eigenschaften. Nur als Musiker bringen sie dich leider nicht weiter.
    Du hast es angesprochen, aber es wurde nicht angenommen. Fertig.
    Man kann auch dir deshalb keinen anderen Tip geben als dir eine andere Band zu suchen, in der das Motivationsniveau stimmt.

    Denn im Endeffekt sieht's so aus:
    Und das muss sich keiner antun.
     
  8. Sammmy

    Sammmy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #8
    Ich hab auch 3 Jahre mit Leuten zusammengespielt, die nur in der Band waren um ein Paar Euros am Wochenende zu verdienen und keine Lust hatten mehr zu Proben und zu spielen als sein musste (wir spielen Hauptsächlich Coversachen aus verschiedenste Richtungen).
    Nach 3 Jahre proben (auch nicht öfters als einmal im Monat) hatten wir unseren größten Auftritt als Vorband vor 3000Leuten. Wir waren als Pausenband der Hauptband gedacht. Nachdem wir die 1. Pause super hingekriegt haben und das Puplikum mit Songs wie "Teenage Dirtbag" gewonnen haben wollten die in der 2. Pause nicht mehr spielen.
    Kurz danach zog ich einen Schlussstrich und gründete mit dem Schlagzeuger aus der alten Band eine neue mit neuen professionellen Equipment. Jetzt nach einen halben Jahr Wöchentliches Proben haben wir wieder unsere ersten Auftritte.
    Ich glaube ich hab wie du zu lange gewartet und den Schritt nicht gewagt klartext zu reden.
     
  9. Transistorkiller

    Transistorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #9
    Ich wage mal zu behaupten, dass fast jeder Musiker mal ähnliche Erfahrungen macht und viele davon vor ähnlichen Fragen standen.
    -Bringt reden noch was?
    -Soll ich aussteigen?
    -Soll ich jemanden rauswerfen?
    -Soll ich mir parallel ne andere Band suchen?
    -usw und so fort...

    Die Grundlage für eine Band soll und muß meiner Meinung nach Spaß an der Sache sein. Wenn Du dir oben genannte Fragen stellst, scheint der Spaß nicht mehr in dem Maß vorhanden zu sein, wie es sein sollte. Um das aber herauszufinden, müsst ihr euch zusammensetzen und drüber sprechen. Da führt kein Weg dran vorbei, so unangenehm das auch ist. Jeder einzelne soll doch einfach mal über seine Position, seine Sicht der Dinge und seine Gefühle gegenüber der Band und der einzelnen Charaktere sprechen. Ebenso muss die musikalische Ausrichtung der Band besprochen werden (Damit meine ich die Songs, den Stil, Hobby oder gscheit, usw.) und Du wirst sehen, wohin der Hase läuft.
    Manchmal muss man aber der Wahrheit ins Auge sehen und seine Konsequenzen ziehen, so hart es auch sein mag.
    Ich hätte ne Latte an Beispielen, wie hart manche Sachen in Bands ablaufen, aber das würde hier den Rahmen sprengen.
    Wenn Du aber schon Recording Equipment hast, nimm doch mal Dein Zeug auf und spiele soviele Instrumente wie möglich selbst und Du kannst vielleicht anhand Deiner Ergebnisse besser entscheiden (vielleicht mit den anderen zusammen) wohin die Reise geht.

    Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen und denk dran, am Ende zählst nur Du und fertig.
     
  10. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #10
    Ich will in eurem Club Mitglied werden :D

    Ich habe die gleichen Problem, wie einige hier. Ich habe sie ähnlich lange und meine Änderungsversuche bestanden darin, das hier Gesagte umzusetzen. Der Erfolg blieb aus.

    Tja, ich bin`n geduldiger und auch leidensfähiger Mensch aber...... ich habe mich zu 90% für den Ausstieg entschieden. Und alleine mit dem Gedanken daran, gehts mir besser.

