Kaufberatung für Studenten vor schwieriger Entscheidung :)

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DerAlchimist
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Hallo liebes Forum!

Erstmal möchte ich mich bedanken, dass es diese Möglichkeit gibt, denn gerade beim Kauf eines EPianos steht man als Unerfahrener vor einer Reihe von Entscheidungen, die man eigentlich gar nicht wirklich fundiert treffen kann.
Vielen Dank deshalb für eure Hilfe und Empfehlungen!

Ich bin selbst Student und habe in meiner Kindheit 10 Jahre Klavierunterricht gehabt. Leider war ich etwas inkonsequent und habe es nie zu ganz Großem gebracht. Ich spiele aber dennoch einigermaßen und vorallem gerne und habe mich deshalb entschlossen meine Wohnung mit einem Klavier zu bereichern. Da mir das Budget und der Platz für eine akustisches Piano fehlt, muss ich auf ein platzsparenderes ePiano ausweichen. Hierbei möchte ich natürliche einen möglichst echten Piano Klang und eine gute Klaviatur, die sich wie die Klaviatur eines Flügels verhält.

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis __diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, das Budget geht wohl bis 1800€, ich bin aber sehr froh, wenn ich für weniger Geld schon etwas brauchbares erhalte!_ €
[x] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[x] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[ ] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[x] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[x] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
_________selten bis nie, ev. bei Umzug__________________________ _______________

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu ___völlig egal kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
__________________________als Klavierersatz für Zuhause_________ _______________

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
_____________________Klassik, am liebsten Chopin, Debussy, Mozart, Beethoven usw..______________ _______________

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[ x Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[x] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[x] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: __möglichst klaviernahe_________________________________ _______________
[ ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[x] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[ ] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[ ] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[x] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[ ] sonstiges: ________2x Kopfhörerausgang und wenn es eine Record Funktion besitzt, bin ich darüber nicht traurig___________________________ _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
_____________________________klavierähnliches Aussehen______ _______________

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?

Ich habe mir bereits einige Modelle angesehen, vorallem
Kawai
Hier hat mir das CN 34 gut gefallen, denke aber, dass das CN 24 auch reichen würde.
auch das CA 13 ist wunderschön.

Außerdem hab ich wirklich billige Geräte von Classic Cantabile gesehen, die optisch was hermachen. Leider konnte ich sie nicht spielen. Ich habe hierzu völlig verschiedene Rezensionen gelesen, vielleicht sagt ihr mir mal, was ihr von diesen Pianos haltet. Ich weiß, dass sie von einer Koreanischen Firma sind und von den verschiedenen Klavierhäusern als Eigenmarke billig verschärbelt werden.

Bisher habe ich noch keine anderen Epianos gespielt (nur teurere und große von Blüthner... die waren auch sehr gut, aber außerhalb meines Budgets) und bin deshalb auch dankbar für Tipps, was es sich da lohnt anzuspielen.

In jedem Fall Danke für eure Hilfe!

LG
Alchi
 
Eigenschaft
 
Ich würde mir auch nochmal das Kawai CA-65 (https://www.thomann.de/de/kawai_ca_65_sb.htm) anschaun. Es liegt zwar leicht über Buget, die Mehrausgabe loht sich aber wirklich.

Soll es wirklich ein Piano mit Holzoptik sein ? Die Dinger nehmen ja gerade relativ viel Platz ein. Für eine Studentenbude würde ich eher ein Stagepiano mit internen Lautsprechern nehmen. Dort gibt es dann z.B. das Roland FP-80 (https://www.thomann.de/de/roland_fp_80_bk.htm), was innerhalb Deines Buget liegt und ein sehr gutes Gerät ist. Ein Stagepiano hat den Vorteil, dass Du es leichter irgendwo verstauen kannst (unterm Bett z.B.) wenn Du es nicht benötigtst. Auch ist es praktischer wenn Du umziehen musst.

Von den China-Herstellern würde ich eher absehen und lieber bei Markengeräten wie Yamaha, Kawai oder Roland bleiben.

