Kaufberatung ePiano vs. Stage-Piano für Zuhause

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harrybeau
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Liebe Forumsmitglieder,

ich quäle mich und suche nach etwas Beratung. Basisinfo hier, weitere Erklärungen danach, bin für jeden Hinweis sehr dankbar
  • Budget: Maximal 5500 EUR
  • Gebrauchtkauf: eher nein
  • Vorhandenes Equipment: 25 Jahre altes Yamaha Stage Piano P200 mit eingebauten Lautsprechern, wird ausrangiert
  • Spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten: Fortgeschrittener + mein 12jähriger Sohn fortgeschrittener Anfänger
  • Wo wirst du das Instrument einsetzen? Zuhause im Wohnzimmer, Altbau, Holzfussboden, Nachbarn wohnen unten drunter
  • Wie oft wirst du es bewegen? Nie.
  • Welches Gewicht willst du maximal schleppen? Egal.
  • Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument: Weiter lernen und verbessern, akustische Pianos und Rhodes/Wurlitzer Sounds spielen, Songs mit mehreren Spuren aufnehmen in Logic Pro, evtl. Spielen mit Begleitautomatik, Spass haben, entspannen
  • Welche Musik-Stile spielst du? Neo-Klassik a la Chilly Gonzales, Blues, Pop, Funk, freies Spiel, etwas Klassik
  • Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
    [x] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät (bevorzugt)
    [x] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)
  • Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage? 88 (Standardgröße Klavier)
  • Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage? Hammermechanik (wie beim Klavier)
  • Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein? Grand Piano Sounds, Felt Piano Sounds, Rhodes, Wurlitzer, Strings/Pads
  • Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? wohnzimmertauglich aber flexibel
Mein 12jähriger Sohn entwickelt nach bereits einigen Jahren Unterricht (beim Papa, er wollte nicht zum Lehrer, jetzt will er) verstärkt Interesse am Klavierspielen und ich möchte auch mein uraltes Yamaha P200 ersetzen durch was klanglich schöneres.