    Blöd ist nur, dass unser Keyboarder seit einigen Monaten aussetzt (sozusagen Vaterschaftsurlaub) und wir im Oktober einen dicken Gig zugesagt haben. Deshalb war mein Ziel, erst nach diesem Gig auszusteigen und zwischendurch noch 43 mal versuchen etwas zu meiner Zufriedenheit zu ändern. Ich bin Bassist und die sind nicht leicht zu finden. Unbd selbst wenn man jemanden gefunden hätte, müßte der noch das Programm lernen.
    Aber bei der letzten Probe stellte sich heraus, dass nicht sicher ist ob der Gig mit Keyboarder stattfindet weil er nicht weiß, ob er dann wieder dabei ist. Ob wir ohne Keyboarder oder gar nicht spielen oder mit einem zweiten Gitarristen (wenn wir bis dahin einen finden) ist nicht geklärt. Das werde nächste Probe mal ansprechen.

    Tja, vielleicht mühe ich mich jetzt noch 4,5 Monate ab um festzustellen "wir spielen dort nicht". Aber das fände ich nicht sooo dramatisch.

    Blöd ist, nach 6,5 Jahren und ohne jegliche persönliche Probleme eine Band zu verlassen, die musilaisch und vom Zussammenspiel her echt absolut genial ist.

    Aber die negativen Seiten sorgen dafür, dass ich mich an den Vorteilen nicht erfreuen kann.

    - Absolut keinen Bock auf Aufnahmen. Live höchstens um es als Demo zu verwenden und im Ü-Raum, nur unter blöden Sprüchen und Fragen nach dem "Warum". Das Warum wurde 125 mal verschieden beantwortet.

    - Immer und immer wieder die gleichen Spiel- und Strukturfehler an den gleichen Stellen. Grund : "Anders gehts nicht", "fällt doch keinem auf", "Wir sind halt nicht die Stones".

    - Songs werden grundsätzlich nur sporadich eingeübt und dann lieblos hingepfuscht. Natürlich sind sich alle einig, dass hier noch eine Zweitstimme hingehört und da noch der Übergang zu holperig ist. Aber "Live klappt das schon wegen dem Adrenalin" und "Machen wir später, lass uns erstmal die anderen Songs draufschaffen". Okay, nach Monaten haben die betreffenden songs weder Zweitstimme noch hat sich der holperige Übergang verbesert. Außer mir sagt da keiner was zu.

    "Kann Live, auch passieren, dass sich einer verspielt und dann können wir auch nicht abbrechen".

    Das kleine Problem was ich habe ist, dass ich verdammt faul und demotivert geworden bin und in einer neuen Band vermutlich erstmal wieder "Mitarbeit in einer Band" üben muß. Aber alleine schon die Tatsache, dass ich keinen bock mehr habe mir Lieder draufzuschaffen für...... ja, wofür !? Zeigt doch, dass ich da nicht mehr hingehöre.

    Wir haben 1 Gitarre und 1 Bass. Bei Licks, sollte man sich da irgendwie absprechen, finde ich. Ob es nun unisono sein soll oder nicht und wenn nicht, wie der Lick denn genau geht, dass man sich dazu ein Gegenstück ausdenken kann.

    Nein, es wird solange schief gespielt, bis ich nachfrage. "Muß doch nicht wie auf Platte sein", "Wir spielen ja nicht nach, wir interpretieren *höhöhö*". Naja, egal, was man abspricht wenn ich es mir nicht aufschreibe und nächste Probe wieder ansprechen haben es alle vergessen und die ganze aktion geht von vorne los. Nein, trotzdem möchte man keine Aufnahmen von sich machen. Und da schließt sich der Kreis :)

    Zwar haben wir seit 2, Jahren einen neue Sängerin, die anfangs auch etwas frischen Wind reinbrachte und mal klipp und klar sagte "das klingt schief" "DOCH" und somit auf meiner Seite war aber inzwischen sagte sie nur noch selten was. Meistens stimmt sie mir zu wenn ich den anfang gemacht habe. Allerdings nervt sie das auch, dieses "immer die gleichen Fehler".

    ....und das alles unverändert.....seit 6,5 Jahren.
     
