Kirchentonarten (Fingersätze; Gitarrenspezifisch)

von Apu@Frame, 27.11.06.

  1. Apu@Frame

    Apu@Frame Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #1
    hallo

    ich habe eine musiktheoretische frage, was fingersätze auf der gitarre betrifft:
    ich habe das griffbrett in 5 fingersätze für eine durtonleiter unterteilt.
    nun habe ich bei jedem fingersatz genau gelernt, wo sich der grundton befindet.

    ich bin also zu folgendem fähig:
    wenn mir z.b. der grundton "e" auf der h-saite (5ter bund) genannt wird, kann ich von diesem ausgehen 2 fingersätze auf komando spielen ;)
    das funktioniert auf jeder saite, da ich genau weiß, bei welchem fingersatz der grundton auf der jeweiligen liegt.

    allerdings habe ich folgendes problem: es funktioniert nicht mehr, sobald meine aufgabe lautet, z.b. mixolydisch etc. von diesem startpunkt aus zu spielen.
    durch langwieriges suchen finde ich die lösung, die andere möglichkeit ist, grundton der ionischen skala hinunter zu rechnen und den nächst gelegenen zu suchen, um die skala von dort aus zu spielen.
    aber das ist wohl beides nicht sinn der sache (wobei zweiteres durchaus keine schlechte übung ist ;))
    ich brauche aber eine praxis-nahe methode, die mich schnell einen fingersatz anwenden lässt. ist die sinnvollste methode also, alle kirchentonarten durchzugehen und die jeweiligen grundtöne genauso wie bei ionisch zu lernen?
    gibt es einen anderen weg?

    mfg
     
  2. HellPaso

    HellPaso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #2
    Hmmm....der Myxolydische Griff ist ja eigentlich nicht soooo schwer....is halt fast wie ein Dur - Fingersatz...

    aber wenn ich dass bei anderen modi wie zum beispiel lydisch machen müsste, hätte ich schon probleme...aber ich habe als Basser auch keine verschiebung zur B-Saite :p weils bei mir bei der G Saite aufhört....

    Außerdem versteh ich deine frage nicht ganz. Geht es darum, dass du die Fingersätze auf anhieb nicht weißt, oder dass du zb dass du nicht weißt, wenn du in z.b. Fis MOll bist, welcher Ton dann der z.b Dorische ist? (bzw. ab welchem ton die tonleiter dorisch ist)?
     
  3. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 27.11.06   #3
    Behalt das ruhig bei. Gute Übung. Irgendwann geht das dann wie von selbst ohne rechnen. Abgesehen davon: Niemand zwingt Dich dazu, ein Solo z.B. in G-mixolydisch immer auf G zu beginnen.

    Andererseits: Wenn Du in G mixoldydisch spielst und unbedingt in G anfangen willst, dann fängst Du halt die C-Leiter auf einem G an. Wo Deine Gs auf der Gitarre liegen, müsstest Du dazu natürlich ohne Nachzudenken wissen.;)
     
  4. Apu@Frame

    Apu@Frame Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #4
    @bassadam:
    das stimmt; den beherrsche ich schließlich auch. ich kann alle fingersätze.
    will heißen: wenn mir jemand sagt spiel mir c mixolydisch, dann spiel ich ihm c mixolydisch (statt dem fingersatz, den man für ionisch verwenden kann, den du vergleichsweise meinst)

    das problem ist, dass ich mir dabei das c suche und dann den studierten fingersatz spiele.
    ziel der übung ist aber ein anderes: ich will mixolydisch mit jedem fingersatz spielen können. dabei geht es keineswegs darum, beim grundton anzufangen - aber man muss wissen, wo er leigt, um spielen zu können:

    folgende aufgabe:
    improvisiere über Bb7 => ich brauche eine kleine sept => mixolydisch
    jetzt will ich die besagte tonleiter aber vom Bb auf der A-saite (also 1. bund) aus spielen.
    was mache ich also? errechne ich besser, dass es sich um Es-dur (ionisch) handelt, suche mir das nächste Es und greiffe jenes griffmuster auf, oder lerne ich lieber, wo in dem besagten fingersatz die neuen grundtöne (Bb) sind?

