[Kaufberatung] Violine für den Anfang

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Surry
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Hallo,

Ich bin neu hier, hoffe aber in Zukunft noch viel Zeit mit euch zu verbringen. Habe mit 7 Jahren angefangen Gitarre zu spielen, nach 3 Jahren lag ne Pause dazwischen und mit 13 wieder angefangen. Habe dementsprechend früher Noten gelernt (und dank der Schule auch bis vor kurzem zum Erbrechen), wovon leider nicht allzu viel übrig blieb dank Akkorden. Nun denn, ich bin dabei das ganze wieder aufzuholen und bin frohen Mutes^^
Jetzt spiele ich aber so lange Gitarre, da reizt es schon ein Zweitinstrument zu lernen, um mal was anderes zu spielen. Durch David Garrett bin ich schnell auf die Geige gekommen:)
Vom Zupf- zum Streichinstrument; das kann was werden...

Auf jeden Fall möchte ich als Anfänger nicht zu viel Geld reinstecken; 150€ für alles sind so mein Ziel (Wobei da schon das Voggenreiter ViolinBasics und ein Satz Saiten mitgerechnet sind- Standartsaiten sind einfach grauenhaft; zumindest auf der Gitarre)
Habe mich ein wenig umgeschaut und bin ziemlich unschlüssig.
Mir sagen ein paar Modelle zu, aber ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten/Erfahrungen im Streichersegment. Klang hängt hier natürlich auch u.a. vom Bogen ab und anderen Faktoren, das ist mir klar.

Zuerst kam mir die Violine von Thomann in den Sinn. Gute Kundenbewertungen und kostet nicht zuviel, allerdings das Risiko: Wenn's nicht klingt wie's klingen soll vergeht schnell die Lust (Grund für die Pause bei der Gitarre), wobei das sowohl am Musiker als auch am Instrument hängen kann.
Auch bei Thomann gibt's die Stagg VN, welche zwar weniger Kundenbewertungen hat dafür aber einen höheren Verkaufsrang besitzt.

ABER:
Ich spiele in ner kleinen Gruppe, und da würde sich später vielleicht ne Geige gut tun. Meine Gitarre hat einen Integrierten Tonabnehmer, welcher aber mal defekt war-> externen Anklemmen. Macht zwar ein paar Kratzer rein aber in der Not...klang dafür auch nicht so gut wie der integrierte.
Möchte wie gesagt "klassische Violine" spielen (stehe nicht so auf den e-Kram), aber ein integrierter wäre angenehm (habe nach externen geschaut-mit Pad's zum reinkleben, dafür hat man n Kabel an de Schniss).

Fündig geworden:
Harley Benton HBV 800NV. Diese scheint klassisch zu sein, auch ohne Strom spielbar, aber auch mit dem kleinen Pluspunkt. Mich persönlich spricht sie voll und ganz an. Leider finde ich fast keine Infos zu solchen "Elektro-akustischen" Violinen. Auch Steinbach bietet eine solche an. Aber leider gibt es zu der überhaupt keine Informationen, und die Farbe spricht mich laut Bild auch nicht unbedingt an (klanglich habe ich keine Vergleichsmöglichkeit).

Das ganze möchte ich nicht über den Knien abbrechen. Das ganze hat Zeit; gut Ding braucht Weile (die ich schonmal mit Auffrischung der Tonleitern und Quintenzirkel nutzen werde). Trotzdem tendiere ich zur Harley Benton HBV 800NV. Wie gesagt, eine richtige E-Geige ist eher nicht so meins.
Unser nächstes Musikgeschäft ist eher spezialisiert auf elektische Instrumente, Violinen sind da eher wenig vertreten und wenn erst in ner Preisklasse über meine Budget; zudem wurde ich dort bei ner Reparatur meiner Klampfe ziemlich verarscht-Wenn du willst das es richtig gemacht wird tu's selbst. Deshalb sieht's mit Klangprobe eher mager aus.


Wie schaut's aus? Was könnt ihr mir empfehlen?

