Vorsicht ist sicher angmessen, aber manche Punkte würde ich nicht so sehen.
Es wird Fishy wenn:
- Der Klarname nicht im Verkäufernamen steht
Bei mir wird nur mein Vorname angezeigt. Und ich meine, das war damals die Voreinstellung. Ich habe dort noch niemanden abgezockt, ich möchte nur nicht, dass mein voller Name öffentlich einsehbar ist.
- Der Bieter sofort auf private Emails umsteigt und in den Kleinanzeigen nie "persönliche" Daten Preis gibt.
Wieder: nicht jeder möchte persönliche Infos öffentlich zugänglich präsentieren. Namen und die genaue Adresse würde ich auch nur in privaten Nachrichten preisgeben, entweder bei den Nachrichten von eBay-Kleinanzeigen oder über Email. Reiner E-Mail-Kontakt muss auch nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ich hatte es schon öfters, dass Leute einfach nach der ersten Anfrage nicht mehr in ihre Kleinanzeigen-Nachrichten schauen und die Benachrichtigungs-Emails von eBay im Spam-Filter gelandet sind.
- Die Mundart beim Besten willen nicht zur Region passt.
Wenn jemand sich in seiner Kindheit und Jugend einen Akzent oder Dialekt angewöhnt hat, wird er den nicht wieder los, nur weil er an einen anderen Ort umzieht.
Ich habe auch schon einen Synthesizer von jemandem mit starken italienischen Akzent gekauft, der dann schon mehr als zehn Jahre in Deutschland lebte. War komplett einwandfrei.
Ebenso gab es an meinen früheren Wohnsitzen, weiter außerhalb von München, auch so einige Leute, denen man ihre Mundart innerhalb oder außerhalb Deutschlands angehört hat. Das waren dennoch keine zwielichtigen Gestalten.
Das als Verdachtskriterium aufzuführen, scheint mir schon sehr gewagt. Da sind dubiose Zahlungs- und Versandmodalitäten doch
deutlich aussagekräftiger.