    ums noch etwas genauer zu erläutern:
    wenn ich über einen Cmaj7 spielen will und mir eine lage suche, in der das C auf der D-saite liegt, kann ich einen ganz bestimmten fingersatz spielen (hier z.b. den, den bassadam als ionisch bezeichnen würde, da bei diesem fingersatz einer der grundtöne eben auf der D-saite liegt und mit dem 4ten finger gegriffen wird). folgt aber direkt darauf ein akkord, der z.b. die C-locrische erfordern würde, brauche ich ein system, um selbige spielen zu können, ohne die lage wechseln zu müssen.

    ich hoff es is ca verständlich :>
     
  5. Jonny Walker

    Jonny Walker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #5
    Ich hab jetzt deinen Post 3x gelesen und verstehe immer noch nicht genau, was jetzt deine Frage ist.
    Wenn ich auf einem Akkord spiele/improvisiere, denke ich mir Skalen soweit es geht auf der Basis von dem Akkordgrundton und versuche sie nicht irgendwoher abzuleiten.
    Vll. hab ich aber auch nicht gecheckt, worauf du hinauswillst. ;-)
    Gruß Jona
     
  6. Apu@Frame

    Apu@Frame Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #6
    hm naja weiß nicht wies besser zu erklären ist -.-
    die grundaussage ist ja immer noch: was mach ich am besten, wenn ich einen grundton habe und von dem aus etwas anderes als ionisch spielen soll (denn da weiß ich schon, wo die grundtöne zu finden sind ;))? lässt sich logistisch noch einfach lösen, wenn sich der grundton auf einer E-saite befindet, aber für alles andere braucht man irgendeine art von system, ums zu lernen.
    und ich wollte wissen, ob es was günstigeres gibt, als für jede kirchentonart in einem fingersatz die grundtöne zu finden und zu lernen.
     
  7. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.11.06   #7
    also du willst die grundtöne nicht als töne, sondern als punkte im pattern wissen?
     
  8. Apu@Frame

    Apu@Frame Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #8
    ich will sie nicht wissen, sondern ich will wissen, ob das ein sinnvoller weg zu lernen ist ;)

    bzw. dass c dorisch den grundton c hat ist mir klar :>

    es muss einfach ein system hinter dem lernvorgang stehen; und ich frage mich, ob es am sinnvollsten ist, in der reihenfolge dorisch, phrygisch... locrisch die jeweiligen grundtöne in den verschiedenen patterns (fingersätzen) auswendig zu lernen, um schließlich von jedem punkt, wo sich ein grundton befindet, die skala ohne viel nachdenken spielen zu können (sei es nun, dass sich mein startpunkt (=> grundton) auf der 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 saite befindet)
     
  9. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.11.06   #9
    das ist jeder punkt in jedem pattern :) von daher dürfte das etwas verwirrend werden... aber das ist für mich jetzt hypothetisch, da ich das nicht so beherrsche, wie du es lernen möchtest.
     
  10. tuzz

    tuzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #10
    Die andren Pattern, die du alle kannst...wie hast du die denn gelernt? Einfach auswendig gelernt, wo der grundton liegt? Die Töne i nden frets auf jeder Seite kennste - dann kannste von jedem Ton aus was spielen...
    Wenn dieser Weg für dich einmal funktioniert hat, dann geh ihn doch noch mal

    ich wüsste nicht, dass dir jemand mit recht sagen kann, dass dieser Weg etwas zu lernen schlecht sei. Das kann dir nen Lehrer an einer Schule sagen...die machen sowas generell gern :p...aber ich glaube hier sollte und wird dir keiner sagen, was für dich ein guter oder schlechter weg des Lernens ist...das findet man relativ schnell selbst raus odeR? Und ein Anfänger bist du ja auch nicht mehr.
     