Gruß

Surry
 
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Hi Surry,
willkommen in der Streicherwelt und hier im Forum. Ich empfehle Dir vorab hier im Forum ein wenig herumzustöbern. Deine Hauptfrage ist zwar vermutlich nicht genau behandelt, dafür aber die Grundsatzfrage Mieten / Kaufen / Preislagen und Qualitäten recht vielfältig betrachtet.
Grundsätzlich sind Geigen in den unteren Preislagen sehr schnell und aus einfachem Holz fabriziert. Saitenlage und Steg bedürfen häufig der Nachbearbeitung, Wirbel und Feinstimmer brauchen ebenfalls gelegentlich noch ein paar Mühen. Dazu kommt, dass sich das meist recht frische Holz dieser Instrumente zunächst einschwingen muss, der Klang verändert sich in den ersten Monaten teilweise drastisch, dafür aber auch regelmäßig zum Guten. Habe mal für meine Tochter eine recht einfache Chinageige gekauft, anfänglich klang die wirklich wie Erhu. Das hat sich nach ein paar Monaten aber komplett verflüchtigt.

Anders als bei Gitarren ist die Zusatzausstattung "Piezo" bei Geigen übrigens die absolute Ausnahme. Aus meiner persönlichen Sichtweise ist das auch nicht grundlos, denn es erfordert einen nicht unerheblichen Aufwand, aus so einem kleinen Kristallstückchen das Geigensignal herauszulocken. Mit PU und einer passiven Elektronik ist zwar ein Anfang gemacht, aber angesichts dessen was da noch dazu kommt, und vor dem Hinterrund, dass die Nachrüstung eines Piezos an jeder akustischen Geige unproblematisch ist, wäre diese Vorbereitung für mich als Kaufargument ohne Bedeutung.

Dein Budget ist aus meiner Sicht so schmal, dass Du - sofern Du dabei bleibst - in überschaubarer Zeit aufrüsten wollen wirst und dann noch einmal Geld in die Hand nehmen musst. Wenn es bei den 150€ bleiben soll, dann täte ich es einfach mit dem T Classic-Set 4/4 probieren, einen Carbonbogen in der Ecke um die 50€ dazubestellen und darauf hoffen, dass mit dem "Spielfertig" auch das Geigespielen gemeint ist. Wenn dann wieder etwas Geld zur Verfügung steht, kann mit einem neuen Saitensatz bestimmt noch etwas mehr Klang erschlossen werden.

Davon abgesehen: "Könner" bringen auch einfache Geigen dahin, toll zu klingen. Keine Geige klingt von sich aus "gut", selbst Stradivaris gelten als ausgesprochen biestig und laute Konzertgeigen sind für den Solisten direkt am Ohr fast unerträglich. Kaum ein Instrument ist stärker von der kompetenten Bedienung abhängig, und die lässt sich nur durch konsequentes und diszipliniertes Üben erlernen. Die Lernkurve der Geige ist flach und enthält oft lange Strecken in der Waagerechten. Dafür belohnt die Geige aber auch mit unglaublich vielfältigen Möglichkeiten der Tonmodulation und der Gewissheit, dass das was da klingt, das eigene Können ist. Einen guten Ton kann man sich auf der Geige genauso wenig kaufen wie bei der eigenen Stimme. Ich schweife ab.

Mit 150€ kannst Du auch eine Geige mieten, gerade für den Anfang prima, wenn der Umgang mit Steg, Wirbelseife und Saiten noch komplettes Neuland ist. Das ist alles nicht schwer, es hilft aber ungemein, wenn man dabei mal jemandem mit Erfahrung über die Schulter geschaut hat. Auch ein Geigenlehrer ist extrem hilfreich in solchen Momenten, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema...

LG, der Stollenfiddler
 
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Surry
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Abend,

Ja, habe hier gehört dass es diese zu mieten gibt. Leider hege ich gegen mieten/leasen eine kleine Abneigung. Habe in einem anderen Thread gelesen dass es gute Sets von Yamaha ab 250tacken geben soll, aber das ist mir etwas zuviel, zudem da immernoch der Bogen wahrscheinlich ersetzt werden muss.
Dann wurden öfter die von Thomann-Hausmarke genannt. Scheint ja doch ziemlich beliebt zu sein. Werde mich jetzt mal umhören, ob es bei mir in der Nähe Geigenbauer o.ä. gibt. Ansonsten- worauf muss man achten beim "Einrichten" (Nachbearbeiten) einer neuen Violine? Bzw, da sich das neue Holz erst mal "anpassen" muss-nach welcher Zeit? Wie gesagt, Saiten werden gleich gewechselt (Harley Benton Violin Strings), einen neuen Bogen erstmal nach Eingewöhnungszeit.
Was meinst du eigentlich mit "PU"? Aber ok, eigentlich unnötig der Abnehmer, die kleinen sind ja wirklich unkompliziert anzubringen. Hoffe dass ich wenigstens bei der Technik/Aufbau durch mein Erstinstrument etwas mitnehmen kann.

