Keyboard das richtige für mich?

von Buzzele, 30.11.18.

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Casio
  1. Buzzele

    Buzzele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.18   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe paar Fragen zu Keyboards und ob es das passende Instrument für mich ist.

    Mein Ziel:

    Ich habe mit FL bisschen rumgespielt und dort Hip Hop Beats probiert. Mein persönliches Ziel ist es, einmal in meinen Leben für mich persönlich einen guten Trance/Techno Beat, einen Hip Hop Beat und ein episches Stück ala Two Steps from Hell zu erstellen. Ich denke, die Reihenfolge spiegelt auch die steigende Schwierigkeitsstufe wieder. Was mir an Basteln an Hip Hop Beats aufgefallen ist, ist dass mir das "Komponieren" von schönen und harmonischen Melodien schwer fällt. Also habe ich mir Videos zur Harmonielehre angesehen und habe tatsächlich einen Glückstreffer gelandet (zumindest laut meinem Umfeld, was ja nicht das ehrlichste Feedback ist). Da ist mir aber aufgefallen, dass das Einspielen mit dem Midi-Keyboard sehr holprig war und ich dann mehr mit der Piano Roll gespielt habe als etwas flüssig einzuspielen.

    Also dachte ich mir, Musik interessiert mich gerade sehr und ich könnte ja anfangen, Keyboard zu lernen. Wenn ich schon dabei bin, möchte ich aber wenigstens das Keyboard-Spielen richtig lernen - Also mit zwei Händen gleichzeitig und nicht nur irgendwas einzutippen. Ich möchte das Keyboard dann auch mit FL Studio verbinden können und hoffe, dass ich da mit 5 - 10 Lehrerstunden und ner halbe Stunde am Tag Üben irgendwann ein Gefühl für Noten, Akkorde, Fingerfertigkeit etc. bekomme.

    Was ich aber nicht vorhabe, ist eine Art Alleinunterhalter mit Begleitmusik und wenn ich mir auf YouTube so Covers von Klassikern ansehe, dann suche ich explizit nach "Solo". Was mich aber stört, ist, dass dies im Grunde dann immer Piano-Covers sind. Kurzum kann man sagen: Ich möchte auf dem Keyboard für mich selbst Solo-Stücke spielen, die klassischerweise auf einem Piano gespielt werden. Die Begleitsache brauch ich gar nicht. Warum werden diese Solo-Covers zu 90 % auf einem Piano gespielt? Es ist doch möglich, das auch auf einem Keyboard zu spielen auch wenn es sich nicht ganz so schön anhört, oder nicht? Zusätzlich zu Solo-Covers möchte ich später in der Lage sein, für Beats in FL Studio gewappnet zu sein, um Melodien fließend einzuspielen.

    Ich denke, da eignet sich für mich das Keyboard oder nicht?

    Als Einsteigergerät hab ich mir das Yamaha EZ 220 ausgewählt, weil sich das zumindest über USB mit FL Studio verbinden lässt und eine Anschlagsdynamik hat. Ich denke ohne Anschlagsdynamik ist es nur halb so gut, weil weniger Gefühl und Realismus möglich ist.

    Ich hoffe, ihr könnt meine Fragen beantworten.

    1.) Ist Keyboard für mich geeignet?
    2.) Lassen sich alle Piano Covers auch mit einem Keyboard spielen (mit Abstrichen in akkustik)?
    3.) Ist das Yamaha EZ 220 geeignet für mich als Einsteiger?

    LG
     
  2. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.11.18   #2
    Um "Solo-Stücke (zu) spielen, die klassischerweise auf einem Piano gespielt werden", liegt ein Instrument mit Hammermechanik nahe. Wie es dann genannt wird, ist togal - es kann auch ein Teil ohne Tonerzeugung sein, das ein virtuelles Instrument auf dem Rechner ansteuert. Das können sehr viele.
     
  3. Buzzele

    Buzzele Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.18   #3
    Ok, danke für die Antwort. Aber wieso ist die Hammermechanik wichtig? Ein Keyboard kann doch unzählige Sounds imitieren? Meinst du es liegt nahe, weil das Spielgefühl ein anderes ist oder weil es sich schlichtweg so sehr anders anhört, dass auch Laien den Unterschied hören?

    Man hört immer dass Keyboard und Klavier so viel gemeinsam haben wie Badminton und Tennis oder Wal mit Walnuss. Aber ich als Laie denke, dass man nach einem Jahr Keyboard dennoch Vortiele hat, wenn man dann mit Klavier lernen anfängt, oder nicht? Ich meine, man lernt ja zehn Fingerchen zu koordinieren, was meiner Einschätzung nach eines der größten Herausforderungen ist. Außerdem lernt man die Noten. Aber ich lese halt öfter, dass man so versaut ist, dass der Umstieg schwer ist. Ist der Umstieg aber schwerer als ein kompletter Neuanfang?