Gruss,

m
 
Hey Murrel,

also erstmal danke für deine rasche Antwort.
Das CA 65 habe ich mir angesehen, ist natürlich ein super instrument! Aber ich muss halt schon sagen, wenn es nur danach gehen würde, dann stünde bei mir schon längst ein bösendorfer Konzertflügel.
Ich würde mir natürlich wirklich gerne eines der CA Serie kaufen, am liebsten dann gleich das Ca 95 aber das sprengt einfach den Rahmen und steht auch nicht dafür, da ich dazu weder gut genug spiele, noch das Instrument gebührend würdigen könnte.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie steht mir der Sinn nicht nach einem Roland, ich hab da so viel schlechtes gelesen.. Ich werde heute mal eines Anspielen gehen, vielleicht zerschlagen sich ja dann alle meine Bedenken.
Ich möchte gerne eine Holzoptik, da das Klavier auch als Möbelstück in der Wohnung geplant ist - ist keine typische Studentenbude.
Ich hab auch das Gefühl, dass man besser die Finger von den Asiaimporten lässt, allerdings würde mich halt mal interessieren, was konkrete Argumente dafür sind - zB "hab ich gespielt, schlechte Klaviatur, mieser Klang usw."
eine generelle "nicht kaufen" Empfehlung will ja irgendwie begründet sein.


gruß
 
Da bleibt ja nicht viel Auswahl, will man bei den klassischen Megasellern Yamaha und Kawai bleiben.

Yamaha bietet für den Deinen Anspruch und Budget die CLP-Reihe, die im CLP-430 knapp unter der Budgetgrenze liegt. Ein tolles Homepiano mit gediegener Qualität und der Tastatur der > 2.000.- Klasse.

Kawai wäre wohl mit den unteren Modellen der CA-Reihe (CA-15) oder dem CS4 ordentlich aufgestellt. Sehr interessante Alternativen, teils mit Holztasten, wenn gewünscht.

Günstiger heißt halt generell weniger Leistung (weniger Verstärkerleistung, z.B. kein Synthetik-Elfenbeinzeugs auf der abgespeckten Tastatur, ebenfalls abgespeckte Klangfeinheit usw.), aber könnte auch je nach eigenem Anspruch ausreichen. Da aber musst Du selber Tastatur-Feeling usw. ausprobieren, beim Status eines ambitionierten Fortgeschrittenen ist eine Onlineberatung zu subjektiv empfundenen Vor- oder Nachteilen sicherlich unsinnig. Da ist ein Ladenbesuch angesagt.

Ans Herz legen möchte ich Dir aber auch die Überlegung von ordentlichen Zusatzlautsprechern in Form von aktiven Nahfeldmonitoren. Das hebt den Klang aus dem Keller, und unterstützt die meiner Meinung nach ziemlich unverschämt billigen Breitbandlautsprecher, die in den mittelklassigen klavierähnlichen Homepianos in den Fußraum abstrahlen. Das klingt zwar klavierähnlich authentisch dumpf-abgeschlossen, aber mit Zusatzboxen in Kopfhöhe kann man da aus einem Mittelklassemodell noch einiges Richtung Flügel rausholen. Zu empfehlen sind 4-5" große Membranen. Optimal, wenn Frequenzen an der Box rein oder raus gedreht werden können, damit eher Mitten und Höhen die Bässe der originalen Einbaulautsprecher unterstützen. Probier´s aus - meiner Meinung nach bringt das mehr als ein paar hundert Euro Aufpreis für manches teurere Piano.

Nachteil: je besser desto größer, was die klassische Klavieroptik ab 5" Modellen schon etwas killt. KLICK zu Beispielen.

dass man besser die Finger von den Asiaimporten lässt

Digitalpianos werden selten in Deutschland gebaut ;) Was verstehst Du unter Asia-Importen? Meiner Meinung nach sollte man ein Homepiano von einem Hersteller wie Yamaha nehmen, die auch die entsprechenden akustischen Instrumente herstellen, die dann zum Sampling bereit stehen. Alle anderen können ja logischerweise nur Samples kaufen oder den Akustiklang digital nachbauen. Das aber klingt dann immer irgendwie künstlich.

Die wirklich üblen Asia-Importe sind ja die Hausmarken und pseudo-toll benamten Teile wie Hemingway oder sowas aus der 500.- Klasse. Plaste-Tastatur, Keyboardklang aus der digtialen Mottenkiste, und eigentlich nur für Wochenendklimperer geeignet. Solches Zeugs aber wirst Du ja so und so nicht in Augenschein nehmen wollen, oder?
 
Meiner Meinung nach sollte man ein Homepiano von einem Hersteller wie Yamaha nehmen, die auch die entsprechenden akustischen Instrumente herstellen, die dann zum Sampling bereit stehen.

Roland verwendet Steinway-Samples, ist doch auch was.
 
Roland verwendet Steinway-Samples, ist doch auch was.

