John Mayer Strat Probleme mit der Saitenlage

von Jack-S, 06.12.08.

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  1. Jack-S

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    Erstellt: 06.12.08   #1
    Hallo an Alle,

    vorab möchte ich erst mal Danke sagen, für die vielen Tipps und Anregungen die ich bis dato den Beiträgen in diesem Forum entnehmen konnte.

    Nun aber zu meinem eigentlichen Problem, ich habe mir im Sommer bei drei, zwei, eins…meins eine Fender Stratocaster John Mayer in Sunburst ersteigert. Die Abwicklung verlief ohne jegliche Probleme und die Strat war im Prinzip in einem neuwertigen Zustand, höchstens 2-3mal gespielt. Was mich ein wenig verwundert hatte, war die Saitenlage, da konnte man doch glatt zwischen Fretboard und Saiten eine Mütze durchwerfen.

    Na gut dachte ich mir, ist ja auch kein Problem und habe mich dran gemacht den Neck und die Saitenlage neu einzustellen. Ich habe die Saitenlage so eingestellt, dass am 12 Bund bei der hohen E-Saite etwa 2,5mm und bei der tiefen E-Saite etwa 2mm Luft sind. Danach habe ich die Kompensation überprüft und eingestellt.

    Der Hals ist, soweit ich das optisch überprüfen konnte, gerade und die Einstellung habe ich wie folgt vorgenommen, Saite am 1. Und am 15. Bund gedrückt und den Hals so justiert, das die Saite in der Mitte ganz leicht über den Bünden schweben.
    Mit diesem Setting sterben mir beim spielen ab dem 10. Bund die Töne ab, Bendings gehen im Prinzip überhaupt nicht.

    Um die Strat einigermaßen Spielen zu können, musste ich die Saitenlage bei der hohen E-Saite auf etwa 4,0mm und bei der tiefen E-Saite etwa 3,5mm einstellen, gemessen am 12. Bund.

    Nachdem ich ein wenig gegooglet habe konnte ich in einigen Foren nachlesen, das John Mayer ähnlich wie Stevie Ray Vaughan mit einer etwas höheren Saitenlage spielt, aber so hoch?

    Was ich noch erwähnen sollte, ich hatte die Firma Fender Deutschland angeschrieben und nachgefragt, ob es ggf. ein spezielles Setting für die John Mayer Strat gibt bzw. andere Tipps für die Einstellung, aber seitens Fender Deutschland habe ich bis dato keine Rückmeldung erhalten – ohne Worte!

    Jetzt aber zu meinen eigentlichen Fragen:

    Habe ich bei der Einstellung etwas falsch gemacht?
    Hat jemand einen Tipp, was ich noch ausprobieren könnte?
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der John Mayer Strat gemacht?
    Hat jemand einen Tipp für einen guten Gitarrenbauer im Raum Wiesbaden/Frankfurt der sich mit Strat’s auskennt?

    Rock hard, Ride free:cool:

    Rolf
    "The blues ain't nothing than a good man feeling bad"
     
  2. Tiger13

    Tiger13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #2
    investiere noch einmal 180,- Euro und ab nach Berlin ins www.plekhaus.de damit.

    da werden Sie geholfen... ;-)

    welche Ausführung hast Du denn? - die sunburst oder die mit Ralleystreifen?
     
  3. Jack-S

    Jack-S Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #3
    Hallo Tiger 13, ich habe die Ausführung in Sunburst. Danke für den Tipp mit www.plekhaus.de, werde mich gleich Montag mit den Jungs in Verbindung setzen.
     
  4. Thilo278

    Thilo278 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #4
    Das wäre sicherlich die beste Möglichkeit... Du könntest aber auch einfach mal versuchen einen Shim einzusetzen, könnte den von dir gewünschten Effekt bringen und nicht ganz so teuer sein.
     
  5. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #5
    Das ist echt blöd das du nun schon an den Reitern rumgestellt hast, das verkompliziert das ganze nur unnötig....

    Kurze frage zur Vorgeschichte: Hast du die Saiten gegen eine andere Stärke getauscht zwischen sommer und jetzt?

    Ansonsten: Die Gitarre wird, so wie ich das Beurteile, nicht zum Pleken/Bundabrichten müssen. Du brauchst eigentlich nur ein ordentliches Setup, denn so wie du es gemacht hast ist es eher behelfsmäßig. Bei Fender funktioniert es, im Gegensatz zu Gibson, recht simpel mit dem richtigen Werkzeug.