Meine wichtigsten Wünsche sind wie folgt
  • Sehr sehr gute Grand Piano Sounds, Felt Piano Sounds, Upright Pianos, Rhodes, Wurlitzer
  • Sehr gute Lautsprecher (nicht laut, aber differenziert)
  • In Maßen auch gute Effekte, beispielsweise finde ich das Rumspielen mit dem Yamaha Reface CP und seinem analogen Delay, Reverb, Chorus, Phaser, Tremolo schon echt toll
  • Sehr sehr wichtig (leider): leise Tastatur für abendliches Spielen mit Kopfhörer im Altbau, zwecks Minimierung der Übertragung des Tastenklapper-"Trittschalls" an den Nachbarn unter uns. Das P200 steht schon auf so kleinen Dämpferpads auf dem Holzparkett, aber es könnte besser sein. Vielleicht muss ich mit Schallmatten und Teppich experimentieren.
  • Gute Tastatur: Tastatur mit einer griffigen Beschichtung, kein reines glattes Plastik, und gewichtet, muss aber nicht die letzte mechanische Nuance eines Flügels nachbilden, muss auch nicht zwingend "gegraded" sein.
  • Möglichkeit VSTs zu spielen auf iPad / Computer und den Sound wiederzugeben und aufzunehmen, vielleicht auch Looping ggf. mit separatem Audio-Interface (Audio via USB vom iPad auf das Keyboard wäre gut, im Notfall geht auch das iPad Audio analog in den Aux-In).
  • Splitting so dass wir zu zweit spielen können.
  • Etwas Sound Layering.
Auf diese Basis bin ich auf folgende Shortlist gekommen
  • Nord Grand 2 mit zugehörigen Lautsprechern - Sehr gute Samples finde ich, die Kawai Tastatur finde ich auch gut (besser als in Nord Stage und Nord Piano) und vergleichsweise leise, leider kein USB Audio. Konnte das Nord mit Kopfhörer (ohne Lautsprecher) spielen. Preis/Leistungsmässig naja.
  • Roland V-Stage mit Monitor Lautsprechern - Hab es noch nie gesehen, es hat wohl die zweitbeste Tastatur von Roland, weiss nicht ob die laute Geräusche macht, konnte auch die synthetischen Pianos Sounds nie probieren. Vermute Nord ist besser.
    Von der Connectivity schein das Gerät super zu sein.
  • Montage m8x mit Monitor Lautsprechern - Völliger Overkill, ich werde kein Sound-Design machen, konnte aber den Vorgänger mal spielen, man hört viel gutes über die Tastatur, es gibt Leute die spielen im wesentlichen Pianos mit dem Teil. Nie gesehen oder probieren können. Prinzipiell finde ich hat Yamaha hohe Qualität.
  • Studiologic Numa X Piano GT mit Monitor Lautsprechern - Konnte ich kurz mal testen, es hat das beste Fatar Keybed TP/400, das fühlte sich sehr gut spielbar und relativ leise an. Zu wenig Zeit um die Sounds und Features zu testen,
    ggf. würde ich hier den Pianoteq VST oder ähnliches benutzen. Hat USB Audio.
  • Yamaha P525 - Reisst mich optisch nicht vom Hocker, motiviert mich nicht, hat aber wohl eine ganze gute Tastatur (aber lauter?!), auch USB Audio, eingebaute Lautsprecher, aber Effekt-Möglichkeiten sind wohl eher begrenzt. Sounds weiss ich nicht so genau.
Und dann passierte das folgende: Ich war fast entschlossen mir das Nord zu kaufen und bin mit Family nochmal ins örtliche Musikhaus um mir die Wohnzimmerzulassung für die rote Farbattacke zu holen, und dann greift sich der sehr nette Verkäufer meinen Sohn und demonstriert
ihm das Yamaha Clavinova CSP295, also dieses Monster mit dem über iPad betriebenen User Interface. Es scheint ein paar Features zu haben die wohl die Konkurrenz nicht hat
  • Ziemlich gute Begleitautomatiken (vermutlich aus dem Genos), mir leuchtet ein dass es Kindern sicherlich viel Spass macht damit zu üben statt mit einem Metronom, und ich finde das auch ehrlich gesagt schon ganz nett. Der Genos kann was.
  • Es unterstützt beim Lernen der einzelnen Hände, nur links, nur rechts, markiert die Note an der man gerade ist
  • Wenn man Stück übt und eine falsche oder keine Note spielt, wartet die App und ggf. die Begleitung bis man das richtige spielt
  • Und dann auch noch diese LEDs über den Tasten die nochmal zeigen was man spielen soll (besonders beim letzteren lief mir ein Schauer über den Rücken aber es scheint wohl doch zu helfen und zu motivieren)
  • USB Audio hat es auch
Mein Sohn ist extrem begeistert und ich könnte mir schon vorstellen, dass das Teil motiviert zu spielen und zu lernen. Ich freunde mich langsam mit dem Gedanken an, habe aber einige Bedenken zu dem Gerät
  • Das Yamaha hat zwei Haupt Grand Pianos (CFX2 und Boesendorfer). Ich persönlich finde das CFX2 irgendwie gar nicht soooo gut, das Boesendorfer klingt wärmer
  • Bin mir nicht sicher ob man über iPad an den Effekten, z.B. für Rhodes so rumbasteln kann wie am Reface CP
  • Es gibt kein Felt Piano, kann sein dass man sich das hinbasteln kann, aber das finde ich sehr schade
  • Die Tastatur ist die beste von Yamaha (Grand Touch), aber ich finde sie ist auch die lauteste. Fast alles andere scheint leiser (Roland, Kawai, Fatar 400, ...). Das macht mir leider große Sorge. Vielleicht gibt es da Lösungen.
  • Sämtliche Steuerung läuft übers iPad.
Da auf einmal also auch Begleitautomatiken zum Thema wurden, ist mir schlussendlich dann noch das
  • Korg PA5X 88 mit zugehöriger "Soundbar" - aufgefallen. Auch das hab ich noch nie gesehen und testen können.
Bin für jede Meinung und jeden Hinweis sehr dankbar. Vielen Dank!
 