Aber eben zugekauft. Ich persönlich sehe alles aus einer Hand eben als sinniger an, als sich auf dem Samplemarkt fremde Samples einzukaufen und die dann digital umzusetzen.

Zumindest, wenn es keine signifikante preisliche Alternative bietet. Das ist wie auf dem Fotosektor, wo Digitalsensor, Elektronik und Bildsoftware aus einer Hand weniger Probleme bereiten, als wenn die einzelnen Komponenten hier und dort zugekauft werden, um sie unter eigener Marke zusammengefuckelt zu vertreiben.

Aber das muss nicht jeder so sehen, und soll nicht missionierend für Yamaha sein.
 
Aber eben zugekauft. Ich persönlich sehe alles aus einer Hand eben als sinniger an, als sich auf dem Samplemarkt fremde Samples einzukaufen und die dann digital umzusetzen.

?? Roland kauft doch keine Sample- Sets ein, die sie dann in die Pianos "einbauen". Die nehmen alle paar Jahre einen Flügel neu auf, haben selbst riesige Sample- Libraries und sind mit der Elektronik und Klangerzeugung rund um Sampling seit langem vertraut. Das Kriterium scheint mir etwas an den Haaren herbeigezogen.

Am Ende sollte man sich halt das ganze mal auf guten Lautsprechern anhören. Neben den Samples an sich spielt ja eine erhebliche Rolle, wie das ganze mittels Layer, Übergängen, modeling für Resonanzen usw. realisiert ist. Die Samples alleine sind ja nur das Rohmaterial.

Am Ende hat das sicher auch was mit Hörgewohnheiten und Geschmack zu tun, das Gesamtpaket machts dann wohl aus: Tastatur, Bedienung, Aussehen, Klang usw usw.

Ich werde mir demnächst auch ein neues Digitalpiano kaufen. Nachdem ich in einem großen Musikgeschäft einige Modelle angespielt habe, muss ich sagen, die Rolands finde ich im Vergleich sehr gut: Der Klavierklang ist - soweit ich das auf die Schnelle beurteilen konnte - gut, die Roland- Tastatur fand ich von allen Herstellern am besten. z.B. das Numa Concert fühlt sich viel mehr nach Plastik- Keyboards- Tastatur an, die "Ivory G" (oder wie das Ding heißt) kommt dem Feeling eines Klaviers m.E. näher.

Aber wie gesagt, verabsolutieren wird man solche Urteile nicht können. Ich neige derzeit zum FP-80, aber man wird auf vielen der besseren Modelle der großen Hersteller gut spielen können...

Gruß
Bernhard
 
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Ok, dann nimmt Roland die Samples halt selber auf, macht im Endeffekt aber keinen Unterschied. Ich persönlich finde es eben besser, wenn alles aus einer Hand ist, also man ab dem Sampleinstrument auf eigene Produkte zurückgreifen kann.
 
Vielen Dank für den Input!

Ich war gestern mal wieder im Musikladen und hab einige Pianos angespielt. Leider war viel los und selbst durch die Kopfhörer konnte ich nicht alles so hören, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich muss ehrlich sagen, ich habe an vielen Stellen weniger Unterschiede bemerkt, als angenommen.
Die Kawais sind wirklich schön, (CA 13 CN24 CN34). Die Tastaturen fühlen sich sehr authentisch an und spielen sich schon sehr Klavierlike. Mir gefällt der Klang der Kawais extrem gut, ich finde ihn ausgesprochen fein austariert, die Höhen sind nicht scharf und gehen gegenüber den warmen und vollen Bässen nicht unter - was sie gefühlt bei einigen getesteten Yamahas taten. Außerdem bin ich auch am echten Instrument kein großer Yamaha Fan, sie sind mir etwas zu "on the point" - zu scharf. Das mag aber auch an meinem Unvermögen liegen auf diesen Instrumenten dieser Möglichkeit entgegenzuwirken, wenn ich sie nicht brauche.

Was mich gewundert hat: es gibt einige neuere kleinere Yamahas zB das YDP 142. Dieses hat sich eigentlich wunderbar spielen lassen, bis auf die kleinen Abstriche beim Klang, die aber eher subjektiv sind. Kritikpunkt nur zwei Sensoren - angeblich kann man nicht repetieren... Ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Ich konnte damit wunderbar repetieren. Aber vielleicht gibt es Stücke in denen es dann doch auffällt, was weiß ich.
Vielleicht wisst ihr hierzu mehr!

