Jetzt aber ernsthaft

von Witchmaster, 19.08.03.

  1. Witchmaster

    Witchmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.03   #1
    Hallo!
    Nachdem sich keiner traut hier als erster seinen Senf reinzuschreiben opfere ich mich. 8)

    Und jetzt kommt eine wirklich ernst gemeinte Frage: :shock:

    Wo beginnt und wo endet Dance-Musik?
    Gibt es auch hier Pioniere ala Black Sabbath für Metal oder The Clash für Punk.

    Wo sind Eure Roots?
    Ich wills echt wissen.. :oops:
     
  2. VCO

    VCO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #2
    ...muss ich wiederholen, dass Dance die falsche Bezeichung ist (oder ich habs prinzipiell nicht verstanden *g*). Ich halte sehr viel auf alle Klang-Experimentatoren und Sound-Bastler. Als Gott der Götter fällt mir da Jean Michelle Jarre ein, der hat den Moog quasi gesegnet. Als nächstes muss ich dann gleich Tall2XLC nennen, der macht zwar keine so toll neuen Stücke, sein Sound-Imperium ist klar strukturiert und die Aufgaben zwischen den Labels verteilt. Er pickt gute Talente raus. Nicht zu vergessen die sehr frühen Hip-Hop Anstrengungen um RunDMC oder Combos wie die Soul Sonic Force, Afrikaa Bambaataa die derb an den Sampler gespielt haben. Aus dem Synthie-Pop Camouflage und DeMo (in alphabetischer Reihenfolge *g*). In der Tat war auch die frühe Techno-Bewegung so ende der 80er Anfang der 90er sehr produktiv, ich sag nur Mottes Klang der Familie. Jetzt ist alles sehr in Händen der Musikindustrie...Prodigy sind alt geworden und sogar die Stones beenden Ihre Karriere.

    Dance ist alles, was auf die Tanzfläche zieht und Gogo-Girls wippen lässt *sabber*, ja das ginge auch zu Deep Purples Smoke on the Water oder John Lee Hooker aber ich mein eher Zappelhallen *g* ohne Headbanging. Das meiste davon ist einfach billiges Resample. Sag ich nur Rolands MC 808. Ich hab mich mal ein paar Monate bemustern lassen, ich hab es aufgegeben, jede Woche 20 Platten im Schnitt und davon waren 3 gut...da kostet die Lagerhaltung und Entsorgung mehr als was es einbringt...aber bitte, die Zielgruppe, zahlungskräftige Jugendliche sind recht anspruchslos und in der Masse (Großraumdiskothek) einfach zu steuern, den Rest erledigen Mode- und Designerdrogen *g* Einem muss ich noch huldigen. Mijk van Dijk, mit dem kann man sogar nett plauschen, auch mal über was anderes als seine Platten.
     
  3. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 20.08.03   #3
    Dance soll eigentlich mehr die vorwiegend in Discotheken (und dort wohl hauptsächlich zum Tanzen) gespielte Musik zusammenfassen (wobei sich HihHop- und Techno-Fans etwa genau so viel zu sagen haben wie Metal- und Funk-Fans :) )
     
  4. uno-beobachter

    uno-beobachter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #4
    tag zusammen.

    die roots der elektronischen musik?! nix für ungut - niemand hier wird ernsthaft eine kurze geschichts-lesson abhandeln können. wo sollte es auch losgehen?

    bei kraftwerk, die im ehrlich rockenden deutschland lange nicht so recht wahrgenommen werden wollten, in den frühen siebzigern aber erstaunlicherweise von djs in chicago zum live-remixing von disco und soul-hits benutzt wurden? und was ist eigentlich mit den ganzen krautrockern noch viel früher, haben die nicht auch mit synthies rumgespielt, waren dann aber zu bekifft, um damit wirklich musik zu machen. oder war die initialzündung in england anfang mitte der 80, als ein paar spinner unabhängig voneinander punk und wave und independent und neues technisches synth-gerät vermixten?