Interessant, was du alles ins Wohnzimmer stellen würdest. So einen richtigen Macht-was-her-Faktor haben die Bretter ja nicht, die du dir ausgeguckt hast. Und vor allem hat keines von denen die schicke Resonanzboden-Verstärkung, die bei manchen Digitalpianos den Klang nochmal auf eine andere Ebene heben. Das sollte jedenfalls bei deinem Budget möglich sein.

Ich selbst habe viel Spaß mit dem Viscount Legend 70s 88-Wood, da du hervorragend an Rhodes-, Wurlitzer- und anderen EP-Sounds schrauben kannst. Aber ausgerechnet der Flügelklang ist nicht allererste Sahne, mehr so "ganz in Ordnung" (und zwar auch das dedizierte AP-Modul). Zwar sicherlich besser als im P200, aber doch nicht so umwerfend wie bei anderen aktuellen Digitalinstrumenten. Das Schönste an dem Gerät ist, dass es fast so viele Direkt-Regler wie ein Nord Stage hat. Ich habe v.a. viel Spaß an Kombinationen von "klassischen" Digital- oder Elektropianos mit akustischem Piano (z.B. à la Elton John oder Billy Joel). Das Legend 70s ist aber ganz sicher kein Digitalpiano im Sinne einer möglichst guten Reproduktion von Klaviergefühl und -klängen, sondern bedient eben eine Nische.

Ich weiß vor allem nicht, ob die Interessen von Papa und Sohn sich wirklich ideal in einem einzigen Instrument verwirklichen lassen. Ich habe in dieser Hinsicht längst aufgegeben und sogar für mich allein mehere Digitalinstrumente für diverse Einsatzzwecke. Am ehesten würde ich dir noch raten, ein gutes Digitalpiano für den akustischen Bereich zu kaufen und selbst über PC an EP-Sounds zu schrauben - mit entsprechender Software.

Was den Trittschall angeht: Eine wenig klappernde Tastatur hat meiner Vermutung nach keinen bis wenig Einfluss auf die Lautstärke von Trittschall-Entwicklung. Ich habe auch mit leisen Tastaturen auf einem frei schwingenden Betonboden schon erheblichen Lärm untendrunter verursacht. Da spielte am Ende auch der Aufstellungsort eine Rolle.
 
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ich quäle mich und suche nach etwas Beratung.
Das ist ein ziemlicher Rundumschlag, den Du da machst. :D
Das CSP-Konzept verstehe ich als "Arranger-Keyboard" für Klavierspieler, mir fehlt allerdings jede Affinitiät für solche Instrumente.
Will man auch ohne angeschlossenes Tablett musizieren, wäre Yamaha CVP die Alternative.

Der Anregung von @FZiegler kann ich mich gut anschließen, sich einmal ein Digitalpiano wie das Kawai CA-901 in echt anzusehen und möglichst auch die mit Bechstein entwickelten Casio GP-310 oder gar GP-510.
Von Yamaha wüsste ich in diesem Bereich keines mit vergleichbarer Waagebalkenmechanik.
Es gibt noch deutlich teurere Digitalpianos von Yamaha und Kawai mit Klavier- und Flügelmechaniken, die für Digitalpiano angepasst wurden, allerdings kenne ich die nicht aus der Nähe.

Wenn es "nur" darum geht, auf einem Digitalpiano mit Spielfreude und gut Klavier zu spielen, so wäre das für "Normalverbraucher" bereits mit Instrumenten zwischen 2 - 3.000 Euro auch auf Dauer sehr gut möglich.
Beispiele dafür wären das bereits erwähnte Casio, das Yamaha CLP-845 (mechanisch relativ leise Tastatur), Kawai CA-701 oder Roland LX-6.
Während Instrumente von Yamaha im Handel sehr verbreitet sind, gilt das für die von Kawai nur eingeschränkt, nach Geschäften mit den hochwertigsten Digitalpiano-Modellen von Roland und Casio muss man schon gezielt suchen.

