Kaufberatung Jazz Bass unter 600€

von Metal Golem, 19.08.19.

  1. Metal Golem

    Metal Golem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #1
    Hallo,

    ich würde mir, nachdem ich im Laufe der Zeit klarere Vorstellungen davon bekommen habe, welchen Sound ich eigentlich möchte, gerne einen Jazz Bass zulegen.

    Ich spiele vor allem (Heavy) Metal und Hard Rock (gelegentlich aber auch Singer-Songwriter-esken Indie-Rock). Auch wenn der Precision Bass dann oft die Axt der Wahl wäre, mag ich zumindest die, die ich gespielt habe, nicht spielen. Hören bei anderen schon, aber selber spielen nicht. Ich weiß nicht, obs irgendwas ergonomisches ist, der Umstand, dass ich P-Bässe hässlicher als J-Bässe finde ;-), oder wirklich der Klang.

    Es soll also ein Jazz-Bass sein.

    Preislimit wären 600€. Alles, was das Preislimit unterschreitet wäre angenehm, weil das dann direkt in die Anschaffung eines neuen Amp ginge.

    Was mich bisher besonders interessierte, war der Marcus Miller V7 (Alder/Swamp Ash?) 2nd Gen.
    Da wäre aber die Frage, ob der V3 die Aufgabe nicht genauso gut erfüllt.

    Zusätzlich kam mir dann der Gedanke: "Bist du sicher, dass du die Aktiv-Elektronik brauchst, wenn du eh relativ gut weißt, was du für einen Sound willst? Brauche ich die Versatility?" Mein anderer Aktivbass befindet sich seit Urzeiten eigentlich nur in einer Einstellung.

    Mit dem Gedanken und nachdem ich dieses Video gesehen habe, war dann die Frage, ob es nicht vielleicht auch dieser Bass tut:



    Gibts zu den genannten Erfahrungen (gerade auch in den genannten Genres), Anmerkungen oder auch andere Empfehlungen?

    Danke schon mal.

    Liebe Grüße
    MG
     
  2. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #2
    Hätte Dein anderer Aktivbass diesen Sound (den Du willst) auch passiv bzw, bekämst Du ihn passiv hin? Und wenn Du in ein paar Jahren einen anderen Sound möchtest - verkaufst Du Deinen passiven dann?
    Falls ja: Dann kauf einen Passivbass und sei glücklich.

    Falls nein: Der Aktivbass hat mehr Sounds an Bord und ist daher vielseitiger. Darauf ist natürlich gepfiffen, wenn Du einen fähigen Verstärker hast, mit dem Du auch beim passiven Bass verschiedene Klänge zaubern kannst. Aber nach meiner persönlichen Meinung hört man den Grundton des Basses irgendwie immer durch.

    Im Primzip viel Bass für's Geld, aber die Aktivelektronik ist mir zu brachial (Regler bewegen im Zehntelmillimeterbereich für kleine Klangveränbderungen und abgefahrene Sounds bei kräftiger Tonregelung sind nicht so mein Ding). Andere finden's toll...

    "Genau so gut" ist Geschmackssache. Ob es für Dich der "Richtigere" ist, wirst Du wohl ausprobieren müssen.

    Bässte Grüße
    Hauself Zwo
     
  3. Metal Golem

    Metal Golem Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #3
    Hmm...du würdest das bei den 3 Bässen also vor allem an der Aktivelektronik festmachen?

    Mir fällt auf, dass es vermutlich schwierig ist, auf meinen Post zu antworten. Was ist eigentlich die Frage?

    Konkreter gefragt: Wenn der Sire V3 und der Squier VM gleich viel kosten, gibt es dann einen Grund nicht den V3 zu nehmen? Bzw. ab wann sollte man zum V7 greifen? Auf dem Papier lesen sich die Sire-Bässe halt toll, ich weiß nur noch nicht, wo der Haken ist.
     
  4. djaxup

    djaxup Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.19   #4
    Die Sire Teile sind im Sinne des Wortes preiswert, die bieten schon sehr viel für das Geld. Ich hatte mal einen V7, allerdings habe ich den wegen einer Sache verkauft, die mich auf Dauer echt genervt hat. Die Bässe haben einen recht kleinen Griffbrettradius, sprich das Griffbrett ist stark gebogen. Dadurch wandern im Setup die mittleren Saiten viel höher als die E und G Saite. Vom Spielen her gewöhnt man sich dran, allerdings hat mich der Lautstärkeunterschied letztlich so geärgert, das ich ihn verkauft habe. Ich mag meine Pickups recht nah an der Saite normalerweise. E und G Saite waren laut und knallig, A und D Saite waren spürbar schwächer, das hat man besonders im Mix gespürt. Auch das kann man mit Spielweise kompensieren, wollte ich aber nicht. Meine anderen Bässe haben das Problem nicht, zumindest nicht in der Ausprägung. Keine Idee warum die die Pickups nicht einfach mit höheren Polepieces in der Mitte machen, damit wäre die Sache erledigt. Wie hier beim Stingray z.B.:


