Klassische Gitarre - Handgelenk schmerzt

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Hi Leute!


Ich bin gerade fleißig am Üben für die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für klassische Gitarre. Leider hab ich momentan nur recht günstige/billige Gitarren zur Verfügung. Gerade eben war es so, dass ich 10 Minuten geübt habe und mein Handgelenk angefangen hat zu schmerzen. Ich hatte auch schon öfter Probleme mit Sehnenscheidenentzündungen. Was mach ich falsch? Liegts am Instrument? Einen guten Lehrer hab ich, aber den seh ich erst am Montag wieder und hätte das Problem gerne so bald wie möglich gelöst...

Grüße,

Duckman
 
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Wie viel übst du denn momentan?
Ich weiß noch, als ich für meine Eignungsprüfung geübt hab, waren das zig Stunden am Tag.
Das geht extrem auf die Handgelenke..

Mein Tipp ist am ehesten: Wenn es weh tut: Mach Pause. Vllt auch mal einen oder zwei Tage. (kannst ja in der Zeit Gehörbildung üben ;-)
 
Naja, ich würd eigentlich gern zig Stunden üben, krieg auch viel hin, aber grad heute hab ichs eben gemerkt und sofort die Gitarre weggelegt. Ist es einfach eine Frage des Trainings fürs Handgelenk? Ich komm ja eigentlich von der E-Gitarre, da is es kein Ding, da könnt ich wohl den ganzen Tag spielen. Ist die Umgewöhnung so schlimm fürs Gelenk?

Gehörbildung... Au weia... ;) Aber Gehörbildung alleine üben?
 
E-Gitarre empfinde ich bei weitem nicht so anstrengend wie klassische Gitarre.
Ich hab damals zur Prüfung den Danza Caracteristica von Brouwer gespielt, wo man ja doch recht lange den Barrè hat und mit den anderen Fingern die Abzüge spielt.
Das konnte ich anfangs auch maximal ne halbe Sunde über bevor mir was weh tat.
Es ist einfach eine ungewohnte Art der Belastung, und man will schnell zu viel.

Und Gehörbildung kann man gar nicht genug üben.
Ich weiß ja nicht wo du hinwillst und was da für Anforderungen gestellt werden, aber bei uns war es schon nicht leicht, aber in Köln etc musst du teilweise nen 4-stimmigen Satz hören und sowas.. das ist Hardcore..
Ich müsste auch viel mehr Hören üben..
 
Ja klar, die Belastung ist nicht ohne. Ich denke ich muss da einfach üben üben üben. Habs grad nochmal versucht. Ein paar Renaissancestücke. Pavanas von Luis Milan. Da hab ich die meisten Schwierigkeiten, gerade mit den Barrès. Ich denke es ist echt ne Muskelsache. Die allerdings wohl von der Gitarre auch nicht unbedingt gefördert wird. Die Saitenlage ist so grausam... Ich glaub am letzten Bun ist es schon 1 cm...

Mach jetzt tatsächlich grad Gehörbildung. Ist schon etwas nervig. Ich frag mich da schon, wer das nach dem Studium tatsächlich ernsthaft weiter betreibt...


Das mit dem 4-stimmigen Satz hab ich schon oft gehört. Trossingen ist auch die einzige Hochschule an der maximal 2 Stimmen gleichzeitig erwartet werden. Zumindest soweit ich es bis jetzt gesehen hab.

Hast Du einen konkreten Tipp auf was ich achten soll, wenn ich mir eine neue Gitarre kaufe? Soll schon für das Studium ausreichend sein. Ich glaube nicht, dass ich während des Studiums das Geld hab da nochmal überhaupt was teures zu kaufen. Momentan würds gehen... Ich sag mal bis 2000 Euro, wenn ich noch bis nächstes Jahr warte. Oder im Notfall Amp und E-Gitarre verscherbel. Aber nur im äußersten Notfall...
 
Naja, Gehörbildung ist eigentlich etwas, was dir in allen musikalischen Bereichen weiterhilft.
Es steigert einfach die Fähigkeit Strukturen in Musik zu erkennen, zu verfolgen, und zu memorisieren. Eigentlich ist das total super.. wenn es nur nicht so nervig wäre sich damit zu beschäftigen..

Zur Gitarre:
Also 1cm ist wirklich schon sehr viel, guck mal ob du da die Stegeinlage runterfeilen kannst..?
Das hab ich bei mir auch schon gemacht, kein großer Akt.
Meine Hanika hat knappe 3mm, meine Neue liegt sogar noch drunter, aber es ist wirklich schwer Gitarren zu finden, die solch eine tiefe Saitenlage haben und sich dann noch gut spielen lassen. da schnarrt es im Normalfall doch recht leicht.

Worauf du achten kannst ist wirklich nicht leicht zu sagen.
Klanglich muss sie dir natürlich gefallen. In dem Preisbereich sollte auch eine gewisse klangliche Bandbreite durch Spieltechniken abrufbar sein, und zwar, ohne dass man gleich extremste Bewegungen machen muss.
Die Bespielbarkeit ist aber teilweise auch Geschmackssache, bzw variiert ja nach Halsform etc.
Ich finde beispielsweise die neuen Hanika-Hälse total grässlich und würde mir deshalb keine mehr kaufen.
Dann hab ich Gitarren mit verkürzter Mensur und 50mm Griffbrett gespielt, die sich schwerer bespielen ließen, als meine Jetzige, die normale Mensur und 52mm hat.