Zum Digitalpianospielen habe ich ein Roland FP-90X (mechanisch relativ leise Tastatur) und ein Kawai ES-920 (mechanisch laute Tastatur). Das liegt vor allem daran, dass das Kawai 6 kg leichter ist als das Roland und ich mir davon Vorteile beim gelegentlichen Transport versprochen hatte. Außerdem fand ich das Kawai bei einem Anspielen so reizvoll, dass ich mir in aller Ruhe darüber klar werden wollte, ob es mir auf Dauer noch besser gefallen würde als das Roland.
Nun, es ist toll und hätte mir bei umgekehrter Reihenfolge der Anschaffung auch völlig ausgereicht - letztlich sehe ich beim Roland aber doch einige vorteilhafte Details.

Für den kindlichen Spieltrieb mit ausreichend Klanggewitter und Bedienelementen habe ich einen Yamaha MODX M7. Ds ist ein kompakt gebauter Synthesizer mit mehreren Klangerzeugungen in Variationen, darunter sehr gut gesampelte Flügelklänge, das Klavier U1, die typischen E-Pianos und Orgeln. Der MODX M7 wiegt samt Gigbag kaum 12 kg und die Synth-Tastatur reicht wahrscheinlich sogar für mein Klavierspiel unterwegs.

Gruß Claus
 
Grund: Hinweise ergänzt
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann dir mein eigenes Setup ans Herz legen:
VPC1, iConnectivity 4c, Yamaha AG06Mk2 und Genelecs. Oder eben wärmere Boxen für das Felt Piano.
Als VST empfehle ich Dir Pianoteq oder auch Una Corda, schau Dir am Besten mal das angehängte Video dazu an.


View: https://www.youtube.com/watch?v=S5A7ox320tQ

Nachtrag, Bei deinem Budget finde ich auch den obigen Hinweis auf ein DP mit Resonanzboden Verstärkung auch sehr gut. Den würde ich gerne selbst umsetzen…
 
So einen richtigen Macht-was-her-Faktor haben die Bretter ja nicht, die du dir ausgeguckt hast. Und vor allem hat keines von denen die schicke Resonanzboden-Verstärkung, die bei manchen Digitalpianos den Klang nochmal auf eine andere Ebene heben.
Vielen Dank für Deine Antwort. Ja das Kawai CA901 wird immer gelobt für seinen Resonanzboden. Aber ist der Sound dann wirklich soviel besser gegenüber einem Nord mit Lautsprechern? Lautstärke ist mir weniger wichtig, sondern die "Qualität" oder "Differenziertheit" des Sounds.

Ich selbst habe viel Spaß mit dem Viscount Legend 70s 88-Wood, da du hervorragend an Rhodes-, Wurlitzer- und anderen EP-Sounds schrauben kannst. Aber ausgerechnet der Flügelklang ist nicht allererste Sahne, mehr so "ganz in Ordnung" (und zwar auch das dedizierte AP-Modul).
Gefällt mir sehr vom Retro Design und dem direkten Zugriff mit vielen Knöpfen, aber AP Sounds sind mir am wichtigsten.

Ich weiß vor allem nicht, ob die Interessen von Papa und Sohn sich wirklich ideal in einem einzigen Instrument verwirklichen lassen.
Ja aber unser Wohnraum ist begrenzt.

Was den Trittschall angeht: Eine wenig klappernde Tastatur hat meiner Vermutung nach keinen bis wenig Einfluss auf die Lautstärke von Trittschall-Entwicklung. Ich habe auch mit leisen Tastaturen auf einem frei schwingenden Betonboden schon erheblichen Lärm untendrunter verursacht. Da spielte am Ende auch der Aufstellungsort eine Rolle.
Das finde ich einen sehr interessanten Punkt. Wenn das stimmt, kann mir das mit den Tastaturgeräuschen egal sein. Es würde mich wirklich brennend interessieren, was man mit Schallschutzmatten, Teppich oder sonstigem erreichen kann um im Frieden mit den Nachbarn zu leben. Aufstellort könnte ich auch nochmal überdenken, im Flur halten wir (und die Nachbarn) selten lange auf.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich kann dir mein eigenes Setup ans Herz legen:
VPC1, iConnectivity 4c, Yamaha AG06Mk2 und Genelecs. Oder eben wärmere Boxen für das Felt Piano.
Als VST empfehle ich Dir Pianoteq oder auch Una Corda, schau Dir am Besten mal das angehängte Video dazu an.