  11. Jonny Walker

    Jonny Walker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #11
    Für mich hört sich das nach seeehr viel Pattern-Memorizing an - ich würde so nicht vorgehen.
    Der bessere Weg ist imho zu wissen, wo welcher Ton in jeglicher Lage auf der Gitarre ist, dann zu wissen, wo die Halbtonschritte einer bestimmten Skale (z.B. bei phrygisch: [​IMG]) liegen und so mithilfe des theoretischen Aufbaus der bestimmten Skala im Hinterkopf sie in jeder beliebigen Lage und Tonart spielen zu können.
    Wenn du weißt, welchen charakteristischen Klang eine Skala hat, kannst du diesen (bei entsprechender Griffbrettkenntnis ;)) ohne großes theoretisches Rumgerechne überall spielen.

    Wenn man tatsächlich für jede Skala für jeden Grundton einen Fingersatz lernt, käme mir das so vor, als würde man bestimmte Sätze einer Sprache lernen, deren Grammatik man gar nicht versteht.

    Gruß, Jona
     
  12. Jonny Walker

    Jonny Walker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #12
    //Edit: Doppelpost, bitte löschen @mod.
     
  13. rangaroek

    rangaroek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #13
    Hi,
    ich glaube was Dein Problem ist (nur eine Vermutung) , daß Du die Modes
    nicht als eigenständige Sounds hörst.

    Wenn Du in Dur (ionisch) spielen kannst, hast Du die 6 anderen Diatonischen-Modes auch im Griff, rein technisch gesehen.
    Neue Fingersätze lernen, halte ich für unnötig.

    Was Du lernen musst ist der Sound des Modes, welche Töne erzeugen Spannung,
    welche Töne haben Auflösungscharacter. Da hilt nur ein guter Playback und Spielen.

    Gruss rangaroek
     
  14. Apu@Frame

    Apu@Frame Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.06   #14
    @ tuzz:
    also erstmal kann ich komplette fingersätze, die so aussehen, dass ich keine fixen start und end punkte habe sondern alle möglichen töne in einer bestimmten lage spielen kann.
    und da sich beim transponieren auf der gitarre vom pattern nichts ändert, ist es ja sinnvoll ihn wirklich zu lernen und letztendlich zu spüren.
    generell gings mir eher darum, dass ich mir nicht etwas falsch antrainiere; bzw. nicht einen weg gehen wollte, der unnötig kompliziert ist.

    @ johnny walker: zu wissen wo alle töne liegen steht auf dem plan ;) was manche bereiche betrifft kenn ich mich schon recht gut aus - andere sind noch nicht ganz erforscht :>

    ich glaube dein tip ist sehr hilfreich; ich mache fast alles nach gehör und zähle/rechne wenig => es ist bestimmt sehr wichtig sich die einzelnen skalen so zu erarbeiten.
    aber sehr langsam ist man damit.. und auch wenn man schon sehr schnell zählt irgendwann, braucht man einfach seine zeit.
    ich glaube ich bin zu dem schluss gekommen, dass man genauso, wenn c-dorisch verlangt ist zum b "runterrechnen" (;)) soll - und über dies sich auch noch des verschobenen grundtons im jeweiligen fingersatz bewusst sein sollte.

    @ rangaroek:
    du hast teilweise recht; ich habe die mods eher so gesehen:
    über einen cmaj7 kann ich c-ionisch spielen - folglich auch d-dorisch
    ich hatte die sache aber nicht aus der perspektive von d-dorisch selbst gesehen; was sich z.b. über einen dm7 spielen lässt.
    beide gesichtspunkte sind imo wichtig.

    neue fingersätze lernen sind insofern wichtig, als ich ja letztendlich über das ganze griffbrett improvisieren will und nicht nur in einer lage ;)

    bzw wie gesagt: ich mach alles fast ausschließlich nach gehör (die letzten 2 jahre hab ich nur gespielt und nicht geübt :> ) also, was du für am wichtigsten hälst, hab ich wohl bis zu einem gewissen maß recht gut im gefühl (stiegern kann man sich ja bis ins unendliche) - jetzt ists aber mal an der zeit das ganze auch theoretisch anzugehen.

    thx für die beiträge; das rezept lautet einfach: mit allen möglichkeiten, die einem zur verfügung stehen (und es sind nicht wenige..)
     
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