    Die Sache ist, ich bin einem Klavier nicht abgeneigt, aber nicht zur aktuellen Zeit. Nach dem Studium, wenn ich eine eigene Wohnung habe, eher. Jetzt hab ich kein Platz und kein Geld dafür, auch nicht für ein E-Piano. Wie ist da euer Rat. Trotzdem anfangen und Keyboard lernen oder Piano-Unterricht und zu Hause mit Keyboard üben oder ganz lassen (was eh nicht passieren wird ;) )
     
  4. Biskaya

    Biskaya Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.12.18   #4
    Moin @Buzzele :) welcome aboard

    Man muss das Ganze mal aus einer globalen Perspektive sehen; da ist einerseits ein Ziel an welches man gelangen möchte; und dann ist da der Weg welchen man gehen muss/darf/kann!

    Das fängt bereits mit der Wahl des Equipments an; ein Standard-08/15-Keyboard der "günstigeren" Sorte mag zum rum klimpern gut sein, verfügt aber allerhöchstens über eine Klaviatur mit elektronischer Anschlagdynamik, mehr nicht! Dabei wird über den Tastendruck ermittelt wie laut der rauskommende Ton erklingen soll; sowas ist ein Minimum um überhaupt mit irgendetwas anfangen zu wollen. ;)

    Dann gibt es höherwertige Keyboards & Workstations welche nebst Anschlagdynamik auch noch eine gewichtete Klaviatur/Tastatur haben; dort sind unterhalb der Tasten Gewichte angebracht die dem Spielgefühl etwas mehr "Feedback" geben....dort unterscheidet man zwischen leichtgewichteter & halbgewichteter Tastatur. Diese Keys sind allerdings vom Bedienungskonzept ein gutes Stück weiter vom "normalen" Keyboard entfernt und können Anfänger recht schnell mal überfordern! ;)

    Zum Schluss kommen dann noch die Hammermechaniken; genau wie bei einem echten Klavier....bei den elektrischen Pianos usw. natürlich ohne entsprechende Klaviersaiten; aber die Mechanik vermittelt ein selbes Spielgefühl und erfordert logischerweise eine selbe Spieltechnik. Was aber noch hinzu kommt ist das Gewicht; Tasteninstrumente mit HM wiegen konstruktionsbedingt immer ein paar Kilos mehr als normale "Plastik-Keyboards", sollte man mit berücksichtigen! ;)

    Für welches Instrument man sich nun zuerst entscheidet; ohne Umgewöhnung geht es nicht - es geht da hauptsächlich um die Spieltechnik welche einfach nicht dieselbe ist. Wer Piano lernen will ist am besten damit bedient mit einem E-Piano, Stage-Piano oder halt Flügel anzufangen; wer eher spielerisch mit diversen Klängen lernen will der kauft sich ein Keyboard.
    Wenn man jetzt wie in Deinem Fall nicht allzu sehr viel Kohle übrig hat und trotzdem mit "irgendetwas" anfangen will, dann ist ein solches Home-Keyboard sicher schon mal ein guter Anfang um Noten zu pauken und ein Spielgefühl zu entwickeln.....das eigene Ohr wird dabei auch geschärft!

    Wie dem auch sei; mit irgendwas muss man mal anfangen! :great:
    --- Beiträge zusammengefasst, 01.12.18, Datum Originalbeitrag: 01.12.18 ---
    Kommt eben auf das verwendete MIDI-Keyboard an, gibt auch solche mit gewichteter Tastatur oder Hammermechanik, siehe Doepfer; die kosten aber natürlich einen ganzen Tacken mehr! :rolleyes:

    ..das Tasteninstrument MUSS halt einfach über MIDI IN/OUT verfügen, sonst geht es nicht.....oder nur mit viel Umständen! USB to Host funzt da manchmal auch nicht richtig für eine komplette Integration zur DAW! Da sollte man sich vorher nochmals schlau machen...

    5-10 Lehrerstunden sind da ein recht "optimistischer" Wert, ich hatte als Kind einige Jahre Unterricht! :D

    Kommt eben auch auf das Keyboard an, nach Piano wird es irgendwie immer klingen; ob gut ist dann ne andere Frage! Bei Keyboards, vor allem den günstigen ist es ja immer so eine Sache; es sollen möglichst viele verschiedene Sounds/Instrumente integriert sein, gut klingen müssen sie auch....und kosten darf es auch nix. :rolleyes: Diese Rechnung kann irgendwo nicht aufgehen; irgendwo bleibt immer was auf der Strecke! Es gibt Hersteller welche bessere Bläser-Sounds haben, andere toppen bei ihren Piano-Sound, wiederum ein anderer ist spezifischer auf synthetische Klänge ausgerichtet usw. - Da ist es schwer überhaupt irgendwie eine konkret einfache Beratung abzugeben, da jeder anders hört und seinen "perfekten Sound" im Ohr hat.