View: https://www.youtube.com/watch?v=S5A7ox320tQ

Vielen Dank sehr interessant. Wozu brauchst Du denn das iConnectivity und den AG06Mk2? Die Genelecs kannte nicht noch nicht sehen aber auch sehr interessant aus.

Nachtrag, Bei deinem Budget finde ich auch den obigen Hinweis auf ein DP mit Resonanzboden Verstärkung auch sehr gut. Den würde ich gerne selbst umsetzen…
Erwartest Du da wirklich eine erhebliche Klangverbesserung gegenüber den Genelecs?
 
Die "optimale" Wiedergabequalität ist eine Geschmackssache, gebildet aus Gewohnheit oder durch von verschiedenen Zwecken abhängige Hörerwartungen.
Ich mag z.B. meine Kali - solange ich mich nicht zu KH150 aufraffen kann, habe die aber beim Spielen normalerweise weder am Kawai ES-920 noch am Roland FP-90X angeschlossen.
Übrigens, wenn der (sehr) neutrale Klangcharakter und die (sehr) detaillierte Wiedergabe der Genelecs deinen Geschmack treffen, sehe ich dich bei Kawai auf der falschen Baustelle.
Deren bessere Wiedergabesyteme wie deren HI-XL Sampling sind auf eine leicht warmtönige Musikalität ohne sezierende Details getrimmt. Das macht übrigens auch Yamaha bei seinem gesampleten Bösendorfer Klang und was für ein Wunder, einige Digitalpianospieler ziehen ihn als Standardflügel dem "modernen" CFX vor.
Ich schätze das auch sehr, daher bin ich mit meinen Kali sehr zufireden und fasse vielleicht irgendwann Neumann ist Auge. Als Kopfhörer habe ich deshalb zuletzt die FiiO FT1 Pro und finde sie top. Alles von mir da genannte gibt durchaus "neutral"und "detailliert" wieder, aber ohne ein "sehr" oder gar den Anflug von Kälte, statt dessen unbedingt musikalisch ansprechend.

Bei einem Kawai CA-901 käme ich noch weniger auf die Idee externer Wiedergabe zum Klavierspielen.
Aber es kann meines Erachtens auch sein, dass dir ein Kawai CA-701 oder Casio GP... oder auch das Yamaha CLP-845 (CFX) besser gefallen als das vermeintliche Top-Digitalpiano.
So eine Kaufentscheidung kann/sollte man jedenfalls nicht einfach über die Specs oder YT-Videos treffen.
Ich weiß sogar, wovon ich da rede, denn ich habe es vor bald zwei Jahren tatsächlich versucht. :D

Gruß Claus
 
Grund: kl. Ergänzung zum Klang bei Kawai
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Die "optimale" Wiedergabequalität ist eine Geschmackssache, gebildet aus Gewohnheit oder durch von verschiedenen Zwecken abhängige Hörerwartungen.
Ich mag z.B. meine Kali
Die sehen zumindest toll aus.
solange ich mich nicht zu KH150 aufraffen kann
Nicht exakt mein Budget
habe die aber beim Spielen normalerweise weder am Kawai ES-920 noch am Roland FP-90X angeschlossen.
Dann reichen dir dort die onboard speaker ?
Deren bessere Wiedergabesyteme wie deren HI-XL Sampling sind auf eine leicht warmtönige Musikalität ohne sezierende Details getrimmt. Das macht übrigens auch Yamaha bei seinem gesampleten Bösendorfer Klang und was für ein Wunder, einige Digitalpianospieler ziehen ihn als Standardflügel dem "modernen" CFX vor.

Bei den Clavinova gefällt mir sehr definitiv der Bösendorfer besser als der CFX(2).

Vielen Dank für all die Info Claus, muss ich erstmal verarbeiten. Gruß, Thomas
 
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Dann reichen dir dort die onboard speaker?
Reichlich, ich finde die Wiedergabe ziemlich gut.

