Kabelbaufragen

von HotHead, 28.01.04.

  1. HotHead

    HotHead Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.04   #1
    Hi Leute,

    nach dieser unnötigen Foren-Umstrukturierung weiß ich nun gar nicht mehr, wo meine Fragen hingehören - also versuche ich es mal hier.

    Es geht um folgendes: da wir in der Band immer mehr Equipment anschaffen und Bass und Gitarre (also ich) mittlerweile auch Racks spielen, würde ich gerne meine (bzw. unsere) Kabel selbst konfektionieren - sprich: vernünftige Kabel kaufen und mit Neutrik-Steckern kombinieren.

    Ich dachte daran, ein paar dutzend Meter symmetrisches Sommerkabel zu kaufen (mit möglichst hohem Querschnitt, logischerweise; es handelt sich ausschließlich um nicht bewegte Kabel, also Rackverkabelung usw.). Dazu noch ein paar symmetrische Klinken- und XLR-Stecker von Neutrik, das ganze dann nach Maß zusammenlöten, und fertig.

    Allerdings: nicht alle Quellen sind symmetrisch, am Mischpult zB sind einige Ausgänge unsymmetrische Klinken. Könnte ich damit auch symmetrische Klinkenstecker und Kabel benutzen und würde damit nur auf den Vorteil der Symmetrierung auf dieser Signalstrecke verzichten, oder würde dabei gar nichts rauskommen? Oder könnte ich zum Beispiel (notfallsmäßig - man weiß ja nie, was da noch kommen kann...) aus der Gitarre oder dem Bass mit einem Kabel, dessen Stecker symmetrisch sind, in die unsymmetrisch Amp-Eingänge gehen?

    Falls das so klappt, wäre ich erfreut, wenn nicht, würde ich mich freuen, wenn mir jemand erklären könnte, warum das so nicht funktioniert. Und, bevor ich es vergesse: könnte mir jemand aus dem Sortiment von Sommercable http://www.sommercable.com/1__produkte/1__0_produktuebersicht/1__f_produkte.html ein Kabel empfehlen, dass ich verwenden könnte? Wie gesagt, ich würde auf einen hohen Querschnitt und Symmetrie wertlegen, wenn ich mir die Arbeit mit dem konfektionieren schon mache....

    Danke:

    Hannes
     
  2. LSV Hamburg

    LSV Hamburg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.04   #2
    Wo hättes Du es denn vor der Umstrukturierung hin gepostet ?

    Ob symetrische Kabel auch für nicht symetrische Quellen geeignet sind ergibt sich doch schon aus der Anschluß Belegung !

    Kabel für den Musiker: Das Sommercable "The Source" hat sich sehr gut bewährt !
     
  3. HotHead

    HotHead Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.04   #3
    Mh, für mich als nicht-Techniker ergibt sich das nicht aus der Belegung.. Wie wäre es mit einem simplen Ja oder Nein? ;D

    Ich hätte es vermutlich ins Gitarren-Forum geschrieben, da es sich primär um das Verkabeln von Racks handelt. Da mein Rack aber für die Gitarre (1) ist, einen Amp (2), ein Effektgerät (3) beinhaltet und natürlich auch noch Technik (4) ist, war ich mir nicht so ganz sicher *g* :p

    Danke für den Tipp mit dem Source, das stand auch zur näheren Disposition. Würde sich der Mehrpreis von mickrigen 20 Cent zum "Primus" rentieren, bzw. würde das Kabel Probleme bereiten (können)? Auf die paar Pfennig (selbst hochgerechnet) muss ich nun wirklich nicht schauen....


    Hannes
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.01.04   #4
    Die Belegung der Monoklinke ist Tip=Signal, Schaft=Masse. Bei der (symmetrischen) "Stereo"-Klinke ist die Belegung genauso, dazu kommt nur noch der Ring=invertiertes Signal.

    Bei der Verbindung symmetrisch auf unsymmetrisch wird üblicherweise das invertierte Signal mit der Masse verbunden. Da der Ring in dem Bereich sitzt, den bei der Monoklinke die Masse mit belegt, kann man hoffen, dass genau das auch passiert, wenn man eine Stereoklinke in eine Monobuchse steckt. Je nachdem, wo die eigentliche "Klinke", also die Konktaktlasche in der Buchse sitzt, bekommt aber höchstwahrscheinlich nur eins von beiden (Ring oder Schaft) den Massekontakt - welches, ist unklar bzw. kann bei Erschütterungen auch wechseln.

    Wenn du also eh alle deine Kabel auf Maß schneidern möchtest, solltest du einfach jeweils die passenden Stecker verwenden. Dann sollte man zum improvisieren auch genug Kabel sowohl symm.-symm. und symm.-unsymm. parat haben...

    Du kannst natürlich auch überall Stereoklinken verwenden und Schaft und Ring wo benötigt brücken. Einfacher zu erkennen ist aber die Variante mit der Monoklinke.

    Jens
     
  5. HotHead

    HotHead Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.04   #5
    Ah, gut, dann muss ich es wohl so machen...
    Und was mache ich, wenn ich zB der Ausgang am Amp vermutlich unsymmetrisch ist und der Eingang am Effektgerät symmetrisch?

    Hannes
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.01.04   #6
    Dann hast du halt eine unsymmetrische Leitung zum Effektgerät. Sonst passiert da nicht viel, zumindest bei kurzen Kabelwegen (also keine 10m). Man könnte hingehen und das ganze per Lineübertrager symmetrieren, aber der Vorteil der Symmetrie wiegt in solchen Fällen nicht die (zwar auch nur minimalen) Verluste durch das zusätzlich zwischengeschaltete Equipment (Übergangswiderstände an Steckern, Übertragungsverhalten...) auf. Vom Preis ganz zu schweigen.

    Rackinterne Verkabelung bzw. speziell die Verkabelung von Gitarrenequipment läuft seit Jahrzehnten völlig problemlos auch unsymmetrisch. Nur da, wo es auf höchste Störabstände ankommt (Studio) oder eben bei langen Wegen (Multicore zum Mischer etc.) lohnt es sich, mehr Geld für Symmetrie auszugeben. Die Tatsache, dass inzwischen viele Effektgeräte symm. Ein- und Ausgänge haben, ist darauf zurückzuführen, dass dieselben Geräte auch oft in Studioumgebungen eingesetzt werden und man andererseits bei solchen Geräten auf teure Übertrager verzichten kann; die elektronische Symmetrierung lässt sich im großen Maßstab eben inzwischen für Centbeträge realisieren.

    Die symm. Buchsen sind also ein reines "Zusatzangebot" des Herstellers, das man nutzen kann, aber keineswegs muss ;-)

    Jens
     
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