Kabelgebundenes IEM

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halihalo,

ich bin auf der suche nach einer günstigen IEM Lösung für drei Bandmitglieder. unser Mischpult kann drei verschiedene monitoring signale ausgeben, das heißt das wäre schon mal sehr angenhem. da vernünftige funksysteme nich gerade günstig sind, und git und bass sowiso kein funk system nutzen (der drummer ist ja sowiso ortsgebunden^^) würde es ja auch ein kabelgebundenes IEM tun. kennt sich mit sowas jemand aus? is ja eher ungewöhnlich. wäre da eine lösung aus dem mixer raus in einen kopfhörer verstärker und dann laaanges kabel nach vorne? oder wie kann ich mir das vorstellen?
vom budget her so günstig wie möglich sag ich mal, pro nase nich mehr wie 100-150 €.

(hab mit der sufu nix passendes gefunden, sry falls es den thread schon in der art gibt)

grüße
 
Eigenschaft
 
Hi,

der bekannteste Name in diesem Zusammenhang ist Fischer.
Die kabelgebundenen Fischer-in-Ear-amps gibts von ganz billig (fischer amps mini bodypack ab 49,--) bis ganz teuer (mehrere hundert euronen), alle mit XLR-In... Dazu brauchste dann natürlich noch entsprechende Kopfhörer/ In-Ear-Hörer. Zu Preisen und Qualitäten von In-Ear-Hörern einfach mal hier im Forum die entsprechenden Threads wälzen.
Alternativ halt pro Kopf einen No-Name-Kopfhörerverstärker aus der Studioecke (findest du bei allen grossen Häusern noch günstiger als den günstigsten Fischer) und einen Hörer nach Belieben...
Die Kopfhörerverstärker sollten natürlich immer möglichst nah am Musiker sein, schon allein wegen der Regelmöglichkeiten, am sinnvollsten wären also die Bodypacklösungen.

ciao, Deschek
 
wenn alle an der Schnur hängen wollen und es soll günstig sein, so funktioniert diese Lösung:

einen Behringer Kopfhörerverstärker
http://www.musik-service.de/behringer-ha-4700-powerplay-pro-xl-prx395742041de.aspx

den kannst du mit einem Main-Signal beschicken, oder es können in jeden der 4 Kanäle nochmal ein separates AUX-Signal eingeschliffen und individuell dazugemixt werden, so dass im Prinzip 4 unabhängige Mixe möglich sind.

Sollen/müssen AUX-Signale nach dem Mischpult gesplittet und in den Kopfhörerverstärker eingeschliffen werden, dann kannst du diesen Splitter benutzen und die Signale dann danach in den Kopfhörerverstärker einspeisen:
http://www.musik-service.de/behringer-mx-882-ultralink-pro-prx395236131de.aspx

Theoretisch können sogar pro Kopfhörerkanal bis zu 3 Kopfhörer angeschlossen werden (vorne einer, hinten zwei), sofern die Impedanz eines Kopfhörers nicht unter 24 Ohm, bzw. bei zwei Kopfhörern nicht unter 16 Ohm liegt.

Dann einfach noch Kopfhörer-Strippen bis zu den Musikern - fertig.
Als günstige InEar-Stöpsel gehen z.B. die Beyerdynamic DT60 ganz gut:
https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dtx_60_beige.htm

Den Kopfhörerverstärker als Bodypack pro Musiker so wie bei Fischer-Amps ist natürlich die amtliche und elegantere Kabel-Lösung. Aber dafür auch wesentlich teurer.
 
Wenn man pro Musiker einen eigenen Kopfhörer Verstärker nimt kann man das Kabel würüber das Kopfhörersignal läuft kürzer halten. Ich würde es so machen:

Pro Musiker:
Mixer Aux --xlr--> Kopfhörerverstärker auf dem Amp/Pedalboard/Drumms plaziert ---Kopfhörerkabel(am Instrumenenkabel entlang)--->Kopfhörer

https://www.thomann.de/de/millenium_hp1_headphone_amp.htm
Dieser Kopfhörerverstärker hat z.B. einen symetrischen Eingang

Das ist das gleiche wie die Lösung mit Bodypack nur günstiger und man hat kein störendes Bodypack am Body =)
 
Hallo,

unter https://www.musiker-board.de/vb/inear-monitoring/253003-inear-im-b-hnenalltag.html
schrieb ich mal meine Erfahrungen mit (bei mir) kabelgebundenem IEM auf:


Wir machen's so...
Ich habe auch mit Monitormix (besonders auf hektischen Festivals oder wenn man nur Support ist) nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Die Angst vor dem Blindflug ist also berechtigt...

Wir betreiben gemischtes Monitoring: Unsere 3 Sänger hören sich konventionell über Wedges ab. Bass, Git, Keys und Drums nutzen In-Ear (nur der Bassist nutzt eine Funkstrecke, die anderen benutzten kabelgebundenes IEM).

Unser Trommler hat ein kleines Mischpult der B..-Marke, und benutzt dessen Headphone out. Als Quelle auf der Bühne wie im Probenraum kommt ein Monitorweg vom FOH. Den Klick zieht er sich über einen zweiten Kanalzug. Im Übungsraum (wir benutzen dort für unsere Doku-Mitschnitte nur ein Overhead für die Drums) hat er er sich für seinen Kopfhörersound noch ein weiteres SM 57 zwischen seine 2 Snares und die HiHat gestellt. Das fährt er sich über den dritten Kanal zu....

Die Idee, sich grundsätzlich die extra benutzten Geräte wie Klick, Sequencer, Synthpads usw. selbst zu mischen, ist imho sehr vernünftig. Oft baucht man nicht mal Splitter, weil die Dinger ja sowiso meist über DI-Boxen ans FOH gehen. Dort ist normalerweise ein zweiter unsymmetrischer Ausgang. Den benutzt man dann. Oder es gibt schon 2 Paar Ausgänge..

Wenn man selbst mit seinem Instrument nur ein Mikro/Line Weg belegt, oder sowieso vormischt (Keyboards) kann man auch sehr Auxweg-Sparend vorgehen:

Beispiel Gitarre: 1 Mikro, dieses Splitten. Ein Weg an FOH ein Weg an einen Kleinmixer (Headphone Out an IEM). Wahlweise Monitorweg oder FOH Summe an den Kleinmischer geben lassen. Als zweites Signal das eigene dazumischen. (Mach ich seit 2 Jahren so und bin zufrieden)

Beispiel Keyboards: Voraussetzung Keysubmixer mit mindestens 1 Stereo Subgruppe

Keyboarder hört seine Submixer Summe über IEM am Phones-Out ab. Zusätzlich läßt er sich noch die FOH Summe geben. Die Keyboards sind auf Subgruppe und auf Summe geroutet. Die FOH Summe N U R auf Summe. Auf dem Subruppenout erscheinen also nur die Keyboards. Diese werden an FOH weitergeleitet. (Macht unser Keyboarder ca. seit einem Jahr)

Die Variante mit der FOH Summe als Hauptquelle hat viele Vorteile: Alle Signale sind irgendwie schon da und das ohne aufwendigen Monitorsoundcheck für jeden Weg. Das Zumischen der eigenen Signale erledigt man in eigener Regie. Somit hört man in jedem Fall sich selbst.

Ein Nachteil ist aber, dass im Laufe des Abends die Lautstärke öfter mal steigt. Dann muß man eben das FOH-Signal ein wenig zurückschrauben.

Sollte der FOH-Mensch nun absolut nix sinnvolles anbieten (z.B Supergau: Veranstaltungscrew nötigt die Band zum Anfangen aber auf ersten Einzähler ist alles gemutet und der Mixer noch auf Klo) reisst man sich einen Stöpsel raus und hört wenigstens mit einem Ohr sich selbst und mit dem anderen den Bühnensound.

Wir buchen öfter nur einen FOH Mann und der kann 4 Monitorwege anbieten: 3 Für jeden Sänger und 1 für unseren Drummer. Keys und ich (Git) und demnächst auch Bass hören sich mit der FOH-Variante ab. Die Erfahrungen sind bisher gut. Und man spart sich den Monitor Mann. In Zeiten des Verfalls der Veranstaltungs-Etats eine Lösung, die oft den Gig erst ermöglicht.