  11. ExiLia

    ExiLia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #11
    Uff... das klingt echt extrem, was du da gepostet hast. Und ich dachte schon, bei mir sieht es schlecht aus. Wir haben auch relativ unkonstant Zeit zum proben und diese sind meistens auch nur sehr kurzweilig und nicht intensiv genug. Das Problem war einfach, dass die Proben nicht ernst genommen wurden und wegen Kleinkram abgesagt wurden. Man kann daran den Stellenwert der Band bei den einzelnen Personen ablesen und als ich gesehen hab, dass ein Tattootermin von einer Bekannten wichtiger war als eine Probe, wusste ich wo die Band bei den anderen steht.
    Nach einigen Diskussionen (wie hier schon oft erwähnt, ist Kommunikation unumgänglich) lief es wieder. Auch der neue Samstagnachmittag Probentermin soll jetzt doch wahrgenommen werden, obwohl von einigen gesagt wurde "da hab ich aber meistens schon was vor." (Freunde treffen oder so...) Sowas geht mMn GAR NICHT!
    Naja und jetzt läuft es wohl wieder richtig gut. Neues Equipment bringt meistens auch schon ne ganze Menge:D

    Trotz alle dem habe ich mir jetzt noch eine weitere Band gesucht und soweit ich das beurteilen kann (ich kann die Situation natürlich nicht so optimal einschätzen, da ich es hier ja nur gelesn hab und nicht dabei war) ist die "Band" in der du dich zur Zeit befindest, Zeitverschwendung. Alles kannst du nicht alleine machen, ihr solltet ein Team sein und ohne Teamgeist wird das ganze nichts. Was man als Musiker in einer Band alles dazu lernen kann ist enorm und das können auch lange Abende alleine mit der Gitarre nicht kompensieren. Du stehst praktisch deiner eigenen Entwicklung im weg.

    Solange nicht eine 180° von den anderen vollzogen wird, solltest du dir neue Musiker mit den gleichen Zielen suchen. Das macht deutlich mehr Spaß.:)
     
  12. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #12
    Noch ein paar Erklärungen....

    Dass der Keyboarder sich`ne Auszeit genommen hat, ist völlig in Ordnung. Er hat`n zeitaufwendigen anstrengenden Job, eine berufstätige Frau, 2 kleine Kids und dazu einen weiten Anfahrtsweg. Das lief auch total sauber ab. "Hört mal zu jungs, so und so siehts momentan aus, die und das habe ich mir überlegt. Tut mir leid aber geht nicht anders. Einverstanden ?". Ja, natürlich. :)

    Die letzte Probe fand ohne die Sängerin statt. Nachdem alle über`ne Stunde gewartet hatten, riefen wir an. "Ups, bin krank habe vergessen abzusagen". Ja, nervig, doof...... kann passieren, ist nicht der Regelfall. Kein Problem.

    Die beiden Proben davor fielen ebenfalls aus weil der Schlagzueger auf dienstreise war. Kein Problem. Seit dem die Band existiert heißt es "Arbeit geht vor". Und dass jemand für`n Tatootermin oder sowas`ne Probe absagt gibt es nicht. Wir proben nicht immer am gleichen Tag sondern sprechen bei der Pobe den Termin für die nächste ab oder e-mailen dazu. Und wenn jemand eben auf`n Geburtstag eingeladen ist, ist im Vorfeld klar, dass an einem anderen Tag geprobt wird. Also aus dieser Richtung gibts keine Probleme. Zumindest keine, die ich als solche sehe.

    Was halt nervt ist, dass ich mit meiner Meinung alleine darstehe. Vielleicht kann ich sie auch nicht richtig kommunizieren aber ich denke schon, dass man mich versteht. Gesprochen haben wir schon oft..... sehr oft. Das Ergebnis war immer "Jau, klar." Und drei Wochen später war alles so wie vorher.

    Es muß ja nicht zwingend richtig sein, was ich will und was ich sage und wie ich das sage aber das Gefühl immer gegen Windmühlen zu reden und hier im Forum zu lesen, dass ich gar nicht sooo weit daneben liege, mit dem was ich sage ist sehr kräftezehrend und Spaß-raubend. Dazu tut es fast schon weh wie jeder innerhalb dieser Band sein riesiges Talent vergeudet. Denn gut sind die alle, sehr gut sogar.

