Kaufabsicht seltener Marshall 1992Lem (neu), aber defekter Poti

Ich werde euch natürlich auf dem laufenden halten. Ich bin jedenfalls durch die Aussagen, das Potis keine klangformenden Elemente sind, und das durch eine Reparatur nichts gemoddet wird, schonmal beruhigt:)
 
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Ich bin jedenfalls durch die Aussagen, das Potis keine klangformenden Elemente

Natürlich sind Potis klangformende Elemente, weil sie Teil der Schaltung sind. Es macht einen Unterschied, ob du z.B. 500k oder 1M Gain Potis benutzt. Potis haben auch gut 20% Toleranz in den tatsächlich gemessenen Werten, was mit einer der Gründe ist, warum die meisten Amps, selbst aus der gleichen Modellreihe, nie 100% gleich klingen, wenn man die Potis exakt gleich einstellt. Weil es neben der Toleranzen im Wert auch Toleranzen im Regelverlauf gibt.
Ich bezweifle aber auch, dass du einen Unterschied hörst, wenn man das Poti durch ein gleiches Fabrikat mit gleichem (gemessenen) Wert ersetzt. Dann ändert sich theoretisch ja nichts an der Schaltung.
 
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Mhm, unter Spannungen könnte man ja auch Belastung im Sinne von Zug/Druck verstehen, nicht Strom.
Vlt ist das Teil abgebrochen?

Richtig, "Tension" bedeutet mechanische Spannung, elektrische Spannung wäre "Voltage". Wir wissen aber nicht, was der Urheber in Italien muttersprachlich gemeint hat.
 
Würde man ein abgebrochenes Poti nicht schon Optisch bemerken?
 
Ich würde darauf bestehen, das das alte Originalteil mit ausgehändigt wird.

Die werden versuchen das Teil billig zu reparieren, weil ihr Gewinn sonst kleiner ist, auf das Geschwafel würde ich nix geben...

Oder ein paar Tage Urlaub nehmen und einen Kurztrip machen....
 
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Wenn man nicht genau weiß was der Fehler ist sind alles nur Haltlose Vermutungen,so wie ein Blick in die Glaskugel...
Jedenfalls ist das Risiko bei einem Kauf in einem anderen EU Land für dich schon ziemlich hoch,Transport ist zu bedenken,
und wer kauft einen Amp für 2000€ (nicht gerade ein Schnäppchen)ungesehen und ungetestet??
Und wie Du sagst Du hast noch nie so einen Amp angespielt, woher willst du dann wissen wie der klingen muss/soll??
Hinfahren, Stecker rein Testen! und mit den Typen selbst Sprechen und Verhandeln,bei 2000€ kann man das machen und Du kaufst nicht
mehr die Katze im Sack....
 
und wer kauft einen Amp für 2000€ ungesehen und ungetestet
Nun, wie ich schon sagte, hatte ich bereits Plexis gespielt. Der 1992LEM geht in die Kategorie Plexi. Er ist unter anderem so modifiziert, das er einer Mischung aus einem Super Lead und einem Super Bass entspricht (den Thread musste man von daher eigentlich auch nicht ins Bass Forum verschieben, da er ja ein Zwischending aus den oben genannten Amps darstellt, mal davon abgesehen, das viele Gitarristen sogar gerne den Super Bass spielen). Ich habe mir Sound Beispiele angehört, wo ein regulärer Super Bass mit dem Lemmy Signature Verglichen wurde, und habe mir auch Reviews durchgelesen. Der 1992LEM hat mir dabei sehr zugesagt.

Und wie Du sagst Du hast noch nie so einen Amp angespielt
Es ist halt recht schwierig einen Amp anzuspielen, den es nur 250 mal gibt ;)
 
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Der Unterschied zwischen Superlead und Superbass besteht m.E. nur in einem Kondensatorwert.
Mein Basser spielt auch einen Superbass den hat er für 600€ in einem gutem Zustand gekauft.
Da ist dann allerdings keine Unterschrift von Lemmy drauf und sind auch keine Pleks bei, aber 1400 € preiswerter.
 
