Keyboardnoten Transponieren

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Hi,

wenn ein Keyboardanfänger ein Lied spielen möchte das original z.B in E-Dur gespielt wird, ist es dann sinnvoll es erst einmal in eine andere Tonart (C-Dur , F-Dur, G-Dur) zu transponieren weil es dann leichter für einen Anfänger zu spielen ist oder sollte man möglichst immer versuchen das Lied sofort in der originalen Tonart mit den zugehörigen Akkorden zu erlernen?


MfG tiktak :confused:
 
Eigenschaft
 
Man sollte IMMER die Originaltonart wählen. Dafür gibt´s verschiedene Gründe:
1. Wenn man immer nur C-Dur oder F-Dur spielt, gewöhnt man sich daran und kann am Ende nix anderes.
2. Schwierigere Tonarten kann man nur lernen, wenn man sie auch spielt.
3. Schwierigere Tonarten fördern ungemein das musiktheoretische Wissen.
4. Zuerst alles nach "leicht"zu transponieren und einzuüben bedeutet doppelte Arbeit wenn man dann anschließend auch noch die Originaltonart einüben will. Dann doch lieber sofort die richtige Tonart.
5. Tonarten mit vielen Vorzeichen mögen zunächst komplizierter sein und anfangs mehr Arbeit machen. Das gibt sich jedoch ziemlich schnell. Man gewöhnt sich schnell gut daran und nach einiger Zeit des Übens an einem Stück macht man es automatisch richtig.
Viel Spaß dabei,
CW
 
Hallo cwtoons,

ok vielen Dank, dann weiß ich bescheid und erspare mir auf jeden Fall viel Arbeit für das ganze Transponieren verschiedener Lieder die mich interessieren.


MfG tiktak :)
 
Hallo tiktak,

warum als Anfänger nicht transponieren, wenn du nicht alles (zB Akkorde) schon "drauf" hast. Später kannst du immer noch die Originaltonart üben.
Wird zu dem Lied gesungen und es ist eventuell im Original zu hoch und du kommst da nicht hin, was bleibt dir denn dann übrig? Probier's einfach aus. Sicher hat jeder dazu eine eigene Meinung und es gibt ja auch Notenschreibprogramme, da kannst du mit Mausklick transponieren.
Ich habs oft so gehalten und wenn du dir durch die vielen Kreuzchen Stress machst und die Lust verlierst, ist dir auch nicht geholfen. http://www.forte-notensatz.de/ , als Beispiel mit Gratisversion (benutze ich), da gibt es genügend mehr, musst mal googeln.

LG tastenfreak
 
Ich würde cwtoons nicht so einfach zustimmen. Es gibt ja auch andere Gründe, ein Lied zu transponieren, z.B. wenn man es so besser singen kann. In Deinem Fall ist es Deine Entscheidung, ob Du den Ehrgeiz hast, das Lied in der Originaltonart zu spielen (zu Übungszwecken oder warum auch immer), oder ob du lieber erstmal ein Erfolgserlebnis hast und es in einer einfacheren Tonart spielst. Da gibt es keine allgemeingültige Regel.
 
Sehe ich genau wie Inge. Gerade bei Anfängern kommt es mehr drauf an, auch Erfolgserlebnisse zu haben. Wenn man mit zu schwierigen Dingen anfängt, verliert u.U. man schnell die Lust oder den Ehrgeiz. Man fängt - auch in anderen Bereichen - immer klein an, um sich hinterher zu steigern. Der Turner startet auch nicht mit einem doppelten Rittberger.

Ab einem gewissen Stadium gebe ich cwtoons dann ganz klar recht. Wenn man nach 3 Jahren immer noch alles auf C transponiert, dann wird das nie was. Es gibt durchaus Songs, wo man zwischendurch auf eine Tonarten mit mehreren Vorzeichen wechselt, was man so schnell technisch auf dem Keyboard schlecht bewerkstelligen kann. Außerdem sind spätestens im Zusammenspiel mit anderen Musikern Kommunikations-Probleme und Fehler vorprogrammiert.
Ich betreibe das seit einigen Jahren sehr konsequent, dass ich nichts mehr transponiere, nur um es leichter spielen zu können. Ich bin so mittlerweile in der Lage, so ziemlich jeden Song in jeder Tonlage zu spielen.
 