Und Abschweifen macht nix, bin froh um jede Info^^Wobei mir klar ist dass ein guter Spieler aus einem nicht so gutem Instrument einen tollen Klang zaubern kann, so hab ich es nicht ganz gemeint. Um die Lernkurve etwas anzuheben, was ist eigentlich mit so einer Hilfe? Wobei ich ungern den Steg verschandeln möchte...

Ich danke dir auf jeden Falle für die Antwort.

Gruß

Surry
 
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PU ist kurz für Pickup, in diesem Zusammenhang also nicht Polyurethan. Du kannst mit der einfachen "Thomann-Geige" natürlich Glück haben, oder auch Pech. Geigen in diesem Preissegment haben stark schwankende Fertigungsqualitäten, sie werden in der Regel in China hergestellt, dies sagt aber zunächst nicht viel über die Qualität aus. Ich hatte schon mehrere Höfner 3/4 Geigen in den Händen, jede hatte einen sehr individuellen Klang. Ich vermute, dies lässt sich 1:1 übertragen.

Da T damit wirbt, die Geigen selber spielfertig zu machen, sehe ich gut Chancen darauf, dass dieses Versprechen gehalten wird, sonst bekommt der Fiddle hier im Forum Verbalhaue!

Wieviel Geld man in die erste Geige investieren sollte, ist allein eine Frage der eigenen Einstellung. Wer sich nicht so sicher ist, ob er auch dabei bleibt, möchte natürlich die potentielle Investitionsruine klein halten. Es gibt aber auch Menschen mit der Angst, sich alsbald durch die möglicherweise niedrige Klangqualität des Instruments in ihrem Fortschritt aufgehalten zu fühlen mit der Folge, den Lernprozess aufzugeben. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung, es gibt da wirklich keinen eindeutig richtigen Weg. Aus meiner persönlichen Perspektive haben Preis und Klang nicht immer so sehr viel miteinander zu tun. Ausserdem klingt eine Geige beim selber Spielen nah am Ohr komplett anders als für die Zuhörer in einiger Entfernung - die Saiten schwingen, der Korpus schwingt sehr komplex und durchaus an verschiedenen Stellen sehr unterschiedlich und erst mit einer Entfernung von etwa 1m mischt sich das alles zu einer Einheit zusammen. Geigen fühlen sich auch sehr unterschiedlich an, ob einem ein Instrument gefällt, hat auch sehr viel mit der Haptik zu tun. Wenn Du für Dich den Weg wählst mit einem recht einfachen Teil zu starten, dann mach es einfach. Solltest Du damit unzufrieden werden, kannst Du sie ja immer noch weiterverkaufen und eine Alternative suchen. Leider vernachlässigen viele anfänglich den Bogen. Die häufig mitgelieferten Billigstbögen wabbeln haltlos hin und her und machen ein sauberes Spiel und eine sichere Technik für den rechten Arm unmöglich. An der Stelle etwas mehr Geld auszugeben ist wirklich sinnvoll.

Die Einstellung betrifft anfänglich Wirbel, Stegstand und Saiten. Der Kinnhalter kann und die Schulterstütze muss an den Körper des Spielers angepasst werden. Geigenbauer können über den Stimmstock auch den Klang an die Vorlieben anpassen, dass kommt aber meist erst später, wenn überhaupt. Viele neue Bögen müssen intensiv mit Kolophonium eingerieben werden. Für all diese Themen gab es hier im Forum schon Diskussionen.

Was das "Einschwingen" angeht, so ist dies ein Prozess zügig beginnt und dann immer unmerklicher wird. Geigen die sehr lange nicht gespielt werden verlieren auch ihren "Schwung". Bei regelmäßigem Üben wird davon ausgegangen, dass eine Geige nach etwa einem Jahr eingespielt ist, es gibt aber auch Leute die von 3 Jahren sprechen. Ein Abkürzen dieser langwierigen Sache durch Beschallung oder Vibrationen soll möglich sein, allerdings frage ich mich an der Stelle, wo da der Spaß bleibt...