    RayPU.JPG


    Dann ist da noch die Sache mit der Form. Keine Idee wie wichtig Dir das ist... die Sire Teile haben nicht die original Jazz Bass Form... und dann ist da noch die komige Kopfplatte. Und die vielen Knöpfe.


    Also ich würde bei der Auswahl klar beim Squier landen. Zumal ich die passive Tonblende beim Sire einfach nicht "fenderig" genug finde. Schwer zu erklären. Die aktuellen Serien sind super bei den Squiern, sowohl bei dem 60s CV als auch bei den neuen 70ern juckt es mich schon in den Fingern... ich finde es großartig das die endlich einen günstigen Jazz Bass mit 70er Jahre Pickup Spacing verkaufen.
     
  5. Metal Golem

    Metal Golem Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.19   #5
    Darum interessiert mich der 2nd Gen V7 etwas. Angeblich ist das von dir beschriebene Problem behoben worden, da das Griffbrett flacher sein soll.

    Die Kopfplatte ist so eine Sache... Ich komme eher von moderneren Bässen her und mag tatsächlich die klassischen Fender-Kopfplatten nicht sehr (sieht zu sehr nach großer Nase aus).
    Die von Sire empfinde ich als arg elegant. Das wäre für mich eher ein Feature.

    Außerdem liebe ich die Big Mass Brücken, die die verbauen, mein V7 Fretless hatte einen unglaublichen Sound (und wäre nicht ein größerer Makel gewesen, hätte ich ihn auch behalten).

    Die passive Tonblende ist so ein Ding. Da sorge ich mich auch. Vielleicht sollte ich's speziell dafür mal ausprobieren.

    Meine größte Sorge aber (und ich weiß nicht, ob das bekloppt ist):
    Ich wollte eigentlich ein bisschen eine Art Work Horse haben und weiß nicht, wie empfindlich im Gebrauch die Sire-Bässe auf lange Sicht sind. Mehr Elektronik heißt für mich immer auch, dass mehr kaputt gehen kann.

    Gibt's da Erfahrungen?
     
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  6. Hauself Zwo

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    Erstellt: 21.08.19   #6
    Dann halte ich es für relativ sinnfrei, nach dem Squier zu schielen. Das alles hat der nicht und kann der auch nicht. Dafür sieht er aus wie ein "echter 7ender", und das ist Dir ja gar nicht wichtig.

    Und wenn Du (anders als ich) mit einem SIRE schon recht glücklich bist, ist Deine Frage doch nur noch: V3 oder V7?

    Der Haken: Auch SIRE hat nichts zu verschenken, Du bekommst ein preiswertes (den Preis wertes) Instrument, aber auch nicht mehr. Für Langzeiterfahrungen sind die Dinger mMn noch zu kurz im Handel.
     
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  7. Metal Golem

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    Erstellt: 25.08.19   #7
    Hab den V3 leider nicht anspielen können. Die anderen schon. (Den V7 musste ich mir dazu von Thomann schicken lassen.)
    Nachdem mein erster Eindruck des V7 ernüchternd war und ich fast schon den Retourezettel ausgedruckt hatte, habe ich mir allerdings gedacht, dass ich die 30-Tage-Rückgabezeit ruhig noch etwas ausnutzen kann und habe die letzten drei Urlaubstage damit verbracht, den in allen möglichen Genres und allen möglichen EQ-Einstellungen (+ passiv) sowohl über Amp als auch per DI über Reaper auszuprobieren. Das hat meine Meinung über ihn dann doch sehr rumgerissen. Auch, wenn es etwas dauerte, die Einstellungen zu finden, mit denen ich die verschiedenen Klangcherakteristika hinbekomme, die ich haben wollte, letztlich konnte er sie alle.

    Werde ihn nun frohen Mutes behalten.

    Das flachere Griffbrett führt tatsächlich nun auch zu einer ausgeglicheneren Lautstärke der A- und D-Saite, @djaxup . Die passive Tonblende ist allerdings in ihrer Wirkung sehr subtil. Ob man das als Bug oder Feature werten will, weiß ich nicht. Da ich den Passivmodus für eine recht überschaubare Menge von Songs nutze, reicht mir das.
     
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