    Momentan ziehe ich um und bin froh, dass mein Equipment im Ü-Raum stehen kann. :D Und auch sonst hätte ich wirklich keine Zeit aber auch keine Lust auf`ne zweite Band, eher auf`ne andere ;)

    EDIT : Meine Ziel ist lediglich in`ner Band zu spielen und das überwiegend live. Gerne auch mal Studio aber das ist eben teuer und wie gesagt, nur so`n kleines Bonbon im Hinterkopf.

    Am wichtigsten ist mir die einstellung der Leute zu dem was sie da tun. Wenn jemand nicht soooooo der talentierteste ist, sollte er sich aber zu helfen wiss, wie überall anders im Leben auch. Wenn ich weiß, dass ich nicht der schnellste bin, muß ich mit groove überzeugen, zum Beispiel. Wenn ich keine höhen Töne treffe, singe ich eben tiefe, die aber dafür richtig und gut.

    Wenn ich`n gig spiele zahlen Leute Geld dafür, mich zu sehen. Kriegen die Leute mit, dass ich sie verarsche und weil ich meine sie merken und hören eh nix, mache ich das genau zweimal, das Erste und das Letzte mal :D

    Der Rest der band war immer dafür 6 Stunden (übertragend gemeint) zu spielen und das Publikum mit Sachen wie Knockin`on heavens door rauszuekeln. Ich hätte besser gefunden wenn man unseren Bandnamen mit einem knackigen Gig, der Lust auf eine Fortsetzung macht, verbindet. Aber waren ja eh immer alle besoffen und NATÜÜÜRLICH haben alle gesagt, dass es ihnen gefallen hat. Ähm, ich geh`auch nicht zu`ner Band und sage, dass sie scheiße waren, der drmmer bei song 3 zu spät eingestiegen ist. Und wenn ich die ganze Band scheiße fand behalte ich das auch für mich. Ich äußere das durch ein Fernbleiben bei den weiteren Gigs.

    Wir haben bisher immer in ländlichen Regionen gespielt, wo es halt für das Publikum echt`n Erlebnis war wenn mal´ne Liveband gespielt hat. In biespielsweise Hannover möchte ich mit denen gar nicht auftreten. Einfach weil die Einstellung nicht passt. Man kann songs umarrangieren wenn es schwierigkeiten gibt, man kann einfach "Wir spielen sie nicht mehr", man kann sooooooo viel machen.

    Das Problem ist, es kostet, Zeit und Arbeit und ist einfach nur ein "Machen". Da stimmt mir auch jeder zu. Und wenn ich sage "brauchen`wa nicht mit anfangen, wird sowieso nicht" stimmt man mir auch zu.

