Klassische Musik mit dem EWI ohne Stromanschluss

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Vorweg meine Perspektive, aus der ich diesen Bericht schreibe: Ich bin dilettierende Hobbymusikerin, die sich vor dem EWI praktisch ausschließlich mit einer Querflöte vergnügt hat. Da unserer barock/klassisch orientierten Hobbyspielgruppe aber immer die tiefen Instrumente fehlen und ich auch beim eigenen Spielen mal was anderes als immer nur Flötentöne hören wollte, habe ich mir zunächst vor einiger Zeit bei Thomann im Ladengeschäft das EWI 4000s recht intensiv angeschaut und ausprobiert. Fazit: Die erzeugten Klänge des internen Tongenerators waren überhaupt nicht das, was ich für unsere musikalische Stilrichtung brauchen konnte. Damit war dieses Modell schon mal aus dem Rennen, aber das EWI-USB mit externem Soundmodul wäre schon noch ein Gedanke wert.

In der Nachbarschaft bot sich schließlich die Möglichkeit, so ein Teil günstig gebraucht zu bekommen. Und nach einem erfolgreichen Test mit einem Linux-Notebook und einem darauf laufenden Sample-Player habe ich erst mal zugeschlagen, auch wenn sich zunächst mal eher schräg anhörte, was da so rauskam.

Das Ausprobieren verschiedener Public-Domain-Soundfonts (auf SF2-Basis) brachte nach einiger Zeit zwar schon akzeptable Ergebnisse für viele Instrumente (Cello, Fagott, Posaune, Schlagwerke, ...), die sich passabel im Ensemble einsetzen ließen. Aber die expressive Gestaltbarkeit der Klänge gerade im Solo- oder Duettspiel ließ schon noch zu wünschen übrig. Auch das Gefühl, wann ein Instrument sozusagen am lautstärkemäßigen Anschlag angekommen war, wollte sich nicht einstellen.

Dann bin ich auf das DynaSample XPression gestoßen und war von den Klangbeispielen (die natürlich von Spielern eingespielt wurden, die deutlich besser sind, als ich es jemals sein werde) beeindruckt. Bei dem Preis ist das Modul für den reinen Hobbymusikbereich natürlich nicht gerade ein Schnäppchen. Aber mehrere weitere tiefe (und auch noch andere hohe) Instrumente zu kaufen und vor allem spielen zu lernen, würde dagegen in mehrfacher Hinsicht noch deutlich aufwändiger werden. Daher habe ich es mir mal zur Probe kommen lassen. Hier schon mal einen herzlichen Dank an Ingo Scherzinger, der mir eine üppige Testzeit von mehr als 2 Wochen eingeräumt hat!

Was mich am XPression in seiner ursprünglichen Auslegung ziemlich gestört hat, war die Notwendigkeit der vielfältigen Verstrapselei: Steckdose finden, sich möglichlerweise noch mit EPiano-Spielern teilen müssen (also: Immer neben Verlängerungskabel auch noch eine Vielfachsteckdose mitbringen). Stromkabel=Stolperfalle quer durch den Raum, Verbindung zum Endverstärker, Verbindung zum EWI als Midi-Controller, Verbindung XPression Steuergerät zum Hauptgerät. Das war mir eindeutig zu viel: Ich möchte irgendwo hinkommen, 's Instrumentenkäschtle öffnen und loslegen können, und das mit Vorbereitungszeit und Orga-Aufwand, die mit dem kurzen Warmblasen und Stimmen einer Flöte vergleichbar sind.

Als Physikerin und erklärte Basteltante hab ich mir die Sache dann mal genauer angeschaut und die Leistungsanforderung des XPression ausgetestet. Eine unabhängige Stromversorgung per kommerziell erhältlichem Power Pack (z.B. PowerGorilla) schied leider aus, wie sich nach kurzem Test herausstellte: Die angebotenen Energiemengen waren zu knapp (laut Prospektspezifikation bestenfalls für 2,5 h durchgehende Nutzung verfügbar), und die real abrufbaren Energiemengen blieben auch noch hinter den versprochen um 20% zurück. So war mit diesem Gorilla-Teil nach 2 h Spielen Schluss. Das war mir definitiv zu wenig. :bad:

Stattdessen bin ich letztlich bei einem Eigenbau gelandet, der aus 5 LiFePo4-Akkuzellen mit ca. 9,5 Ah besteht und damit mehr als 3,5 h netzunabhängige Spielzeit bietet. Damit kann ich leben!