Aufgeklebte Bundstäbchen auf dem Griffbrett können ganz am Anfang vielleicht OK sein, aber die Lage der Töne muss vom Ohr überprüft in das Muskelgedächntis geführt werden. Die Augen haben auf dem Griffbrett nicht viel zu suchen. Wenn Du Deine Lernkurve steiler gestalten möchtest, dann nimm dir gerade für den Anfang ein paar Unterrichtsstunden, gerade die Haltung von Geige und Bogen bergen unglaublich viele mögliche Fehler, die später kaum noch wegzuüben sind. Und kalkuliere noch einen großen Spiegel für die Übungsecke ein, den brauchst Du gerade beim autodidaktischem Lernen um Lehrvideos (Youtube) Lehrerkommentare und eigene Umsetzung abzugleichen.
 
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Surry
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Also, dann T. Die soll ja schon "spielfertig" eingestellt sein. Dass das Auge da weniger was damit zu tun hat hätte ich mir denken können sollen, schließlich hat man keine Möglichkeit wirklich darauf zu schauen. Hoffe dass mein Hören/Klanggedächtnis besser wir durch die Vio, muss beim Stimmen der Klampfe immer noch auf das Stimmgerät schaun; da höre ich kaum Unterschiede (beim Stimmen-am Schluss hört man dafür das Resultat:)). Zudem hört sich das garnicht mal so schlimm an was du sagst, wenn sich das Teil sowieso erst "einspielen" muss um richtig zu klingen denke ich nicht, dass dann auch am Anfang ein großer (für mich hörbarer) Unterschied zwischen billig und teuer wäre.
Auch später, wenn ich nach Jahren der Übung für eine neue bereit bin muss man die alte nicht weiterverkaufen- um sie zb. mal mit auf Reisen zu nehmen ist die dann noch optimal^^Und China-Ware- die Klampfe kommt auch von dort und ist klangtechnisch ziemlich gut (verabeitungsmäßig eher weniger, aber nur so lernt man sein Instrument kennen: basteln, auseinanderbaun, verstehen).

Klanggedächtnis. Nicht nur Noten lernen, auch noch Töne suchen:weird: Aber von nix kommt nix; wenn mans kann wird man mit tollem Klang belohnt (John Wiliams auf der violine, herrlich! Begleiten auf Balladen...) und mein Können auf der Gitti wird sich auch erhöhen (das Ding braucht mir zuviel Platz; ne geige ist da niedlicher^^). Also ohne Klebestreifen...

Bogen- was würdest du empfehlen? Von P/L und für eine Violine im Niedrigpreissegment, da muss ja nicht das Non+Ultra her. Kolophonium-gibts da auch Unterschiede? Ich weiß, du weist immer auf ehemalige Diskussionen hin, aber ich habe mal die erste Seite durchstöbert (überflogen), da war nicht viel was ich mitnehmen konnte (oder überlesen hab). Würde sich am Anfang ein Tonabnehmer lohnen? Als Zuhörerersatz; muss nicht jeder den Katzenjammer hören (Grund: nehme gerne per PC auf, habe aber kein gutes Micro und Akustik im Raum ist auch nicht gerade berauschend). Spiegel vorhanden.
Kinnhalter und Schulterstütze- gibt es da Anleitungen zum Einstellen? Würde mich zumindest was das angeht nicht gerade als komplett unbegabt ansehen.

Was da alles auf einen zukommt- ich merke, von allen Instrumenten scheint das das Komplizierteste zu sein.

Danke für die Geduld und Unterstützung.

LG

Surry

Edit: Wenn ich mir die Karl Höfner anschaue, da kommt man in Versuchung-tolle Verarbeitung, aber doch über dem Budget^^
 
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Hi Surry,

sich die Geige von Anfang an autodidaktisch zu erschließen ist ein harter Weg. Nichtsdestotrotz ist dies ein Weg, den auch einige sehr erfolgreiche Geiger beschritten haben. Du brauchst viel Feingefühl nicht nur für die Töne - es ist ein enormer Spagat die extrem unnatürliche Haltung der Geige so hinzubekommen, dass es dauerhaft schmerzfrei klappt. Aber es gibt tolle Videos auf Youtube, die es möglich machen die eine oder andere Sackgasse auszulassen.

Tonabnehmer sind ein langes und komplexes Thema. Falls Du ein modernes Smartphone besitzt: nimm damit auf und höre über Kopfhörer ab. Der Klang eines Piezo-Pickups ist sehr unnatürlich, da er die Schwingungen direkt vom Steg abnimmt. Die Klangeigenschaften des Korpus spielen kaum ein Rolle und dieses hochohmige Signal sauber in eine Aufnahmekette zu bekommen erfordert einen Vorverstärker und eine Klangregelung als Minimum. Erstens sind allein diese beiden Bauteile schon genauso teuer wie dein gesamtes Budget und zweitens führt es vermutlich in die Richtung, dass Du anfängst am PC den Sound zu schrauben, der eigentlich aus den Fingern kommen müsste. Ist ja auch OK als Ansatz, aber der vierte Schritt vor dem Ersten - es führt zum Stolpern.

Die Geige ist sicherlich schwerer zu erlernen als viele andere Instrumente, bietet dafür auch sehr vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Aber Geigespielen ist keine Zauberei, was anfänglich anstrengend ist, wird mit der Zeit immer leichter. Die ersten Monate wird kaum ein Ton "gut" klingen. Am Anfang steht halt eine Durststrecke und keine Möglichkeit, mit 3 Akkorden am Lagerfeuer in den Mittelpunkt zu rücken. Du wirst für Dich selbst den Grund wissen, warum es dieses Instrument sein soll. Hab keine Angst Dein Ziel zu verfolgen, echtes Scheitern besteht darin, es gar nicht erst versucht zu haben, alles andere wird eine Erfahrung.

Die Höfner Geigen sind OK als Einstiegsinstrumente. Aber dies ist alles niedrige Liga, das sind keine Instrumente die einen ein Leben lang glücklich machen.

Was den Bogen angeht kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen, aber vielleicht meldet sich Fiddle noch zu Wort, der müsste das T-Programm kennen und hat vielleicht eine Preis-Leistungsemfehlung.
 
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Hallo alle,

es gibt mehrere Gründe, warum ich in diesem (freien) board keine Produkte mehr empfehlen kann,
die der Warengruppe angehören, die ich mit betreue.

Abgesehen von der Glaubwürdigkeit, sehe ich hier ein Konfliktpotential den Herstellern (unseren Lieferanten) gegenüber.
Aus meiner Sicht lauert hier ein größerer Fettnapf, um den ich lieber einen großen Bogen ziehe.

Bei Abteilungs-fremden Produkten ist das etwas anderes.

Ich hoffe, das kann jeder nachvollziehen :)


cheers, fiddle
 
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Aus meiner Sicht lauert hier ein größerer Fettnapf, um den ich lieber einen großen Bogen ziehe.

Bei Abteilungs-fremden Produkten ist das etwas anderes.

Ich hoffe, das kann jeder nachvollziehen :)


cheers, fiddle

Hi fiddle,

Danke für deine klaren Worte! Ich kann sie nachvollziehen und dadurch bleibst du als HighCompetenceAward-Träger glaubwürdig!

Greets Cello

PS: Viel Spaß beim Tag der offenen Tür morgen! ;) Ich kann leider nicht selbst kommen :mad:
 
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Surry
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OK, danke. Ihr habt mir gut weitergeholfen. Auch von mir ein Dank an fiddle, dass er sich trotzdem gemeldet hat. Ich kann das verstehen, dass man als Verkäufer in einem öffentlichen Forum keine Hersteller benachteiligen darf/möchte. Nichtsdestotrotz Danke für die Mühen.

Gruß

Surry
 
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Ich kann fiddles Entscheidung da auch sehr gut nachvollziehen. Und wir profitieren ja so auch schon ganz ordentlich von seiner Hilfe hier im Forum, die er nach Feierabend als gelernter Geigenbauer und praktizierender Musiker oft bietet. Ein Abschaltprogramm von der Arbeit ist das bestimmt auch nicht immer. Danke dafür, fiddle!

Grüße
Kylwalda
 
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Kurz und knapp, ich habe bereits 7 Steinbachgeigen unter die Lupe genommen, und keine war Schrott, im Gegesatz zu den anderen Billiggeigen. Darum würde ich die: empfehelen, Ist eine neue Seire von E-Geigen, wenn es semiakkustisch sein soll oder das normale Set. Ich war bisher immer sehr überrascht, wie gut Preis - Leistung ist.
 
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