    Gute Ergänzung zu der jetzt folgenden Kurzanleitung ist das Fender Owners Manual

    Tremolo:
    Falls Freischwebend: 3mm Luft zwischen Body und höchster Stelle.

    Halskrümmung:
    - Kapo am 1. Bund befestigen
    - Letzten Bund runterdrücken
    - 0.25mm am 8. Bundstäbchen mit Fühlerlehre messen ggf. Nachstellen

    Saitenlage:
    - Saitenlage dann wieder auf ~2mm einstellen und fertig.

    Klappt bei allen US-Fenders die ich habe und das ohne schnarren absterben o.ä. .... Die Teile sind einfach irre Leicht einzustellen und die Factory Settings sind auch seitens Fender immer exakt eingehalten - Top Fender :great:.

    Grüße

    P.S. Mit Shims o.ä. brauchst du nicht experimentieren, das ging vorher auch so ... Das kann man machen wenn man a) keinen Micro Tilt zum einstellen hat und b) Hals & Korpus selbst zusammengebaut hat und nach dem Zusammenbau das feststellt.
     
  6. guenni986

    guenni986 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #6
    Ich kann Dir auch nur empfehlen, die Gitarre von einem Fachmann einstellen zu lassen. Ich hatte ähnliche Probleme mit meiner Gibson ES339, habe selbst ewig lange daran rumgedoktert, habe es aber nicht hingekriegt. Letzte Woche habe ich die Gitarre dann zum Rockshop gebracht. Das Thema war in einer halben Stunde erledigt und hat mich 30€ gekostet. Seither ist alles wunderbar.

    Gruss
    Günni
     
  7. glw1967

    glw1967 Guest

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    Erstellt: 06.12.08   #7
  8. Sele

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    Erstellt: 06.12.08   #8
    Der Rockinger Workshop zum Thema Saitenlage, Halseinstellen etc. ist misslungen, den würde ich(!) NIE weiterempfehlen.
     
  9. Bubbala

    Bubbala Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.08   #9
    Da das Einstellungsproblem ja nunmehr (jedenfalls theoretisch) einer Lösung zugeführt ist:
    Lieber Jack-S: Bitte noch ein Wort zum Sound Deiner JM-Signature. Klingen die "Big-Dipper"-PU´s wirklich deutlich anders (mittenärmer) als andere Strat-PU´s oder ist da vor allem oder jedenfalls auch ein bischen Marketing-Gesäusel aus dem Hause Fender dabei?
    Danke + Gruß
    B.
     
  10. Jack-S

    Jack-S Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.08   #10
    Hallo Sele, vielen Dank für den super Tipp. Habe die Einstellung mit der Fühlerlehre wie Du es beschrieben hast vorgenommen. War etwas aufwendig, da bei der John Mayer Strat die Stellschraube für die Neck-Justage am unteren Ende liegt. Habe die Saitenlage, gemessen am 12. Bund, dann auf 2,2 (tiefe E-Saite) und 1,8 (hohe E-Saite) eingestellt und das Absterben der Töne ist weg. Nochmals vielen Dank für den Tipp.

    Rock hard, Ride free
     
  11. Bubbala

    Bubbala Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.08   #11
    Hi Jack,
    auch wenn meine Frage oben etwas OT war: Mich würde wirklich Deine Antwort zum Sound der JM-Strat interessieren. Ich bin nämlich ebenfalls ein Fan seines Tons, konnte aber die JM-Singnature noch nirgendwo anspielen. Also: Noch einmal ran an die Tasten :great:
    Gruß
    B
     
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  12. Jack-S

    Jack-S Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.08   #12
    Hallo Bubbala,

    die John Mayer Strat ist eine wirklich sehr spezielle Strat, liegt wahrscheinlich an den "BigDipper" PickUps (Texas Special mit Reduzierung der Mitten) und diese sind auch nur in John Mayer Strat erhältlich.

    Wobei der geniale John Mayer Sound sicherlich aber auch viel an dem genialen Amp (Dumble Overdrive Special) liegt und wenn man nicht gerade John Mayer, Gary Moore oder Larry Carlton heißt liegt dieser Amp in einem doch sehr hohen Preissegment.