DSCN1137-k.jpg


DSCN1139-k.jpg


DSCN1141-k.jpg


Mein Selbstbau ist auf der Abdeckung des XPression angeschraubt und bildet so eine Einheit, die sich in vertikaler Betriebsweise bequem an einem Henkel anpacken und tragen lässt. Und wenn dann der Akku doch mal leer sein sollte oder noch längere Sessions angesagt sind, wird schlicht das Netzteil statt des Powerpacks eingestöpselt, und gut is'.

Auch zum Laden habe ich einen Spezialanschluss für die eigentlichen Power-Leitungen und die Balancierleitungen zu den einzelnen LiFePo4-Zellen gefertigt, der das Einstecken nur eines Stöpsels erfordert.

Da die für das XPression erforderliche Spannungslage (ca. 13 - 18 V) eher selten ist und gerade zwischen den automobilistisch verwendeten Spannungen 12 V und 24 V liegt, gibt es anscheinend leider keine fertigen Tiefentladungs-Schutzschaltungen. Daher habe ich zunächst mal nur eine Spannungsanzeige am Powerpack vorgesehen und muss nun selber visuell kontrollieren, dass diese nicht unter 14 V sinkt. Darunter ist noch bis ca. 12,5 V Luft, bevor es für die Akkus kritisch werden könnte. Das hat sich wegen der langen Laufzeit in der Praxis als wenig problematisch herausgestellt.

Wenn man den Herstellerangaben der LiFePo4-Akkus glauben darf, wird das Power-Pack auch bei sehr regelmäßiger Nutzung möglicherweise länger halten als das XPression oder selbst ich :engel:: Mehr als 2000 Ladezyklen sollen die Dinger mitmachen.

Ich habe mittlerweile einen Tiefentladungsschutz-Bausatz (für 12 V) schon in der Schublade liegen. Aber der muss in einigen elektronischen Teilen noch auf die geänderte Spannungslage angepasst werden. Das kommt dann demnächst mal ...

Wenn Ingo nun noch Wort hält und einen Betrieb ohne das Bedienungsteil auch für das EWI mit seinen gelegentlichen Erkennungsproblemen auf dem USB-Bus möglich macht, werde ich in Zukunft mit nur zweimal Stöpseln auskommen, bevor die Mucke losgehen kann: EWI => XPression => Microcube.

Und mein stromunabhängiges XPression passt so sogar in ein Roller-Topcase, so dass ich mich nun (wie früher mit der Querflöte) nicht mehr länger nur wegen meines "Instruments" mit Parkplatzsuchen rumschlagen muss ...

Spätestens dann gilt: "Mischen kompliehtet" ;)

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen. Und wie immer, gilt auch hier: Anregungen und Kommentare gerne gesehen!

Petra
 
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AkkuStick
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Hi Petra, danke schon mal für das übern Tellerrand schauen und die mutige Umsetzung.
Zu der Versorgungsspannung (13 - 18 V) ist mir noch eingefallen, dass die "professionellen" Kamera-Akkus für diesen Bereich spezifiziert sind. Aber weiter kenn ich mich in E-Technik nicht aus, um daraus ggf eine Eignung abzuleiten. Vielleicht sind die, wie alle sogenannten "Profi"-Zubehörteile, auch eh zu teuer, zB kostet ein willkürlich ergoogelter "Swit S-8080S" 14.4 Volt, 88 Wh, ohne Memory-Effekt, 4fach LED Kapazitätsanzeige, intelligente Batterieüberwachung, Temperatur-, Strom- und Spannungsschutz" immerhin 190 Euro. Wird aber in der Profi-Branche auch für Mehrkanal-Field-Audio-Recorder oder portable Audio-PC Interfaces oft genutzt, deswegen kam ich drauf.
 
