Keys: Wie schreibe ich "smoothe" Chord-Progressions mit Vielklängen?

  • Ersteller GrandmasterB
  • Erstellt am
GrandmasterB
GrandmasterB
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
04.06.19
Registriert
20.08.08
Beiträge
287
Kekse
227
hallo liebe community,

ich bin ein großer freund von "smooth jazzigen" progressionen auf dem e-piano. nur leider fällt es mir sehr schwer wohlklingende progressionen zu schreiben. und wenn ja, dann bestehen die akkorde nur aus maj7-akkorden! ;)

damit ihr wisst, was ich unter diesem schwammigen begriff "smooth jazzige" progressionen meine, habe ich hier mal ein paar beispiele dafür (bitte beachtet die e-pianos):

"summer madness"
http://de.youtube.com/watch?v=5bfzWj5a_Y4

"proceed" (e-piano beginnt bei 0:22)
http://de.youtube.com/watch?v=cPepJ43SqJY

"everybody love the sunshine" (auch wenns kein rhodes piano ist ;) )
http://de.youtube.com/watch?v=eQtmkoakjOc

"transcendance"
http://de.youtube.com/watch?v=x_UsFT1Btb4

Ich glaube, jetzt konntet Ihr ungefähr einen Einblick bekommen, in dem was ich meine!? :)

Ich würde mich sehr, sehr, sehr und wirklich sehr freuen, wenn Ihr mir Tipps und Hinweise geben könntet, wie ich mein Ziel, solch wohlklingende Akkorde aus meinem Keyboard bekomme, bzw. wie ich sie schreiben kann. Wie lernt man sowas am besten, sehr gerne nehme ich auch Büchertipps an! :)

Vielen Dank schonmal für Eure freundliche Hilfe!
-GroßmutterB
 
Eigenschaft
 
Kann hier zb die Barpiano-Serie helfen?
 
Frank Sikoras Neue Jazz Harmonielehre, da lernst du alles über Jazzharmonik und Improvisation.

Du kannst auch mal versuchen, die Akkorde nicht mit den Standardvoicings zu spielen. Optionstöne kannst du auch mal hinzufügen.

z.Bsp. Dm9 G13 Cmaj9 (Maroon 5 - Sunday Morning)
 
Grundsätzlich höre ich da viele II-V-I-Verbindungen mit Optionstönen 7, 9 und 11. Zum Beispiel so über F#-Moll:
15445-albums946-picture5437.jpg

  • Bei 1.) gibt es als höchste Optionstöne nur die Nonen, der Baß spielt immer die Grundtöne der Akkorde. Dieses Beispiel klingt harmonisch noch recht eindeutig und nicht besonders "tricky"
  • Nummer 2.) startet schon mal beim Bm9 mit einer kleinen Sekunde in den Mittelstimmen, klingt daher von Anfang an dissonanter. Das geht aber, weil hier die übliche Voicingregel, Dissonanzen in die Mittelstimmen zu legen, befolgt wurde. Das ist bei den zwei folgenden Akkorden nicht der Fall, weswegen die Dissonanzen viel größeres Gewicht bekommen. Daher klingt dieses Beispiel schon etwas ambitionierter.
  • In 3.) haben wir es mit 11-er-Akkorden zu tun, die ja grundsätzlich das Problem (oder den Vorteil :)) haben, daß die 11 direkt neben der Terz des Akkordes liegen kann. Faktisch wird in Voicings aber im Regelfall die 11 eine Oktave höher oder tiefer als die Terz gelegt, um den direkten Zusammenstoß zu vermeiden. Oder die Terz fehlt ganz, wie im letzten Akkord F#m11. Bei diesem Akkord kann man daher auch nicht genau sagen, ob es ein Mollakkord ist, weil eben die Terz fehlt - F#9sus4 wäre vielleicht richtiger gewesen (fällt mir gerade auf ;)).
Das mal so als Anregung...mit einem netten Tremolo/Chorus-Rhodes klingen solche Verbindungen schon ganz nett.

Harald
 
Hallo Harald und H&M,

Erstmal vielen vielen Dank, für Eure Hilfe! Ich weiß es sehr zu schätzen! Da ich in der Thematik noch relativ neu bin, werde ich mich jetzt erstmal erkundigen, was Optionstöne sind und mich dann nochmal an Euch (und die anderen die diesen Thread lesen) wenden.. :)

frohes neues!
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben