Kabelstecker bekommt Kratzer

von HypnoseHamster, 01.02.06.

  1. HypnoseHamster

    HypnoseHamster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.06   #1
    Ich spiele noch nicht so lange E-Gitarre, aber immer wenn ich meine Kabel raus- und wieder reinstecke schleift das Kabel in der Buchse, es lässt sich jedoch ganz normal reinstecken, die größe passt genau.

    Das Problem ist: Dabei geht die Goldlackierung von der Klinke ab, es sind schon 1000 kleine Kratzer drinne.

    Ist bei mir irgendwas kaputt/verbogen (z.B. in der Buchse) oder gibt es verschiedene Größen?

    P.S. Das Kabel ist ein normales "Summercable" Instrumentenkabel.
     
  2. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.02.06   #2
    Hi,

    bei dem Gold handelt es sich in der Regel nur um eine Beschichtung. Einen massiven Goldstecker würde man nicht bezahlen können :).
    Auch solltest Du auf den Einsatzbereich achten, wo Du solche Kabel/Stecker nutzt...

    ...Patchkabel vergoldet: okay
    ...Rack-Verkabelung: okay
    ...Studio-Anwendung: okay
    ...Haupt-Gitarrenkabel (Gitarre zu FX oder AMP): weniger okay.

    Wenn Du viele Effekte hast und das Signal über viele Stecker und Buchsen geleitet wird, sollte man - egal ob Verschleis vorhanden ist oder nicht - auf eine gute Leitfähigkeit achten und da ist Gold eben am besten.
    Am Gitarrenkabel selber merkt man jedoch keinen Unterschied ob der Stecker nun aus Gold ist oder nicht und ein gewisser Verschleis ist vorprogrammiert durch das Ein-/Ausstecken. Es ist eine normale Alterserscheinung die Du nicht umgehen kannst.

    Die Masse macht es. Wenn das Signal viele Wege zurücklegt mit einigen Zwischenstops kann man bei "normalen" Kabeln ein Verlust feststellen, handelt es sich jedoch um das einzige Kabel und noch dazu um das, welches hohen Belastungen ausgesetzt ist, macht Gold keinen Sinn und der Unterschied bewegt sich im nicht wahrnehmbaren Bereich.

    mfg. Jens
     
  3. HypnoseHamster

    HypnoseHamster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.06   #3
    Ok, danke für die umfangreiche Antwort. :)

    Es wirkte nur sehr komisch auf mich, dass die Beschichtung (ich habe es insgesamt höchstens 4-5 einmal ein- und ausgesteckt) bereits so zerkratzt ist - bei anderen Geräten sieht es halt noch wie neu aus, auch nach längerem Benutzen (Kopfhörer etc. ).
     
  4. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.02.06   #4
    Ja, das ist dann noch die andere Seite. Selbst bei Goldsteckern gibt es noch große Qualitätsunterschiede was die Festigkeit und Dicke der Goldschicht angeht :).

    Normal ist es in jedem Fall. Die Stärke der Abnutzung hängt aber eben von der Qualität ab, es liegt nur sehr sehr seltsen an den Buchsen der Geräte die Du verbinden möchtest. Denn diese bestehen für gewöhnlich aus Metall, welches nachgiebig ist und eine leichte Federwirkung hat, deren Aufgabe es ist, zu verhindern, dass der Stecker rausrutscht. Würde kein "Greifen" vorhanden sein, würde der Stecker also nicht halten.

    So ist es leider. Man sollte sich gut überlegen, ob man zu den Audio-Engineers gehören möchte, die bis zu 1000 EUR für ein Cinch-Kabel ausgeben oder ob man einfach Musiker ist. ;)

    Grüße,

    Jens
     
  5. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.02.06   #5
    Stimmt es eigentlich, dass die Stecker nur vergoldet werden, weil Gold weich ist und dadurch die Kontakfläche größer wird, weil es sich an die Buchse anpasst? Mir hat mal jemand gesagt, dass Gold gar nicht sooo ein toller Leiter ist und, dass es da weitaus besser Materialien gibt...

    MfG
     
  6. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.02.06   #6
    @Sick
    Gold führt die Spitze der Edelmetalle an, welche von Natur aus eine hohe Leitfähigkeit besitzen. Es gibt in der Chemie sicher den einen oder anderen Stoff, der Gold toppen könnte (ein Verbund eventuell), aber nicht im alltäglichen Umgang und nicht in dem Zustand wie man ihn für ein Kabel bräuchte.
    Ob man es hört oder nicht hört ist eine andere Frage (eben wegen der Masse an Kontaktpunkten die es in einem umfangreichen Musiker-Setup geben muss, um als Mensch tatsächlich etwas feststellen zu können).
    "Dass Gold aber kein sooo guter Leiter ist", ist jedoch definitiv falsch, da es nicht nur als Kontaktpunkt, sondern auch als Leiter, wie Kupfer, Anwendung findet. Es gibt einige Anlagen (muss nicht zwangsläufig im Audio-Bereich sein), in denen komplette Goldkabel zum Einsatz kommen.
    Das mit der Kontaktfläche kann zusätzlich natürlich auch sein - wenn ich in der Schule nicht geschlafen habe, ist es relativ weich.

    mfg. Jens
     
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