Petra Sue
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Hallo AkkuStick,

Zu der Versorgungsspannung (13 - 18 V) ist mir noch eingefallen, dass die "professionellen" Kamera-Akkus für diesen Bereich spezifiziert sind. ... Vielleicht sind die, wie alle sogenannten "Profi"-Zubehörteile, auch eh zu teuer, zB kostet ein willkürlich ergoogelter "Swit S-8080S" 14.4 Volt, 88 Wh, ohne Memory-Effekt, 4fach LED Kapazitätsanzeige, intelligente Batterieüberwachung, Temperatur-, Strom- und Spannungsschutz" immerhin 190 Euro.

Danke für die Nennung! Aber der Pferdefuß ist, wie schon beim PowerGorilla, den man derzeit typischerweise für ca. 150 EUR kriegt und der ähnliche Features bietet, die Kapazität: Das XPression braucht ca. 45 W, also wird man aus dem von dir angeführten Akku wieder mal bestenfalls knapp 2 h Musik rausholen.

Ich hatte beim Ausprobieren des Gorillas übrigens den Eindruck, dass die Kapazität schon nach wenigen Ladevorgängen abgenommen hat. Nicht viel, aber in Spielminuten bemerkbar. Ich habe in der Probezeit so ca. 5 davon ausgeführt, bevor ich ihn wieder zum Lieferanten zurückgeschickt habe, weil gelegentlich davon berichtet wird, dass bei den ersten Ladevorgängen die Kapazität noch leicht zunimmt. Das habe ich leider nicht feststellen können. Die Anzahl der spezifizierten Ladezyklen (die ja auch eher optimistisch angegeben wird) ist bei LiPo-Systemen mit ca. 300 - 500 deutlich geringer als bei den LiFePo4-Dingern. :( Es wird ja auch dazu geraten, die Akkus jeweils nicht komplett zu entladen (auch bei vorhandenem Tiefentladeschutz), weil die darunter wohl etwas leiden. Bei nur 2 h Betriebsdauer läuft's - zumindest bei mir - aber praktisch automatisch darauf raus.

Der PowerGorilla, wie wohl auch die Hochleistungsakkus für den Fotobetrieb, werden auf LiPo- oder Li-Ionen-Basis aufgebaut sein, um die hohe Speicherdichte und das vergleichsweise geringe Gewicht hinzukriegen. Diese Technik ist aber durchaus ein wenig in Verruf geraten, weil wegen der großen Nachfrage und des recht hohen Preisdrucks (laut einem Lieferanten von Industrie-Akkus) die Fertigungsqualität wohl arg gelitten hat, so dass "derzeit eigentlich nur Schrott auf dem Markt verfügbar ist" (Zitat). Wenn man sich auf Ih-Bäh umguckt, bekommt man in der Tat schon nackte LiPo-Packs passender Spannungslage als Direktimport aus China mit 10 Ah für knapp 70 EUR. Aber das war mir dann, ehrlich gesagt, etwas heikel: In Modellbauforen wird davon gesprochen, dass man diese Akkus nie unbeaufsichtigt und besser in einem sandgefüllten Eimer nachladen solle.

Mag sein, dass hier auch ein wenig Sensationshascherei betrieben wird - schließlich gehen nicht alle Nasen lang irgendwelche Notebook-Akkus in Flammen auf. Aber für ein Selbstbauprojekt bin ich dann doch lieber etwas konservativ und geh auf die systemisch risikolosere Technik - zumal mein Huckepack-System sogar noch in den von DynaSample mitgelieferten Transportkoffer reinpasst (wenn man ein wenig von der Polsterung für Unterklebefüßchen und Transportgriff zurechtschneidet). Und mit dem aufgeschraubten Pack wird die Kiste sogar im Vertikalbetrieb richtig standfest! :great:

Moderne Akkutechnik ist mit Sicherheit ein "Moving Target". In ein oder zwei Jahren mag die Akku-Welt schon wieder ganz anders aussehen. Vielleicht werden ja nachfolgende Bastlergenerationen dazu angeregt, andere Typen auszuprobieren oder direkt ein ordentliches Systemdesign mit entsprechenden Schutzmechanismen zu konzipieren und berichten hier (oder anderenorts) darüber? Fände ich klasse!