Die Unterschiede sind schon etwas vielfältiger, wenn man unter den JMP den 1959 und den 1992 miteinander vergleicht. Es ist etwas mehr, als nur ein Kondensatorwert. Aber von der Schaltung her nicht besonders gravierend. Theoretisch sind da schon "Mischschaltungen" möglich.
Aber Unterschiede gibt es auch zwischen JTM und JMP und auch innerhalb der JMPs. Das geht auch etwas darüber hinaus, ob es nun KT66, EL34, oder 6550 sind.

Plexi (Panel) ist daher auch nicht gleich "non Master". Auch, wenn diese Begriffe oft synonym verwendet werden.

600€... Das ist doch bestimmt schon etwas her, oder? ;)

Meine persönliche Meinung: Wenn ich solch einen Betrag investieren würde, dann eher für einen originalen (den ich zur Not auch vorher mal spielen kann). Da sähe ich mein Geld besser angelegt.
Aufgrund berechtigter Bedenken - auch schon wegen der sprachlichen Barrieren, würde ich von dem Kauf beim angesprochenen Händler absehen.

Wenn man aber auf gewisse Modifikationen Wert legt, wäre vielleicht auch ein fertig aufgebauter Kit von TAD eine Überlegung.

Grüße, Pat
 
Mag alles sein. Im Grunde ist es ein relativ simpler Amp, der deswegen auch gut angepasst werden kann.
Ich hätte keine Bedenken so einen Amp gebraucht zu kaufen, mein JMP läuft schon 39 Jahre, in der Zeit hat er zwei Widerstände ersetzt bekommen die gedriftet waren, neue Netzteilelkos und natürlich jede Meng e Röhren. Ausgefallen ist er nie.
 
Da hast Du mich vielleicht missverstanden. ;) Ich bin da ganz bei Dir.
Alle meine Amps habe ich gebraucht gekauft - und nur gute Erfahrungen gemacht.
Seit einiger Zeit spiele ich einen (ca. 43 Jahre alten) Orange GRO 100, den ich natürlich auch gebraucht gekauft habe.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich bei ähnlichem Preis dem Vintage-Amp den Vorzug gegenüber dem Reissue-Amp geben würde.
(Sorry, wenn ich Off-Topic laufe... ;))

Grüße, Pat
 
So, ich melde mich nochmal zurück... Der Verkäufer schrieb mir, das der Amp von einem Autorisiertem Marshall Techniker repariert wurde. Ich habe ihn natürlich noch gefragt, was der Amp genau für ein Problem hatte, darauf antwortete er:
"The problem may show on the 1992 and 1997 head amps. There was a loosing tension problem on a capacitor, and the tension was releasing on the presence knob, that gave a "harsh" sound only while the knob was turned, exactly like an oxidation Problem."
Er betonte dabei wieder, das es sich nur um ein kleines Problem handelte, und sie es bestmöglich reparieren lassen wollten, auch wenn es sich nur um ein kleines Problem handelte, und es deshalb zu einem Marshall Techniker geschickt haben.
 
Wenn bei einem 1992/97 der Elko kaputt ist, ist das Ergebnis ein extremer Leistungsverlsut (ab Temperatur X?) ...

So zumindest bei meinem 100W Bass Marshall (vor 20 Jahren) ...
Ich wäre da mehr als vorsichtig ...
 
Wenn bei einem 1992/97 der Elko kaputt ist, ist das Ergebnis ein extremer Leistungsverlsut (ab Temperatur X?) ...

So zumindest bei meinem 100W Bass Marshall (vor 20 Jahren) ...
Ich wäre da mehr als vorsichtig ...