Anders ausgedrückt: wenn ich von den eingebauten Lautsprechern auf meine inzwischen liebsten Kopfhöher umschalte (FiiO FT1 Pro, Beyerdynamic DT 900 Pro X) oder auf die Kali Audio In-5, dann gibt es bei dieser relativ guten Abhöre gegenüber den eingebauten Lautsprechern zum Glück keinen "Wow-Effekt", wie man den vielleicht vom direkten Wechsel von einfachen Stereoboxen auf gehobene Lautsprecher kennt.

Außerdem wollte ich natürlich nichts gegen Genelec Monitore sagen.
Es ging mir um einen Hinweis auf unterschiedliche Vorlieben beim Klangbild, über die man sich klar werden kann bzw. sollte. Gemeint sind dabei Nuancen und kleine Grade.

"Neutral" oder "flat" und dabei ein natürlich wirkendes, musikalisches Klangbild wie bei akustischen Instrumenten, die ich kenne und spiele, das ist meine Idealvorstellung.
Wer mehr von Metal, EDM/Synth oder Computerspielen über entsprechende Kopfhörer geprägt ist, wird wahrscheinlich andere Vorlieben bei der Wiedergabe haben.

Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Beim Thema "Resonanzboden" sollte man bedenken, dass dieser nur dann richtig zum Tragen kommt, wenn man auch halbwegs laut spielt (eigentlich schon in der Lautstärke eines akustischen Klaviers).
 
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Vielen Dank sehr interessant. Wozu brauchst Du denn das iConnectivity und den AG06Mk2? Die Genelecs kannte nicht noch nicht sehen aber auch sehr interessant aus.

Stimmt, das ist für dich möglicherweise nicht interessant.
Wenn man ausschließlich Klavier spielt, bietet das iConnectivity keinen Mehrwert. In meinem Fall möchte ich jedoch parallel ein Android-Handy und ein iPhone anbinden, da ich zusätzlich über eine zweite (Waterfall-)Tastatur Orgel spiele (die Orgel-App läuft unter Android).
Ich habe keinen anderen MIDI-Router gefunden, der iOS und Android gleichzeitig unterstützt, und wollte mir das ständige Umstöpseln ersparen.
Über das AG06 laufen Genelecs bzw. Kopfhörer sowie das Mikrofon.
 
Ich habe mir noch einmal den Bedarf angesehen.

Falls wegen Familie und diversen Besuchern in der Wohnung "wohnzimmertauglich" eine Rolle spielt, im Gegensatz zum Studio- oder "Bedroom-Producer"-Aufbau mit Tasten, Ständern, Boxen und Kabeln, dann fände ich ein "Digital Home Piano" wie z.B. Yamaha CLP-845 oder Roland LX-5 gut geeignet. Die (nur zwei) notwendigen Kabel für Strom- und USB-MIDI/AUDIO-Interface können ggf. einfach hinter dem Instrument verschwinden.
Die Yamaha Tastatur GrandTouch_S (w.HT) ist mechanisch vergleichsweise leise, bei der "besten" im Roland LX-6 Mechanik weiß ich es nicht. Ich habe ich die etwas kürzeren Tasten der PHA-50, die ansonsten sehr ähnlich konstruiert ist und in den Digital Home Pianos Roland HP 704 und Roland LX-5 verbaut wird. Meine Tastatur ist nicht laut, verglichen zur Kawai RHIII im ES-920 oder zur Fatar TP/40 W im Numa X Piano GT.

Bei den Portables hat das Roland FP90X ein eleganteres Design als das Yamaha P-525.
Roland hat eine umfassende Feinabstimmung der Klangeigenschaften und Tastaturemfindlichkeit (Fix, 1-100). Wie üblich kann man eigene Einstellungen in Registrierungen ablegen. Für das "Rhodes" E-Piano habe ich z.B. eine größeren Dynamikumfang als für das akustische Concert Piano zum Klavierüben.
Split, Dual und 1 Layer-Sound sind (natürlich) auch möglich.

Bei den genannten Yamaha und Roland ist das bidirektionale MIDI/Audio-Interface bereits eingebaut, das ist bequem und es bleibt immer schön aufgeräumt. Das Instrument braucht man nur über das "USB to Host Kabel" verbinden und schon ist man im Computer/Smart Device. Umgekehrt werden Zuspieler vom iPad oder Notebook über die eingebauten Lautsprecher des Instruments wiedergegeben, wenn man will.
Kawai hat es leider nie geschafft, diese seit gut 10 Jahren zuerst von Yamaha eingeführte Komfortfunktion in seine Instrumente einzubauen.