Aber - bitte, bitte: Baut das System dann auch so auf, dass man sich ordentlich auf's Spielen konzentrieren kann und wenig Systemgedöns drumrum zu organisieren hat!

Tschüssi,

Petra
 
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Kurzer Nachtrag:

Wenn Ingo nun noch Wort hält und einen Betrieb ohne das Bedienungsteil auch für das EWI mit seinen gelegentlichen Erkennungsproblemen auf dem USB-Bus möglich macht, werde ich in Zukunft mit nur zweimal Stöpseln auskommen, bevor die Mucke losgehen kann: EWI => XPression => Microcube.

Ingo *hat* Wort gehalten und dieses Feature in einer inoffiziellen Beta-Version eingepflegt. Nun ist ein "Nachmelden" sowohl eines neu eingesteckten USB-Geräts (EWI) als auch des Bedienungsteils im laufenden Betrieb des XPression möglich.

Damit ist mein Traum wahr geworden! :great: :hat:

Tschüssi,

Petra
 
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Ich benutze für meine Windcontroller fast nur noch Midi Funkadapter, da komme ich mit einer Ladung auf gut 20 Std Laufzeit. Es soll in Kürze (ich glaub Herbst 2014) auch Midi Funkadapter geben, die eine USB-Host Schnittstelle haben und das USB-Gerät auch mit Strom versorgen können und... wenn man den Gerüchten glauben kann :) auch die Unmenge an Blaswandlerdaten ohne Dropouts und Verzögerungen verarbeiten können. Damit wirst du unabhängiger von dem Standort des Synths

Gruß Peter
 
Petra Sue
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Hallo Peter,

das wäre in der Tat eine echte Errungenschaft, wenn's den dann für das EWI gäbe! :great:
Hast du genauer Infos, bei welcher Firma man da gucken gehen sollte?

Auf jeden Fall danke schön schon mal für den Hinweis auf den USB Host Adapter!

Tschüssi,

Petra
 
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Hallo Petra,

mein Kollege, der sich auch mit einer EWI-USB herumschlägt :) hat mir das nur letzte Woche erzählt. Ich glaube es sind die Leute die auch den Widi-Adapter bauen, aber ich bin mir nicht sicher. Wenn ich genaueres weiss, lasse ich es dich wissen. Im Moment behilft er sich damit, einen Kenton Midi-Adapter dazwischen zu schalten und das Midi Signal dann an den Widi-Adapter weiterzugeben. Gespeist wird das ganze von einem Handypack, so ein Zusatzakkupack um Handys nachladen zu können. Die Widi-Module funktionieren jedenfalls hervorragend an den Windcontrollern (der USB-Stick von Widi leider nicht immer/PC-abhängig). Ich betreibe meine Teilchen alle daran. Ab Spätherbst baue ich für meine selbstgebaute Midi Flöte :) ein Funkmodul, welches mein Flötchen auch mit Spannung versorgt. Falls bis dahin keine USB-Version vorhanden sein sollte, können wir gerne schauen, ob die Module auch an deiner EWI-USB funktionieren.

Ciao

Peter
 
Petra Sue
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Hallo Peter,

Im Moment behilft er sich damit, einen Kenton Midi-Adapter dazwischen zu schalten und das Midi Signal dann an den Widi-Adapter weiterzugeben. Gespeist wird das ganze von einem Handypack, so ein Zusatzakkupack um Handys nachladen zu können.

Ich komme gerade etwas durcheinander: Widi habe ich nur in Sachen "wireless display" gefunden, nicht aber in Sachen Midi-Datentransfer. Habt ihr da irgendwelche "krummen Dinger" mit den Display-Adaptern angestellt? Ingo hatte seinerzeit mal einen Vorschlag gemacht, den Kenton-Adapter mit einem Midi-Beam zu koppeln. Das dürfte dann wohl im Wesentlichen auf's Gleiche rauslaufen - man hat dann aber derzeit 2 Käschtles am EWI hängen. Deshalb spiele ich derweil noch weiter verstrapselt zum USB Host (DynaSample XPression). Das ist zwar lästiger, aber immerhin nur lokal angebunden und schon mal weg von der Steckdose.