Im Moment schwanke ich eigentlich zwischen dem CA 13 und dem CN 24. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den Aufpreis für die wirklich tolle Tastatur zahlen möchte, da das CA 13 gleichzeitig an Lautsprecherleistung gegenüber dem CN 24 einbüßt. Ebenso an Polyphonie. Obwohl ich hier sagen muss, dass ich selbst 96 fache Polyphonie wohl nie ausreizen werde, da ich ja eigentlich ohnehin nur einen Klavierersatz suche.

Roland hab ich probegespielt, die haben mir vom Anschlag nicht so gut gefallen wie die Kawais, allerdings sind sie wirklich auch eine Alternative.
Vielleicht empfehlt ihr mir nochmal konkret ein Roland in der Preisklasse in der sich das CA 13 bzw CN 24 bewegen.

Was haltet ihr von dem angesprochenen Yamaha? hat es große Schwächen? vielleicht Stärken?

@ Kort,

bei den Asiaimporten habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Das Adjektiv billig hätte hier wohl geholfen. Ich meinte in der Tat den Ramsch, den die Klavierhäuser unter Eigenmarke verscherbeln.
Ursprünglich wollte ich gestern sowas mal anspielen, um mir selbst ein Bild zu machen. Leider hatte das Klavierhaus das dann doch nicht ausgestellt, wie im Internet behauptet.
Naja, vielleicht beim nächsten Mal :)

LG
 
Ok, dann nimmt Roland die Samples halt selber auf, macht im Endeffekt aber keinen Unterschied. Ich persönlich finde es eben besser, wenn alles aus einer Hand ist, also man ab dem Sampleinstrument auf eigene Produkte zurückgreifen kann.

Das darfst du natürlich finden, aber rein von der Sache her ist es nicht nachvollziehbar: "Alles aus einer Hand" ist ein ausgeleierter Spruch aus der Werbung, faktisch bietet es aber keinen echten Vorteil, denn ob es schwerer sein soll, einen exzellenten Steinway aufzunehmen als einen Kawai "aus der eigenen Firma" (aber natürlich einer völlig anderen Abteilung mit anderen Technikern/ Instrumentenbauern) erschließt sich mir nicht.

Übrigens hätten dann die Ersteller der angesagten Sample- Libraries/ VSTi Flügel alle riesige Nachteile, denn die bauen alle selbst keine Flügel....

Schöne Grüße
Bernhard
 
Zu den billigen Asia-Importen kann man's kurz machen: Das ist Brennholz. Wird Dir jeder mit einem Minimum an Ansprüchen bestätigen können. Ich denke, auch die meisten Käufer mit geringen Ansprüchen, die sich anfangs über ihr "Schnäppchen" freuen, kommen nach kurzer Zeit und mit etwas Erfahrung zum gleichen Schluss.

Diese Instrumente haben gegenüber den Markengeräten von Yamaha, Roland, Korg und Casio wirklich nur den einen Vorteil, für unglaublich wenig Geld 88 Hammermechanik-Tasten und Homepiano-Look anbieten zu können, während die Angebote der seriösen Anbieter nicht bis in die allerunterste Preisklasse vordringen können.
Alles darüber hinaus (Qualität von Tastatur, Klang, Anschlagdynamik) ist deutlich schlechter.



Ok, dann nimmt Roland die Samples halt selber auf, macht im Endeffekt aber keinen Unterschied. Ich persönlich finde es eben besser, wenn alles aus einer Hand ist, also man ab dem Sampleinstrument auf eigene Produkte zurückgreifen kann.


Für die Qualität des Samplesets und der Klangerzeugung ist es vollkommen egal, ob da bei der Aufnahmesession jetzt ein Yamaha, Steinway oder Bösendorfer unter den Mikrofonen steht.

Ausschlaggebend ist vielmehr, welche Erfahrung, Equipment und Sorgfalt bei der Aufnahme am Start ist, was in der Nachbearbeitung draus gemacht wird und mit welcher Klangerzeugungsarchitektur das ganze dann abgespielt wird.
Bei all diesen Punkten hat Roland als Klangerzeugungs-, Sample-Technologie- und Digitalpianopionier mit eigener Tastaturfertigung absolut ebenbürtige Erfahrung mit Yamaha oder gar Kawai. Man denke nur an wegweisende Entwicklungen wie die MKS-Pianos, das V-Piano und die Supernatural-Pianosounds (bescheuerter Marketing-Name, nichtsdestotrotz bemerkenswerte Dynamikumsetzung).