Wenn mich nicht alles täuscht, sind Röhrenverstärker Hochspannungsteile. Wenn die 10 Jahre rumstehen, kann auch mal ein entsprechender Kondensator eine "Reformierung" durchmachen, erhöhte Leckströme, die sich vieleicht über das Poti entladen - keine Ahnung im Detail. Aber so manches allerdings älter rumgestandene Gerät explodiert schlicht aber ergreifend. Reparateure (sehr) alter Radios kennen das.

Die Diskussion zeigt ja auch ein gewisses Stochern im Nebel. De facto ist es ein "Kauf wie nicht gesehen" ohne praktisch durchsetzbare Gewährleistung. Sicher ist der Verkäufer ein ganz ehrlicher Zeitgenosse.

Edit.:
http://www.radiomuseum.org/forum/austausch_von_alten_kondensatoren.html

ebenda: "... wenn ein Gerät für längere Zeit nicht im Einsatz gestanden hat. In diesen Fällen kann es zu irreversiblen Schäden am Gerät kommen ..." Und: "Bei Elektrolyt-Kondensatoren („Elkos“) wirkt eine durch eine chemische Reaktion ... kann teilweise Schaden nehmen, wenn der Kondensator über einen längeren Zeitraum nicht an Spannung gelegen hat."

Ich will ja nicht unken, aber gerade weil die Kiste neu ist, also kaum öfters in Betrieb kam, könnte sie eine schlechte Anschaffung sein. Könnte hätte vieleicht ... ;-)
 
Grund: link gefunden
Zuletzt bearbeitet:
Das klingt ja eher weniger berauschend... würdet ihr mir jetzt vom Kauf des Amps abraten? Es ging mir ja wie gesagt um einen möglichen Klanglichen Unterschied bzw. Verlust, und das Problem bezieht sich ja nicht wie erst vermutet auf das Poti, sondern auf einen Kondensator:gruebel:
 
@Jimmy2701

Kaufe ihn einfach, du willst ihn doch
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Er spricht ja von einem Kondensator der auf das Presencepoti wirkt, das kann ja eigentlich nur der sein der meistens direkt auf das Presencepoti gelötet ist.
Keine grosse Sache
 
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Nimm ihn, sonst beißt de dir irgendwann erst recht in Arsch, das sei dir garantiert.
So abwegig ist es übrigens nicht, das Elkos nach iahrelangem Rumstehen mal "aufgeben". Wurd ja schon gesagt. Klingt ja ein wenig danach? Das ist Wartung, also unproblematisch. Irgendwann sind die in jedem Amp mal fällig. Habe die Elkos in meinem Engl Straight von 92 auch vor kurzem getauscht.
 
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@Jimmy2701

Kaufe ihn einfach, du willst ihn doch
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Er spricht ja von einem Kondensator der auf das Presencepoti wirkt, das kann ja eigentlich nur der sein der meistens direkt auf das Presencepoti gelötet ist.
Keine grosse Sache


Wenn ein Elko einen hohen Leckstrom hat, kann sich an einem daran angeschlossenen Poti eine Gleichspannung aufbauen, die dann wiederum zum bekannten „Kratzen“ führt.
Es sind wie schon bemerkt eher Indizien als Beweise für eine Überalterung – bei einem Auto-Oldie würde man von „Standschäden“ sprechen (um den Preis zu drücken, zum Teil zu Recht).
Die Hochspannungselkos würde man wohl schon auf Verdacht tauschen ($$, original?), weil eine Prüfung ist teurer. Na ja, und dann, wenn ich das aus dem „Zollner“ frei zitieren darf, ist eh keine Röhre wie die andere. Wie genau es dann so oder so „imperfekt“ klingt, und dadurch „schön“, das würde man wohl erst erfahren, wenn jemand anderer das Geld hat.
 
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Na das ist eben das Ding, das Poti ist kein klangformendes Element.
Da gehts um die Kondensatoren, Widerstände etc., nicht um Potis oder Buchsen.
Fürn Sound ist es wirklich egal.
Wobei ich jetzt wieder bei meinem alten Problem, einer Klangveränderung, bin.
 

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