    Tja, lustig, nicht wahr !? :D
     
  13. Transistorkiller

    Transistorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #13
    Ich hatte immer Probleme mit den Drummern in meinen Bands. Weiber, Party, Faulheit, Weiber und Party und Selbstverliebheit und BLÖDHEIT! Einer sagte sogar mal:" Naja, ich mache mir keine Gedanken, weil ich bin ja so gut, dass ich sowieso entdeckt und berühmt werde." Das End vom Lied, er ist zwar Schlagzeuglehrer, fliegt aber aus allen Bands -bei denen er nach uns- eingestiegen oder angeheuert wurde, raus.
    Ich mache seit über 20 Jahren Musik und mit meiner letzten Band (eben diese mit dem oben genannten Drummer) war sehr früh klar, dass diese Band das Zeug für Großes hat. Es kam, wie erwartet, Plattendeal, weltweiter Vertrieb, Airplay bei den Amis, Ostküstentour in Planung, usw. Das war aber noch lange kein Grund für 3/4 der Band ne Art hinzumachen. Ich dachte mir immer nur:" Das hab ich jetzt alleine für die Band geschafft. Was, wenn die anderen drei auch noch soviel reißen würden??" Die anderen drei machten aber gar nichts. Außer natürlich Proben platzen lassen, Unwahrheiten zu platzieren oder einfach "temporarely not available" sein. Die Band ging genauso den Bach runter, wie meine psychische und körperliche Verfassung. Zum Schluß waren es dann 2 Flaschen Wodka, alle 2 Tage... Der Preis war mir zu hoch und nachdem der Gitarrist von seiner Alten aufgetragen bekam, bei uns zu kündigen, hab ich den Drummer rausgeworfen, noch ein paar Monate noch mehr gesoffen, mich scheiden lassen, in Therapie begeben und mir ein Schlagzeug gekauft.
    Lieber spiel ich alleine und produziere mein Zeug selbst, als mir von Vollidioten mein Leben und meine Träume kaputtmachen zu lassen.
    Wie man sich denken kann, lernt man Schlagzeug nicht von heute auf morgen und ich hab für mich akzeptiert, dass ich nun komplett von vorne anfangen muss.
    Um meine Fähigkeiten zu verbessern, hab ich inseriert und nach Anschluß zu ner Band gesucht. An dieser Stelle muss ich sagen: ICH HASSE COVERBANDS!
    Wo bin ich also gelandet? Richtig, in einer Volbeat Tribute Band und dabei mag ich Volbeat nicht mal besonders.
    Ich sag euch aber warum ich da jetzt spiele: WEils verflucht viel Spaß macht! Die Songs sind mir da gar nicht so wichtig, denn die Leute passen und wir haben ne gute Zeit zusammen. Genau anhand dieser, meiner Bandmitglieder kann ich widerlegen, dass "Ich arbeite viel und hab Kinder" nichts, als ne Ausrede ist, um NICHT proben oder spielen zu müssen:
    1. Unser Sänger arbeitet 3 Schichten, ist verheiratet, hat zwei Kinder
    2. Gitarrist ist verheiratet, 2 Kinder, arbeitet normal, gibt Gitarrenunterricht und macht nebenbei Computerkram
    3. Bassist ist verheiratet, ein Kind, arbeitet 9 Stunden, restauriert Oldtimer und organisiert so Oldtimer Zeug
    4. Ich hab ne Frau, arbeite täglich 12 Stunden, produziere Bands, bin Autor (Gedichte) und hab neben her noch 3 weitere Musikprojekte
    und trotzdem proben wir mindestens einmal die Woche und jeder freut sich drauf und hat Spaß.
    Und das Schönste dran ist, dass wir letzte Woche mit eigenen Songs angefangen haben. Hell fu**in' yeah!!
     
  14. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #14
    Krasse story. :)

    Für`ne Feierabendband halte ich es aber für legitim, dass die Band in der Lebensgestaltung nicht immer an erster Stelle steht. Bei euch war es ja tatsächlich so, dass ihr im Studio wart und einen Deal hattet. Das ist bei uns gar nicht das Ziel. Wäre es das Ziel wäre ich schon längst ausgestiegen :D Mein persönliches Ziel ist das auch nicht.

    Dass die Band wichtiger ist, als die songs, die sie spielt stimmt übrigens auch meiner Meinung nach. Aber das kann sich auch etwas verschieben. Fänd`ich nicht schlimm.

    Ich finds aber ganz witzig, dass dich diese Frustration dazu gebracht hat, andere Instrumente zu erlernen. Bei mir ist das ähnlich. Vielleicht ist es mir so besser möglich anderen zu erklären, was ich meine.
     
  15. Transistorkiller

    Transistorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #15
    Du kannst natürlich so auch die Frustration steigern, wenn Du das Zeug besser spielen kannst, als derjenige, der es spielen muss :D
     
  16. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #16
    Ja, das ist theoretisch möglich aber bis man an diesem Puntk angelangt ist braucht wohl Jahre, es sei denn man ist im Bereich der Schülerbands unterwegs. ;)

    It halt auch`ne Frage der Fähigkeit. Unser Leadgitarrist ist ungelogen, der geilste, den ich je gehört habe. Und zwar wegen seinem Stil, seine Gefühl und seines daraus resultierenden Wiedererkennungswertes.

    Der Typ aber an der Rhythmusgitarre ? Grausam.

    Klingt komisch, ist aber so.
     