Auch Roland ist seit über 30 Jahren im Piano-Geschäft. Yamaha ist auch meine Standardempfehlung, da sich dieser Konzern einfach in keinem Bereich Schwächen erlaubt - kann man immer kaufen, egal ob Synth, Klavier, Mischpult, Tischupe, Gitarre oder was auch immer.
Trotzdem: Es gibt überhaupt keinen Grund, den Roland-Pianos weniger Qualität anzudichten und einseitig für Y+K zu missionieren.
Ob man eher den durchsetzungsfähigen Yamaha-Sound, den runderen Roland-"Steinway" oder die Kawai-Klangfarbe liebt, ist in erster Linie Geschmacksfrage und hängt auch von der restlichen Featuremischung und von der persönlichen Tastatur-Vorliebe ab.

Ich empfehle daher unbedingt, auch die Rolands ausgiebig zu testen und einfach nach Klanggeschmack und Bauchgefühl zu entscheiden. Mit keiner der 3 Marken macht man im gehobenen Preissegment etwas falsch.
 
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Hier soll gar nichts missioniert werden wie gesagt. Es soll jeder für sich entscheiden, ob durchgehend aus einer Hand oder nicht. Aber irgendwo muss man eine Trennlinie ziehen, um überhaupt Unterschiede nicht subjektiver Art anzubringen. Ansonsten bleibt nur noch übrig "geh alles anspielen und kauf Deinen Favoriten" zu posten.

Es sollte jedem beim Anspielen der Instrumente in dieser Preisklasse auffallen, dass es eigentlich nur noch um das subjektive Empfinden geht, nicht mehr irgendwelche Stärken oder Schwächen der einzelnen Modelle.

Es scheint so, dass Alchimist sich lieber in den Datenblättern der einzelnen Modelle etwas umsehen sollte, und eine Fachberatung beim ordentlichen Händler in Anspruch nehmen sollte. Sich mit einem Kopfhörer im Wochenend-Tumult an ein paar Pianos zu setzen, dürfte für einen ambitionierten Fortgeschrittenen leicht zu fatalen Fehlkäufen führen.

Es gibt so viele feine aber durchaus entscheidende Unterschiede, dass man online da nicht einfach helfen kann. Einzelne Stärken und Schwächen dieses oder jenes Modells gibt es nicht in der Preisklasse, nur die Überlegung, ob man dieses oder jenes Feature braucht oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, dann nimmt Roland die Samples halt selber auf, macht im Endeffekt aber keinen Unterschied. Ich persönlich finde es eben besser, wenn alles aus einer Hand ist, also man ab dem Sampleinstrument auf eigene Produkte zurückgreifen kann.

Yamaha-Klaviere und Flügel stehen ja eher für einen modernen, klaren Sound der gern im Jazz verwendet wird.

Steinway steht noch für sehr viel mehr und ist viel häufiger gerade bei Klassik-Konzerten anzutreffen. Daher ist es eher negativ zu sehen, dass Yamaha eben nur die Eigenmarke dann auch samplet.
 
Deshalb sage ich ja, dass das jeder für sich entscheiden muss, ohne missionieren zu wollen. Ich persönlich mag es, dass man bei einem Yamaha Homepiano der typische Yamaha Klang entgegen schallt. Das ist so schön berechenbar, zumindest wenn auf den individuellen Klang steht.
 
Wenn dir Klang und Tastatur von Kawai gefallen, wäre evtl. auch das ES-7 interessant.

Ist eigentlich ein Stagepiano (also "1 Riegel" statt Klavierlook), hat aber auch eingebaute Lautsprecher, und es gibt einen exakt passenden Unterbau und eine Pedaleinheit dafür (sorry, Artikelnummer vergessen).

Damit könntest du mit Unterbau und Pedalen einen fast vollen Klavierlook für zuhause haben, hast aber jederzeit die Möglichkeit, es auch mal mitzunehmen.
 
Kawai hab ich jetzt noch nicht probegehört, wie könnte man den die grunsätzliche Klangcharakteristik im Vergleich zu Roland ("rund"/ warm) und Yamaha (hell) denn in etwa kennzeichnen?
 
Kawai hab ich jetzt noch nicht probegehört, wie könnte man den die grunsätzliche Klangcharakteristik im Vergleich zu Roland ("rund"/ warm) und Yamaha (hell) denn in etwa kennzeichnen?