    puh... whatever, das würde ne lange story ... und dann die vielen schubladen, die sich inzwischen in der elektronik-szene aufgetan haben.

    schlage eher vor, sich der ganzen sache anders zu nähern. mit den ohren. (bitte verwechselt nicht den viva-3er-tierfergelegt-dance pop mit eletronischer musik. cheesige 80er jahre hits im techno-remix disst doch die szene selbst als abgesang des klassischen tonträger-marketings. dass sich das ganze (noch) besser verkauft als cds von ambitionierten pop-rockern, liegt daran, dass ... äh dass die eben keiner hören und sehen will. in anderen worten: die großraumdisse ein dorf weiter ist ungefähr genauso repräsentativ für elektronische musik wie die _scorpions_ für _rock_ ... ;-)

    hört man mal jenseits der dance-klischee-acts, dann gibts unter house und techno feine sachen zu entdecken:

    * entspannt monoton pumpenden kram, der selbst den stocksteifesten zum zucken & grinsen bringt. und eindeutig in den club oder die disco gehört, weil er im besten fall nicht als einzelner track wahrgenommen, sondern als soundtrack für eine ganze nacht dient.
    * oder geschmeidig blubberndes schmooves zeug, das sich in endlosen spuren schichtweise aufbaut, gegeneinander verschiebt und verwebt. zum zuhören abgehn und chillen gleichermaßen tauglich.
    * oder kickende popsongs, charmant naiv, dabei sehr effektvoll arrangiert, sachen halt, die dich grinsen lassen und der wahre grund dafür sind, dass du heute so verdammt gut aussiehst ...
    * oder fieses hartes bohrendes sägen an den nervenenden, nicht weil der drum-sound-tüftler die snare diesmal für viel geld nach besonders billigem blech klingen liess, sondern weil 64 gesampelte slayer-licks auf eine amphetamin-gedopte stark sägezahnende 909 treffen.
    * oder einfach unkategorisierbar orchestral arrangiertes zeug. intellektuellen-scheiß für den kultur-teil der süddeutschen halt, aber trotzdem eher feiner fug als grober unfug.
    * oder auch neil-peart-nahe-shuffles aus knurps-samples des artists, wie er gerade knirschend einen apfel kaut und so weiter ...

    das alles genau so gut oder schlecht gefühlt / produziert / eingespielt / vermarktbar / mit bzw ohne künstlerischer intention wie in der traditionellen "mucker"-szene. und mit durchaus nicht weniger investitionsbedarf als andere akustische instrumentalisten ;-)

    sehr spannend auch, dass beide "welten" mehr und mehr zusammenwachsen - nein, ich meine jetzt nicht die playback-stones, sondern den gitarrensongschreiber von der ecke, der sich fragt wozu n saufender basser & n depressiver drummer gut sein sollen und lieber mit ner handvoll equipment im schlafzimmer sachen macht. das schöne ist, dass die artists halt einfach musik machen!
    it´s all about music. and a new bassline for jose!

    ts... lange rede kurzer sinn - eigentlich kam ich wegen was anderem hier ins forum:
    hat jemand erfahrung mit dem numark cdn 90 oder cdn 88 player?
    insbesondere was die midi-fähigkeiten angeht: kann man den player per midi-controller ansteuern (zb.: evolution uc-16 an cdn 90)?
    und: kann der player als midi-controller für programme wie ni traktor genutzt werden?

    danke für alle infos!

    ciao
     
  5. sissibert

    sissibert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.03   #5
    wie waers wenn mer einfach sagen, elektronische musik hat mit der steckdose angefangen :)

    naja wahrscheinlich net ganz. aber fast.
     
  6. TAMA_Fetischist

    TAMA_Fetischist Guest

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    Erstellt: 23.10.03   #6
    Das erste Brumme der Trafos..........ohhh yeaaa...........
     
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