Ich bin auf jeden Fall an einer netten insgesamt kabellosen Verbindung interessiert - vor allem, wenn dann nur noch ein kleines, leichtes Kistchen unter dem EWI hängen würde.

Tschüssi,

Petra
 
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z.B. so was?

EWI-USB_Wireless.jpg

Den externen Akku habe ich jetzt mit einem kleineren Modell am EWI angebracht.
Demnächst (wenn ich mal Zeit habe - LOL!) werde ich den Kenton und midiBeam aus dem Gehäuse ausbauen und in ein kleineres einbauen.
Die Kabel werden dann intern mit Ministeckern verlegt.

Viele Grüße und viel Spass beim Nachbauen
Ingo
 
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Gerade mal eine kurze Nachfrage an Peter und Ingo, ob sich in Sachen "wireless EWI-USB" noch was getan hat? Ich bin gestern mal wieder fast über das USB-Kabel gestolpert ... :weird: bzw. habe es beim Hängenbleiben aus dem EWI gezogen. :mad:

Tschüssi,

Petra
 
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Bei mir gibt's leider nix neues ...
Hatte immer noch keine Zeit, den Kenton und midiBeam von ihren übermächtigen Gehäusen zu befreien und in ein kleines handliches Teil zusammen zu bauen. :-(

Viele Grüße
Ingo
 
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Also, erst einmal möchte ich Herrn Tesa für die Erfindung seines gleichnamigen Films danken. Dann dem oder der Erfinder(in) des Heißklebers! Ohne diese beiden Pioniere hätte mein Werk mit dem drahtlosen EWI-USB nicht vollendet werden können.

Ich habe jetzt den Kenton USB MIDI Host und das midiBeam von ihren Gehäusen befreit und huckepack (ohne die riesigen MIDI-Buchsen in ein (vorerst professorisches) Gehäuse gepackt. Alle drei Teile weden von einem kleinen 5V Akku versorgt. Das Gehäuse ist in etwa so groß wie ein Kartenspiel (ohne Akku).

Gewicht (ohne die internen Gewichte) 707g mit Akku. Das sind 58g mehr als das originale EWI-USB mit Gewichten. Das schwere Kabel im Originalzustand noch nicht mal mitgerechnet.

Gleichzeitig habe ich mein Oktavroller-Problem behoben und werde in Kürze (hoffentlich) die Tonumfang-Erweiterung um 2 Oktaven fertig haben.

Ein paar Bilder kommen in den nächsten Tagen ...

Viele Grüße
Ingo
 
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Iss ja guuuut!

Hier sind ein paar Bildchen von meinem drahtlosen EWI-USB und den geänderten Oktavrollern:

EWI-USB_wireless1.jpg


EWI-USB_wireless2.jpg


Das "Gehäuse" ist natürlich nur provisorisch und wird noch durch ein scharzes ABS-Gehäuse mit Kabelabdeckung und Stromschalter ersetzt. Angepasst und übergehend zum EWI-Gehäuse für einen besseren Halt.
(Dazu müsste ich aber erst mal meinen 3D-Drucker anschließen, der seit Monaten unbenutzt in der Ecke steht.)

Das Auslöten der großen Einbau-MIDI-Buchsen am Kenton "MIDI USB HOST" erwies sich als äußerst heikel. Den Eingang habe ich bei dieser Aktion leider verloren, aber den Ausgang, um den es ja geht, konnte ich gottseidank retten. :)
Dieser ist dann (über einen kleinen Zwischenstecker) mit der Huckepack-Platine des midiBeam (mit der roten LED und dem schwarzen Knopf) verbunden.

Die Größe ist durchaus vertretbar und das Gewicht ist optimal. Wenn ich 50% des Kabelgewichts dazuzähle, bin ich (mit Akku) beim gleichen Gewicht wie beim originalen EWI-USB mit den Gewichten.

Der Akku ist ganz unten und die Kabel sind innen durch's EWI geführt und kommen oben wieder raus.

EWI-USB_Octaverollers1.jpg


EWI-USB_Octaverollers2.jpg


Die Oktavroller:

Für die obere Oktave have ich ein Computer-Slotblech abgedremelt und mit der schmalen Seite in die Ritze zwischen dem oberen Roller und dem Plastik gesteckt. Beim unteren habe ich eine metallische Kabelhalterung genommen, die meinen Daumen beim Abheben abbremst. Ginge aber auch wie oben. Das obere Metallteil würde ich im Nachhinein eher etwas länger machen.