Wird zu dem Lied gesungen und es ist eventuell im Original zu hoch
Das war nicht die Frage von tiktak. Er zielte darauf ab, sich zunächst das Leben vermeintlich leichter machen zu wollen und ausschließlich darauf bezog sich meine Antwort.
Beim Zusammenspiel mit Sängern kann es natürlich vorkommen, dass man transponieren muss. Aus E-Dur mit 4 Kreuzen wird ein Ton tiefer D-Dur mit nur noch 2 Kreuzen und noch einen Ton tiefer C-Dur mit keinem Kreuz mehr. Glück gehabt. Aber was ist mit Transponieren von F-Dur ( ein b ) runter nach Es-Dur ( 3 b ) oder noch tiefer nach Des-Dur ( 5 b )? Oder was ist mit dem Transponieren von Stücken aus zunächst für Keyboarder leichte Tonarten in solche, die von Bläsern bevorzugt werden, hauptsächlich "b"-Tonarten?.
Da ist es hilfreich, über einiges Wissen und Fertigkeiten zu verfügen, die man nicht lernt, wenn man ständig C-Dur und a-Moll spielt.....
CW
 
Das war nicht die Frage von tiktak. Er zielte darauf ab, sich zunächst das Leben vermeintlich leichter machen zu wollen und ausschließlich darauf bezog sich meine Antwort.

Seine Frage war ja auch , ob er als Keyboard-Anfänger ein Lied transponieren soll, weil es für ihn im Original schwerer zu spielen ist.
Weiß ja nicht ob dir (cwtoons) das alles in die Wiege gelegt wurde, ich hab mit "Hänschenklein und Co." begonnen und das war C-Dur.
Dem Schwierigkeitsgrad nach oben steht nichts im Wege, aber ich hab oben ja schon geschrieben, dass man auch die Lust am musizieren nicht verlieren darf. Interessant wird es dann erst, wenn in einem Lied mehrere Durwechsel drin sind. Siehe http://www.youtube.com/watch?v=2IGSFloGuEg&feature=related oder http://www.youtube.com/watch?v=3yDdnxn7Tzo&feature=related
Aber als Anfänger ....
Ist ja auch egal, ob du den Begleitakkord FAC oder ACF greifst, wie's halt zu den anderen Griffen am günstigsten passt. Ich bevorzuge da auch den Bereich zwischen F ... F, andere spielen C .... C.

LG tastenfreak
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm... ich bin selbst Anfänger und habe in der Regel eher das Problem, dass ich ein (technisch für mich anspruchsvolles) Lied eher auswendig im Kopf habe (die Tasten, nicht die Noten), bevor ich es vernünftig spielen kann.

Wenn es also darum geht, als Anfänger ein schönes aber anspruchsvolles Stück zu lernen, halte ich das Transponieren nur für eingeschränkt hilfreich. In einigen Fällen sind Stücke in der Originaltonart sogar leichter zu greifen als in C-Dur (teilweise sogar deutlich), was ich für einen Anfänger für nicht unwichtig halte.

Es hängt davon ab, was man lernen/üben will - wenn man bspw. das Spielen vom Blatt in C-Dur üben will, kann man sicher auch ein transponiertes Stück nehmen, wenn einem das z.B. zufällig sehr gut gefallen sollte. Wobei man das Spielen vom Blatt wahrscheinlich besser mit einer großen Anzahl verschiedener Stücke lernt, die man einfach versucht zu spielen (ohne dass es "gut" klingen muss) - aber hier hab ich selbst ziemliche Schwierigkeiten (ich lege ungern Stücke weg, bevor ich sie fehlerfrei spielen kann). Das Transponieren selbst ist auch eine schöne Theorie-Übung
 
Funktioniert diese Methode http://ezinearticles.com/?Learn-Guitar-Online---Chord-Simplification-and-Substitution&id=4762540 auch genau so mit Akkorden die auf dem Keyboard gespielt werden? :gruebel:
Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht ganz, was er damit meint. Im Prinzip ist es auf jedem Instrument möglich, einen "komplizierten" Akkord wie z.B. C7/9 (= Grundakkord C-Dur (c-e-g) + zwei zusätzliche Töne -b-d) zu vereinfachen, indem man einen oder beide zusätzliche Töne weglässt, aber damit geht auch eine gewisse Spannung verloren, die die zusätzlichen Töne reinbringen. Im Bandkontext kann man das machen, wenn jemand anderes die zusätzlichen Töne spielt. Mit Transponieren hat das aber überhaupt nichts zu tun.

Was gegen das Transponieren im Bandkontext spricht (damit meine ich, dass man in einer anderen Tonart als die anderen spielt und das korrigiert, indem man das Keyboard entsprechend transponiert): Ich vergesse fast jedes Mal, das Keyboard hinterher zurückzutransponieren... :eek:
 
Ja, das kann man so auch auf dem Arranger-Keyboard anwenden.

Die beschriebende Methode ist ja nichts anderes als einfache Akkorde durch Hinzufügen von Optionstönen interessanter zu gestalten. Das funktioniert natürlich auch andersherum, wenn ein Lied schon mit farbigen Akkorden notiert ist, kann man sie harmonisch simpler spielen, indem man die Optionstöne wieder weglässt. Es klingt dann halt auch simpler, aber als Anfänger ist das ja durchaus ok.

Wobei ich allerdings einen Septakkord nicht "vereinfachen" würde, also C7 immer auch als solchen spielen und nicht durch C ersetzen. Das sollte schon machbar sein ;)
 

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