    Darüber hinaus muss man den Sound von John Mayer wirklich mögen, denn das ist der Sound, den die Strat auch abliefert.

    Ich spiele meine John Mayer Strat über einen Boogie Mesa Express 2x50 und der Sound über den Clean oder Blues Kanal ist mega genial.

    Die John Mayer Strat mag es schon etwas deftiger, die Clean-, Blues-, Crunch- und auch Sustain-getragenen Leadsounds klingen richtig super und geben eine sehr gute Basis für ausdrucksstarkes Spiel mit viel Dynamik, aber für die wirklich harten Gangarten mit viel Gain ist sie ganz sicher nicht die richtige Strat.

    Aber wie gesagt, man muss den John Mayer Sound mögen, ich besitze noch eine Fender Custom Shop 1960 Strat Relic und beide Strat's sind am gleichen Amp gespielt nicht vergleichbar.
     
  13. Bubbala

    Bubbala Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #13
    Hallo Jack,
    vielen Dank für Deinen sehr aufschlussreichen Sound-Bericht. Du hast mir sehr weitergeholfen. Ich werde jetzt verschärft versuchen, die JM-Signature mal in die Finger zu bekommen.
    Dir viel Spaß weiterhin mit Deiner JM-Strat
    B.
     
  14. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #14
    Investiere 10€ und lass die Gitte in einem Laden gescheit einstellen. Kurz gesagt, Du hast es verbockt weil Du Dich wie es sich anhört nicht wirklich auskennst mit dem Setup.

    Ca. 2,1 (e) bis 2,4 mm (E) sollten laut Fender am 17. Bund sein, am 12. ist das schon viel zu viel.
     
  15. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #15
    ... was auch, so wie der Threadersteller oben schrieb, mit 2,2mm am 12. Bund in etwa hinkommt. Ist also nichts mehr verbockt sondern alles wieder richtig.

    Grüße
     
  16. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #16
    Was habe ich dann hier falsch verstanden? (Hinweis: er hat die Saiten nach räumlicher Lage bezeichnet, nicht nach Tonhöhe)
     
  17. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #17
    Also bei mir steht das:

    ... bei Post Nr. 10 und das ist der aktuelle Stand. Also alles (wieder) Bestens. Und so wie er's nach der meinigen Anleitung gemacht hat ist das auch richtig gewesen. (Post Nr.5)

    Grüße
     
  18. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #18
    Bäh, blind :D Hab seine Mail übersehen
     
  19. Thilo278

    Thilo278 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #19
    Zum Thema John Mayer Sound:

    DER John Mayer Sound ist für mich nicht mehr an seine Signature Strat gekoppelt (demnach auch nicht an die Big Dippers), sondern an seine Black Relic. Das sind wirklich sehr Outputschwache Pickups, die nichts mit den Big Dippers zu tun haben. Sein Sound kommt meiner Meinung nach nur noch aus verschiedenen Pedalen und vor allem: DER AMP!!!

    Ich wollte das auch nicht glauben, dass das hauptsächlich der Amp ist, aber es ist so... Ich krieg mit meiner Strat mit 57/62's Pickups und meinem Ceriatone Overtone Special ziemlich genau den Sound der Alben "Try!" und "Where the light is" hin.

    Ich hab vor ein paar Tagen mal zwei Soundclips zum Overtone hier eingestellt. Einer davon war "Slow dancing in a burning room" hört mal rein. ( war im Thema "Entscheidungshilfe: Ceriatone, Fender, etc.?") Wenn ich noch den Toneregler der Strat ein wenig zudrehe und einen G12-65 Speaker nehme (ist endlich angekommen :D) klingt das schon sehr nach ihm.
    Ich mach am Wochenende mal einen Clip zu "I don't need no doctor" (OTS Overdrive), das kommt auch SEHR nah an seine Version ran vom Sound.
     
  20. Jack-S

    Jack-S Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.08   #20
    Thilo 278,

    ich habe in einem USA Blog noch einen Hinweis auf das Equipment von John Mayer gefunden, ohne Gewähr:

    - Fender Vibro King
    - 2x Two-Rocks John Mayer Signature
    - Dumble Overdrive Special
    - Clean Boost Keeley Katana
    - Ibanez TS-808 Tube Screamer
    - Marshall BluesBreaker

    Der Blogersteller schrieb, John würde seines Amp's immer clean spielen.
     
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