Da mir der Abstand zur oberen Platte zu weit war (ich muss sie fühlen können, wenn ich in der zweithöchten Oktave bin), habe ich noch zwei Neodym-Magnete mit je 2mm draufgepackt.

Der Vorteil von dieser Modifikation ist, dass man übergangslos weitergleiten kann und nicht am Plastik mit der halben Distanz zum Roller hängt, was die Rückbewegung unweigerlich zu groß macht. Dadurch ergaben sich ständig Oktavfehler bei der Rückbewegung.

Die Teile müssen aus Metall sein, da man sonst den Massekontakt verliert und Chaos bei den kleinen, hilflosen Elektrönchen entsteht.

Das Ganze erfordert keine Arbeit am EWI-USB selbst und kann jederzeit rückgängig gemacht werden.

Viele Grüße
Ingo
 
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Hi Ingo,
echt inspirierend, dein Aufbau! :great:
Mit den Oktavrollermods kann ich persönlich wohl nichts anfangen, aber zur Drahtlostechnik hab ich noch Fragen:
Wieviel Stromaufnahme hat den die Kombination aus EWI, MidiBeam und Kenton? Ließe sich der Akku ggf. noch mal verkleinern, wenn man z.B. 5 h kontinuierliches drahtloses Spielen vorhalten wollen würde?

Tschüssi,
Petra
 
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Mit dem jetzigen Akku (2200 mAh / 5V / 66g) komme ich auf 3-4 Stunden Spielzeit. Wohlgemerkt ein Akku für alles. Von der Leistung her möchte ich also nicht weniger, sondern eher etwas mehr.

Mit meinem 6000 mAh / 5V Akku (135g) kam ich bereits auf 16-18 Stunden. Allerdings beim doppelten Gewicht und der doppelten Größe (d.h. "sehr" breit - ca. 2,5" HD-Größe). Alles was ich auf die Schnelle mit mehr Leistung als die 2200 mAh finden konnte, war vor allem deutlich schwerer.

Ich habe jetzt zwei davon, um eins laden zu können, während ich das andere spiele. Bei einem Preis von 7-8 EUR pro Stück ist das unschlagbar.

Grüße
Ingo
 
Petra Sue
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Hmm, wie wär's mit einem 2,6 Ah-Teil: http://www.chip.de/artikel/PNY-Mobile-Power-2600-Alu-Powerbank-Test_72049721.html oder http://www.chip.de/artikel/Anker-Astro_Mini-Powerbank-Test_72049787.html ? :great:
Die Dinger sind zwar etwas teurer, scheinen aber durchaus in dein Beuteschema reinzupassen. Man beachte, dass die nominellen Kapazitäten wohl nicht unbedingt den nachmessbaren entsprechen! Das wird wahrscheinlich auch für deine Teile gelten, womit sich auch deine Beobachtung bzgl. des nichtlinearen Unterschieds der beiden Akkus in bezug auf die Nominalkapazität eventuell erklären würde. Schau zum Vergleich vielleicht mal in den übergeordneten Ordner, wo ich meine beiden Nennungen her habe, und dann mal auf die Looser dieses Vergleichstests. :igitt:

Tschüssi,
Petra
 
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Hi Petra, passen leider nicht in mein Beuteschema.

Runde Akkus bräuchen eine extra Halterung. Dazu kommt, dass ich eine maximale Länge von 9 cm unterbringen kann, da sonst mein geliebter Reset-Knopf (ohne den ich nicht mehr leben kann/will) verdeckt wird.
Über die Größe der Akkus erfährt man in dem Beitrag leider nicht viel.

Ich bin aber schon am schauen, ob ich mir einen abgewinkelten USB-A Stecker basteln kann, mit dem ich vielleicht noch einen Zentimeter in der Länge rausholen kann.

Da die Entwicklung aber schnell voranschreitet, gehe ich davon aus, dass sich da demnächst noch was finden lässt, das alle Kriterien erfüllt.

Ingo
 

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