Es ist anders, diejenigen, die Roland mögen, sagen rund / warm, diejenigen, die den Sound nicht mögen sagen mumpfig, nicht durchsetzungsfähig.

Die Yamaha mögen sagen brilliant, crisp, die es nicht mögen sagen drahtig, kalt.

Kawai liegt dazwischen m.E. Aber es gibt ja Editiermöglichkeiten bei allen.
 
War gestern noch mal Probespielen.

Zu aller erst. Nachdem ich einige Kawais gespielt habe, habe ich mich an ein Roland gesetzt. Dieses war eine "Gelegenheit" kam von privat und war angeblich quasi neu aber kostete statt knapp 5000 nur 1700 €. Die Tasten waren schwammig, haben gewackelt. Der Klang war naja... dumpf, undefiniert. Ich dachte, naja, vielleicht ist die Gelegenheit eben keine, dreh mich um und setze mich an ein anderes Roland. Neu steht dran, Kostenpunkt 4000€. Tasten wackeln auch hier und aus der Dose kommt der selbe Klang. Ich muss dazu sagen, dass ich Steinway mag! Aber das hatte für meine Ohren wenig mit dem Steinway Klang zu tun.
Ganz unabhängig vom Klang, die Tastatur ging gar nicht.
Nach dem, was auch hier alle zu Roland gesagt haben, hatte ich wahrlich mehr erwartet. Also bin ich wieder zurück zu den Kawais.
Hier habe ich mich jetzt auch vorläufig entschieden. Ich denke ich werde das CA 15 kaufen. Ich brauche keinen Schnickschnack und zum CA 13 haben sie die Lautsprecher verbessert - sie sind jetzt in etwa so gut wie die des CN 34. Und über die Tastatur kann ich nur schwärmen. Ich merke vom spielen an den Tasten wirklich kaum noch einen Unterschied zu einem echten Flügel. Natürlich wird der Klang aus den Lautsprechern niemals ein wundervolles großes ausgeklügeltes Instrument ersetzen. Aber wer kann sich schon einen Konzertflügel in die 50m2 Wohnung stellen ?! Bei mir wird jetzt also indirekt bald einer stehen. Und alleine um diese Nische zu füllen haben DPianos für mich absolut ihre Berechtigung. Ich bin jedenfalls auch was den Klang des CA 15 angeht wirklich zufrieden. Es klingt voll, hat warme Bässe, eine deutliche und dabei nicht scharfe Höhe und es greift sich ausgewogen.

Ich möchte euch für euren Input danken !

Lg
Alchi
 
Ich denke ich werde das CA 15 kaufen. Ich brauche keinen Schnickschnack und zum CA 13 haben sie die Lautsprecher verbessert

:great:

Gute Entscheidung. Eins der Modelle, die ich auch vorgeschlagen hatte. Habe ich persönlich auch vor ein paar Wochen angespielt - ein schönes Teil.

Und wegen des Klangs: Du hast jetzt nicht drauf geantwortet, aber lass Dir das mit den Zusatzlautsprechern mal durch den Kopf gehen. Selbst wenn Du Dir was bestellst und wegen Nichtgefallens wieder zurück schickst - es ist ein Ausprobieren wert.

Man darf allerdings keine Wunderdinge erwarten, aber bei richtiger Einstellung des Klangs und der persönlichen Erwartung, heben auf dem Klavier positionierte Lautsprecher (sofern optisch akzeptabel) den Kland deutlich Richtung Flügel hoch, statt im Klavierbauch zu mumpfen.
 
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Hallo,

ich finde das CA 15 auch gut. Aber sei Dir im Klaren darüber dass der "Schnickschnack", den Du beim CA 65 für "nur" 400€ mehr bekommst, wirklich sein Geld wert ist!
Um kurz die wichtigsten Vorteile des CA65 im Vergleich zum CA15 zu nennen:

Das CA 65 hat:
- eine bessere Tastatur (längere Tasten)
- einen besseren Klang (bessere Boxen)
- Line Out (Externe Boxen möglich!)
- USB-Aufnahme-Option
- Mehr Sounds (einige wirklich gute/wichtige fehlen beim CA 15)
- VT-Einstellungs-Optionen: Den Klang selber verändern. Macht viel aus!
- Display (leichter zu bedienen)
- Noten (gute sachen dabei!)
- Wiederverkaufspreis ist höher

Ich stand auch vor denau dieser Entscheidung und habe mit dem 65er die Richtige getroffen! Tut weh aber lohnt sich!

Gruß

Bartolomeus
 
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