Deshalb der Generaltipp: geh einfach soviel testen wie geht, und schreib dir auf was gefällt ;-) lass dir Zeit und geh mehrfach anspielen.
 
hmm wenn man anfängt gitarre zu spielen dann ist das normal hatte ich auch aber wenn man dann jeden tag um die 5 stunden spielt dann gewöhnt man sich ich könnte eweig spielen wäre bloß mein schlaf nicht so wichtig :D
 
Mein Tipp ist Hirschtalgcreme. Diese kannst du, wenn du Schmerzen hast, am Handgelenk einschmieren. Nach ca. 1 Stunde sollten die Schmerzen weg sein.
Viel Glück!
LG
 
halte ich für nicht richtig.
Wenn das Gelenk "zu macht" dann muss auch mal Schluss sein. Und Disgracer sagt ganz richtig: 2 Tage mal nicht üben (vorausgesetzt man beschäftigt sich trotzdem mit Musik) kann sich sogar positiv aufs Spiel auswirken. Alleine schon weil man wieder gierig drauf wird ;)

Ich hatte mir letztes (ok mittlerweile vorletztes jahr) auch fest vorgenommen klassik zu studieren. Ich hab sogar nach Stundenplan geübt. So ein Unsinn. -.- Die größten Probleme hatte ich dann vor allem im Rücken weil mir die klassische Haltung bei GItarre und Klavier 3-4 Stunden am Tag einfach nicht bekam.
Durch diese zwanghafte Attitüde wurd ich eigentlich nur immer nervöser und das 1,5 Jahre vor der Prüfung :-O Das Ende vom Lied war, dass ich ca. ein Jahr aussetzen musste, weil ich an beiden Armen den Ulnaris-nerv verklemmt und komprimiert hatte. Ob das jetzt am Übungsstress und Abistress lag oder ob ich einfach nur meine Ellbogen ein paar mal zu oft irgendwo aufgestützt hab (oder beides) ist nicht klar. Trotzdem kann ich nur sagen mach nicht zu viel Stress!! Üb soviel wie es Spass macht. Und wenn es schmerzt macht es keinen Spass. Durch schmerzhaftes Spielen versaut man sich nur seine Freude zur Musik und zudem auch die Technik.
Wenn du Spass hast (spass ist imo hierbei gleichzusetzen mit keine schmerzenhaben) wirst du auch gut genug werden für eine Aufnahmeprüfung. Da bin ich mir einigermaßen sicher. (was das vorspielen alleine angeht)


Ich hab jetzt übrigens die 2. Operation hinter mir und kann behaupten zwar nicht gesund zu sein, aber zumindest endlich auf einem deutlichen Weg der Besserung zu sein :):):) das nur mal so nebenbei ^^
 
ich habe 2 jahre lang 5 stünden pro tag gespielt trotz schmerzen :gruebel: .. freiwillig war ne dumme idee jetzt gehen die schmerzen nie weg wenn ich mich hinsetze schmertzt es soffort nach 10 min
da sollte man glaub ich besser zum artzt gehen
 
S
  • Gelöscht von Samuel_Groth
  • Grund: Spam
Wenn du öfter Probleme hast: Geh zum Arzt, lass dir ne Überweisung zur Physiotherapie geben und zeig dem Therapeuten/der Therapeutin, wie du spielst. Vielleicht kann man die Haltung korrigieren oder die Ursache der Beschwerden eingrenzen.
Auf keinen Fall bei Schmerzen stur weiter üben! Da riskierst du einen Überlastungsschaden. Pause, kühlen, ohne Belastung Gelenk bewegen.
 
Was ja schon gesagt wurde: Zu lange am Stück üben ist nie gut. Mach ausreichend Pausen, in denen Du Dich bewegst und aus der starren Haltung an der Gitarre löst.

Dann hat Jimi67 mit dem, was er sagt. Ich würde außerhalb der herkömmlichen Physiotherapie die Dispokinese empfehlen. Das ist eine Bewegungslehre speziell für Musiker. Dort wird auch direkt am Instrument gearbeitet und vieles an der Spielhaltung verbessert.

Ich hatte auch mal Probleme mit einer Sehnenscheidenentzündung und mir hat damals Dr. Altenmüller geholfen. Er ist Spezialist für Musikerkrankheiten. Er veröffentlicht auch zahlreiche hilfreiche Texte zu dem Thema:

www.agentur-sirch.de/Schmerzen-Versandversion.doc
 
Also, dass es schmerzt wenn man länger nicht geübt hat is klar, im vgl. zur e gitarre hat man auf der klassischen einfach ne ganz andere kraftverteilung, gerade wenn man viel mit baree spielt. Ich würde nicht gleich zum Arzt rennen, natürlich je nach dem wie stark die schmerzen sind. Aber ein bisschen tuts nach einiger zeit üben immer weh, ich mach mir da nicht immer große gedanken, aber klar, wenns richtig weh tut und nicht aufhört, dann würd ich schon mal beim arzt vorbeischauen ;).
 

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