Ich benutze das Fisher-Amps Doppelkabel aber man kann sich auch mit Kabelbindern etwas ähnliches basteln (meine Empfehlung zum Ausprobieren). Als Hörer benutze ich den SF3 von Ultimate Ears. Das sollte die unterste Kategorie sein. Für audiophile oder Tieftöner (Drums/Bass) ist das wohl eher nix. Da braucht es schon mind. ein 2-Wege System. Sänger werden wohl auch eher mit einem per Elacin angepassten System glücklich, da die Standard-Ohrpassstücke nicht so gut sitzen und bei starken Kiefermuskelbewegungen zu ständigen Soundveränderungen neigen können.

Wichtig: Immer ein Hörer-Ersatzkabel (steckbar bei den guten IEM Hörern) dabei haben. Wie ich gerade sehe, werden die In-Ear Kabel von Fischer Amps jetzt mit einem regelbaren Beltpack statt bisher einem Adapter mit Klammer (XLR>Stereoklinke>Mini Stereoklinke) ausgeliefert. Ist teurer, macht auf mich aber einen besseren Eindruck.

Wenn man sowieso am Draht hängt oder ortsgebunden ist Drummer/Keyboarder, ist Kabelgebundenes In-Ear das sauberste, günstigste und einfachste Verfahren. Als Gitarrist konnte ich mich bisher nicht zu drahtlos durchringen. Deshalb mache ich IEM auch kabelgebunden. Ich bin bisher rundherum zufrieden.

LG Jörg
 
Vielen dank für die promte hilfe, (muss bei dieser gelegenheit mal loswerden das board echt klasse ist!)

hm ok, immerhin is das ganze nich so kompliziert und lässt sich einigermassen sinnnvoll realisieren. richtig teuer werden demnach nur die stöpsel...
@ harry: zu dem behringer powerplay xl eine frage, geh ich da mit einem vorgemischtem monitor signal rein (meinetwegen die foh-summe) und mische mir dann für jeden über die aux schleife das eigene signal (per splitter vor dem mixer verfügbar) dazu?! hab ich das so richtig verstanden. oder kann ich mit dem ding vier komplett unterschiedliche mixe verstärken? ( zum beispiel, ich lass den master weg und beschicke das teil nur über die 4 aux-wege, is das möglich?

grüße
 
du kannst z.B. aus einer vorgemischten Sub-Gruppe oder einem vorgemischten AUX-Weg oder meinetwegen auch aus der Mischpultsumme in den Master des Kopfhörerverstärkers rein.
Dann hat jeder z.B. schon mal dieses Main-Signal.

Und dann kannst du in jeden der 4 Eingänge des HA4700 einen separaten AUX-Weg des Mischpults einschleifen (das sind 4 Klinkenbuchsen auf der Vorderseite) und den separat für jeden Eingang dazumischen. Dazu brauchst du eigentlich nicht mal den Splitter, wenn du noch genügend AUXe auf dem Mischpult frei hast.
Das geht jedoch NUR mit dem kleinen Modell HA4700 - mit dem großen 8 Kanal Kopfhörerverstärker geht das nicht.

Du kannst dir auf www.behringer.de auch mal die Bedienungsanleitung des HA4700 als PDF runterladen.
Die hat nicht allzu viele Seiten - und da sind die Möglichkeiten sehr gut beschrieben.

Und: richtig erkannt - teuer sind eigentlich nur die Stöpsel. Die Beyerdynamic DT60 wären so die unterste akzeptable Kategorie.
Richtig deutlich besser wirds dann wieder in der 200 Euro-Klasse. Da bleiben dann kaum noch Wünsche offen.

"Richtig stören" an so einem System tun halt wirklich die Kabel und die Adaption auf die Miniklinke des Stöpsels.
Für einen Drummer und Keyboarder und eher statische Saitenspieler dürfte das aber auch kein Thema sein. Korrekte und saubere Kabelverlegung ist hier halt das A und O.
 
alles klar, denke das wird dann so in etwa die lösung die ich mir zulegen werde.
jetzt hab ich nur eine frage: das aux out am mixer (momentan noch ein phonic helixboard) ist ja mono (?!), wie mach ich das dann das ich auf den hörern auch auf beiden was hab? ob stereo oder mono ist erst mal nicht so wichtig.
danke für die hilfe!
 
richtig - AUXe sind Mono und das ist auch in Ordnung so
du machst einen Mono-Mix - d.h. du hörst auf beiden Seiten dasselbe
Du musst am HA4700 den Knopf "ST./2-CH" reindrücken (siehe Bedienungsanleitung)
 

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