  17. Transistorkiller

    Transistorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.12   #17
    Was soll ich denn sagen? Ich spiele seit 24 Jahren Gitarre und jetzt bin ich Schlagzeuger in einer Coverband :rofl:
     
  18. Gast 2738

    Gast 2738 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.12   #18
    KRASS, was so einige Musiker alles über sich ergehen lassen. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Aber es ist auf jeden Fall bemerkenswert. Ich habe mich zunächst gefragt, ob man evtl. zuviel Zeit für sowas hat, aber nachdem ihr mal von eurem Tagesablauf berichtet habt, schließt sich das eigentlich aus. Also, wirklich ernst gemeinte Frage: Warum tut man sowas? Sich von einem sterbenden Projekt Ehe und Leben zerstören lassen (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe) und nicht rechtzeitig die Reißleine ziehen?!

    Ich habe mit meiner alten Band bzw. besser gesagt mit der alten Besetzung auch ziemliche Frustsituationen über mich ergehen lassen, aber gemessen an dem, was ich hier lese, war das alles Ponyhof! Bei uns war es auch so, dass die Musiker nicht herausragend waren und vieles oft wichtiger war als die Band. Das resultierte dann in verhältnismäßig wenige Auftritte, Proben, die effektiver hätten sein können und stockendem Songwriting. Das alles habe ich mir mit meinem Songwriter auch recht lange angeguckt, etwa 2 Jahre. Haben trotz besseren Gefühls sogar ein Album aufgenommen, zwischendurch gings immer mal wieder. Aber als dann sozusagen alle Startbedingungen für "den Durchbruch" gegeben waren und es nicht merklich voranging, haben wir endlich mal Klartext geredet und daraufhin 2/3 der Band verloren. Anschließend das Projekt in unsere neue Heimat nach Hamburg verlegt, neue Leute gesucht, gefunden, tip top.

    Nachdem ich gemerkt habe, dass selbst nach einem fast kompletten Besetzungswechsel, u.a. auch am Mikrofon, nicht gleich "alles im Arsch" ist, sehe ich es auch weniger eng, nach einer angemessenen Zeit der Frustration und Problemlösungsarbeit Musiker "auszutauschen". Das Projekt ist mir verdammt wichtig und ich bin nicht gewillt, mit demotivierten und / oder untalentierten Kollegen meine Zeit zu verschwenden. Das mag hart klingen, aber wenn man mit etwas so knappem wie Zeit wirtschaften muss, bringt es einfach niemanden weiter, wenn man so und so lange vor sich her dümpelt.
    Ich würde mir jedenfalls NIE, nie nie nie vier, fünf oder gar sechs Jahre so einen Klotz ans Bein binden, wie ich es hier z.T. gelesen habe. Ich verstehe es einfach nicht! Ich weiß doch was ich will und was mir gut tut und dann wähle ich doch nicht freiwillig so eine Tortur! Als Songwriter hat man da vllt leicht reden, Musiker "auszutauschen", die Songs behält man ja trotzdem und kann sich neue Leute suchen. Und versteht mich bitte nicht falsch, es ist mir super wichtig, dass die Leute nett sind und dass alle gut miteinander auskommen und mir sind Freundschaften auch viel wert. Allerdings muss ich sagen, dass man zum damaligen Trennungszeitpunkt von der alten Besetzung auch nicht mehr wirklich von einer engen Freundschaft sprechen konnte. Evtl. ist dies ein weiterer Grund, warum ich eure Entscheidung echt nicht nachvollziehen kann.

    Falls jemand Lust hat, mir das etwas genauer zu schildern, wäre ich dem sehr zugetan :)
    Ich hoffe, es fühlt sich niemand angegriffen, das war nicht meine Absicht.

    Schönes Wochenende euch!
     
  19. Transistorkiller

    Transistorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.12   #19
    Auch wenn das alles krass klingt und auch wirklich hart war, hab ich wahnsinnig viel draus gelernt.
    Ich hab der Musik viel zu verdanken und obwohl sie mich fast das Leben gekostet hätte, hat sie meine Seele gerettet.
     
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