Ein wohnzimmertaugliches Designerstück wäre das Casio PX-S7000HM, das ich aber nicht weiter kenne. Es hat leider kein USB-Audiointerface, dafür aber wie das Roland FP-90X einen Eingang für ein dynamisches Mic.
Das Kawai ES-920 ist bildschön, die Tastatur (m.E.) gut, aber mechanisch laut und es fehlt eben das eingebaute USB-Audiointerface.
Kawai und Casio können die BT-Kopplung neben MIDI auch zur Audio-Wiedergabe nutzen (Play-Alongs).

Das Roland V-Stage 88 hat eine angepasste PHA-4, das wurde kurz nach der Einführung in einer Präsentation genannt. Die PHA-4 ist in der Urfom Rolands Einsteigertastatur, die ich lang und gern spielt habe, aber eine PHA-50 und auch die Kawai RHIII sind zum Klavierspielen schon spürbar besser. Im Laden ist mir das V-Stage 88 leider noch nicht untergekommen.

Gruß Claus
 
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was man mit Schallschutzmatten, Teppich oder sonstigem erreichen kann um im Frieden mit den Nachbarn zu leben.
Mit "sonstigem" sehr viel, bis zum Extrem gefederte Aufhängung oder Aufstellung auf einem separaten Podest ...
Wenn Ihr einen Fußboden mit schwimmendem Estrich habt, sollte es eigentlich kaum Probleme geben, dann ist die Trittschalldämmung entsprechend vorhanden.

Zu den Digatal Home Pianos kann ich nichts weiter sagen. Optisch sind sie natürlich schön und eine All in One-Lösung.

VPC1, ...
Als VST empfehle ich Dir Pianoteq
Das ist auch mein Setup, und dazu zwei Studiomonitore (aktiv), man braucht noch einen PC/Laptop oder iPad .
Tastatur top, Klang top (und flexibel), aber mit einem normalen Ständer nicht ganz so wohnzimmertauglich. Das VPC an sich sieht sehr schick aus, ich überlege selbst noch, ob ich mir aus schwarzer Möbelbauplatte oder aus Holz einen Unterbau mache oder vom Tischler bauen lasse, wo die Boxen, ein PC, Kabel, USB-Interface und Noten einen Platz finden.

Studiologic Numa X Piano GT mit Monitor Lautsprechern - Konnte ich kurz mal testen, es hat das beste Fatar Keybed TP/400, das fühlte sich sehr gut spielbar und relativ leise an. Zu wenig Zeit um die Sounds und Features zu testen,
ggf. würde ich hier den Pianoteq VST oder ähnliches benutzen. Hat USB Audio.
Ich habe den kleineren Bruder (oder Schwester) Numa X Piano zu Hause. Wenn die TP/400 nochmal ein Stück besser ist, dann ist das auch eine Empfehlung.
Zum Unterbau s.o.

Bei deinem Preisbudget wären sehr gute Komponenten möglich. Bei einem "Monster" wie das Korg PA5X 88 würde ich mir gut überlegen, wofür man da sein Geld ausgibt und ob das dem entspricht, was man braucht.
Der Trend geht meinem Eindruck nach eindeutig in Richtung Computer - viel flexibler, mMn auch preisgünstiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
…Das ist auch mein Setup, und dazu zwei Studiomonitore (aktiv), man braucht noch einen PC/Laptop oder iPad .
Tastatur top, Klang top (und flexibel), aber mit einem normalen Ständer nicht ganz so wohnzimmertauglich. Das VPC an sich sieht sehr schick aus, ich überlege selbst noch, ob ich mir aus schwarzer Möbelbauplatte oder aus Holz einen Unterbau mache oder vom Tischler bauen lasse, wo die Boxen, ein PC, Kabel, USB-Interface und Noten einen Platz finden.

Da wäre ich dabei :))
LG
Michael
 
Die Anregung dazu ging allerdings mehr von meiner Frau aus ;)
 
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