    Wer wirklich "nur" Piano-Sounds haben möchte ist mit einem Stage Piano/Digital Piano viel besser dran als mit n'em Keyboard; gute E-Pianos haben teilweise zusätzlich auch noch ein paar "andere" Sounds wie Bläser & Streicher mit an Board! ;)
     
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  5. Edwin Bubble

    Edwin Bubble Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #5
    Ich werde aus der Frage bzw. den Fragen nicht wirklich schlau. Womit willst du denn sonst deine Melodien einspielen, wenn nicht mit einem Keyboard? So lange das Gerät normal große Tasten, eine Anschlagsdynamik und natürlich MIDI bzw. USB hat, sollte jedes Keyboard prima funktionieren. (ASIO-Treiber nicht vergessen!) Insbesondere wenn man von deinen ja eher niedrigen (was völlig okay ist) Ansprüchen ausgeht. Ich würde noch darauf achten, dass es genug Tasten gibt. Also wenigstens 5 Oktaven. Aus meiner Sicht ist da mehr eindeutig besser.

    Das Yamaha was du erwähnt hast, wäre diesbezüglich in Ordnung. Wenn du ein paar Euro drauf legst, bekommst du aber auch schon das Thomann SP-320. Das hat nicht nur die bessere Tastatur, sondern auch gleich ein Sustain-Pedal dabei. Zugegebenermaßen fehlt da der ganze Keyboard-Kram (Begleitautonatik usw.), aber das ist aus meiner Sicht eh unnötig. Insbesondere wenn du sowieso mit einer DAW wie FL-Studio arbeitest. Die meisten Songs gibts als MIDI-Dateien zum Download. Die importiert man einfach in FL-Studio und wenn man dazu spielen will, dann schaltet man einfach z.B. die Gesangs- oder Keyboardspur stumm. Und das meiste Zeug aus dem Yamaha wirst du vermutlich eh nie benutzen (Bossa Nova, Waltzer usw.), also warum dann mitkaufen? Davon abgesehen denke ich, dass der Wiederverkaufswert des Thomann höher ist, einfach weil es schon Richtung Profi-Equipment geht, während das Yamaha eindeutig noch Spielzeug ist.

    Dass die Leute bei YT tendenziell eher auf Pianos, also auf Keyboards spielen, liegt schlicht am Klang. Einen wirklich guten Piano-Klang bekommst du in Keyboards doch eher selten. Da müsste es schon etwas aus der gehobenen Preisklasse sein. Es gibt aber durchaus Leute, die auch auf Keyboards spielen. Vkgoeswild, Bill Hilton oder Jeff Schneider z.B. Das sind dann aber keine Keyboards mehr (also im Sinne von Einsteiger/Lernkeyboards), sondern Stage-Pianos oder Synthesizer.

    Ansonsten finde ich deinen Ansatz gut. Ein paar Klavierstunden können nicht schaden und Theorie ist auch wichtig. Mit einer halben Stunde pro Tag wirst du allerdings nicht allzu weit kommen. Ich würde schon eine Stunde investieren. Muss ja nicht jeden Tag sein. Ich habe anfangs so etwa 15 Minuten Tonarten geübt und dann einfach irgendeinen Song. Zuerst die rechte Hand, dann die linke Hand und wenn das geklappt hat, beide zusammen. Zum Schluss habe ich immer noch ein paar Minuten Songs analysiert. Also welche Tonart, welche Harmonien und wo die Unterschiede zwischen den versch. Songteilen liegen. Da sind 60 Minuten ziemlich schnell rum.
     
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  6. glombi

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    Erstellt: 15.12.18   #6
    Für Deinen Zweck zu komponieren und in Zukunft Diverse Spuren über die Keys einspielen zu können, finde ich Keyboard optimal. Ob Du nach Alleinunterhalter klingst, liegt größtenteils an Dir. Je nachdem, wie Du Dich entwickelst, kannst Du später immer noch auf die optimale Tastatur umsteigen. Zum ausgewählten Gerät kann ich nichts sagen. Ich finde es schon mal gut, dass Du Unterricht nehmen und üben willst. Der von Dir gesteckte Rahmen ist aber etwas zu knapp, um in kurzer Zeit große Fortschritte zu machen...
     
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